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07.07.09

studiVZ mit Twitter-Integration: Hand in Hand gegen Facebook

studiVZ-Mitglieder werden in Kürze ihre Twitter-Nachrichten innerhalb des Social Networks anzeigen lassen können. Auch ein Veröffentlichen von Tweets über studiVZ ist in Planung. Erstmals entscheidet sich Holtzbrinck damit für eine partielle Öffnung des bisher geschlossenen Netzwerkes.

studiVZ &amp; Twitter

Als studiVZ am 6. Mai mit der neuen Funktion Buschfunk einen ersten, ernsthaften Schritt in Richtung Microblogging machte, lagen Vergleiche mit Twitter nicht fern. Wie sich zeigt, war dies nur der Anfang einer kleinen Microblogging-Offensive des Holtzbrinck-Netzwerks: Wie wir aus Unternehmenskreisen erfahren haben, sollen studiVZ-Mitglieder in naher Zukunft eigene Twitter-Nachrichten importieren und über den Buschfunk allen ihren Kontakten in Echtzeit zugänglich machen können.

Auch will man es Nutzern des sozialen Netzwerks erlauben, über die Buschfunk-Funktion publizierte Mitteilungen gleichzeitig im persönlichen Twitter-Stream zu veröffentlichen. Damit wird klar, warum studiVZ für das hauseigene Microblogging-Feature genau wie Twitter eine Begrenzung auf 140 Zeichen gewählt hat:

Um so eine Kompatibilität mit Tweets sicherzustellen.

Mit der Implementierung von Twitter wählt das Netzwerk aus Berlin zum ersten Mal den Weg einer partiellen Öffnung. Bisherige Verknüpfungen von studiVZ mit anderen Webangeboten waren stets reine Marketingkooperationen, bei denen die Interessen der involvierten Unternehmen im Vordergrund standen, weniger der Mehrwert für die Mitglieder.

Die Twitter-Integration ist anders. studiVZ greift wie tausende Applikationen auf die Schnittstellen des immer populärer werdenden Microbloggingservices zu, um seine 14 Millionen Mitglieder (inklusive meinVZ und schülerVZ) am Twitter-Boom teilhaben zu lassen. Erstmals wird das Unternehmen damit von seinen Usern in der Community veröffentlichte Inhalte an den eisernen studiVZ-Mauern vorbei in die freie Web-Wildbahn lassen.

Die Zukunft wird zeigen, ob es sich bei der Entscheidung um einen Strategiewechsel von studiVZ hin zu mehr Offenheit oder um eine aus der Not geborene Aktion handelt, um neben Facebook nicht auch noch Twitter zu einer gefährlichen Konkurrenz heranwachsen zu lassen. Statt es so weit kommen zu lassen, zieht studiVZ in Deutschland nun Hand in Hand mit Twitter in den Kampf gegen Facebook. Das US-Netzwerk legt seit einiger Zeit ebenfalls einen stärkeren Fokus auf Microblogging und Echtzeitfunktionen und will Twitter frontal angreifen.

Die Vernetzung von studivZ mit Twitter dürfte dem hierzulande bisher hauptsächlich von Internet-Enthusiasten, Web-Professionals und Medienexperten genutzten Dienst aus San Francisco einen kräftigen Schub geben und eine weiter steigende Bekanntheit verschaffen.

Einen genauen Termin für den Launch des Features will man bei studiVZ noch nicht nennen. Wie wir erfahren haben, müssen zuvor noch einige Frage rund um den Datenschutz sowie die Nutzung der API geklärt werden. Allzulang sollte man aber nicht mehr warten - die Konkurrenz in Form von Facebook schläft nicht.

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