<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

11.12.13Leser-Kommentare

Social Networks: Google+ braucht ein neues Konzept

Mit Google+ versucht Google seit über zwei Jahren, sich sein Standbein im Social Web zu schaffen. Das Konzept dahinter wirkt aber vielfach undurchsichtig. Es wäre an der Zeit, die bisherige Strategie zu überdenken.

PlusUm das gleich vorwegzuschicken: Ich bin ein intensiver Nutzer von Google+ und es ist mein persönlicher Lieblingsplatz im Social Web – so seltsam das auch für viele klingen mag. Facebook nutze ich ebenfalls, aber tatsächlich nur, weil viele nach wie vor dort zu finden sind. Abgesehen davon halte ich Facebook in jedem denkbaren Punkt für schlechter als Google+. Kurzum: Ich bin froh, eine gut funktionierende Alternative zu haben, die ohne Werbung auskommt und sich sehr gut in Android integriert. Natürlich kann man darüber diskutieren, ob es nun die bessere Wahl ist, sich so stark von Google abhängig zu machen. Aber das ist ein anderes Thema.

Doch Google+ leidet aus meiner Sicht an einer entscheidenden Schwäche: Es hat ein Identitätsproblem. Man kann das Angebot zwar mit Facebook vergleichen, aber Google+ ist kein für sich stehendes Social Network. Es bietet im Prinzip eine Profilseite mit Social-Funktionen zum eigenen Google-Account. Die auch von Google selbst proklamierte Idee dahinter ist, alle Google-Angebote mit diesem "Social Layer" zu versehen und sie so miteinander zu verknüpfen. Richtig gut gelingt das allerdings bislang nicht. Google+ als "Social Layer": Misslungene Verknüpfung mit YouTube

Die YouTube-Gemeinde stört sich an Googe+

Als aktuelles Beispiel dafür lässt sich die undurchdachte Umstellung des YouTube-Kommentarsystems auf eine zwangsweise Verbindung zu Google+ anführen. An sich ist es eine sinnvolle und  nachvollziehbare Idee, diese Verbindung herzustellen. Aber es ergibt beispielsweise nahezu gar keinen Sinn, dass Google+-Postings zu einem Video automatisch auf YouTube als Kommentare dargestellt werden. Mein Post auf Google+ weist schließlich meine Follower in der Regel auf das Video hin, aber ich muss niemanden mehr auf YouTube unter dem Video auf das Video oben hinweisen. Entsprechend sinnlos präsentieren sich die YouTube-Kommentarspalten jetzt teilweise.

Zugleich sieht mannirgends auf Google+, welche Videos ich auf YouTube angeschaut, für gut befunden oder zu einer Playlist hinzugefügt habe. Das wären aus meiner Sicht sinnvolle und nützliche Verknüpfungen. Immerhin kann ich optional einen YouTube-Kommentar parallel auch bei Google+ posten. Und dennoch: Eine gelungene Integration sieht anders aus. Der Unmut der Nutzer ist entsprechend groß. Für manche war es schon schwer zu akzeptieren, dass sie überhaupt zu Google+ zwangsverpflichtet werden. Die missratene Umsetzung hat das noch schlimmer gemacht.

Google+ könnte meine Social-Profilseite zu allem sein, was ich im Google-Universum treibe. Sie ist aber nicht. Die entsprechenden Verknüpfungen sind auch nach über zwei Jahren noch nicht da. Und schaut man sich an, welche neuen Funktionen stattdessen eingeführt worden sind, bekomme ich Zweifel, inwiefern das bei Google überhaupt Priorität hat.

Google+ als Social Network: Unklares Profil

Hier zeigt sich das Identitätsproblem von Google+: Es ist nicht nur der Social Layer für Google. Der Service dient zugleich als Fotoplattform, Videochat, Livestream-Angebot und einiges mehr.

Beispiel Hangout on Air. Dabei handelt es sich um ein Livestreaming-Angebot, das zugleich eine Videokonferenz mit bis zu zehn Teilnehmern ermöglicht. Die Qualität ist in Ordnung, inzwischen wird sogar HD (720p) unterstützt. Der Service kostet nichts, bietet eine Schnittstelle für Erweiterungen, um die Funktionalität des Chats/Streams zu ergänzen, und ist direkt mit YouTube verknüpft. Aber warum genau sind Hangouts on Air ein Feature von Google+? Eine logische Erklärung gibt es dafür nicht. Sie wären sehr viel besser bei YouTube aufgehoben oder könnten aus meiner Sicht sogar als eigenständiges Produkt bestehen.

