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15.07.13Leser-Kommentare

Teil 2: Mit diesen Tools arbeite ich

Zahlreiche Webdienste und Apps machen die Arbeit für Onlineredaktionen und Autoren einfach. Heute weitere 18 Favoriten!

Tools Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier als leuchtendes Beispiel für gelungene Organisation und Zeitmanagement herangezogen werden sollte. Meine Tagesorganisation verläuft ungeordnet, gewissermaßen chaotisch. Aber da ich inzwischen täglich für drei Blogs schreibe, Themen organisiere, nebenbei diverse Social-Media-Kanäle betreue und trotzdem nur selten die Übersicht verliere, scheine ich unbewusst irgend etwas richtig zu machen, ohne ein besonderes Organisationskonzept zu verfolgen.

Erschwerend kommt sicher hinzu, dass ich bei Tools und Services auch noch konservativ bin. Nur sehr wenige neue Dienste schaffen es, dass ich sie überhaupt langfristig im Alltag einsetze. Unterwegs bin ich ohnehin nur mit MacBook Air und Smartphone. Ein iPad habe ich zwar auch, aber das wird in Kürze verkauft, weil ich es einfach nicht brauche. Besonders originell ist meine Liste deswegen wohl eher nicht, aber vielleicht kann gerade das der Schlüssel zum Erfolg sein. GMail/AirMail

Ich organisiere meinen Arbeitsalltag per E-Mail, und GMail ist mein Hauptaccount. Daneben benutze ich noch AirMail für den Mac. Man mag es als banal erachten, aber ein großer, simpler Vorteil von GMail ist für mich neben der übersichtlichen und leichten Bedienung, dass ich oben in der Menüleiste einen Kurzlink auch zu anderen Google-Diensten finde, die ich nutze. Und das wären:

Google Kalender

Den benutze ich vor allem, weil er übersichtlich und simpel in der Bedienung ist. Ich klicke auf ein Datum, schreibe "1930 Skype-Chat Jan" und schon ist der Termin für 19.30 Uhr angelegt, der mit meinem jeweiligen Smartphone synchronisiert wird.

Google Drive

Auch hier reine Bequemlichkeit oder Geiz: OpenOffice hat mir noch nie gefallen, iWork auch nicht, Office für den Mac kostet Geld und ist mir zu träge. Google Drive (früher: Docs) ist das Office-Programm, das auf meinem Schreibtisch am schnellsten verfügbar und dabei leicht bedienbar ist. Ein Office-Programm benutze ich ohnehin fast nur, um Rechnungen oder einfache Geschäftsbriefe zu schreiben. Beiträge schreibe ich direkt ins WordPress. Verloren gegangen ist mir dabei seit fünf Jahren nichts mehr.

Google Contacts

Mein eigentliches Smartphone ist ein Nexus 4, aber tatsächlich hangele ich mich eh von Testgerät zu Testgerät und benutze das jeweilige als Hauptgerät. Um nicht jedes Mal meine mehrere hundert Kontakte umziehen zu müssen, ist Google Contacts hier ein wichtiger Helfer.

Skitch

Tolles Tool, um Screenshots aufzunehmen, wobei ich die ältere Version noch intuitiver bedienbar fand. Evernote hat sie nach der Übernahme eher verschlimmbessert.

Evernote

Überhaupt, Evernote: Nutze ich mittlerweile nicht mehr so sehr, wie noch vor einem halben Jahr. Wofür es aber fast täglich bei mir im Einsatz ist: Für die Verwaltung meiner Passwörter. Ich lerne ein Passwort auswendig und notiere mir die ersten drei Ziffern davon in einer Evernote-Notiz. Das ist einigermaßen sicher. 1password ist mir noch zu teuer.

Wunderlist

Habe ich mittlerweile fast nur noch für eine gemeinsame Liste im Einsatz, mit der wir bei neuerdings.com Artikelideen verwalten. Großer Vorteil ist hier der Zugriff von mehreren Plattformen, egal ob von Smartphone, Mac oder PC.

Vorschau/Seashore

Meine Tools für simple Bildbearbeitung, die in 9 von 10 Fällen daraus besteht, viel zu große Pressebilder auf Webgröße zu reduzieren, Ausschnitte zu wählen oder mehrere Bilder zu einem zusammenzufassen.

Spotify/iTunes

Zum produktiven Arbeiten gehört natürlich Musik. Bei Spotify gefallen mir mittlerweile aber eigentlich fast nur die wenigen sozialen Funktionen. Deezer zieht langsam vorbei. iTunes benutze ich nur noch, um mir in der Freizeit hin und wieder mal einen Film oder eine Serienfolge auszuleihen. Die Software ist mies, aber eine bessere digitale Bibliothek habe ich bisher noch nicht gefunden.

Feedly

Als das Ende des Google Readers nahte, bin ich hierhin gewechselt und habe bei der Gelegenheit die 80 Feeds, die ich noch abonniert hatte, auf 10 eingestampft. Das war erfrischend ruhig, dann aber leider doch wieder zu wenig, ich hab zu viel verpasst. Jetzt sind es wieder um die 20.

Pocket

Tool mit dem wohl besten, weil schnellsten Webclipper für Chrome, den ich kenne, um Webseiten für später abzuspeichern. Von fünf gespeicherten Beiträgen lese ich dann später selten mehr als zwei, aber immerhin.

FreeFibu

Als Freiberufler, der Buchhaltung ja so "liebt" wie ich, gibt es im Grunde kein einfachereres Tool für die Umsatzsteuervoranmeldung wie dieses. Daten rein und ab an Elster. Für eine einfache Nutzung ohne Kontrolle durch einen Steuerberater ist es außerdem kostenlos.

CamScanner

Von wegen: alles digital. Es kommt oft genug vor, dass ich im Alltag noch Dokumente einscannen muss und faxen soll. CamScanner für Android-Phones liefert eine gute Scan-Qualität bei einfacher Bedienung. Wenn es darum geht, etwas zu faxen weigere ich mich allerdings mittlerweile und bestehe auf eine E-Mail mit PDF-Anhang, was meist auch akzeptiert wird.

TweetDeck

Allen Unkenrufen zum Trotz immer noch meine Lieblingsschaltzentrale für Tweets auf dem Mac. Einige Funktionen allerdings regen mich auf, etwa dass alle Spalten neuerdings leer sind und sich erst erst nach einem Reload wieder füllen, wenn man den Mac aus dem Standby aufweckt.

Carbon

Noch etwas fehleranfällig, aber davon abgesehen der für mich schönste Twitter-Client für Android.

Den ersten Teil zur Serie mit den bevorzugten Tools von Martin Weigert gibt es hier.

(Foto: pennuja via Flickr. Lizenz: CC BY 2.0)

Kommentare

  • Thomas

    15.07.13 (12:26:07)

    Wie kann man ausgerechnet Google seine kompletten privaten und geschäftlichen Details und Korrespondenzen anvertrauen? "Office für den Mac kostet Geld." Ah, verstehe.

  • Martin Weigert

    15.07.13 (12:57:26)

    Da muss ich zu Jürgens Verteidigung sagen: Diese Frage müsstest du hunderten Millionen Menschen stellen ;)

  • Jürgen Vielmeier

    15.07.13 (13:07:05)

    Für dich ist es logischer, viel Geld für eine Software auszugeben, die du nicht brauchst, als drei "hochsensible" Geschäftsbriefe im Monat bei Google in der Cloud zu speichern? Meine kompletten privaten Details sind das übrigens noch lange nicht. Die findest du nirgendwo im Netz. Ganz sicher nicht.

  • Thomas

    15.07.13 (13:16:09)

    @Martin: Die Frage war keineswegs nur an den Autor gerichtet. Wenn "hunderten Millionen Menschen" das gleiche tun, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es sinnvoll oder empfehlenswert ist. Die Artikelreihe "Mit diesen Tools arbeite ich" hat den Charakter von Empfehlungen. Dass Firmen wie Google dazu gehören, darf doch wohl zumindest als diskussionswürdig klassifiziert werden, oder?

  • Tilo

    15.07.13 (20:32:31)

    Mich interessieren deine 20 abonnierten Feeds in Feedly

  • Akawee

    15.07.13 (23:26:57)

    Ein Hallo an den Autor und an die Kommentatoren, ich möchte ins gleiche Horn sprechen wie die vorhergehenden. Mir ist es ein Rätsel wie man in der aktuellen Lage ernsthaft "Online Dienste", wie Google empfehlen kann. Vielleicht ist es ihren Kunden überhaupt nicht recht das Ihre persönlichen Daten bei Google gespeichert sind. Dazu zählen Telefonnummern Geburtstage und Adressden. Außerdem gibt es ein großes Angebot an alternativer Software, wenn sie nicht gar vom Betriebssystem mitgeliefert wird. Empfehlungen zur Verschlüsselung von Dokumenten und Emails sind derzeit interessanter.

  • Thomas

    16.07.13 (00:22:22)

    Ich hatte ergänzend einen ähnlichen Kommentar geschrieben, der jedoch entweder nicht ankam, oder nicht veröffentlicht wurde. Es ist wirklich auffällig, wie viele Blogger und Redakteure aus dem Bereich Neue Medien und Startups einen eher sorglosen Umgang mit der Sicherheit von Daten zu pflegen scheinen. Dabei sollten ihnen die Risiken der Nutzung von Online-Diensten doch eigentlich bewusst sein. Es ist absehbar, dass Cloud-Dienste in Zukunft noch eine sehr viel grössere Rolle bei der Datenspeicherung spielen werden, als heute. Die gegenwärtig geltenden Bedingungen, Gesetze und Standards lassen dies aber meiner Meinung nach nur für wirklich unbedenkliche Inhalte zu. Interessant auch, dass @Jürgen ausdrücklich darauf hinweist, dass er seine "kompletten privaten Daten" keinesfalls im Netz exponiert, während er andererseits keine Probleme damit hat, "...drei “hochsensible” Geschäftsbriefe im Monat bei Google in der Cloud zu speichern". Also ich bin immer froh, wenn meine Geschäftspartner sowas nicht machen. Und zu den Kosten von Software und den immergleichen Gründen dagegen sage ich lieber nichts weiter.

  • Jürgen Vielmeier

    16.07.13 (08:39:26)

    Ob ich die Dienste oben nun empfehle oder nicht, ist in meinen Augen Interpretationssache. Viel interessanter finde ich den Stimmungswandel seit Prism. Plötzlich sind Cloud-Dienste böse und jeder, der sie nicht vorgestern schon in den Wind geschossen hat, gilt als leichtsinnig oder fahrlässig. Ich schaue mich ständig nach neuen Services um, aber dass so viele nun den Zeigefinger für etwas erheben, das der halben Welt jahrelang vollkommen egal war, finde ich gewissermaßen amüsant. @Thomas: Die Zahl der Geschäftsbriefe stimmt, das Wort "hochbrisant" war Ironie.

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