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18.07.08Leser-Kommentar

TechCrunch Meetup Zurich: 40 Elevator Pitches im 15. Stock

Im Rahmen der «Euro Tour» machte TechCrunch, das Web-2.0-Blog, gestern Abend Halt im Bluewin-Tower in Zürich und bot Schweizer Startups eine Plattform, sich und ihre Geschäftsideen vorzustellen.

Von Damian Amherd

TechCrunch Meetup zuerich

Es begann im Mai mit einem Blogpost auf TechCrunch.com:

«Since I write for TechCrunch from London, and since the rest of Europe is less than a two hour flight away, I am going to do some "Euro-tripping" over the next few weeks, criss-crossing the continent meeting startups and writing about them on TechCrunch.»

Das Feedback war offenbar gewaltig, und so ist Mike Butcher von TechCrunch UK seitdem auf PR-Tour. Als siebte Station (nach Paris, Rom, Berlin, Istanbul und anderen europäischen Grossstädten) war heute Zürich am der Reihe. Im angesagten Zürcher Kreis 5, im 15. Stock des Swisscom Bluewin Towers, dem loftartigen «Personalraum» mit Blick auf ganz Zürich, versammelten sich die aus Statikgründen dort maximal zugelassen 150 Personen, darunter gut 40 Startups.

Blogwerk-Geschäftsführer Peter Hogenkamp moderierte. Er begann mit einem Interview mit Mike Butcher. Der arbeitet nicht von zu Haus aus, sondern in einem «Club» (Engländer! Es ist alles wahr!) namens «The Hospital», in dem nur Medienleute arbeiten.

Sicherlich die interessanteste Frage des Interviews war: «How do you explain to your mother what you do for a living?» Butcher musste zugeben, dass das nicht einfach ist. Seine Mutter, auf einer Farm in Südafrika geboren, denkt, er sei eigentlich arbeitslos und mache diese Computersachen bloss zum Spass.

Abzusehen war, dass Butcher nichts zu den Plänen von TechCrunch sagen konnte oder wollte, ob es TechCrunch demnächst auch in einer deutsch- oder französischsprachigen Version geben wird und was an den aktuellen Übernahmegerüchten (AOL, Rupert Murdoch) dran sei. Butcher nahm's mit Humor, dass er vermutlich von Arrington auch nicht in alles eingeweiht wird: «When I had Lunch with Rupert in London last week, I recommended...»

Weiter ging es mit dem «Main Act»: den Kürzest-Präsentationen der einzelnen Startups. Jeder der 40 Firmenvertreter hatte genau 20 Sekunden - der klassische «elevator pitch» - und wie immer gingen die Leute mit dieser knappen Zeitvorgabe sehr unterschiedlich um. Während einige in einem Satz ihre Idee gut zusammenfassten, verstand man bei anderen weder den Namen der Firma noch die Idee.

Zwei Sachen fielen auf: Erstens war unter den Unternehmern einmal mehr nur etwa eine Handvoll Frauen vertreten, zweitens bekam man endlich auch mal Leute aus der Romandie und dem Tessin zu Gesicht, was in der Schweiz Seltenheitswert hat, denn die wenigsten Veranstaltungen sind wirklich von nationaler Reichweite. Der Name TechCrunch überstrahlt sogar den Röschtigraben.

Nach einer knappen Stunde war der offizielle Teil vorbei, die Startups zogen sich mit Logo-Fähnchen an Stehtische zurück und zeigten dort ihre Software oder PowerPoints (und ganz wenige ihre Hardware).

Bei Ende der Veranstaltung um 22 Uhr war der Raum noch sehr gut gefüllt, und die einen zogen weiter zur Afterparty, die anderen (so die Blogwerk-Delegation) mussten den Zug Richtung Osten nehmen.

Unter dem Strich war das Meetup ein toller Anlass mit coolen Ideen und interessanten Unternehmern. Ach ja, und das Essen war auch toll, schade, dass kein Start-up dabei war, das «Doggy Bags» macht.

Im zweiten Artikel stellen wir Euch einige der interessanten Startups näher vor. Außerdem listen wir alle auf dem Meetup vorgetragenen Startups auf.

Kommentare

  • FLOG

    18.07.08 (13:58:54)

    Hier eine ausführliche Zusammenfassung Dieter von KNALLGRAU: http://www.knallgrau.at/company/weblog/stories/5067117

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