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16.02.11Leser-Kommentare

Social Gaming: wooga verlässt die VZ-Netzwerke

wooga, Europas führender Anbieter von Social Games, verabschiedet sich mit seinen Spielen von den VZ-Netzwerken und fokussiert sich fortan vollkommen auf Facebook.

 

Vor wenigen Tagen offenbarte eine aktuelle Statistik von Fittkau & Maaß Consulting zum Anteil aktiver Nutzer bei Deutschlands führenden Social Networks, welch enorme Aktivität Facebook-Mitglieder im Vergleich zu den Usern des einstigen Konkurrenten studiVZ an den Tag legen. Nur noch 12,5 Prozent der Anwender mit einem Konto bei studiVZ lassen sich dort mindestens einmal wöchentlich blicken. Bei Facebook ist dieser Wert mehr als fünfmal so hoch.

Wirklich verwundert muss man angesichts dieser Differenz nicht über den jüngsten Schritt des wie studiVZ aus Berlin stammenden Social-Gaming-Anbieters wooga sein, zum 31. März seine drei bei studiVZ, meinVZ und schülerVZ angebotenen Spiele Monster World, Bubble Island und Brain Buddies einzustellen.

Der Grund: wooga, das sich für 2011 zum Ziel gesetzt hat, zu den drei international führenden Anbietern für Spiele bei Social Networks zu gehören, möchte seine Ressourcen vollständig auf Facebook konzentrieren. Mit 16 Millionen aktiven Nutzern hat das Startup, das pikanterweise im selben Bürogebäude eine Etage über der VZ-Gruppe sitzt, bei Facebook fast so viele Anwender, wie die drei VZ-Netzwerke zusammen an registrierten Mitgliedern vermelden.

Hier die interne wooga-Mitteilung im Wortlaut:

wooga hat hohe Ansprüche an seine Spiele und will seinen unseren Usern ein ganz besonderes Spielerlebnis bieten. Alle unsere Spiele: Monster World, Bubble Island und Brain Buddies sind Spiele, die speziell für eine soziale Umgebung, das heißt für soziale Netzwerke entwickelt werden, so dass man mit seinen echten Freunden spielt.

Aufgrund unterschiedlichster technischer Grundlagen, der Netzwerke Facebook und VZ müssen für jedes Spiel immer zwei grundverschiedene Versionen aufrecht erhalten werden. Die Version auf Facebook bietet bereits mehr Features, mehr Interaktionsmöglichkeiten als die VZ-Version. Dies liegt an den vielfältigeren Möglichkeiten, der Offenheit und dem großen Wachstum der Facebook-Plattform. Wir haben festgestellt, dass es für wooga nicht möglich ist zwei Versionen eines Spiels gleichzeitig attraktiv, immer aktuell und fehlerfrei zu halten.

Für eine junge Firma wie wooga ist es wichtig, sich zu fokussieren und sich Ziele für die Zukunft zu setzen. wooga will als Firma aus Deutschland international erfolgreich sein. Wir sind auf Facebook bereits der größte Europäische Social-Game-Anbieter und Nr. 7 weltweit, obwohl unsere internationalen Konkurrenten 10-20 Mal so viele Mitarbeiter haben wie wir. Wir haben uns aus diesem Grund schweren Herzens entschlossen, VZ zu verlasssen. Jede Plattform bringt eigene Bedingungen mit sich, an die das Spiel angepasst werden muss, was einen großen Aufwand bedeutet – jeden Tag.

Wir, die Game-Designer, Game-Artists und Programmierer von wooga entwickeln in Berlin Spiele, die auf der ganzen Welt begeistert gespielt werden. Wir sind sehr glücklich über diesen internationalen Erfolg und basteln mit Blick auf den Fernsehturm schon an neuen Spielen.

Es gibt auf der ganzen Welt begeisterte Fans von Monster World, Bubble Island und Brain Buddies und dem ganz neuen Spiel, das es bei VZ gar nicht gibt: Happy Hospital. Es wird immer wichtiger sich auch über Deutschlands Grenzen hinaus zu vernetzen und auch über unsere Spiele Kontakte mit Menschen auf der ganzen Welt zu knüpfen. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns auf dieser Reise in die weite blaue Welt begleitet…

Kommentare

  • Sabine

    16.02.11 (16:20:54)

    Schade. Die VZ-Netzwerke kämpfen hier mit ihren Strategien, wie zum Beispiel der Kooperation mit Coupies oder VZmobile, gegen Windmühlen. Eigentlich wäre, laut der Aussagen von Wooga, der nächste logische Schritt eine Art Open Graph für StudiVZ und Co., was aber wahrscheinlich nicht so leicht möglich ist...

  • Lothar Gilch

    17.02.11 (07:55:27)

    Wooga kann sicher nicht Marktführer auf dem Gebiet der Spiele in sozialen Netzwerken sein, denn bei so vielen Wartungsarbeiten und bei so vielen Ladefehlern vergeht mirzumindest so langsam die Lust zum spielen. Erst das einstellen auf VZ und dann der Ärger auch bei Facebook. Ich frage mich wofür man da noch bezahlen soll wenn z.B. Monster World doch immer wieder ruckelt und auf Grund von Wartungen nicht spielbar ist.

  • Marc

    21.02.11 (16:07:56)

    StudiVZ ist längst kein Konkurrent mehr.Mittlerweile geht es bei den "Konkurrenten" von Facebook ums blanke Überleben. Nutzer, die es jetzt noch gibt, gilt es zu halten. Neukunden sind schwer zu gewinnen bzw. die Aktvivitätsrate sinkt enorm! Ein Werbeumsatz wie noch vor zwei Jahren ist mit den gleichen Nutzerzahlen in weiter Ferne gerückt.

  • Meik

    16.09.11 (09:39:09)

    Altes Thema. Aber aktuell ist, dass auch Facebook dieser Tatsache erliegen wird. Communitys werden nie von Dauer sein. Erst, wenn sie das Leben wirklich erleichtern und nicht unnütze Unterhaltungen fördern, werden sie bleiben.

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