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21.02.11Leser-Kommentare

Social Web: Die eigene Erfahrung zählt

Das Social Web verändert das Leben vieler Menschen. Doch kann man das Phänomen und seine wichtigsten Vertreter sachlich bewerten, ohne selbst Teil der vernetzten Onlinewelt zu sein?

 

Vor einigen Tagen fragte Twitter-Nutzer Alex Troll in die virtuelle Runde, ob man fachkundig über Location Based Services wie foursquare oder Facebook Places diskutieren könne, ohne derartige Dienste zu nutzen.

Mit dieser Fragestellung traf er bei mir einen Nerv. Schon häufiger habe ich über diese Thematik nachgedacht, allerdings weniger mit dem Fokus auf ortsbasierten Angeboten, sondern allgemein in Hinblick auf die Art von Onlinediensten, die gemeinhin unter dem Label "Social Media" zusammengefasst werden.

Viele derartige Dienste - allen voran natürlich Twitter und Facebook, aber auch mobile Social Networks, Geschäftsnetzwerke, Empfehlungs- und Frage-Antwort-Dienste sowie Musik- und Film-Communities - zeichnen sich dadurch aus, dass der Nutzen für einzelne Individuen mit der Größe des eigenen Netzwerks zunimmt:

Twitter ist nahezu nutzlos, solange man keine Follower hat und keinen anderen Usern folgt. Mit jedem Follower und jedem gefolgten Benutzer erhöht sich jedoch die Wahrscheinlichkeit, den Microbloggingdienst für die eigene Informationsbeschaffung oder -distribution verwenden zu können. Dies allerdings Personen zu vermitteln, die Twitter nur von "außen" gesehen haben, ist schwierig.

Der Nutzwert des Socal Webs wächst mit der Zahl der Gesamtuser (= mehr Videos bei YouTube, mehr Locationtipps bei Qype, mehr Fragen und Antworten bei Quora) sowie mit der Zahl der persönlichen Kontaktpunkte. Der erste Aspekt ist relativ einleuchtend, der zweite hingegen schwer nachvollziehbar für diejenigen, die dies nicht erlebt haben.

Es ist einfach, eine Meinung zu Atomkraft zu haben, zum Auslandseinsatz der Bundeswehr oder dazu, inwieweit Gurken in der EU genormte Maße haben sollten oder nicht - die persönliche Erfahrung der Menschen spielt bei derartigen Sachfragen eine untergeordnete Rolle. Was bei der Beurteilung zählt, sind Fakten sowie das persönliche Wertekonstrukt.

Social-Web-Dienste, die längst zu globalen Massenphänomenen geworden sind, erfordern meines Erachtens nach eine aktive und länger andauernde Partizipation, bevor eine kompetente und fachkundige Bewertung sowie eine kritische Auseinandersetzung möglich ist. Und das macht die Debatte darüber so kompliziert. Das Web braucht seine Kritiker - aber nur solche mit den notwendigen Einblicken und einem Verständnis für die Dynamiken.

Ich achte und schätze Personen, die Facebook, Twitter, foursquare & Co aktiv verwenden und daraufhin kritische Schlüsse ziehen und in die Debatte einbringen. Die Debatte mit Skeptikern, denen die persönliche Erfahrung mit derartigen Systemen fehlt, fällt mir hingegen immer schwerer.

Um auf die Frage von Alex Troll zurückzukommen: Nein, eine fachkundige Diskussion ist meiner Ansicht nach nicht möglich, sofern die Gesprächspartner die jeweiligen Dienste nicht selbst verwenden. Die digitale Vernetzung wirkt sich immens auf das Leben der an ihrer partizipierenden Menschen aus. Wer dies nicht selbst erlebt hat, der wird über eine eindimensionale Betrachtung der Entwicklung kaum hinaus kommen. Diese reicht jedoch nicht aus, um die tatsächliche Tragweite des Phänomens zu erkennen.

Wie steht ihr zu der Problematik? Muss man eigene Erfahrungen mit Social-Web-Angeboten gesammelt haben, um sich über diese im Detail äußern zu können?

