<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

10.05.11Leser-Kommentare

"Technik frisst Privatsphäre": Zeit, sich dieser Erkenntnis zu stellen

Der technische Fortschritt lässt sich mit Regulierung und neuen Datenschutzgesetzen bremsen, aber nicht aufhalten. Es ist Zeit, dass wir uns dieser Erkenntnis stellen.

 

Der Kampf um die Daten der Menschen und darüber, was mit ihnen geschehen darf und nicht geschehen darf, ist in vollem Gange und wird in nächster Zeit noch an Intensität gewinnen.

Egal welche Position man in puncto Datenschutz und Privatsphäre im Kontext des Zusammenprallens der analogen und digitalen Welt einnimmt, so ist es an der Zeit, einer Tatsache ins Augen zu schauen: Alles, was technisch geht, wird kommen.Es mag eine äußerst unbehagliche und verstörende Erkenntnis sein. Mancher mag sich einreden, dass man durch Regulierungen bestimmte technologische und durch diese verursachte gesellschaftliche Trends aufhalten, abschwächen und bremsen kann. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt funktionieren dies eventuell auch (Stichwort: Verpixelung bei Google Street View).

Doch der technische Fortschritt ist mittelfristig stärker als der traditionelle, juristisch gestützte Begriff der Privatsphäre. Georg Jähnig beschreibt dies auf sehr schöne Weise in einem mit der Überschrift "Technik frisst Privatsphäre" betitelten Gastbeitrag im Blog der Post-Privacy-Aktivisten "datenschutzkritischen Spackeria".

Am Beispiel eines (noch) fiktiven, "Zweithirn" genannten, mit der Cloud verbundenen Gerätes, das wie eine Brille aussieht und als solche getragen wird, aber alle Personen um einen herum in Bild und Ton aufnimmt, illustriert er, welcher juristische und persönliche Aufwand notwendig wäre, um sich gegen eine derartige Erfindung zu schützen.

Ihm geht es mit dem Artikel nicht darum, eine Begeisterung für das hypothetische digitale Zweithirn im Brillen-Look zu schaffen, sondern aufzuzeigen, wie sich neuartige Technologie Schritt für Schritt in unseren Alltag einfügt, fast unbemerkt langsam geltende Konventionen in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäre auflöst und sich dabei nur begrenzt von nationalen Gesetzen aufhalten lässt.

Zwar könnte man sich noch der Aufnahme durch das Zweithirn widersetzen, wenn dies als solches erkennbar vor sich hergetragen wird. Was aber, wenn es so klein wie ein Hörgerät ist und nicht als multifunktionelles Aufnahmegerät erkennbar ist?

Die beste Lösung, sich vor den in die Privatsphäre eingreifenden Technologien zu schützen, wäre es, zu Hause zu bleiben, merkt Jähnig in Form eine rhetorischen Frage an, und benennt damit zugleich die offensichtliche Schwäche dieses Ansatzes an.

Für erwähnenswert halte ich den Beitrag vor allem wegen des Schlusswortes:

"Wenn wir also das Zweithirn nicht verhindern können, sollten wir stattdessen die Frage stellen, wie wir damit umgehen."

In dieser Aussage steckt meines Erachtens nach viel Wahrheit. Denn ob die technischen Errungenschaften der Zukunft sich nun in Form des beschriebenen Brillen-Aufnahmegerätes präsentieren oder doch eher konventionell als Gesichtsidentifizierungs-Applikation auf einem Smartphone, läuft letztlich auf das Gleiche hinaus.

Fest steht für mich, dass die Entwicklung unweigerlich in diese Richtung gehen wird und lediglich kurzfristig, aber nicht langfristig durch politische, regulatorische und juristische Eingriffe aufgehalten werden kann.

Soll man deshalb die eigenen Werte und Überzeugungen aufgeben? Wäre es besser, sich die immer gerne in Blogkommentaren und Foren angebrachte 1984-Referenz zu verkneifen? Muss man Firmen, die in den eigenen Augen unachtsam und unverantwortlich mit ihnen anvertrauten Anwenderinformationen umgehen, deshalb freie Hand gewähren?

Sicherlich nicht (ok, der Verweis auf Orwells Roman 1984 ist tatsächlich etwas abgegriffen). Man sollte sich aber auch nicht der Illusion hingeben, dass man durch teils energiezehrende Konflikte an den zahlreichen Kriegsherde in der Schlacht um den Schutz der Daten dauerhaft und auf breiter Front etwas gewinnen könnte.

Wir müssten uns schon vollständig von der Digitalisierung verabschieden, um zu verhindern, dass das, was wir außerhalb unserer heiligen vier Wände machen, tendenziell öffentlich wird. Ob wir wollen oder nicht.

Ein Appell wie der von Georg Jähnig ist deshalb wichtig, weil er die Prioritätensetzung konstruktiv beeinflussen kann. Jede Minute, in der wir uns mit der Verpixelung von Häuserwänden oder dem digitalen Radiergummi beschäftigen, ist eine Minute weniger, die wir für die viel wichtigere, weil unausweichliche Frage haben: Wie gehen wir mit dem um, was kommt.

Es wird Zeit, dieser Frage eine größere Aufmerksamkeit einzuräumen, statt plakativ Flickschusterei zu betreiben.

(Foto: Flickr/infrarad, CC-Lizenz)

Kommentare

  • Salex

    10.05.11 (15:38:56)

    Sehr interesantes Thema! gerne mehr darüber.

  • Maurice Morell

    10.05.11 (15:55:47)

    Ihr Artikel folgt dem Prinzip Angst. Ich folge dem Prinzip nicht.

  • Martin Weigert

    10.05.11 (15:58:41)

    Komischer Vorwurf, denn eigentlich ist es doch gerade die Instrumentalisierung von Angst, auf die fundamentalistische Datenschützer und Technik-Skeptiker setzen.

  • Ulrich

    10.05.11 (17:06:28)

    Guter Denkanstoß, denn es ist in der Tat wichtig, wie wir mit der ausufernden Technik umgehen, sollte sie immer mehr die Privatsphäre auffressen. Denn nur taten- und gedankenlos hinzunehmen, dass das sogenannte Zweithirn kommt, ist der denkbar schlechteste Weg. Wenn sich JEDER damit auseinander setzt und dann auch sieht, dass seine Privatsphäre außerhalb der eigenen 4 Wände in Gefahr ist, sollte jeder andere einfach neue Technik annehmen, ohne diese zu hinterfragen, dann wird es hoffentlich zu einem Wandel in den Köpfen der Vielen kommen und zu einer bewussten Nutzung. Aber ich bin da aber leider etwas pessimistisch, da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und bleibt. Am Ende wird einfach jeder Person des öffentlichen Lebens sein. Prominente können ja auch (relativ) gut damit umgehen.

  • tm78654

    10.05.11 (18:41:50)

    Warum sollte sich die Privatsphäre nicht auch in der Zukunft schützen lassen? Bisher klappt das ja auch, zugegeben, immer schlechter... Aber gegen die vollkommene Auflösung der Privatsphäre kann ich vorgehen. Ich kann verhindern, dass das Bargeld abgeschafft wird und somit jede Geldtransaktion transparent wird. Ich kann verhindern, dass die Flugdatensammlung auf die Bahn übertragen wird. Ich kann verhindern, dass jedes Auto ab Werk einen GPS Sender und ein GPRS Modem hat. Ich kann verhindern, dass meine Stadt Kameras zur Verkehrssteuerung einsetzt, die auch Personen und Nummernschilder erkennt anstatt nur Autos. Den Grad der Aufweichung der Privatsphäre bestimmen wir immer noch selbst. Ein Bsp. noch aus unserer Firma. Aus Entwicklersicht würden wir liebend gerne mehr Daten über das Verhalten unserer Mitarbeiter im ERP sammeln, um die Software besser an die Bedürfnisse anpassen zu können. Doch ein starker Betriebsrat verhindert dies und verbietet konsequent jede Aufzeichnung, die Rückschlüsse auf die Arbeitsweise und Leistung einer Person liefern. Letztendlich muss ich dir allerdings recht geben, dass man in Zukunft, wie auch heute schon, keine Chance hat seine Privatsphäre zu schützen, wenn es jemand darauf angelegt hat sie öffentlich zu machen.

  • kadekmedien

    10.05.11 (19:38:45)

    »Alles, was technisch geht, wird kommen.« bedeutet aber auch: Gentechnik, Nanotechnologie, Bionik, und alles, was in der Verbindung daraus – auch und gerade – mit IT zu machen ist. Ich denke aber an der Stelle ähnlich wie Du, dass künftig jeder Eintritt in die Öffentlichkeit die Privatsphäre größtenteils einschränkt (das betrifft sicher nicht meine Unterhose, während ich Brötchen kaufe; aber z.B. meinen Namen, der über Lautsprecher von allen hörbar genannt werden kann, wenn ich die leere Brötchentüte einfach auf den Gehweg schmeiße…) @tm78654 #4: Wie kannst Du verhindern, dass Bargeld abgeschafft wird; die Flugdatensammlung auf die Bahn übertragen wird, Autos GPS haben oder Kameras die Stadt überwachen? Sobald eine wirtschaftlich relevante Gruppierung einen Nutzen darin erkennt, wird sie ihr Lobbying (und damit verbundene Propaganda) in Gang setzen, und all das wird kommen. (siehe Zitat am Kommentarbeginn)

  • Martin Weigert

    10.05.11 (20:41:16)

