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02.12.08Kommentieren

tarpipe: Kommandozentrale im sozialen Web

Mit tarpipe lassen sich die Updates im sozialen Web programmieren. Twitter, Flickr, FriendFeed und Co können via E-Mail befüllt werden.

Wer mehrere soziale Webdienste benutzt und diese regelmässig befüllt, kennt das Problem: Es kann in Arbeit ausarten, den eigenen Output überall dort zu posten, wo er für die geneigte Followerschaft vielleicht von Interesse ist.

Eine Lösung für dieses Problem war, ein Tool zu verwenden, welches den letzten in 140 Zeichen verpackbaren Gedanken nicht nur auf Twitter, sondern gleichzeitig auch auf allen anderen Micro-Blogging Plattformen wie Jaiku, dem in zwei Wochen geschlossenen Pownce, Plurk, oder identi.ca postet. Nicht jeder Freund verwendet jeden Dienst und dadurch wird sichergestellt, dass die Nachricht wirklich niemandem vorenthalten wird.

Doch diese Methode hat einen Nachteil: Wenn man dem Sender auf mehreren der erwähnten Dienste folgt, sieht man die gleiche Nachricht immer wieder, und Aggregatoren wie FriendFeed verdoppeln diese Redundanz dann nochmal.

Zur Rettung vor diesem Dilemma kommt tarpipe. Mit diesem Tool kann man sämtliche Updates auf einer wachsenden Anzahl von Webdiensten programmieren.

tarpipe besteht aus zwei Komponenten:

Unter accounts legt man die Dienste an, die man via tarpipe befüllen will. Derzeit unterstützt tarpipe Twitter, Jaiku, Pownce, Plurk, FriendFeed, identi.ca, del.icio.us, Tumblr, Flickr, Evernote und einige andere.

Leider muss man bei den meisten Diensten sein Passwort angeben, wenn möglich verwendet tarpipe aber einen alternativen Authentifizierungsmechanismus.

Unter workflows lassen sich die gewünschten Datenströme mit einem visuellen Editor definieren, der an Yahoo Pipes erinnert. Dem eigenen Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Alle Tools können beliebig miteinander verbunden werden.

Jeder Workflow bekommt dann eine eigene E-Mail Addresse. Wird an diese eine E-Mail geschickt, dann wird der korrespondierende Workflow getriggert.

In einem Schwung lässt sich etwa ein Bild auf Flickr und PhotoBucket posten, die URL für das Bild mit bit.ly verkleinern und diese dann bei Tumblr, Plurk und Evernote posten.

Man kann tarpipe nun auch dafür verwenden, jeglichen Output überall zu publizieren. Aber der eigentliche Nutzen von tarpipe könnte sein, den eigenen Output gezielter zu verteilen.

Leute, die auf FriendFeed mehr als 40 Dienste aggregieren und täglich hunderte von Einträgen generieren, könnten ihren FriendFeed-Account etwas entlasten, ein paar Dienste rausnehmen und via tarpipe nur die relevanteren Informationen bei FriendFeed posten. Der wahrgenommene Wert des eigenen Outputs dürfte dadurch steigen.

Das Tolle dabei: Da man unterschiedliche Workflows definieren kann, kann man auch unterschiedlichen Anwendungsfällen Rechnung tragen. Wirklich wichtige Informationen oder besonders einfallsreiche Gedanken kann man mit der angemessenen Redundanz verteilen, private Posts nur auf wenigen ausgewählten Diensten, Unwichtiges nur auf FriendFeed und Memos an sich selbst etwa nur auf Evernote. Alles ohne die bequeme Kommandozentrale des E-Mail Clients jemals zu verlassen.

Für Entwickler gibts alternativ natürlich auch eine API, mit der sich tarpipe ansprechen lässt.

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