(Foto: stock.xchng)

Kommentare

  • Bernd

    21.02.11 (14:03:46)

    Interessanter Aspekt über den es sich nachzudenken lohnt. Im ersten Moment hätte ich gesagt: "Nein, es reicht, sich mal entsprechend ausgiebig zu informieren." Andererseits hatte ich zwar schon ein wenig Vorwissen, was Location Based Services betrifft und gedacht, dass mich das nicht interessieren würde. Bis mich dann kürzlich ein Kumpel dazu brachte, mich bei Foursquare anzumelden. Was soll ich sagen, ich bin begeistert. Gerade wenn man mal in einer fremden Stadt unterwegs ist und das nächste Café oder Restaurant sucht, ist so ein Dienst einfach die beste und in meinen Augen einfachste Lösung. Insofern stimme ich zu: Eine fundierte Meinung kann man sich wohl wirklich nur bilden, wenn man solche Services mal ernsthaft versucht, zu verwenden.

  • Marc

    21.02.11 (14:14:41)

    ich denke nicht, dass man auch nur einen dienst genutzt haben muss, um sich darüber äußern zu dürfen und zu können. auch zu web-diensten und ähnlichem kann ich eine meinung haben, ohne dass ich sie ausprobiert haben muss. allerdings, und da liegt m.e. der knackpunkt, muss ich meine meinung begründen können, wenn ich nicht möchte, dass sie einfach abgetan wird. das gilt aber für alle, die sich dazu äußern. ein einfaches "is geil" sagt eben nix aus. man muss erläutern, warum es geil ist. oder eben auch nicht. im alltag mag da die nutzung hilfreich sein. aber sie ist nicht notwendig

  • Manuel

    21.02.11 (14:29:51)

    Ich finde es kommt darauf an, was man kommentiert. Jemand ohne Konto bei FB kann schreiben, er könne ohne FB leben. Er kann sich wundern, wie nachlässig gewisse Leute mit ihren Daten umgehen. Er kann aber nicht schreiben "Funktion xy ist Müll, weil fehlerhaft", nur weil er das von einem Kollegen gehört hat, der einen Kollegen mit FB-Konto hat. Ich kann iPhones schlecht finden, weil mir Apples Restriktionen nicht passen. Dafür muss ich keines besitzen. Ich kann aber nicht schreiben der Browser sei unbrauchbar, wenn ich noch nie eines in der Hand hatte.

  • Nerddeutschland

    21.02.11 (14:29:52)

    Ja, das muss man. Ich bin nicht immer ein Frend jedes Dienstes, aber bevor ich mich darüber auslasse, sollte ich mich auch auskennen. Ich muss mir häufig auf Parties anhören, ob man mit einem "Iphone denn auch ein Bier öffnen kann", dass bei twitter eh nur Banales veröffentlicht wird, wie böse facebook sei, blablabla. Von Leuten, die keine Zeitung lesen, nicht wissen was ein Aggregator ist, die noch einen Web.de-Account haben, und tatsächlich manuell über Tastatureingaben an Schreibtischen in Quasimodo- Haltung Webseiten wie Bild oder Otto ansurfen. Zu hause, nicht im Büro! Auf solche Diskussionen lasse ich mich garnicht erst ein, da kommt nur noch ein "Jaja" von mir und dann geh ich mir ein neues Getränk holen. Was sollte man da diskutieren? Dass man mit twitter von unterwegs durch gute Listenführung seinen gesamten News- Konsum abarbeiten kann? Dass Instagram zwar keinen Nutzen hat, aber einfach nur Spaß macht. Dass Foursquare unterhaltsam ist? Was "gamification" bedeutet? Macht wenig Sinn. Soll jeder mit seinem Nokia- Klapphandy seinem Desktop und seinem Web.de glücklich bleiben, und sich meinentwegen auch lustig machen. Ich sage da in der Regel nichts mehr zu.