    @ Ulrich Yep, bewusste Nutzung ist wichtig. Und eben auch die Wahrnehmung der Chancen (die heute oft völlig durch die Risikenbetrachtung verdrängt wird) @ tm78654 Ich denke ähnlich wie kadekmedien, dass man am Ende recht wenig Einfluss auf die von dir genannten Entwicklungen haben wird. Klar, du kannst Bargeld nutzen, so lange du willst - aber wenn dann eines Tages in Geschäften nur noch Karte oder NFC-Zahlung akzeptiert wird, schränkt sich dein Spielraum plötzlich ein. Insofern würde ich auf deine Aussage Den Grad der Aufweichung der Privatsphäre bestimmen wir immer noch selbst. erwidern: "jein". @ kadekmedien bedeutet aber auch: Gentechnik, Nanotechnologie, Bionik Wohl war. Allerdings scheinen diese Sektoren traditionell stärker reguliert zu sein (gerade Gentechnik), sprich, hier sind die effektiven Kontroll- und Einflussmöglichkeiten des Staats imo noch größer (bzw. der Kontrollverlust ist geringer). Oder?

  • tauss

    10.05.11 (21:02:48)

    Wer beschäftigt sich denn politisch mit der Verpixelung von Häuserwänden oder dem digitalen Radiergummi? Exakt jene, die über Jahre eine Modernisierung des Datenschutzes verhindert haben: Evtl. könnte man sich endlich dieser Wahrheit stellen, statt weitere solcher Nebelkerzen zu werfen.

  • kadekmedien

    11.05.11 (07:42:10)

    @Martin: Ich meine das mit der Gentechnik gar nicht mal negativistisch. Es gibt vielmehr erfolgreiche Experimente an der Humboldt Universität Berlin, Computer per Gedankenströmen zu steuern. Das Hauptproblem besteht dabei darin, dass die Hirnströme recht schwach sind und daher keine große Reichweite erzeugen können. Wenn es Gentechnikern gelänge, etwa eine Haube aus manipuliertem Zellmaterial zu designen, in die – Bionik + Nanotechnologie – Chips usw. intergriert wären, ein Visier mit allen monitorischen Rafinessen dran, kämen wir in völlig neue Dimensionen der IT-Nutzung… Klar, in Bezug auf technische Möglichkeiten, die auch umgesetzt werden, gibt es auch unerfreuliche Varianten wie etwa Netzsperren, Aufhebung der Netzneutralität, Totalüberwachung usw. In dieser Hinsicht muss man wachsam bleiben und aufklären.

  • kein

    11.05.11 (13:15:46)

    Gentechnik wird ebenso wie die fortschreitende Vergläserung von internationalen Lobbyisten gepusht. Von den USA macht sogar die Regierung Druck gegen unsere Gentechnikgesetze (siehe Wikileaks), weil sie eine riesen Abzocke mit ihrem eigenen Gentech-Geschäft Monsanto machen. Größtenteils mit Copyright Klagen weil das Gen-Getreide auf fremde Felder eingeschleppt wird (durch Wind) und es dann kräftig Klagen hagelt.

  • tm78654

    11.05.11 (18:19:58)

    Verhindern zum aktuellen Zeitpunkt! Noch hat man ja die Wahl, kann Menschen mit Argumenten überzeugen und oder Gesetzte gießen. Die Problemstellung wie man damit umgehen sollte, wenn es dann da ist (und wenn es nur illegal produziert wurde), wollte gestern nicht zu mir durch dringen ;) Und mal ganz ehrlich. Ich hoffe, dass in den nächsten Jahren viele Dinge verboten werden, die Facebook und Co momentan in der Grauzone durchführen. Deutschland sollte sich dabei auch nicht vor einem Alleingang scheuen... aber zuversichtlich bin ich dabei nicht :(

  • manU

    12.05.11 (23:27:20)

    Das hier sind einige Überlegungen und Ideen zum Verlust der Privatsphäre und zum Umgang mit der Transparenz, die ich hier (anlässlich des Beitrags bei der Spackeria) in einem BUZZ-Posting abgelegt habe... https://profiles.google.com/forster.manuel/posts/8UStU7aZL8q#forster.manuel/posts/8UStU7aZL8q

  • Lena

    14.05.11 (00:14:44)

    manU, dein Beitrag setzt Vertrauen und moralisches Handeln aller vorraus, wenn die Akzeptanz der Transparenz funktionieren soll. Aber gerade an vertrauensvollen Personen in Machtpositionen fehlt es zur Zeit enorm. Überall wo du hinblickst findest die selben Machtkämpfe, die wir seit Jahrtausenden haben. Die starken dominieren die wehrlosen. Wissen ist Macht. Solange sich das nicht grundlegend ändert, wäre dein technischer Vorteil mit Entmündigung verbunden. Du sprichst von zufriedenen Borgdrohnen, vergisst aber das wir noch nicht im utopischen 24.Jahrhundert leben.

