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01.07.11Leser-Kommentare

Späte Quittung für Facebook: Wenn man Nutzer zu oft vor den Kopf stößt

Bei einem Blick auf die Reaktionen rund um Google+ fällt auf: Facebook fehlen unter den Early Adoptern die Fürsprecher, Google hat sie zahlreich. Es ist die späte Quittung für Facebooks wiederholte Fehltritte der Vergangenheit im Umgang mit den Nutzern.

 

Fanboy (Quelle: Flickr/Snazzo, CC-Lizenz)Wahrscheinlich erinnert ihr euch noch: In den ersten Jahren nach Facebooks Öffnung für die Allgemeinheit (anfänglich benötigten Mitglieder eine .edu-Mailadresse) galt das soziale Netzwerk nicht nur als unangefochtener Innovator im Netz, sondern auch als sympathisches Startup, das Dinge anders und besser machte als die bisherigen Anbietern wie MySpace oder die VZ-Netzwerke.

Doch irgendwann im Jahr 2009 begann sich die Stimmung zu wandeln (nach einem einzelnen Faux Pas mit dem Werbeprogramm Beacon bereits im Jahr 2007). Denn mit zunehmender Größe war das US-Unternehmen bestrebt, seine wachsende Bedeutung auf Dauer zementieren und gleichzeitig die Grundlage für eine solide Monetarisierung legen zu wollen. Also griff es verstärkt zu Maßnahmen, die zwar die eigenen Ziele unterstützten, aber bei einem (kleinen, aber teilweise lautstarken) Teil der Nutzerschaft zu in ihren Ausmaßen variierenden Protesten führten.

Auf eine unpopuläre AGB-Änderung folgte das Verstecken des Abmelde-Links und der Versuch, Nutzer zu mehr öffentlichen Status-Updates zu drängen. Facebook praktizierte vermehrt den Bruch mit gängigen Konventionen, um neue Verhaltens- und Anwendungsmuster bei den Mitgliedern zu erwirken.

Diese Taktik sorgte zumindest bei mir für Misstrauen - besonders im Hinblick auf die immer heftigere Ausbreitung des Social Networks in alle Ecken des Webs. Eine Umfrage unter 320 Leserinnen und Lesern von netzwertig.com ergab, dass 65 Prozent die Entwicklung von Facebook tendenziell negativ beurteilten. Im April und Mai des vergangenen Jahres erreichte die Facebook-Kritikwelle ihren Höhepunkt und gab bei vielen Skeptikern den Wunsch nach einer Facebook-Alternative Nahrung (was unter anderem zu viel Aufmerksamkeit für diaspora führte).

All das geschah natürlich nicht unbemerkt von Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Seit den Ereignissen aus dem Frühjahr 2010 hat sich sein Unternehmen merklich zurückgehalten, was kontroverse und unpopuläre Entscheidungen betraf. Einzig bei den jüngst eingeführten, automatisierten Namensvorschlägen für Personen auf hochgeladenen Fotos kam es erneut zu einer Welle der Kritik - während sich andere aber (meines Erachtens nach grundlos) über die generelle Funktion echauffierten, lag die Vernachlässigung in meinen Augen primär in der (für Facebook typischen) schlechten Information seiner Nutzer über das Feature.

Obwohl es bei einer bewussten Auseinandersetzung mit dem Vorgehen von Facebook also eine ganze Reihe von Beschwerdepunkten gab, ist es dem Dienst aus Palo Alto ein ums andere Mal gelungen, die Proteste auszusitzen. Gelegentlich ließ es sich zwar zu Kompromissen hinreißen, aber insgesamt gelang es Facebook, nahezu jede seiner Entscheidungen trotz Widerstand durchzudrücken.

Heißt dies, dass der Facebook-Ansatz grundsätzlich von Erfolg gekrönt ist und ohne langfristige negative Konsequenzen bleibt? Bisher konnte man dies glauben. Doch die Ereignisse rund um den aufsehenerregenden Launch von Google+ zeigen, das dem nicht so ist.

Denn während auch viele engagierte Facebook-Kritiker trotzdem bei dem Social Network aktiv sind, tun sie dies wider Willen und nur mangels Alternative. Beobachtet man die fast durchweg positiven Reaktionen zu Google+ (z.B. hier, hier, hier und hier), wird deutlich: Facebook scheint bei Early Adoptern (nur diese bewegen sich derzeit bei dem nur mit Einladung zugänglichen Google+) so gut wie keine Fürsprecher mehr zu besitzen.

Mir sind in den letzten Tagen nur wenige Aussagen begegnet, die sich verteidigend für Facebook einsetzen - stattdessen sehr viele, die Google+ und die Tatsache, endlich nicht allein auf Facebook angewiesen zu sein (oder es alternativ gar nicht mehr besuchen zu müssen), bejubeln.

Facebook erhält jetzt die verspätete Quittung für sein die User nicht immer hinreichend ernst nehmendes Handeln: Ihm fehlen bei den "Tech-Geeks" die sprichwörtlichen "Fanboys" und "Fangirls". Google hat diese zu Hauf. Und auch wenn es sich bei der angesprochenen Nutzergruppe um einen Mini-Teil der 700 Millionen Facebook-Mitglieder handelt, so könnte sie durch ihre dauerhafte Aktivität bei Google+ die Grundlage für das Einleiten von Netzwerkeffekten legen.

Hieße ich Mark Zuckerberg, wäre ich beunruhigt - unabhängig davon, wie sich Google+ machen wird. Ich würde alles dafür tun, um mit einer glaubwürdigen Charme-Initiative das Vertrauen von Tech-Multiplikatoren und -Meinungsführern zurückzugewinnen. Falls es dafür nicht zu spät ist.

(Foto: Flickr/Snazzo, CC-Lizenz)

Kommentare

  • severint

    01.07.11 (06:55:06)

    Das stimmt, scheint mir aber ein eher deutsches Phänomen zu sein. Hier ist GooglePlus auf den ersten Blick mehr hype als im Rest der Welt.

  • Meeresbiologe

    01.07.11 (07:06:08)

    Facebook war für ein Netzwerk m.M. von Anfang an zu geschlossen - seine Auffassung von Beziehung zu eng. Beziehungen im Internet leben von einer gewissen Beiläufigkeit und Anonymität. Man liest wie bei Twitter von einander, tritt aber nicht unbedingt tatsächlich in jedem Fall miteinander in direkten Kontakt. Absolut nervig finde ich bei Facebook auch das Anfragenmüssen, wenn man bei irgendwem mitlesen will. Das hat etwas von Bettelei und gibt dem Ganzen eine Nähe der Beziehung, die es im Internet so wenig gibt und bei der Masse der Kontakte auch wenig geben kann. Das ist jetzt bei Google+ offenbar anders gelöst, wo man sich anscheinend wie bei Twitter einfach bei irgendwem zum Mitlesen eintragen kann, ohne sich dessen "Genehmigung" dafür einholen zu müssen. Auch ist Google+ bereits jetzt auch für Nichtmitglieder offenbar weitgehend offen einsichtbar. Very big points gegenüber Facebook, wo FB meiner Meinung gezwungen sein wird, schnell nachzuziehen, wenn es nicht allzuviel an Zuschauern verlieren will. Näheres Treffendes dazu hier

  • Stefan Wolpers

    01.07.11 (07:21:01)

    Das ist nicht eher ein Wahrnehmungsproblem als eine Frage des Umschmeichelns von Early Adoptern & Multiplikatoren? Weder Google noch Facebook sind auf das Wohlwollen dieser angewiesen, wenn es um die Überlebensfähigkeit ihrer Geschäftsmodelle geht. Fakt ist: Bei Facebook kann ich mich abmelden, bei Google nicht. Im Gegenteil: Google verfolgt mich, wann immer ich etwas tue. Und ich habe kaum Kontrolle darüber, wann die akkumulierten Daten über mich in welcher Aufbereitung und in welchem Zusammenhang an wen auch immer weitergegeben werden. In meinen Augen ist "Don't be evil" immer noch die erfolgreichste Desinformationskampagne aller Zeiten. Wieso mit Google+ jetzt alles besser werden soll, entzieht sich immer noch meinem Verständnis.

  • Meeresbiologe

    01.07.11 (07:24:16)

    @Stefan Wolpers Selbstverständlich sind Networks auf Early Adopter & Multiplikatoren angewiesen, als sie großen Einfluss haben als Indikatoren und "Rudelführer". Sie haben als solche großen Einfluss darauf, wo die Masse hinläuft.

  • Ivo Mynttinen

    01.07.11 (07:40:07)

    Am Ende dieses Beitrags fehlt mir ehrlich gesagt der +1-Button.

  • Sebastian

    01.07.11 (07:48:39)

    Facebooks "Verhalten" kann ja nicht mit einer Charmeoffensive ungeschehen gemacht werden, im Gegenteil: Ich denke, daß es Firmenimmanent ist und auch in Zukunft solche Brüche mit den Nutzern geben wird. Ich vertraue Google um einiges mehr, vor allem auch deswegen, da Google ein börsennotiertes Unternehmen ist, und Anteilseigner etwas am Management ändern, wenn der Kurs in Gefahr ist.

  • Jan

    01.07.11 (08:11:47)

    Zuckerberg kündigt "fantastische" Neuheit an ;-) http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Social-Media/Facebook-Produktvorstellung-angedeutet-Zuckerberg-schuert-die-Erwartungen-58079.html ob es die von Dir erwartete Charme-Offensive ist, Martin ;)?

  • Stefan Wolpers

    01.07.11 (08:19:49)

    @Meeresbiologe: Welche Massen? Facebook hat 700+ Millionen User, Google gerade erstmalig mehr als 1 Milliarde Uniques in einem einzelnen Monat verzeichnen können – sind beides keine Startups mehr…

  • Konstantin L.

    01.07.11 (08:29:09)

    "Mir sind in den letzten Tagen nur wenige Aussagen begegnet, die sich verteidigend für Facebook einsetzen – stattdessen sehr viele, die Google+ und die Tatsache, endlich nicht allein auf Facebook angewiesen zu sein (oder es alternativ gar nicht mehr besuchen zu müssen), bejubeln.": wer in der Beta-Phase mal Google-Chrome benutzt hatte (ich hätte vorher nie gedacht, dass ich mal einen Klein-Hitler-Browser testen würde)und jetzt noch so naiv ist zu glauben, dass sich Google bei ausreichender Nutzerzahl nicht ähnlich oder genauso aufführen wird, sollte das Inet abgestellt, und ein intelligentes Buch in die Hand gedrückt bekommen, um wieder ein bisschen Realität zu schnuppern.

  • Meeresbiologe

    01.07.11 (08:30:29)

    @Stefan Wolpers Google fängt gerade mal an mit seiner vielversprechenden FB-Alternative. Dem großen positiven Echo nach zu urteilen könnten es m.M. bereits 50-100 Mio neue User für Google+ in relativ kurzer Zeit (1-3 Monaten) werden - was schon eine gigantische Resonanz wäre. Early Adopters und Multiplikatoren sind im übrigen "nur" sowas wie Verkehrpolizisten im Datenverkehr. Sie lenken die Massen, annehmen müssen diese Massen etwas natürlich selbst.

  • Martin Weigert

    01.07.11 (08:47:18)

    Sicher kann man über den Grad der Bedeutung von Early Adopters für den Erfolg eines auf die breite Masse ausgerichteten Social Networks streiten. Vollkommen irrelevant sind die frühzeitigen User jedoch meines Erachtens nach nicht. Wenn sich jetzt ein paar 100.000 User regelmäßig bei Google+ aufhalten, werden diese fleißig daran arbeiten, ihre Freunde ebenfalls dorthin zu bewegen. So fängt alles an (ob dieses Unterfangen dann funktioniert, steht auf einem anderen Blatt) Würden Geeks jetzt Google+ links liegen lassen, wüsste ich nicht, wer die Plattform dann initial nutzen sollte. P.S. verwandtes Thema: Scoble macht sich imo richtige Gedanken zur Massentauglichkeit von Google+ http://scobleizer.com/2011/07/01/why-yo-momma-wont-use-google-and-why-that-thrills-me-to-no-end/

  • Andreas Stricker

    01.07.11 (08:59:58)

    Super Text - danke! Besser kann mans nicht formulieren. :-)

  • Stefan Wolpers

    01.07.11 (09:03:50)

    @Meeresbiologe: "Massen lenken"? Ich halte es für eine wesentliche kulturelle Errungenschaft, dass die Gatekeeper der alten Medien die "Massen" nicht mehr ausschließlich lenken können. Warum sollte ich das alte Regime dann subito durch ein neues ersetzen wollen? @scobleizer, wenn wir ihn an dieser Stelle einmal als Prototyp des Early Adopters sehen, war – wenn ich mich recht entsinne – begeistert von Wave, dann von Buzz und heute von Google+. Ist ja auch okay, nur ist er Teil eines in hohem Maße selbstreferentiellen Systems und wird dafür gut bezahlt. Aber deswegen springe ich doch nicht automatisch darauf an; Google produziert einfach zu viele Fads…

  • Martin Weigert

    01.07.11 (09:07:24)

    Ja mir ging's ja auch eher darum, was er über das Massenpotenzial sagt. Andererseits könnte man ihm vorwerfen: Er hat überhaupt keinen Kontakt zu Normalnutzern (außer seiner Mutter), was seine Prognose wiederum vollkommen irrelevant erscheinen lässt und eher ein Versuch ist, Bodenständigkeit zu vermitteln.

  • Meeresbiologe

    01.07.11 (09:16:29)

    @Stefan Wolpers Weil Massen so sind: Sie gehen dorthin, wo Early Adopters und Multiplikatoren wie Medien hingehen. Und sie fühlen sich in der Regel auch in der "Richtigkeit" ihres Folgens bestätigt. Weil Early Adopters und Multiplikatoren nunmal über besonders hohe Indikations- und Deutungskompetenzen verfügen. Deswegen sind sie überhaupt nur Early Adopters und Mulitplikatoren - weil sie sich für diese Mulitiplikation als besonders kompetent erwiesen haben und sich einen guten Ruf darin erworben haben.

  • Stefan Wolpers

    01.07.11 (09:16:29)

    Yub, sein Mami-Post zu Google+ war schon ein Scobleizer im engeren Sinne… :)

  • Claudia Klinger

    01.07.11 (09:36:42)

    Ja, trifft voll ins Schwarze, der Artikel! Ich vermisse hier übrigens den +1-Button... hier die Kurz-Info zur Einbindung: http://www.google.com/webmasters/+1/button/

  • Experimentiert

    01.07.11 (10:47:29)

    Ich selbst habe bereits im Mai in einem Artikel gefragt, wielange ihr noch Facebook gebt ?? http://experimentiert.com/internet/facebook-bringt-keinen-mehrwert-die-ueberschaetzte-plattform.html Ich denke das das Ende von Facebook und damit einer der wirklich äusserst Interessantesten Geschichten die das Internet in ihrer kurzen Geschichte geschrieben hat sehr nahe ist. Und obwohl es sicher nicht sofort Pleite gehen wird, wird es schrittweise an Bedeutung verlieren, da man Menschen heutzutage nicht mehr wie früher Ausbeuten kann und jeder Versuch in dieser Richtung wird sich nicht lange halten und Facebook wird als bestes Beispiel in die GEschichte eingehen. Das wird dann eine neue Welle der Freiheit bringen. Ich freue mich schon sehr darüber. Zuckerberg hat einfach zu hoch gepokert.

  • Alex Scholz

    01.07.11 (10:48:50)

    Wenn ich mich mal kurz dazu gesellen darf: Ich erinnere mich sehr gut an Google Buzz, was anfangs immens gehyped wurde und plötzlich irgendwo in der Schublade verschwand, weil es im Gegensatz zu anderen Anbietern im Netz scheinbar nicht praktikabel genug war. Ich erinnere mich an Google Wave, welches anfangs immens gehyped wurde, der Zugang war nur über ein Invite möglich und die Leute waren alle total begeistert. Bis es nach einiger Zeit ersichtlich wurde, dass Google Wave einfach nicht praktikabel genug war um sich gegen die Konkurrenz durch zu setzen. Jetzt haben wir Google+. Die ersten Besucher (Multiplikatoren, und EAs) werden sich drauf stürzen und fleißig nutzen und dann (!) erst nach einiger Zeit werden wir sagen können, ob Google+ tatsächlich durchhält. Denn darum geht es letztendlich. Nur so nebenbei: es wurden schon genug stimmen laut, dass Google+ für viele Dinge nicht praktikabel ist (welche Gruppen lege ich wie an? Und warum habe ich plötzlich 100Circles, großes Durcheinander?). Und schlußendlich geht es doch darum die großen Massen zu erreichen, sprich die jungen Leute, die 16-30 Jährigen, die einen immensen Teil an sozialen Netzwerken ausmachen. Denn Google ist bei der breiten Masse als Suchmaschine bekannt. Dieses Bild zu ändern hat Google oft versucht und ist doch einige Male gescheitert. Und da hin hat Google noch einen großen Weg vor sich. Zu sagen Facebook würde nun die Quittung erhalten, ist voreilig. Der Gedanke und Vergleich jedoch interessant. Ich würde vorschlagen wir treffen uns in 1-3 Monaten und unterhalten uns dann nochmal. LG, Alex (@ashortcut)

  • Anja Beckmann

    01.07.11 (11:25:06)

    Google oder Facebook sind für mich beide gleich gut oder "böse", was den Umgang mit Daten betrifft. Nach eingehendem Testen sehe ich keinen entscheidenden Vorteil von Google+ gegenüber Facebook, der dazu führen könnte, dass die Nutzer massenhaft abwandern.

  • Andrej

    01.07.11 (11:50:15)

    Ich denke, dass Google aus der Vergangenheit gelernt hat und sich das mit Google+ auf keinen Fall verscherzen wird, da es eine riesige Masse erreichen kann. Bei Buzz war das Problem mit dem Datenschutz und den Voreinstellungen. Genau das gleiche, wie bei Facebook. Die sind ja nicht ganz auf dem Kopf gefallen und werden sich da so anpassen müssen, dass Nutzer informiert werden über neue Funktionen, AGBs etc. Da gibt es schon den guten Ansatz mit Google Takeout, welches in die richtige Richtung zeigt. So agieren, wie Facebook es macht, wird sich nicht lohnen, da es dann einfach von der Bildfläche verschwinden wird. Ich denke, es wird ein voller Erfolg werden, wenn Google mit den Datenschutz aufpasst. Hinzu kommt noch, der Faktor mit den Android Smartphones. Diese werden auch viele Kunden werben! Ich hoffe auf jeden Fall auf Konkurrenz, denn die ist immer gut für die Nutzer! Und mit Google hat man da ein schon längst gefestigtes Unternehmen und kein Startup, was irgendwie schnell Geld einnehmen muss...

  • Martin Weigert

    01.07.11 (11:54:59)

    Der +1-Button ist jetzt eingebaut, unterhalb jedes Artikels!

  • Manuel

    01.07.11 (13:12:30)

    Ich hoffe auf jeden Fall auf Konkurrenz, denn die ist immer gut für die Nutzer! Sehe ich auch so! Konkurrenz ist auch für Nutzer von FB gut. Ohne Android hätte iOS 5 vielleicht keine Notifications, ohne Opera und Firefox hätte der IE keine Tabs etc. Und mit Google hat man da ein schon längst gefestigtes Unternehmen und kein Startup, was irgendwie schnell Geld einnehmen muss… Das ist ein grosser Vorteil, auch wenn man kein Fan von Google ist. diaspora ist eine tolle Sache, dezentral, offen, nicht kommerziell. Ich bin gerne dort, aber meine nicht-nerdigen Kollegen werde ich dort nie antreffen. Wenn ich sehe was Google geleistet hat, bezweifle ich, dass diaspora oder ein anderes "Freizeitprojekt" jemals annähernd so viele Funktionen wird entwickeln können. Die breite Masse will aber vom ersten Tag an eine App fürs Smartphone etc., weil "FB hat das ja auch". Deshalb ist ein grosser Konkurrent nötig, um Facebook ernsthaft im Massenmarkt Paroli bieten zu können.

  • peschmae

    01.07.11 (15:35:34)

    "Fakt ist: Bei Facebook kann ich mich abmelden, bei Google nicht" Du kannst dich bei Facebook abmelden? Schöne illusion die du da hast... Facebook hat das Recht an allen Daten die du über die Plattform veröffentlicht hast und du kannst deinen Account deaktivieren aber nicht löschen. Bei Google+ schreiben sie zumindest noch das du es löschen kannst, ob die Datensätze aber in der Datenbank nur als gelöscht geflagged werden oder auch wirklich verschwinden ist eine andere Sache. Auf jedenfall gibt dir Google+ die Möglichkeit dein Soziales Netzwerk (en: Social graph) zu 'exportieren' und ihn allesnfalls anderweitig zu verwenden. Dies ist eine Funktion die Facebook niemals anbieten wird, da die Daten ja ihnen gehören und nicht dir. Das gilt auch für die Kontaktdaten deiner Freunde auf Facebook

  • Rob

    01.07.11 (15:39:36)

    Kennt ihr Google Wave noch? ;)

  • Fredrik

    01.07.11 (21:21:02)

    Ich habe mich damals riesig auf Google Wave gefreut ud war nach der Ankündigung den Freudentränen nahe, dass bald das Ende der unpraktischen Mail bevorstünde. Umso enttäuschter war ich, als das eine (entschuldigt die Metapher) Totgeburt war: Dysfunktionell und langsam. Seufz. Da werde ich diesmal also deutlich neutraler auf meine Einladung warten. Ich wünschte, das Google-Gebäude hätte einen Selbstzerstörungsmodus, der durch das Überschreiten der Mitgliederanzahl von 1 Milliarde in der Gruppe "Wir finden, dass Google evil geworden ist" ausgelöst wird. Nur, wer hosted die Gruppe?

  • Andreas

    01.07.11 (23:18:57)

    +1

  • Lars

    02.07.11 (09:51:56)

    Also ich finde auch den Hype um Google+ interessant. Ich bin selbst dort angemeldet und ich finde es wesentlich übersichtlicher und benutzerfreundlicher als Facebook. Interessant ist auch denke ich der Verlauf der Umfrage die ich gestartet habe. http://htc-desire-blog.de/android-bereich/grosse-umfrage-wegen-social-networks fast alle sind für Google+.... Welch ein wunder... Okay, es gibt überall, und das auch Typisch für Deutschland, überall die neinsager, bzw. die jenigen die hinter allem was schlechtes sehen. bin mal gespannt wenn Google+ in den Medien erscheint, ich sage jetzt schonmal, "Datenschützer" gruss Lars

  • Meeresbiologe

    03.07.11 (06:44:27)

    Wenn sich Google+ bereits heute absehbar für viele Leute als besser erweist und eine große Völkerwanderung einsetzt, könnte es zu einem starken Abschmelzen von Facebook kommen. Ich prognostiziere mal vorsichtig optimistisch die Spaltung in ein vorwiegendes Quassel-Netzwerk und in ein etwas intelligenteres und nerdigeres Informations-Netzwerk.

  • Robten

    03.07.11 (08:35:30)

    Tut mir Leid, ich verstehe diesen Hype nicht. Ok, Konkurrenz ist immer wünschenswert. Aber alle, die jetzt von Google+ schwärmen scheinen sich offenbar nicht dafür zu interessieren, was mit ihren Daten geschieht. Es ist bekannt, dass Facebook und Google ihre Geschäftsmodelle auf der Verwertung der Informationen ihrer Nutzer aufbauen. Neu ist jetzt nur, welche Karotte der Nutzer wählen kann - er zieht immer noch den selben Karren. Die einzige Alternative sehe ich bisher in Diaspora. Da geht es wirklich um ein Social-Network und nicht um das abgreifen von Daten hinter schönen Fassaden. Es entwickelt sich technisch vielleicht nicht so schnell und koordiniert wie bei den beiden "Großen", dafür aber jenseits vom Daten-Kommerz. Für echte Techs und Early-Adopter: das "Original" mit Einladung oder , der offene Community-Server.

  • Fredrik

    03.07.11 (12:47:07)

    @Robten Ich bin auch ein Freund vom Prinzip Diaspora. Aber woher kommt eigentlich deine und die allgemeine deutsche Todesangst um die achso-gefährlichen Daten? Ich veröffentliche weder mein Passwort noch eine genaue Beschreibung meines Haustürschlüsselprofils. Kannst du mir ein reales Ereignis nennen, bei dem das Benutzen deiner Daten dir zum Nachteil gereicht hat? Hast du wirklich schlechtere Chancen beim Bewerbungsgespräch, weil deine Urlaubsbilder von Kreta öffentlich sind? Wer dir wirklich schaden will, braucht dazu nur einen Privatdetektiv und einen Freund bei der BILD (es reicht eigentlich letzterer). Facebook ist zwar billiger, aber das Prinzip bleibt das gleiche: Du bist immer eine öffentliche Person, und wenn du kriminelle Feinde hast, solltest du dich von Facebook fern halten. Übrigens, in Schweden, wo der Autor dieses Artikels und ich wohnen, sind unsere Einkommen und viel anderes öffentlich. Meine Steuererklärung kommt vorausgefüllt, ich bestätige per SMS. Schreckenszenarien fallen dir da sicherlich viele ein, eingetroffen sind sie noch nicht. Ich freue mich über die neue Mohrrübe, wüsste aber nicht, was das für ein Karren sein sollte...

  • Jürgen

    03.07.11 (19:48:51)

    Google ist Smart. Erst abwarten und beobachten wie es FB macht, dann selber ein Netzwerk auf die Beine stellen, natürlich ohne die Fehler von Facebook. :) Respekt.

  • Heiner Brandt

    04.07.11 (13:22:18)

    Aber verwundert es dich wirklich, dass es Facebook an Early Adoptern fehlt? Facebook ist ein seit Jahren etabliertes Netzwerk, das den meiesten Internetnutzern bestens bekannt ist. Es liegt doch in der Natur eines Early Adpoters sich möglichst oft mit etwas Neuem zu beschäftigen. Mich hätte es ehrlich gesagt gewundert, wenn ich feststellen würde, dass ein neues SN gelaunch (und dann noch eins von Google) wird und die Early Adpoters schreiben etwas über Facebook :-)

  • Meeresbiologe

    04.07.11 (18:15:43)

    @Heiner Brandt: 1. Natürlich gibt es auch auf Facebook einstige Early Adopters. 2. Es geht (u.a. in diesem Artikel) weniger darum, DASS sich Early Adopters mit Neuem wie Google+ beschäftigen (das ist natürlich naheliegend), sondern wie und wie sie sich drüber äußern. Die EA hätte ja auch alle den Daumen nach unten senken können - haben sie aber bekanntlich überwiegend genau umgekehrt nach oben getan.

  • Meeresbiologe

    05.07.11 (01:54:04)

    Ist mir übrigens erst jetzt aufgefallen: Aus dem Lob vieler Early Adopters für Google+ und ihrem Schweigen zu Facebook ist noch nicht unbedingt deren totale Abwendung von Facebook zu folgern. Wie sich das Aufkommen von Google+ auf Facebook auswirkt und wie beide Netzwerke nebeneinander bestehen werden, ist m.M. noch relativ unklar.

  • Peter Zauber

    05.07.11 (09:50:16)

    Ich würde Google+ nicht mit Buzz oder Wave gleichsetzen. Das erste Mal seit längerer Zeit bin auch ich wieder überzeugt und angetan von dem neue Google-Produkt. Glaube, dass dies die erhoffte ernstzunehmende Konkurrenz ist. Vor allem aber auch für Twitter.

  • Anne

    12.07.11 (12:12:15)

    Vom Regen in die Traufe - ich finde dieses Sprichwort passt ganz gut zu einem Wechsel von facebook zu google+ die Datensammelei betreffend. Allerdings kann es auch nicht schaden, wenn jemand facebook mal ein bisschen das Wasser abgräbt.

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