  • eric

    21.02.11 (14:39:19)

    Um mich als Gesprächspartner zu qualifizieren: Ich hatte vermutlich einen der ersten deutschen Twitter-Accounts (mit recht treuen Followern), Facebook, Xing, ich blogge auf einigen Kanälen und ich bin derzeit Major von mindestens 4 Kneipen auf Foursquare. Und ich habe damals auch kompetent über Drogen gesprochen - weil ich welche genommen habe. Über Alkohol kann ich auch reden ;-) Ich finde aber, dass es nicht richtig ist, von jemandem, der etwas kritisiert, zu erwarten, dass er "drin" ist. Damit stellt man sich auf ein Podest und lässt niemanden mehr an sich ran. Das macht m.M. nach einsam. Selbstverständlich sind facebook & Co Massenphänomene - aber es ist definitiv nicht notwendig, "aktiv und länger andauernd zu partizipieren" um darüber reden zu dürfen. Wer definiert denn, was ausreichend aktiv und lang ist? Wer am meisten Follower hat, hat auf Twitter recht? Und je mehr Friends auf facebook umso mehr darf man über Datenschutz bei Sozialen Medien sagen? Und bei der Diskussion über Drogen gewinnt immer der Junkie? Ne, also echt nicht. Ich muss auch nicht selber 5 Stunden pro Tag in Online-Games unterwegs sein, um meinem Sohn zu erklären, dass das es vor der Haustüre noch eine echte Welt gibt... Wer Erfahrung in diesen Medien gesammelt hat, sollte versuchen, deren Sinn und Zweck zu erklären. Wenn ihm das nicht gelingt, hat er es entweder schlecht erklärt - oder der Mit-Diskutant hat vielleicht doch recht?

  • Philip

    21.02.11 (15:30:58)

    Ich stimme beiden bisherigen Kommentaren zu, und denke dass liegt daran, dass es hier mehrere Dimensionen gibt: Ich kann meine Meinung haben (positiv oder negativ) ohne mich mit dem Web-Dienst auseinandergesetzt zu haben. Meine Meinung ist dann allerdings höchstens für mich persönlich wichtig, für die weitere Diskussion jedoch eher weniger (um Mark zuzustimmen: dass gilt sowohl für negative als auch für banale positive Äußerungen). Mehr Wert haben dementsprechend natürlich die Meinungen, die sich auf direkten Erfahrungen stützen. Trotzdem ist nicht jeder facebook, twitter oder foursquare-Nutzer automatisch in der Lage, das Potential hinter dem jeweiligen Dienst zu verstehen und einzuschätzen. Hier muss ein gewisses Verständnis für das Thema "Social Web" bestehen. Und nur durch die private Nutzung eines oder mehrerer Social Web Dienste, macht mich das nicht zum Social Media Experten. Wobei die Nutzer von Foursquare sicherlich nochmal mehr Bescheid wissen, da sich hier eben nicht jeder einfach mal anmeldet, sondern schon eine gewisse Affinität fürs Social Web bestehen muss (behaupte ich jetzt einfach mal, die Diskussion darüber ist nochmal ein anderes Thema ;) ). Um den Bogen zum Thema nun abschließend nochmal zu finden. Ich denke das allgemeine Verständnis für den Umgang mit dem Social Web ist eine der wichtigsten Voraussetzungen zum Mitreden und um eine Meinung zu vertreten. Beherrscht man dies, wage ich es zu behaupten, dass man nicht mal jeden einzelnen Dienst regelmäßig nutzen muss, um sich eine gewisse vertretbare Meinung zu machen und diese auch begründen zu können. Interessantes Thema, über die man sich wirklich mal Zeit nehmen und darüber nachdenken sollte.

  • Monika E. König

    21.02.11 (15:59:08)

    Ich gestehe: Ich lebe in "zweiter Ehe" mit Twitter ;) Meinen ersten Versuch hatte ich abgeschlossen mit dem Gedanken... "sinnfrei". Was auch immer mich zum zweiten veranlasst hat, ich bin mittlerweile begeistert... und möchte Twitter nicht mehr missen. Nun meine Frage an alle: Eine Person, zwei Zeitpunkte, zwei Meinungen, welche war "kompetenter"? Welche berechtigter? Ich war immerhin beide Male "drin".

  • Jens Krueger

    21.02.11 (18:38:20)

    Ich denke, die praktische Erfahrung hilft ungemein. Deshalb habe ich über Weihnachten meinen Blog mit dem bezeichnenden Namen http://whyblogwith44.blogspot.com/ gegründet. Allerdings interessiert mich die Business-Anwendung von Social Computing deutlich mehr als die private Anwendung. Da sind dann Bücher wie "The Facebook-Era" auch interessant.

  • Meeresbiologe

    22.02.11 (09:28:04)

    Wenn man den Nutzen von Dingen nur nach eigener direkter Erfahrung beurteilen könnte, wären die Menschen ziemlich arm bzw. könnten sich nur das wenigste kaufen - weil sie außerstande wären den Wert von Dingen zu beurteilen, ohne ihn selbst ausprobiert zu haben. Eine solche Herangehensweise stellt auch der Urteils- und Informationsfähigkeit von Menschen ein ziemlich schlechtes Zeugnis aus. Auch die Nichtnutzung eines Internetdienstes ist eine sachliche Wertung, als man in ihm eben keinen Nutzen für sich selbst sieht. Internetdienste werden nach eben jenen Bewertungen des Nutzens für einen selbst genutzt. Wenn jemand schlicht keinen Sinn darin sieht, aller Welt mitzuteilen, wo er sich gerade befindet, ist das ebenfalls eine sachliche Bewertung gegen ein Angebot - dann meint so jemand schlicht, so etwas nicht zu brauchen. Sicher kann Voreingenommenheit auch an der Nutzung von Diensten hindern, die durchaus Vorteile für einen selbst bringen könnten. Dem steht aber leider auch ein ziemlich schlechtes Informationswesen über neue Web-2.0-, über neue Internetangebote generell in Deutschland entgegen. Auch euern gestrigen Artikel über Web-2.0-Nachrichtenangebote kann ich davon leider nicht ausnehmen. Es handelte sich abgesehen von den steilen Thesen lediglich um ein schwer durchschaubares Überblickssammelsurium, aus dem sich Leser möglicherweise interessante Rosinen mühsam selbst herauspflücken müssen.

  • Martin Weigert

    22.02.11 (12:32:37)

    Wann glaubst du denn, dass deine Meinung zu Twitter kompetenter war? ;)

  • Martin Weigert

    22.02.11 (12:37:04)

    Du sprichst von Dingen. Aber genau hier liegt das Problem: Dinge wie z.B. Radios, Fernseher oder Staubsauger lassen sich meiner Meinung nach einfacher aus einer Position ohne eigene Erfahrung beurteilen. Social Media ist komplexer, der Nutzwert lässt sich nicht einfach in 10 Sekunden evaluieren - schon gar nicht, wenn man (und das geschieht fast zwangsläufig) unpassende, aus der eigenen analogen Welt stammende Parallelen zieht. Das ist der springende Punkt.

  • Wort-Suche

    22.02.11 (18:22:23)

    Ohne praktische Erfahrung sollte man lieber den "Mund" halten. Ohne praktische Erfahrung kann man über nichts urteilen, man kann zwar seinen Senf drauf geben, aber mehr auch nicht.

  • eric

    22.02.11 (18:35:15)

    Und wer nur einen Link abstauben will, sollte sich an seinem Kommentar verschlucken. *kopfschüttel*

  • mark793

    22.02.11 (18:50:43)

    @Martin Weigert: Ich bin da ein wenig hin- und hergerissen. Wirklich fachlich fundiert kann man FB, Twitter, Xing & Co. vielleicht nicht beurteilen, wenn man nicht auch selber mitmacht. Aber - da spreche ich jetzt als Journalist und weniger als Privatblogger - man kann sich solchen Phänomenen natürlich auch von außen schon ein gutes Stück annähern. Das gehört zum Handwerkszeug. Um beispielsweise für mich zu dem Schluss zu kommen, dass Second Life für mich wohl eher nichts ist (und ich auch keinen großen Nutzen für die breite Masse erkennen konnte), musste ich keinen Testavatar anlegen. Auf der anderen Seite bin ich natürlich in der priviligierten Lage, dass sich meine Frau berufsbedingt in Social Media und lokalisierten Diensten tummelt, und ohne diese Einblicke aus nächster Nähe täte ich mich schon schwerer, mir einen Reim auf diese Dinge zu machen, solange ich nicht selber damit rumspiele. Ich denke aber, auch wer "drin ist" und mitspielt ist gut beraten, die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen nicht übermäßig zu verallgemeinern. Mal gucken, ob ich dazu komme, diese Gedanken in dem FAZ-Gemeinschaftsblog Deus ex Machina noch ein bisschen weiter auszuarbeiten...

  • Stefanie Möller

    23.02.11 (09:54:20)

    Spannend: Ich gebe zu ich war auch der Meinung, dass es ausreicht, sich mit einem Dienst "von außen" zu beschäftigen, um beurteilen zu können, welchen Nutzen er hat. - Der Beitrag hat mich vom Gegenteil überzeugt: Scheinbar macht es Sinn, sich auf einen Kanal wirklich einzulassen, um seine Möglichkeiten kennen zu lernen und abschätzen zu können, für wen sie von Nutzen sind. Das werde ich gleich mit foursquare ausprobieren - hatte ich eigentlich schon abgehakt. Danke für die neuen Perspektiven!

  • Dennis Sulzmann

    23.02.11 (12:31:58)

    "Twitter ist nahezu nutzlos, solange man keine Follower hat und keinen anderen Usern folgt." Stimmt nicht ganz. Aus der journalistischen Praxis weiß ich, dass viele meiner Kollegen Twitter bei aktuellen Entwicklungen erstaunlich intensiv auswerten, ohne selbst ein Twitter-Profil zu haben. Informationen über Twitter zu beziehen geht dank Google mittlerweile auch, ohne ein aufwändig gepflegtes eigenes Profil zu haben. Raten würde ich es trotzdem keinen PR-, Social Media- oder Pressemenschen, die Nutzungsmöglichkeiten sind dann doch eingeschränkt.

  • Alex

    24.02.11 (09:11:51)

    Danke Martin für die Erwähnung. Im Gespräch mit Freunden kam oft der Vergleich "Ich kann auch über Fussball reden, obwohl ich kein Fussball spiele." Mag sein, aber der Vergleich ist zugegeben bescheiden. Die Auswirkungen und Zusammenhänge von digitalen Handlungen sind viel komplexer als 90 Minuten Fussball. Ich bin daher auch eher der Meinung, dass man aktiv sein sollte, um das grundsätzliche System dahinter zu verstehen.

  • Martin

    24.02.11 (17:56:11)

    Ich bin jetzt einige Zeit bei Twitter und bin begeistert von der Fülle und vor allem Akutalität und Geschwindigkeit für mich relevanter Informationen. Musste ich früher noch mühsam nach Feierabend meine Newsportale nach Artikeln suchen die mich interessieren bekomme ich jetzt über den Tag verteilt neben der Arbeit alle News die mich reizen. Ich muss sagen dafür ist Twitter toll. Auch die Funktion des Vernetzens... andere Menschen mit ähnlichen Interessen bringen mich auf tolle Blogs & Artikel, so wie ich auf diesen hier über Twitter gestoßen bin. Seitdem ich das (für Twitter-Newbies schwierige) Funktionsprinzip verstanden habe, bin ich mehr und mehr positiv gegenüber diesen Social Networks eingestellt, auch wenn ich davor als trotzdem netzaffiner User (ich lebe & arbeite über das Web) dachte: wer braucht das denn eigentlich? Von daher pflichte ich dir bei. Aber ist es nicht so in allen Bereichen des Lebens? Bevor man einen qualifizierten Kommentar äußert, sollte man sch davor zumindest eine Meinung bilen.

  • Weltregierung

    07.03.11 (12:19:06)

    .... die Tatsache, dass immer mehr Social Media Jobs mit Leuten besetzt werden, die vorgeben die Medien zu verstehen, in Wirklichkeit aber ein bissel facebooken, nicht twittern und auch sonst eigentlich außer email keinen intensiveren Kontakt zu Webtechnologie gehabt haben .. wird das Appeasement und den Bullshit-Talk noch für lange Zeit am Leben erhalten ....

  • Andre Luce

    09.03.11 (22:18:27)

    @Weltregierung ...was aber daran liegt, dass die Entscheider noch viel weniger von der Materie verstehen. Grundsätzlich kann ich zu Martins Frage Jein sagen, weil: 1. natürlich nur mindestens halbintensive Nutzer etwas über eine Anwendung sagen können 2. jeder Nutzer aber einen anderen Nutzungsschwerpunkt hat, daher immer nur für sich sprechen kann. Die o.g. Journalisten, welche Twitter auswerten sind zwar nicht angemeldet, nutzen Twitter aber so wie ich auch oft: zur Recherche - sind also auch Nutzer. Viele Twitterer kennen die Suchfunktion aber sicher nicht trotz 100 Tweets pro Tag.

  • Alexander Stocker

    16.03.11 (17:19:56)

    Wie wahr! LG Alexander

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