  • Martin Weigert

    14.05.11 (10:16:40)

    Solange sich das nicht grundlegend ändert, wäre dein technischer Vorteil mit Entmündigung verbunden Sorry Lena, aber diese Aussage halte ich angesichts der Rolle, die Social Media im arabischen Raum gespielt hat und spielt, für vollkommen falsch. Und allein die Tatsache, dass wir uns hier frei und öffentlich in den Kommentaren austauschen können, ist das Gegenteil einer Entmündigung für den "Normalbürger". Vor einigen Jahrzehnten gab es diese Optionen nur für die Mächtigen und die im Besitz einer Druckerpresser. Wenn etwas stattfindet, das du als Entmündigung bezeichnen würdest, dann trifft dies für alle Hierarchiestufen zu. Auch (oder gerade die) Mächtigen verlieren Privilegien und Machterhaltungswerkzeuge. Weil sie die öffentliche Meinung nicht mehr kontrollieren wie bisher.

  • Lena

    14.05.11 (15:19:35)

    Frag mal Amnesty International, ob wir schon in einem Zeitalter leben, in dem Korruption und Machtmissbrauch der Vergangenheit angehören. Wenn wir aus den Nachrichten etwas lernen, dann das der Spalt zwischen Mächtigen und Machtlosen größer wird. Die neuen Medien haben für mehr Transparenz und Kommunikation gesorgt, aber alte Strukturen wurden nur dort effektiv aufgeborchen, wo wirtschaftliche Interessen das unterstützten. Wäre das anders, dann wäre Ägypten kein Einzelfall, und in Lybien und Bahrain würden Scharfschützen keine Passanten auf den Strassen erschiessen. Privilegien und Machterhaltungswerkzeuge gehen auch den Mächtigen verloren, ganz richtig. Aber so weit, das komplette Transparenz uns nicht schaden würde, sind wir noch lange nicht. Die social Media wurden im arabischen Raum ebenso zum Vorteil der Unterdrücker benutzt. Beispielsweise um falsche Protestmärsche zu organisieren um die Protestanten dann festzunehmen. Auch diese Leute lernen die neuen Mittel zu gebrauchen um ihre Macht zu festigen. Das dümmste was ein Tyrann machen konnte, war das Internet auszuschalten wie in Ägypten. Andere waren da durchaus schlauer, und genau das wird uns in den nächsten Jahren erwarten. Ein im kleinen nachgespieltes Wettrüsten im Privaten. Informationstechnologie war früher dem Militär vorbehalten, nun da sie in unseren Alltag durchgesickert ist, werden wir entweder vom Staat geschützt, oder wir müssen für unsere eigene Sicherheit sorgen. Siehst du effektive Legislatur die uns zur Zeit vor der ständigen, freiwilligen Vergläserung und deren Auswirkungen beschützt? Es geht voran, aber nur dort wo Fehlverhalten auch zur Rechenschaft gezogen wird. In Wirtschaft und Politik sieht man aber leider noch häufiger, das sich aus der Verantwortung gezogen wird. Nimm Apple als Beispiel. Die behaupten sie hätten niemanden per Geotracking überwacht. Der Gegenbeweis liegt auf jedem iphone. Eine glatte Lüge. Konsequenz der Legislatur? Bisher eine Arbeitsgruppe, die in zwei Jahren möglicherweise einen nicht bidenden Vorschlag machen darf.

  • Edo Z.

    15.05.11 (11:03:57)

    Technik ist von Menschen gemacht und kein Naturereignis, wir leben seit Beginn der Technisierung damit und seiner Regulierung, dafür haben wir Politik. Technik ist auch Autos mit 500PS, nach der hier postulierten Logik der Unvermeidlichkeit und Unkontrollierbarkeit der Technik müssten wir ja damit leben, dass man aus der Haustür rauskommt und einer mit 250 Sachen vorbei braust. Oder andere Segnung der Technik: Waffen. Eigentlich technisch simpel, aber Verbreitung und Einsatz sind extrem reglementiert. Und so wird es auch mit Informationstechnik kommen. Auch die größten Apologeten des neoliberalen Internet-Laissez-Faire werden merken dass gewissen Regulierungen kommen werden und kommen müssen, alles andere wäre eine Kapitulation politischer Gestaltung.

  • Martin Weigert

    15.05.11 (11:18:53)

    Du wirfst jede Art von Technologie in einen Topf, nach dem Motto: "Klar, wenn wir ein Tempolimit einführen können, dann können wir auch ein reguliertes Internet einführen. Ist doch beides Technik." So einfach ist das aber nicht. Technologie ist manchmal mehr als ein paar Chips, Drähte oder Motoren. Sicher, der Mensch hat Technologie gemacht. Es gibt aber einen Punkt, an dem das, was er geschaffen hat, das Leben des Menschen auf eine Art verändert, die einen Schritt zu dem, was davor war, nicht mehr möglich macht. Genau dort sind wir jetzt. Das heißt nicht, dass es gar keine Regulierung geben darf. Aber es heißt auch nicht, dass alles, was gemäß der konservativen Weltsicht nach einer Regulierung schreit, tatsächlich reguliert werden kann.

  • Lena

    15.05.11 (18:06:39)

    Edo, du weisst auf wessen Servern die Daten der sozialen Medien zum Großteil landen, oder? Auf amerikanischen Servern. Du bist dir der derzeitigen Bürgerrechts- & Privatssphäreprobleme bewußt, die es seit dem "Krieg gegen den Terror" (seit 2001) dort gibt? Welche effektiven Regulierungen gibt es dort seit 10 Jahren? Datensammelei hat nicht erst gestern angefangen und hört nicht morgen auf. Dieselben Firmen die private Daten sammeln, versuchen gerade durch extreme Lobby-Ausgaben international für sie Vorteilhafte Urheberrechtsgesetze durchzusetzen um die neuen sozialen Medien für sich profitabel zu machen. Sie sichern sie sich mehr exekutive Rechte z.b. durch das 3-strikes Law und Netzneutralitätsgesetze, um das Informationsangebot einschränken und Klagen führen zu können. Gleichzeitig fördern die Mediengiganten ein Umdenken zu weniger Privatssphäre, für genauere Profile, einzusetzen in personalisierter Werbung. Resultat: Mehr Urheberrechts- und Unterlassungsklagen, weniger Verluste durch Raubkopien oder 'unerwünschte/nachteilige' Medieninhalte, mehr Kontrolle von Medieninhalten, weniger Privatssphäre und dadurch mehr Kontroll- und Manipulationsmöglichkeiten dieser vergläserten Kunden. Regulierungen kommen hoffentlich irgendwann, aber wann, und wie wirksamsam werden die sein, wenn der Gewinn an Privatssphäre den wirtschaftlichen Interessen direkt entgegen steht? Dasselbe wirtschaftliche Interesse haben die Firmen in Deutschland übrigens auch, zu wessen gunsten wird es also wahrscheinlich zuerst Regulierungen geben?

  • Lena

    17.05.11 (03:12:02)

    Und es kommt schneller als man denkt - die USA wollen internationale Regeln für das Internet und Standards für Cybersecurity und Web-Kommerz aufstellen : http://www.whitehouse.gov/blog/2011/05/16/launching-us-international-strategy-cyberspace

  • manU

    18.05.11 (15:57:01)