Ein anderes Beispiel sind die Fotofunktionen. Google+ erfreut sich gerade in den USA großer Beliebtheit bei Fotofreunde, worauf das Unternehmen reagiert hat. Es gibt praktische Features wie eine umfangreiche Bildbearbeitung im Browser und eher kuriose Funktionen wie Auto Awesome Motion, das aus mehreren Bildern eines Motivs automatisch ein animiertes GIF erstellt. Zudem ging die Fotoplattform Picasa in Google+ auf. Aber warum eigentlich? Natürlich spielen Fotos eine wichtige Rolle in einem Social-Angebot. Aber das gilt auch für Videos, und dennoch bleibt YouTube eine eigenständiges Portal. Oder hat Google etwa vor, YouTube irgendwann als "Google+ Videos" ebenfalls zu integrieren? Das kann man sich kaum vorstellen, denn der Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Die Lösung: Google+ auf ein klar umrissenes Angebot reduzieren

Mir erschiene es sehr viel sinnvoller, Google+ auf ein klar umrissenes Angebot zu reduzieren: eine Google-Profilseite zu meinem Account inklusive der Funktionalität der "Kreise", um anderen zu folgen und Inhalte nur mit bestimmten Personengruppen zu teilen. Das sollte sich dann aber bitteschön baldmöglichst quer durch das Google-Universum erstrecken. Alle anderen Funktionen gehören entweder in bestehende Dienste integriert oder sollten eigenständig angeboten werden.

Das wäre aus meiner Sicht ein Konzept, mit dem sich tatsächlich am Ende alle Google-Dienste über den Social Layer miteinander verbinden ließen. Heute ist es hingegen kaum zu verstehen, was Google+ eigentlich sein will und warum manche Funktionen hier direkt integriert sind, während andere eigenständig bleiben.

Kommentare

  • Netz TV

    11.12.13 (08:59:57)

    So weit man es heute überschauen kann ist Google+ ein grandioses Konzept. Es erinnert aber irgendwie ein wenig an den Berliner Flughafen. Vielleicht sollte Google tatsächlich weniger neue Features erfinden sondern erst einmal fertig bauen.

  • Andreas

    11.12.13 (11:46:30)

    Das hier sagt alles: https://maps.google.com/locationhistory/b/0/

  • JoCognito

    11.12.13 (14:30:37)

    Hallo Viele der Funktionen von Google+ hätten sich in YouTube integrieren lassen. Das managen von mehreren Kanälen, das bearbeiten des Icons, das vergeben des Kanal Mottos etc.. So bleibt der fade Beigeschmack, das Google+ künstlich aufgeblasen wird und die User nur widerwillig an diesem "Social Layer" teilnehmen. Eben weil die YouTuber keine andere Wahl haben oder nicht interagieren können. Besten Gruß °|~Jo

  • Homer Simpson

    11.12.13 (20:07:15)

    Ich hoffe, dass Google+ noch weiter ausgebaut wird. Von der Idee ist es super, aber leider wird es in meinem Bekanntenkreis noch nicht so angenommen wie facebook ;(

  • Michael

    12.12.13 (10:56:08)

    Der Artikel war mir Anlaß, wieder mal auf G+ zu gucken, was ich nur noch selten mache. Und er bestätigt meine reservierte Haltung, wegen der ich immer seltner reingucke. Ich finde Google+ technisch insgesamt sogar besser, vielfältiger, differenzierter, einfacher und damit ausgereifter und offener als Facebook sowieso. ABER. Google+ fehlt in der Tat was Entscheidendes: Der Geist: Spirit, Ausstrahlung, Leben, Charme, Vielfalt, Buntheit (angefangen beim Design), Linie, Ausdruck, Charakter, Stil, Sinn, Zweck, Ziel. Und auch, wie schon angesprochen die nötige Integration ins große Google-Universum. Es ist sicher sinnvoll, Google+ vor allem als vorwiegendes offenes Informations- und Wissensnetzwerk gegen das großteils private Kommunikations-Netzwerk Facebook zu positionieren. Aber dann muß man es auch tun und viel mehr inhaltliche, strukturelle und kommunikative Anstrengungen dazu unternehmen. Also selbst festere interne Wissens- und Informationsstrukturen schaffen und Aktionen initiieren, die ein Netzwerk für die Vernetzung von Wissen und Informationen attraktiv machen. Ebenso ist auch von der Integration des Netzwerks in die Googlesphäre, die sich für ein Informations- und Wissensnetzwerk ja besonders eignen würde, wenig zu spüren. Der Nutzen von Google+ für die integrierte Nutzung der Google-Dienste wird wenig bis gar nicht deutlich. Dazu werden auch die die durchaus brauchbaren Potenzen von Google+ für ein persönliches Onlinemanagementtool zu wenig ausgeschöpft (angefangen bei hierfür nötigen mehreren Ordner- also hier Kreis-Ebenen). Hinzu kommt vielleicht ein weiterer Gesichtspunkt: Netzwerke und ihr überbordendes Kommunikationsgeschnatter erweisen sich mittlerweile vielleicht weniger wichtig als anfangs bei ihrer Einführung und dem Web 2.0-Hype angenommen. Heißt, ihre Bedeutung beginnt sich wieder etwas zu relativieren und zu legen. Werde aber wahrscheinlich wieder mal öfter in G+ reingucken, weil es technisch wie gesagt recht passabel ist und durchaus interessant für Stöbereien und Recherchen, auch international.

  • Jan

    12.12.13 (14:08:38)

    Für mich ist Google Plus ein super Konzept, was einfach noch etwas ausgebaut werden muss. Das Problem von Google ist, dass sie in jeder Branche mitmischen möchten. Als Facebook Erfolg hatte, startete Google mit Google Plus. Doch irgendetwas fehlt bei Google Plus und das Ganze sieht für mich halb fertig aus. Google sollte einfach erst ein Produkt komplett fertig machen und dann das nächste starten. Doch ich glaube das Google Plus mit Facebook in Zukunft nicht mit hlaten kann.

  • annie

    17.12.13 (13:36:19)

    Ich mache viele youtube Videos, aber bin unyheimlich aergerlich, dass ich gezwungen bin, google+ mitzumachen. Fuer mich, ist es beinah facistissch - wie sonst kann man millionen von Leute an sich fuehren? (excuse my German!) Es is wirklich sinnlos, - ich liebe facebook, so warum muss ich gezwungen sein noch ein Social Network Mitglied zu sein?

  • Gerd Dirk Zweäns

    17.12.13 (18:16:49)

    Ich denke das Google einfach zu wenig den Gedanken "spreading and networking" in den Köpfen der Nutzer verankert. Google+ ist halt genau KEIN "social network" - weil es nicht darum geht Menschen miteinander zu verbinden, sondern Quellen und Kontakte. Anschließend darf gern jederzeit von überall darüber diskutiert und kommuniziert werden. Also einfach auf den Punkt gebracht: Google+ ist dazu gedacht Inhalte zu verteilen und zusammen zu arbeiten oder zumindest produktiv zu werden. Tiefgang nicht ausgeschlossen. Quatschen, spielen, albern, flirten, mobben, motzen usw. werden doch von Facebook, Jappy und Co zur Genüge abgedeckt. Von daher war es von Anfang an keine Alternative zu Facebook, sondern etwas anderes. - Nein nicht vollkommen anders, aber anders ausgerichtet. Quasi das ipad unter den smartphones ... äh ... "networks". Oder nicht ?

  • anita

    26.12.13 (13:20:41)

    Aus dem Herzen gesprochen!!! Es ist nervig dauernd ändert Google irgendetwas. Es braucht zuviel Zeit sich wieder zurecht zu finden. Das mit dem Kommentieren ist das Hinterletzte, was sich Google einfallen liess. Aber es doch überall so, die dauernden Veränderungen sind meist nur Verschlimmbesserungen. In xquilk hab ich beispielsweise längst eine andere Suchmaschine gefunden.

  • Michael Marheine

    27.12.13 (12:31:26)

    Mir scheint Google+ noch nicht wirklich leicht zu bedienen, denn die ganzen vielen unterschiedlichen Dienste Googles' wachsen ja gerade erst langsam zusammen. Wenn dies gelingt - und davon gehe ich in den kommenden beiden Jahren aus - dann ist es um die anderen Social Media Portale geschehen. Mit der Breite an Angeboten und der Nutzung (fast schon zwanghaft gefordert) im unternehmerischen Bereich, um gute Rankings zu ergattern ... wird sich die Google Welt mittelfristig durchsetzen. Im Privatbereich mag das jedem überlassen bleiben, aber als Unternehmer ohne umfängliche Google-Nutzung ... bald unmöglich! Michael Marheine Autor Michael Marheine bloggt auf diversen eigenen Plattformen zu den Themen Social Media und Online-Marketing, SEO sowie E-Mail-, Video-, Affiliate- und Mobile Marketing etc., durchlebte alle Stufen vom Angestellten. Startup, Selbständigen, erfolgreichen Unternehmer bis hin zum Unabhängigen (Unternehmer).

  • anita

    27.12.13 (21:14:03)

    Bin mir nicht so sicher ob die andern social medias..... Google ist zu aggressiv und das mögen immer mehr user einfach nicht mehr. Ich weiss, dass man um diesen Giganten, der sich eigentlich um seine user einen Deut schert, kaum mehr herumkommen wird. Aber all den Mist den die laufend produzieren braucht man auch gar nicht. E-Mail Angebote gibt's bessere und übersichtlichere, Suchmaschinen gibt's auch andere. Weiss wirklich nicht wer all den Mist braucht. Aber eben wie gesagt, man kommt trotzdem kaum um dieses Riesenviech herum, hat seine Klauen wie Tentakel überall drin.

  • anita

    28.12.13 (09:34:35)

    Ein Müsterchen bzg. Aggressivität von Google: Neuester Clou, "Die gespeicherten Einstellungen (jedes ausgewählte Ergebnis in einem neuen Browserfenster öffnen) stehen zur Verfügung, sobald Sie sich anmelden". Ich will nur die Suchmaschine benützen und ich soll mich auch noch anmelden. Jeder (.....) will eine Anmeldung, wo ich meine Daten bekanntgeben muss. Nein und nochmals nein. Es gibt ja aber schliesslich Alternativen. Zudem findet man den button "Anmeldung" gar nicht. Also auf meinem Compi findet man dieses "Anmelden" gar nicht. Alle wollen an irgendwelche Daten kommen. MIT MIR NICHT!!!!!

  • Michael Marheine

    28.12.13 (10:05:27)

    Man muss bedenken, dass Google ein Unternehmen ist, welches nach Gewinn strebt und auch Aktionäre hat. Das haben nahezu alle 15 Jahre nicht auf dem Schirm gehabt. Für diese nachlässige Einschätzung ist nicht Google schuld. Google verfolgt klare Ziele und hat diese auch offen definiert. DIe Alternativen von denen sie schreiben sind keine Alternativen – in einigen Jahren mehr – da ich ja von unternehmerischer Sicht aus argumentiert habe und nicht von User-Sicht, auf der Couch oder am Rechner beim Surfen. Wenn Ihr Unternehmen (Ladenlokal) vorne an der Fussgängerzone stehen würde und Sie dadurch mehr Laufkundschaft hätten, und diese Top-Position nur behalten, wenn Sie auch die anderen Dienste Googles nutzen, dann würden Sie doch selbstverständlich dieses googlekonto eröffnen und nutzen, oder!? Eine fehlende Nutzung würde bedeuten, dass Ihr Konkurrent quasi an Ihren Top-Platz vorrückt (weil er den Dienst nutzt) und Sie dafür in den Hinterhof versetzt würden. Mit der schlechteren Location sinkt Ihre Sichtbarkeit bei der Laufkundschaft, was in weniger Verkäufen resultiert. Das könnte die Situation sein, vergleichbar mit den Rankings in den Suchergebnissen bei Google. Wer weiss, dass Google in unseren Breitengraden nahezu 98% der Suchmaschinennutzer nutzen, kann die Yahoo und Bing nahezu vernachlässigen. Aber man muss bedenken, dass auch diese nur darauf warten, mehr Nutzer zu erhalten (Abwanderer von Google) um auch selber bezahlte Dienste zu installieren. Das sind alles Unternehmen, die Gewinn erwirtschaften müssen. Ich bin nicht Googles Advokat – ich sehe nur keine Alternative – unternehmerisch gesehen. Privat ist eine andere Sache.

  • anita

    28.12.13 (10:46:56)

    OK verstehe ihre Argumente. Aber dann soll Google die user doch vor die Wahl stellen, ob sie nur die Suchmaschine benutzen wollen oder all den andern Plunder auch noch. Auf googlemail würde ich gerne verzichten. Das ist ja das reinste Tohuwabohu dort. wenn man einige Tage nicht drin war, sieht schon wieder alles anders aus. Nein, dafür gibt's besseres. Erinnert mich an ein grosses Geschäft hier (Migros) die haben ein halbes Jahr lang umgebaut und jetzt sind die Kunden wütend über das was rausgekommen ist. Total an den Leuten vorbei geplant und eingerichtet. Jetzt gehen die Leute halt zu Aldi und Liddle. Dort kriegt man alles für den täglichen Gerbrauch. So wie man auf einer Suchmaschine eigentlich auch alles für den täglichen Gebrauch findet und diese "Maschine" wird schliesslich mit Werbeeinnahmen finanziert. Dasselbe passiert doch überall (Google, Microsoft uam) Ich nenn das an den Leuten vorbeigeplant. Ich mein jeweils, gebt den Leuten bessser einen Eimer voll mit Legosteinen und schickt sie irgendwohin an einen Bach zum Spielen, dann richten sie wenigstens keinen Schaden an. Ich würde mich für die Suchmaschine entscheiden, das genügt. Aber ohne Anmeldung. Ich habe so meine Phantasien, wofür Google meine Daten braucht. Die möchte ich einfach bei mir behalten. Das geht Google nämlich einen Scheiss an. Wenn ein ausschliesslicher Gebrauch der Suchmaschine nicht mehr möglich ist (also nicht mal das was ich in meinem vorherigen post bemängelt habe "Einstellung speichern") Dann weiche ich wirklich unwiederruflich auf xquick aus. Notfalls gibt's noch andere Suchmaschienen. Übrigens teilt ein grosser Teil der Gesellschaft, die das Gerät "Computer" zum Arbeiten braucht. Und das ist der überwiegende Teil der user. Die wollen das ganze als Ersatz der guten alten Schreibmaschine und zum surfen benutzen. Aber die Zeiten sind wohl vorbei. Besser zuerst ein Informatikstudium absolvieren dann einen Compi kaufen. Und wenn möglich einen grossen Bogen um Microsoft, Google und wie die alle heissen machen. Ich merke, dass die Leute die in diesen Firmen Entscheidungen treffen, leider zu weit von den Leuten und deren Bedürfnissen entfernt auf Wolke 787 weilen. Der überwiegende Teil der Menschen wollen diesen Plunder nämlich nicht.

  • Michael Marheine

    28.12.13 (14:08:45)

    Sie schreiben im ersten Satz, dass Sie meine Argumente verstehen und schreiben im zweiten genau die gegenteiligen Aussage. Wieso soll Ihnen Google eine Wahl lassen? BMW lässt Ihnen doch auch nicht die Wahl, den Wagen mit einem Mercedes-Motor zu bekommen. Wenn ein Unternehmen Änderungen vornimmt, dann aus wirtschaftlich durchgerechneten Gründen. Haben die Migros ihren Laden wieder zurück gebaut, weil Sie meinen, dass die ganzen Kunden wütend wurden? Als ob nun alle wo anders hin gehen mittelfristig, nur weil man sich für zwei Wochen etwas neu orientieren muss. Fährt man eine andere Autobahnabfahrt runter, nur weil da die Ampelschaltung geändert wurde? Und wenn schon! Verstehen Sie mich nicht falsch, ich respektiere Ihre persönliche Meinung! Aber Sie glauben doch nicht wirklich entscheiden zu können, ob das an den Milliarden Nutzungen am Tag vorbei geplant ist. Nur einer kennt die Zahlen und das ist Google. Selbst wenn Sie recht hätten, so könnte es Google egal sein, denn über kurz oder lang müssten sich die User an das halten, was sie bekommen. Es gibt keinen anderen, der das in diesem Umfang anbietet! Wenn Sie sich nur für die Suchmaschine entscheiden würden, so gehören Sie also zu denen, die gerne die kostenlosen Vorteile annehmen, ohne aber dem Unternehmen, dass Milliarden investiert in die Aufbereitung dieser Daten für Sie, im Gegenzug etwas von Ihnen entgegenbringend zu geben. Wenn Sie das so wollten, dann könnte ja Google für jede Suchanfrage 1 Euro von Ihnen verlangen – im Gegenzug nicht auf das G+ Konto bestehen. Sie müssen sich wie 90 % der User davon verabschieden, dass das Internet umsonst ist. Das Internet gehört nicht der Allgemeinheit. Wenn Sie Rabattmarkenhefte oder irgendwelche Pennypunkte sammeln, so geben Sie doch auch von sich diese Daten weiter. Man bekommt einen Bezug zwischen Ihren Einkäufen und Orten, Zeiten etc. als Gegenleistung für den Rabatt. Zum Ende Ihres Kommentars wird deutlich, dass Sie sehr verbittert sind. Mein Kommentar hier ist rein meine persönliche Ansicht und nicht dazu gedacht, Sie oder Ihre Meinung zu kritisieren. Sie kommen aber zum richtigen Schluss! Die Zeiten von denen Sie schreiben sind vorbei. Sie können sich entscheiden, ob Sie weiter an dieser Welt und seinen schnellen Änderungen teilhaben wollen oder ob Sie sich abkoppelt. Bedenken Sie nur bitte die Konsequenzen. Wenn die Entwicklungsgeschwindigkeit anhält oder gar zunimmt, was ich erwarte, so wird Ihnen diese Welt in 5-10 Jahren spätestens so fremd sein, dass Sie sich kaum noch zurechtfinden werden. Grundsätzlich kann es sein, dass Sie einige – und das wird auch bei mir so sein – Entscheidungen mancher Konzerne oder Menschen nicht nachvollziehen können, aber das hat doch nicht alles mit dem hier geschilderten "Problem" Google+ zu tun. Fakt bleibt aber, dass es anscheinend doch nicht so viele Personen gibt, die dagegen sind, denn ansonsten würden sich die G+ Daten anders entwickeln. G+ wird im kommenden Jahr voraussichtlich Facebook und Twitter in der Gesamtheit überholen. Die Zahlen geben Google recht, Ihr Empfinden mag – und das ist von mir respektiert – ein anderes sein. Bedenken Sie bitte den Unterschied zwischen privater und geschäftlicher Nutzung. Eine geruhsame Zeit und ein erfolgreiches 2014 für Sie.

  • Gerd Dirk Zweäns

    02.01.14 (12:29:56)

    Michael Marheine, das war mehrfach sehr schön aus unternehmerischer Sicht erklärt. Und ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und das auf das private ausweiten. Je weiter Google seine Position ausbaut und je länger es am Markt ist, desto mehr wird es so scheinen als ob es keine ernst zu nehmende Alternative gibt. Doch auch Facebook galt lange Zeit als unangreifbar, oder davor MySpace, oder davor der Internet Explorer, oder davor die Telekom. Doch auch die Titanic galt als unsinkbar. Nur was sie dabei vergessen: Diese Bedeutung gaben ihnen die Menschen. Wir entscheiden ob wir Google-Produkte nutzen oder nicht. Ob wir uns nach Alternativen umschauen oder sogar selbst welche erschaffen. Oder ob wir Google erklären, was uns daran nicht passt. Nur verglichen mit jenen die sich öffentlich in Foren oder auf Blogs oder beim Kommentieren über irgendetwas beschweren sind die ausgefüllten & abgeschickten Feedback-Meldungen fast immer sehr gering. Und das weiß ich aus eigener Erfahrung mit vielen (teils eigenen) Web- und Softwareprojekten. Auch das sollte man bedenken, wenn man dieses Thema aufgreift. Natürlich mag es so scheinen, als ob ein Google-Ranking das wichtigste überhaupt für eine Unternehmenswebseite sei. Doch viel wichtiger ist die Seite selbst. Denn Google ermittelt nur bedingt wie lange der Google-Nutzer auf dem Top-Suchergebnis bleibt oder ob er wegen der schrecklichen Aufmachung der Webseite erstmal einen Kaffee brauchte. Und noch wichtiger wäre dann aus unternehmerischer Sicht wie viel tatsächliches Wirtschafts-Potential so eine Seite hat. Was nutzt es wenn beispielsweise 7 von 10 Webusern Amazon kennen und nutzen, aber 6 von diesen es nur für Preisrecherche und als Kaufentscheidungshilfe nutzen? Dann machen die Buchläden trotzdem noch weit mehr Umsatz als Amazon selbst, da sie 3 von 10 auch tatsächlich abgreifen. Ganz ohne Webseite und ohne Google Ranking. Und so ähnlich ist es auch mit dem kleinen Ladenlokal das Google intensiv nutzt, aber sich am Weihnachtsmarkt-Geschehen vor der Tür nicht beteiligt. Also ist man im Endeffekt nicht auf Google angewiesen, aber Google andersherum kann ohne Kunden nicht existieren. Wie so ziemlich jedes Unternehmen. Von daher finde ich es auch grob fahrlässig, wenn Google seine Vorgehensweisen ungenügend oder gar nicht begründet/kommuniziert. Sie nicht? Aber gerade aus technischer Sicht ist die Zusammenführung der Dienste ein längst überfälliger Schritt gewesen. Das das dem Unternehmen nur Vorteile bringt (weniger Wartungsaufwand) und das wieder rum den Kunden (geringere Ladezeiten) ist mir als Webentwickler durchaus klar. Doch hätte man die Vorteile nicht vor der Zwangszusammenführung besser darstellen/kommunizieren können? Ich denke schon. Was meinen Sie?

  • Michael Marheine

    02.01.14 (13:39:03)

    Klar, ist nicht alles so in Stein gemeisselt, wie ich es schreibe … es gilt nur vieles deutlich zu machen, das funktioniert mit Überzeichnung, wie wir alle wissen. Auch stimme ich Ihnen zu, dass wir Menschen die Richtung vorgeben, wohin die Reise geht. Dabei hilft nur nicht das "Beschimpfen", welches ich in den meisten Posts heraus lese. Der schlimme "G" und was die Datenkrake G" da so alles mit einem macht … das finde ich alles als polterndes Gequatsche. Wie man auch sieht, sind derartige Blogger und Kommentargeber meist nicht an einer Kommunikation interessiert. Sie posten ihr Statement und verfolgen noch nicht einmal die Reaktion. Es ist immer so, wie das auch aus der Geschichte her deutlich wird, es gibt immer die stichelnden Mosere, … aber damals als Google meinte, das Internet komplett kopieren zu wollen und – selbstverständlich zu nutzen, denn es ist ein Unternehmen, welches Gewinne generieren muss – lachten sich alle kaputt, wie das den gehen möge. Auch in den letzten 10 Jahren wurde der Weg schon deutlich aufgezeigt, aber keiner interessierte sich … was will man dann jetzt böse das Wort gegen das Unternehmen erheben. Fassen wir uns doch alle an die eigene Nase und gestehen wir ein, dass wir es uns in den kühnsten Träumen nicht hätten ausmalen können, was heute bereits Fakt ist und wo die Reise hin gehen wird. Wir haben google so gross werden lassen durch unser Nichtstun oder Ignorieren, Nichterkennen … aus unserer Bequemlichkeit heraus. Jetzt werden wir kaum die Hebel haben, dem entgegen zu treten. Ich bin keinesfalls jemand, der die Sache leichtfertig nimmt und sich hier ergeben will. Nur fehlt mir dafür echt die Vision! Vielleicht, wenn alle anderen Konkurrenten gemeinsam ..? Ich sehe da dennoch die fehlende Durchschlagskraft und glaube eher, dass diese Netzwerke nebeneinander bestehen werden, auch wenn sie zukünftig vielleicht durch Käufe zusammenwachsen werden. Schauen wir das in anderen Bereichen an, wie wichtig waren die grossen Werbeagenturen und was hört man heute von ihnen. Gegenseitig in verschiedene Netzwerke eingegliedert worden und letzten Endes läuft jeder verdiente Euro in einen der verbliebenen 3-4 Geldbeutel. Eigentlich besteht zwischen den Blöcken kaum Konkurrenz, wenn ein Etat wechselt, dann wird ein anderer im Gegenzug weitergegeben. Gemeinsam grasen sie alles Rentable ab, warum gegenseitig bekämpfen? Es ändert sich also auch nichts daran, wenn für 10 Jahre Facebook aufkommt, dann für ein paar Jahre Twitter … letzten Endes werden sie in ein grosses Netz fusionieren. Wann? Das steht in den Sternen, aber was sind schon 2-10 Jahre? Bedenken wir die Entwicklungsgeschwindigkeit , die momentan an den tag gelegt wird mit der vor 5 Jahren – eine Explosion! Das Ranking der Webseite ist ein massgebliches Merkmal für den Erfolg einer Seite und der machbaren Umsätze, das wollen Sie bestimmt auch nicht in Frage stellen. Bevor ich nämlich ein Produkt verkaufen kann, muss der digital suchende User (das sind heute fast alle) erst einmal meine Produktseite zu Gesicht bekommen. Wie kommt er da drauf? Eben durch die Suchanfrage in der besagten Suchmaschine. Wenn die Konkurrenz die ersten Positionen belegt, dann ist der User schon so weit informiert, dass er kaum zwei Seiten weiter noch nach anderen Vorschlägen suchen wird. Ergo bekomme ich nur Besucher auf meine Produktseiten, wenn ich auch vorne gelistet werde. Wer listet einen da vorne? Man kann schon etwas dafür tun, aber letzten Endes bewertet das Google. Die Seite – wie Sie schreiben – muss natürlich überzeugen, sonst hilft vorne alles nichts!, Nur ein Produkt zu haben – ein noch so gutes – hilft aber auch nichts, wenn es keiner zu Gesicht bekommt. Jetzt kann man wild herum rennen und Flyer verteilen … die gleiche Menge an Kontakten bekomme ich aber über online schneller und preisgünstiger. Was macht ein Unternehmer? Marketing! Wird er die teurere Variante nutzen, wenn die andere schneller und ressourcenschonender funktioniert? Nein! Also sehe ich rein unternehmerisch gar keine Möglichkeit, dass Google keine werbetreibenden Kunden bekommen könnte. Ich stimme Ihnen vollkommen zu, dass die Kommunikation der nun anstehenden oder bereits vollzogenen Zusammenführungen besser hätte laufen können und müssen. Aus Kommunikationssicht heraus, aber das ist nur eigentlich wieder unsere individuelle Usersicht, oder!? Wir werden halt gerne vorher gefragt! Was hätte sich geändert? Nichts, denn wir können Google nutzen oder es lassen. Wir werden es aber nutzen, eben weil wir entweder keine wirklichen Alternativen mehr haben oder die vorhandenen es auch nicht anders machen werden. Wir können uns entschliessen an allen Fortschritten – alles Zukünftige wird irgendwie mit dem Internet und Netzwerken, Datenversand … gekoppelt sein – nicht mehr teilzunehmen, oder wir müssen Entscheidungspunkte einfach als nicht mehr für uns relevant zu ändern akzeptieren lernen. Manche Unternehmen sind so mächtig geworden oder durch unser Schweigen und Nichthandeln geworden, dass wir es nicht mehr stoppen können. Oder wurden die Benzinpreise billiger, nur weil wir mittlerweile zuhauf Fahrrad fahren, die Bahn und den Bus nutzen, Energie sparen, andere Glühbirnen nutzen … Alles Quatsch, denn die frei werdenden Gelder fliessen dann gleich in die neu entstehende Wirtschaft, weil da halt ein Boom herauf beschworen wird. Visionäre können davon profitieren, wir sind aber als Menschenmasse nur 0,00001% vielleicht solche Visionäre. Google hatte damals Visionäre an der Spitze und geht seinen Weg. Hier sieht man, dass man aus Visionären schnell Scharlatane macht, sobald die Visionäre nicht mehr das tun, was man selber will! Ich respektiere wirklich jede Meinung in diesem Bereich und wir werden sie nicht abschliessend besprechen können! Wir werden sehen müssen!

  • Gerd Dirk Zweäns

    02.01.14 (14:14:04)

    Schön geschrieben, gehe ich so mit. Nur bin ich a) einer von denen die absichtlich Google groß gemacht haben (lieber Google als Microsoft, Facebook, ICQ, Skype, ...) b) deren Philosophie eher unterstützenswert findet als die vieler anderer Unternehmen und c) selbst Visionär ist. Von daher sehe ich selbst Google nicht als unangreifbar an. Auch obwohl ich weiß, dass im Hintergrund wenige die Fäden ziehen und ich also nur die Wahl des geringsten Übels habe, so lange ich das entsprechende Angebot nicht für mich irrelevant mache oder selbst eine Alternative schaffe... Doch denke ich, man muss der Masse auch immer wieder vor Augen führen, dass es ihre Bequemlichkeit und bewußte Ignoranz ist, die Fehlentwicklungen nicht nur ermöglichen sondern quasi erzwingen. Möchte ich ein sinnvolles Produkt zu einem guten Preis anbieten wird gefragt wo der Haken ist - male ich es weiß an und klebe nen angebissenen Apfel drauf und klebe nen überzogenen Preis dran wird es mir aus der Hand gerissen. Selbst wenn es ein Smartphone ist mit dem man nicht mal mehr telefonieren kann. Ergo sehe ich mich aus drei Perspektiven in der Pflicht: aus Nutzer-Sicht weil ich vernünftige Produkte zu fairen Preisen will, aus Unternehmer-Sicht weil ich mit einem guten Gewissen schlafen gehen möchte, ohne befürchten zu müssen, dass der heute Betrogene morgen mein Richter sein könnte und aus Entwickler-Sicht weil es mich unnötig Lebenszeit kostet Produkte ohne Nachhaltigkeit und mit bedingtem Nutzen überhaupt zu bauen. Und doch muss ich Miete zahlen. Und essen. Und ... Also bleibt mir fast nix als gute Produkte zwischen sinnlosen zu verstecken. Oder ? Und geht es Google nicht ähnlich ? Sind also tatsächlich die Gründer die Scharlatane ? Oder nicht eher die Masse, die angeblich nichts vor Geheimdiensten zu verbergen hat aber befürchtet Google könnte mit Streetview einen Sammelkatalog aller deutschen Vorgarten-Gartenzwerge erstellen ? Mir fällt es daher also auch schwer Google-unfreundliches Gemeckere ernst zu nehmen... Aber vielleicht sind wir gar nicht so allein wie gedacht ? Kann ja sein, dass von 10 Leuten 3 dagegen sind, 2 nicht als nicht-dagegen erkannt werden wollen, 1 lieber neutral bleiben will und 4 eigentlich doch dafür sind, von denen aber 2,5 lieber nicht allein vor den 6 "Gegnern" stehen wollen ... ;-) Oder ?

  • Michael Marheine

    02.01.14 (14:49:49)

    Das mögen Sie sehen, wie Se wollen! Jeder hat auch andere Erkenntnisse, so kommen wir auch gelegentlich zu anderen Entschlüssen und das ist gut so. Ich glaube allerdings, dass keiner Google gross gemacht hat, sondern, dass sich viele nicht geschert haben in unserer Welt, was denn das Internet so alles bringen könnte. Diese sehen sich heute fast schon abgekoppelt von der Entwicklung. Das Unternehmen wurde also gross, weil andere nicht die Möglichkeiten sahen. Dieser Erfolg gebührt Google und seinen Machern. Sie haben Chancen erkannt und sich über das Belächelt werden hinweg gesetzt. Bis dann auf einmal Geld damit zu machen war. Dieses verurteilen nun die Personen, welchen es vorher an Fantasie mangelte. Alles gut soweit! Wer Chancen erkennt, soll sie auch – nach langen Jahren Einsatz – auch abernten dürfen! Ich sehe Google halt deshalb momentan als unantastbar, da die Abhängigkeiten heute einzig auf der Seite der Nutzer liegen. Viele wissen noch gar nicht, wie sehr sie von Technik und Online-Diensten, Google-Informationsdiensten etc. abhängig sind. Als Unternehmer, der online sein Glück zumindest zusätzlich zum Offline-Biz suchen muss, gibt es keine Alternative – zumindest aktuell. Sie sehen die Sache wie ich, dass die Öffentlichkeit selber kapieren muss, wie sehr sie für Fehlleitungen selbst verantwortlich waren. Demnach habe ich es nur auch als "unhöflich" moniert, nun auf den bösen "G" zu zeigen und ihn schlecht zu machen. Selber schuld – hätt'ste was dagegen machen können – damals! Heute zu mosern halte ich für unanständig! Sie haben völlig recht mit Ihren drei Sichtweisen. Wer nur an eine Richtung denkt, der wird hier Erfolge vorweisen können, aber die anderen Bereiche werden zu viel Zeit oder Ressourcen verbrennen, also aus unternehmerischer Sicht kein Fortbestehen möglich machen. Irgend etwas ist an jedem Produkt billiger produziert oder hat ein schnelleres Verfallsdatum oder ist gar mangelnder Qualität. Ansonsten würde es sich nicht mehr rechnen. Kein Unternehmer ist dazu da, eine Masse an Klienten freigiebig zu beschenken! So sehe ich auch die Entwicklung im Internet als nun schnell durchzuführen – die Erkenntnis zu schaffen, dass Inhalte im Internet NICHT umsonst sind. Kostenlose eBooks und Artikel werden gerne konsumiert, sollten aber vom Lesenden dazu genutzt werden, endlich selber den Hintern in Bewegung zu setzen. Also als Impulsgeber quasi! Es scheint sich der Eindruck zu halten, online gestellte Inhalte seien ein Selbstbedienungsladen. Wenn jemand kostenlos Infos preis gibt, dann nur so lange, wie er immer noch Aufträge dadurch generiert, die seinen Aufwand zur Texterstellung und Blog-Pflege noch mit finanzieren kann. Nur vom eBook-Schreiben existiert kein Unternehmer – nur vom ebook-Lesen wird keiner die Chance erhalten, seine Ideen umzusetzen. Es sind nur Impulse, dann kommt die Phase des Machens. Machen heisst Investition: Geld oder Zeit – und Zeit ist Geld, denn ich selbst empfinde nichts so wertvoll wie meine investierte Zeit, wenn ich nicht bereit bin, diese zu "opfern", einzubringen, so muss ich jemanden anderen dafür entlohnen. Von alleine tut sich nichts. Ihr Schlussabsatz gefällt mir, denn er zeigt eigentlich das, was ich immer wieder antreffe. Man ist immer solange laut am Schimpfen, bis man Gegenwind bekommt. Wirklich auf die Strasse gehen … ach, das ist so kalt und mühsam … das Nest ist doch so warm … Ich sage noch! Diese Kämpfe werden "wir" nicht aussitzen, denn aussitzen bedeutet zuerst einmal, eine gute Ausgangssituation vorweisen zu können. Sonst sitzt man sich nämlich selber aus *-)

  • Michael

    03.01.14 (13:42:49)

    Wenn Unternehmen groß werden, werden sie es immer zusammen mit Nutzern und Kunden. Das heißt durch eigene gute Arbeit für sie. Ob Nutzer dadurch von Google abhängig werden? Kaum. Wenn sich Google grobe Schnitzer leistet, werden sie wahrscheinlich Nutzer verlieren. Wobei die Monopolsstellung Googles das Unternehmen sicher nicht unbedingt zu Eile hetzt. Ein Nachteil für die Nutzer ist es sicher, dass es keinen weiteren derart gut und umfassend integrierten Informationsvermittler wie Google im Netz gibt. Ein Vorteil aber, dass es überhaupt einen gibt.

  • Michael

    03.01.14 (13:46:55)

    Nachtrag: Eine Abhängigkeit von Google kann es im Netzwerkbereich ohnehin nicht geben, weil es dazu zu viele erfolgreiche Konkurrenten in dem Bereich, nicht nur Facebook gibt. Was ich zum Beispiel für Zeit auf Twitter, Instagram, Pinterest verbringe. Kommt G+ derzeit überhaupt nicht mit.

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer