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08.09.08

Titelseiten: Steinmeier, Beck, Müntefering

Schwierige Entscheidung am Kiosk: Am ersten Tag nach den Personalentscheidungen in der SPD machen Zeitungen ganz unterschiedlich auf – allerdings wenig überraschend.

Bei der Frankfurter Allgemeinen geht es, wie zu erwarten, sehr staatsmännisch zu. Der Außenminister wird Kanzlerkandidat, der Parteivorsitzende tritt zurück, so und nicht anders muss die trockene Nachricht lauten:

"Steinmeier Kanzlerkandidat – Beck tritt zurück"

Weniger staubtrocken das Aufmacherfoto: Steinmeier in Macher-Pose, nur steht niemand hinter ihm. Kaum zu glauben, dass die FAZ noch vor gut einem Jahr dachte, auf farbvolle Fotos auf der Titelseite verzichten zu können. Bei der Süddeutschen steht Beck unscharf im Abseites, die Schlagzeile heißt:

"Beck gibt auf – Müntefering wird wieder SPD-Chef"

Das tönt beinahe schon dramatisch, jedenfalls nicht so überkorrekt wie die Frankfurter Kollegen. Der Hoffnungsträger der SPD schaut müde, abgekämpft und düster, sein Gesicht aschfahl. Wer heute die SZ in die Hand nimmt, möchte den Genossen warme Decken umlegen und ihnen einen Tee reichen.

"Münte is Beck"

So kalauert man bei der taz in Berlin – garniert mit einem Scherenschnitt Münteferings am Mobiltelefon. Seht her, der Mann im Hintergrund zieht die Strippen. Nichtmal auf dem Treffen gestern dabei, doch Mann der Stunde. Nur wem simst der designierte Parteivorsitzende?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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