    Danke für Deine Kenntnisnahme und Deine Antwort, Lena! :) Ich glaube, dass Vertrauen, Solidarität und moralisches Handeln nicht als Bedingung oder Voraussetzung für eine transparente Gesellschaft zu betrachten ist (eben das halte ich für irreführend!), sondern vielmehr eine natürliche Folge davon sein kann... / sein wird, wenn man betrachtet, dass die Entwicklung hin zu Transparenz und Offenheit eigentlich nicht mehr zu unterbinden ist. ... es ist eben so, dass man absehen kann, dass wir zum gläsernen Menschen gemacht werden, wenn wir diese Entwicklung nicht konstruktiv aufnehmen. Darin liegt der Grund für die offenbare "Hysterie" der Fremdbestimmung, die ich mit dem Begriff der "gesteuerten Borg-Drohnen" aufgreifen wollte. Eine konsequent aktiv praktizierte und gelebte Transparenz und Offenheit kann unsere Gesellschaft von aufgesetzten Paradigmen und verzerrten Wertesystemen frei machen! Diese aktive Offenheit/ Die Transparenz, die ich meine kann nicht aufgesetzt und erzwungen werden, sonst ist es Kontrolle und Überwachung - diese Form der top-down Transparenz ist das, was wir im Moment schon reiflich "implementiert" haben... Die "Privatsphäre" wird uns bestimmt nicht offiziell entzogen... das ist ein schleichender Prozess, der heimlich vor sich geht. Wir müssen die Strukturen der Macht auflösen - im Licht der Aufrichtigkeit und selbstbestimmten Öffnung... Wir sollten uns entscheiden, für eine Welt, in der wir aufrecht stehen können. Als ganze Menschen. Eine Welt in der wir kein Blatt vor dem Mund nehmen müssen und uns nur dann bloßstellen, wenn wir unsere Motive und Handlungen vor unserer eigenen projizierten Moral nicht rechtfertigen können. Die Doppelmoral, die unsere Gesellschaft zunehmend spaltet und pervertiert, wird sich in der transparenten und frei vernetzen Gesellschaft nicht mehr lange halten können... so gibt es auch keinen Grund mehr, warum wir uns vor einem Überwachungsstaat (analog zu "1984") fürchten sollten! Kompetenzen werden dann nämlich völlig anders verteilt als in dieser Lobby-society in der gemauschelt und getrickst wird, was das Zeug hält. Alles was sich vor der aktiv vernetzen, interessierten und kritischen Öffentlichkeit nicht vertreten lässt/ alles was nicht konsensfähig ist wird zerrissen. In diesem sozialen Millieu findet selbstverständlich eine fundamentale Reorganisation statt, die sich vor allem in einer Dezentralisierung der Versorgung, der Produktion und der Organisation & Verwaltung äussern wird. Nationale Grenzen werden in einem derartigen sozialen System keine grosse Rolle mehr spielen. Machtstrukturen werden in der freien Vernetzung elemantar in Frage gestellt. Deshalb fürchtet sich das "Establishment" vor der Transparenz und versucht uns die "Privatsphäre", die "Anonymität", die geheimhaltung und das "Bankgeheimnis" etc... als "Assets" und Rechte zu verkaufen... Es werden - ganz natürlich - autoregulative Momente entstehen. Unsere Gesellschaft ist bedauerlicher Weise auf dem Prinzip der "Kompetition" aufgebaut und fördert darin höchst antisoziale Verhaltensmuster. "Fressen und gefressen werden" - nach darwin'schen Paradigmen funktioniert unsere Gesellschaft in diesem Umfang nicht mehr... Der Biologe und Philosoph Humberto Maturana hat einen Ausdruck geformt, um die grundlegend wesentliche Eigenschaft des Phänomen Lebens zusammenzufassen: "Autopoiesis" ist der Prozess der Selbsterschaffung und -erhaltung eines Systems. http://de.wikipedia.org/wiki/Autopoiesis Wenn wir eine Gesellschaft an den darin erkennbaren Paradigmen und Mustern formt werden Bedingungen geschaffen in denen sich die Probleme als absurd herausstellen, die uns heute unlösbar erscheinen. Und viele Probleme werden eben erst aus Heimlichkeiten geschaffen. _____________________________________ Ich verlinke hier auch noch einmal den ursprünglichen Gastbeitrag bei der "Spackeria", in denen ich einige meiner Überlegnungen noch etwas deutlicher formuliert und dargelegt habe. http://spackeria.wordpress.com/2011/05/09/technik-frisst-privatsphare/ »Die Bedrohung des Menschen kommt nicht erst von den möglicherweise tödlich wirkenden Maschinen und Apparaturen der Technik. Die eigentliche Bedrohung hat den Menschen bereits in seinem Wesen angegangen. Die Herrschaft des [Brillen-?]Gestells droht mit der Möglichkeit, daß dem Menschen versagt sein könnte, in ein ursprünglicheres Entbergen einzukehren und so den Zuspruch einer anfänglicheren Wahrheit zu erfahren.« Martin Heidegger, »Die Frage nach der Technik« Zitiert von Francis Fukuyama in seinem Buch „Das Ende des Menschen“ (1. Kapitel) http://bilder.buecher.de/zusatz/10/10607/10607056_lese_1.pdf

  • manU

    19.05.11 (00:07:40)

    Ich glaube, in dieser Diskussion reden wir oft aneinander vorbei... Ich spreche in meinen Überlegungen meistens von der Idee einer Gesellschaft, in der die Mitglieder und Teilnehmer sich aktiv öffentlich einbringen und mehr Transparenz und Offenheit zulassen. Eben weil eine von oben herab durch Regelwerke und Gesetze kontrollierte und gemaßregelte Form der Gesellschaft nach Möglichkeit vermieden werden sollte... Ich habe den Eindruck, viele die sich hier empören haben Angst vor einer Tyrannei der "Lauscher" und "Spanner"... Das wird nicht geschehen, wenn ECHTE Transparenz und Offenheit gelebt und praktiziert wird. Denn dann würden sich sämtliche "Denunzianten", "Lauscher" und "Spanner" praktisch selbst zum Affen machen... weil ihr Verhalten sich ja auch vor den offenen Augen einer kritischen - viel besser vernetzen und informierten - Öffentlichkeit rechtfertigen lassen muss... Wenn nicht, dann blamieren sie sich, bis sie ihr Verhalten rechtfertigen können oder ändern... Genauso der Raser vor Deiner Türe, der mit 250 Sachen vorbeiheizt! (Du findest einfacher 'raus, wer das ist...) Und ebenso der korrupte Politiker, der sich von Energiekonzernen schmieren lässt... Das wird öffentlich! Der Doktor, der seine Doktorarbeit abschreibt... Der Typ nebenan, der Abends seine Frau schlägt... etc... usw... Der, der sich daneben benimmt muss ganz selbstverständlich mit Konsequenzen rechnen, wenn er sein Verhalten nicht zumindest vor seinem eigenen gewissen und seinem eigenen sozialen Umfeld als plausibel angebracht und rechtmäßig vermitteln kann... Nicht von einer Obrigkeit wird er sich verantworten müssen... Das wohl nur noch im absoluten Extremfall. Sein soziales Umfeld wird reagieren... Das ist ein natürlicher sozialer Druck, der als Mittel der Selbstregulation transparent vernetzter sozialer Systeme funktionieren WIRD.

  • manU

    19.05.11 (00:19:33)

    ... -> Kommunikation ist der Schlüssel zu einer gesunden Gesellschaft. Mehr Regelwerke, Verbote und Gesetzesvorschriften machen unsere Welt nur noch komplizierter und verklemmter... dadurch wird unsere Gesellschaft nur noch mehr gespalten und die projizierten Fronten zwischen "gut" und "böse" immer mehr verhärtet... Die Leute sollten in der Lage sein, sich zu artikulieren und ehrlich miteinander umzugehen ... ihren Frust, ihren Ärger direkt aussprechen... aber auch das, was positiv auffällt als Konsens vermitteln! (Einen gemeinsamen Nenner finden) ...

  • manU

    19.05.11 (01:14:22)

    Ein Auszug aus dem International Strategy Cyberspace Factsheet (.pdf) Law Enforcement: Extending Collaboration and the Rule of Law To enhance confidence in cyberspace and pursue those who would exploit online systems, we will: • Participate fully in international cybercrime policy development. • Harmonize cybercrime laws internationally by expanding accession to the Budapest Convention. • Focus cybercrime laws on combating illegal activities, not restricting access to the Internet. • Deny terrorists and other criminals the ability to exploit the Internet for operational planning, financing, or attacks. Und wie will man da eine Unterscheidung treffen, wenn man die "Bewegung" im Netz nicht transparent machen möchte?.. Selbstverständlich streben die Gesetze einen bitteren Eingriff in die "Privatsphäre" an. Die autoritäre Lösung beunruhigt mich eher... Google hat mit dem CIA erst neulich diese schöne Plattform gegründet: RECORDED FUTURE ::: http://www.youtube.com/watch?v=_FV4vDzH5MI Hier der Artikel in Wired ::: http://www.wired.com/dangerroom/tag/recorded-future/ Hier der entsprechende GESETZESVORSCHLAG::: Military: Preparing for 21st Century Security Challenges Since our commitment to defend our citizens, allies, and interests extends to wherever they might be threatened, we will: • Recognize and adapt to the military’s increasing need for reliable and secure networks. • Build and enhance existing military alliances to confront potential threats in cyberspace. • Expand cyberspace cooperation with allies and partners to increase collective security. Die, von denen ihr REGULIERUNG fordert, unterwerfen Euch ja erst der FREMDBESTIMMUNG, vor der ihr Euch fürchtet... die Eure Bedenken eigentlich rechtfertigt. Diese Strukturen der Fremdbestimmung sollten eigentlich in der Transparenz einer kritischen Öffentlichkeit aufgelöst werden...

  • Lena

    19.05.11 (14:17:09)

    mit Regulierungen meinte ich, Regulierungen zum Schutz unserer Privatssphäre (wie sich ja aus dem Kontext ergibt). Die Regulierungen die das Weisse Haus mit der International Cyberspace Strategy scheinbar durchsetzen will sind ganz anders geartet. Diese dienen unter anderem - der Ausdehnung von Sicherheitsstandards die den Homeland Security Beratern genügen (eine Schreckensvisison.. ineffektives Sicherheitstheater mit massigen Verstößen gegen Bürgerrechte und Menschenwürde und verfassungswiedrige Überwachung dann auch hier in Europa). Danke übrigens für den Recorded Future Hinweis, sehr interessant dargestellt.. - der Förderung des Profits von USA-eigenen Unternehmen die Obama's Wirtschaftsberatern genügen (Beispiel Protect IP Act mit dem die Medienindustrie dereguliert Inhalte blockieren und abstrafen kann (selbst Google sträubt sich dagegen) weil es die Freiheit der Meinungsäußerung extrem einschränkt und Zensur gleichkommt) - möglicherweise der Vorbereitung der Einführung einer mandatorischen Internet-ID (wie in Obama's "national internet ID" Projekt vorzgezeichnet und in der Cyberspace Strategy mit multi-Stakeholder-Organizations wieder aufgegriffen). Ich bin ganz deiner Meinung ManU, diese Cyberspace Strategy dient in erster Linie der Regulierung des Internets zum wirtschaftlichen und politischen Wohl der USA, und insbesondere der wirtschaftlichen Fraktionen welche die meiste Lobbyarbeit bezahlen. Genau das wovor ich in den voran gegangenen Kommentaren gewarnt habe. Die Kontrolle des Internet lässt sich allerdings durchaus ohne Nationale Filter/Zensur erreichen, und zwar durch personalisiertes Targeting wie wir es bereits bei Google, Facebook und Co sehen. http://www.youtube.com/watch?v=B8ofWFx525s&feature=channel_video_title Beunruhigend wird dieses ganze Gerede von internationaler Beidseitigkeit allerdings, wenn man den kürzlich gestarteten europaweiten Zensus betrachtet. Kommt es dort zu einem Ausrutscher wie ihn selbst Sony nicht verhindern konnte, ist möglicherweise die Grundlage für eine unglaublich fundierte und akkurate Grundlage zur Personenprofilbildung in fremden Händen. Unabhängig davon gibt es allerdings bereits durch die international organisierte Marketingindustrie einen ähnlichen Ansatz, der nicht weniger beunruhigend ist. Falls dich das Thema interessiert, ich habe unter Webseite einen Link zu einem Forum eingefügt, in dem ich versucht habe die Zusammenhänge zu überdenken. Die Beteiligung ist zwar nicht sonderlich groß, aber vielleicht hast du ja Lust, mitzudiskutieren oder fehlerhafte Annahmen oder Schlüsse aufzuzeigen.

