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16.05.10Leser-Kommentare

Sonntagsfrage: Wie viel sind euch Blogs wert?

Micropayment-Dienste wie Flattr oder Kachingle ermöglichen das unkomplizierte Bezahlen für gute Inhalte - und das völlig freiwillig. Welches Budget würdet ihr pro Monat in Blogs investieren?

Mit neuen Micropayment-Diensten wie Flattr oder Kachingle gewinnt die Debatte um die Monetarisierung von Blogs und Long-Tail-Angeboten an Dynamik. Treue Leser erhalten durch derartige Angebote die Möglichkeit, sich mit einem freiwilligen Obolus für die gebotenen Inhalte zu bedanken, ohne dabei irgendeinem Zahlungszwang zu unterliegen.

Ob ein solches System in der Praxis wirklich funktioniert, lässt sich im Moment noch nicht sagen. Doch Flattr-Gründer Peter Sunde traf in seinem Vortrag auf der Next Conference den Nagel auf den Kopf: Auf jeden Fall sollte man es ausprobiert haben.

In seinem Blog Massenpublikum sinnierte Sachar Kriwoj am Mittwoch über die Frage, welches monatliche Budget er auf Online-Angebote im Allgemeinen und Blogs im Speziellen mit Hilfe von auf der "Thank You Economy" basierenden Zahlungssystemen verteilen würde.

Diese Frage möchten wir in unserer heutigen Sonntagsfrage an euch weiterreichen: Wie viel sind euch Blogs monatlich Wert? Welches Budget würdet ihr pro Monat bei Flattr, Kachingle oder ähnlichen Anbietern einzahlen - eine omipräsente Verbreitung vorausgesetzt - um euch für Inhalte im Netz zu bedanken?

Bitte denkt daran, dass es in dieser Umfrage um freiwillige Zahlungen geht und nicht um solche, die durch einen Zahlungszwang in Form einer Paywall erforderlich werden.

 

Hier geht's zum Zwischenstand.

(Für RSS-Leser ist es unter Umständen notwendig, den Artikel in einem neuen Fenster zu öffnen, um abstimmen zu können.)

(Illustration: stock.xchng)

Kommentare

  • Karsten Schneider

    16.05.10 (10:47:17)

    Diese Systeme bringen genauso wenig wie Werbebanner. Im deutssprachigem Raum wird sehr wenig auf Werbebanner geklickt. Spendenbuttons gibt es schon a la Paypal und auch das bringt den wenigsten Geld für die Bloggerei ein. Selbst die Plugin-Entwickler, die die Blogplugins für lau anbieten und um eine Spende bitten, erhalten bei hohen Plugin-Downloads nur ein Micromü an Payment. Es ist viel Aufklärungsarbeit seitens der Blogbetreiber notwendig, damit die Leserschaft mal freiwillig was spendet. Letzlich gilt doch: Wer einen Blog betreibt, macht es aus Spaß an der Freude oder weil er sich für einen Spezialisten auf dem Gebiet hält. Im Idealfall beides.

  • prayerslayer

    16.05.10 (11:30:33)

    Mit Paypal kann man Flattr mMn nicht vergleichen. Zumindest verstehe ich den Zahlungsablauf der beiden so: Paypal - klicken, einloggen, Betrag auswählen, bestätigen. Flattr - klicken. Klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich habe schon öfter nichts gespendet, weil ich entweder nicht wusste, welcher Betrag angemessen wäre, oder ich schlicht und einfach zu faul für Paypal war. Beide Probleme löst Flattr. Es kann also durchaus sein, dass sich mit dem neuen Dienst in der Hinsicht etwas tut.

  • Nina

    16.05.10 (11:47:15)

    Ich könnte mir gut vorstellen, ein Budget festzulegen und dieses am Ende des Monats auf meine Lieblingsblogs zu verteilen.

  • Felix

    16.05.10 (12:02:56)

    Die Idee von Flattr ist an sich wirklich gut: monatliches Geld auswählen, und das dann an alle Blogs und Sites stiften, an denen einem etwas liegt. Was ich bei Flattr noch als Feature hinzufügen würde: Seiten sollten eintragbar gemacht werden. Dann lad ich einfach meine Feedliste hoch und Flattr verteilt mein Geld an die knapp 200 Blogs, bei denen ich mitlese (wobei letztendlich nur ein Teil wirklich Accounts besitzen wird). Selbst wenn ich dann nur 10€ zur Verfügung stelle, summiert sich das dann.

  • Geben und so weiter

    16.05.10 (13:00:10)

    Ich halte das Social Payment an sich auch für eine gute Idee, allerdings werden daran eben auch nur sozial motivierte Menschen beteiligen. So wie es nach einer Party auch immer wieder die gleichen sind, die dem Gastgeber noch beim ersten Aufräumen helfen, während andere genau abpassen, rechtzeitig davor zu gehen. Selbst würde ich allerdings gar nichts zahlen. Zum einen aus praktischen Gründen, weil ich bislang kein Onlinekonto besitze. Der Hauptgrund ist aber, dass Social Payment für mich eher ein Angebot für Aussenstehende ist. Ich habe als Dank für die zahllosen kostenlosen Angebote im Internet selbst im Laufe der Jahre ein gutes Dutzend unterschiedlicher Webseiten erstellt. Wer das nicht tun kann (will, schafft...), hat mit Social Payment die Möglichkeit, selber auch was zu geben und nicht "nur zu nehmen" (was für mich auch OK ist). Das kann dem Lieblingsblog und seinem Leser Genugtuung verschaffen. Einen Geldkreis unter den Inhalteanbietern selbst zu veranstalten finde ich hingegen nicht so sinnvoll.

  • Tamim

    16.05.10 (15:50:09)

    Finde die Idee von Flattr gut. Das Blöde: Ich lese meine Blogs im Google Reader. Eigentlich könnte Google Kachingle oder Flattr kaufen und es in Google Reader implementieren.

  • Walter

    16.05.10 (17:18:37)

    Ich habe in meinem Flattr-Account das Maximum von 20€ gewählt, würde aber auch bis 50 Franken monatlich "spenden". Auch Wordpress-Plugins finde ich so praktisch, dass ich jeweils 20$ spende. Ich bin sehr dankbar für die Enthusiasten, die im Hintergrund diese Applikationen entwickeln und bin gerne bereit, einen Tropfen auf die heissen Kosten zu geben.

  • Piet

    16.05.10 (17:32:21)

    Wenn es nach dem ideellen Wert der Blogs und der mit ihnen verbundenen Unterhaltung in all ihren Facetten geht, würde ich ganz klar mehr als 100 Euro sagen, damit auch jeder der es verdient hat ein Stück vom Kuchen abbekommt. Sollten Dienste wie Flattr oder Kachingle wirklich flächendeckend Akzeptanz finden müsste ich diese Zahl natürlich nochmal überdenken. Vermutlich wäre für mich ein Maximum von 10 Euro pro Monat realistisch, das bei mir bevorzugt an die Entwickler von Plugins gehen würde.

  • hoohead

    16.05.10 (19:54:54)

    Ob Leser freiwillig für einen Blog Geld spenden, "nur" weil Ihnen die Beiträge so gut gefallen (und weil irgendwo ein Spendenbutton eingebunden ist) - aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass hier wahrscheinlich so gut wie keine Kohle rüber kommt. Warum sollte man auch für was bezahlen, was es auch kostenlos gibt? Ich machte vor einiger Zeit mal ein Experiment und stellte ein Video online in dem ich um eine Spende gebeten habe, gleichzeitig versprach ich den Spendern, dass ich die Spenden komplett in Bier umsetzen werden - und welch Wunder ich habe fast 200 Euro via Paypal bekommen. Das ist das komische an den Menschen. Aus diesem Grund denke ich, dass die genannten Projekte eher floppen werden.

  • Tom

    16.05.10 (23:30:32)

    Ehrlich gesagt bin ich eher skeptisch, was eine “Thank You Economy” anbetrifft. Economy - hieße für mich auch in irgend einer Form Verlässlichkeit, Bilanzierbarkeit... Und in einem solchen Geschäftsmodell, wäre doch irgendwann der Ruf nach all den strategischen Unternehmensprozessen da. Z.B. nach Umsatzsteigerung durch Marketing und Werbung. Wie sähe dies dann aus? Würden sich “Thank You Economísts" dann zu perfekten Jammerern und Bettlern entwickeln, um das “Thank You Potential" auch vollständig auszuschöpfen? Oder würde die Emotionalität der Beiträge (evtl. zu Ungunsten der Sachlichkeit) im Vordergrund stehen, weil sie nachweislich die Spendenbereitschaft erhöht? Ich finde den Versuch von flattr und Co ehrenwert, hier nichts unversucht zu lassen, allein mir feht der Glaube... :-)

  • Mark S

    17.05.10 (01:37:20)

    Habe mich jetzt auch mal probeweise bei Flattr registriert und eine monatliche Zahlung von 5 Euro eingerichtet. Mein Problem: Kaum eines der Blogs, die ich gern lese, ist dort schon vertreten...

  • Martin Weigert

    17.05.10 (07:29:33)

    Danke für die rege Beteiligung! @ hoohead Danke für den Tipp mit dem Spenden für Bier. Sollten wir wohl auch mal ausprobieren ;) @ Tom Flattr, Kachingle und Co sollten niemals die einzige Einnahmequelle bei einem profitorientierten Blog sein. Ich sehe das maximal als Ergänzung zur Vermarktung. @ Mark Ja, das wiederum ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass Flattr noch in der geschlossenen Beta und nicht ganz Bug-frei ist. Deshalb haben wir es bisher auch noch nicht integriert.

  • Andreas Hobi

    17.05.10 (10:45:53)

    Zumindest bei Flattr gibt es ein Plugin, so dass auch den Feed-Lesern ein Flattr-Button angezeigt wird. Grund genug, dich nun doch bei Flattr anzumelden, oder? ;-)

  • Das Wort

    17.05.10 (14:39:48)

    Nichts, da gute Blogger bzw. profesionelle Blogger sowieso bereits sehr gut Über die Werbung die man im Blog antrifft sehr gut verdienen, was soll da noch gespendet werden ??? Spenden sollte man lieber dort machen wo sie gebraucht werden - Stichwort: Dritte Welt, Entwicklungshilfe, etc...

  • Andreas Hobi

    17.05.10 (14:47:31)

    Bist Du Dir sicher, dass gute Blogger so gut verdienen?

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