  • manU

    20.05.11 (18:43:27)

    ... danke, Lena ich seh' mir das Forum mal an... Ich glaube, dass wir uns im Wesentlichen sogar (alle?) einig sind, in dieser Debatte: Es kann/ darf nicht sein, dass man heimlich "beglotzt", "begafft", "belauscht" und "bewertet" wird. Niemand, der bei seelischer und geistiger Gesundheit ist, möchte eine Denuzianten-Gesellschaft, in der man einer ständigen Observation ausgesetzt ist. Ich nehme an, das sind Werte und Ansichten, die wir uns teilen... Vielleicht entsteht darin sogar ein gewisser Konsens, der eine Grundlage für eine konstruktive Diskussion sein (werden) kann... ;Da sind sich "reaktionäre" Datenschützer und Post-Privacy-"Spackos" auch im Grunde genommen (weitgehend) einig! Ich glaube der springende Punkt, den wir bei dieser Debatte hier nicht aus den Augen verlieren dürfen ist, dass wir grundsätzlich NICHTS GEGEN die Wahrung einer natürlichen "Privatsphäre" haben. Ich glaube, dass sich der gesamte Disput an der Frage aufhängt, wie wir uns vor einer "Fremdbestimmung" und einem schützen können. Eine Gesellschaft, in der eine freiwillige Offenheit und ein aufrichtiger, öffentlicher Wertediskurs gelebt wird würde - meiner Meinung nach - eben viel eher dazu führen, dass eine gewisse "soziale Disziplin" entsteht, die als Faktor der Selbstregulation funktionieren kann. Somit wäre der gesellschaftliche Verbund im Ganzen viel souveräner und selbstbestimmter, als wenn legislativ fixierte Regeln und Gesetze erlassen werden, die uns vor inadäquaten Eingriffen schützen sollen. Es ist eben durchaus fraglich, ob der Schutz überhaupt (mittel-/ langfristig) umfassend gewährleistet werden *kann* oder ob das Gewaltmonopol und die Kompetenz der Behörde nicht ohnehin in Frage stellt. Wenn ich mich auf eine autoritäre Regulierung von "oben" verlasse(n muss), dann bedeutet das für mich schon einen wesentlichen Einschnitt meiner Selbstbestimmung... Der Wunsch nach Regulierung impliziert sozusagen, dass man sich auf eine "Fremdbestimmung" einlässt. Eben das ist für mich - und wohl auch für viele andere Spackos - das eigentliche Übel: Gerne ergreife ich (angesichts der technologischen Aussichten) die "Flucht nach vorne" und erlaube meiner Umwelt aussagekräftige Einblicke in meine Gesinnung, meine Ansichten und Ideen... Ich halte diesen "Approach" für viel sinnvoller: Für mich ist die Offenlegung meiner unverfälschten Daten im Zusammenhang mit meinen Äusserungen, Meinungen und Gedanken einerseits ein Schutz vor Verleumdung und übler Nachrede, die ich unter einer fremdbestimmten Kontrolle und Observation zu befürchten hätte - anderereits empfinde ich es als angenehm, wenn mir andere Leute mit der selben Aufrichtigkeit begegnen - auch wenn das bedeutet, dass ab und zu auch Wertesysteme kollidieren... ich denke, das ist ein gesunder und förderlicher Prozess, für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Wie ich an anderer Stelle schon gesagt habe: Ich will mich nicht verstellen oder verstecken müssen. Das ist das natürliche RECHT, das ich mir in meinem sozialen Horizont erhoffe... Nicht das Recht mich verstecken zu dürfen - sondern das Recht ich selbst sein zu dürfen! Das bedeutet für mich Freiheit. _(-_-)/ hier is' auch noch mein Blog verlinkt, in den ich einige Gedanken dazu aufgenommen habe... http://deliberationfront.wordpress.com/2011/05/18/technik-frisst-privatsphare-zweithirn-fur-spackos/

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer