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12.07.11

Smartphones & Tablets: Wenn ihr nur zehn Apps installieren dürftet...

Smartphone-Nutzern fällt es nicht schwer, ihre Geräte mit unzähligen Apps zu befüllen. Doch was wäre, wenn man nur zehn Anwendungen installieren dürfte? Auf welche fiele die Wahl?

 

Mehr als 60 Applikationen sind im Durchschnitt auf einem mobilen Gerät mit Apples iOS-Betriebssystem (iPhone, iPad, iPod touch) installiert worden. Besitzer von Android-Smartphones laden durchschnittlich 25 Apps herunter. Angesichts des anhaltenden App-Booms ist zu erwarten, dass diese Werte weiter steigen - auch wenn sich die ein oder andere "native" Applikation dank HTML5 mittlerweile auch im mobilen Browser realisieren lässt.

Das enorme Angebot ( über 500.000 iOS-Anwendungen , im Android Market soll es rund 300.000 Apps geben), der kinderleichte Installationsprozess und die durch das Touchdisplay geschaffene intuitive und kurzweilige Bedienung machen die mobilen Software-Pakete fast zwangsläufig für jeden Besitzer eines Smartphones oder Tablets attraktiv.

Das Mobiltelefon stetig mit neuen Applikationen zu füttern, ist also nicht wirklich ein Kunststück. Schwieriger erscheint es, sich zu begrenzen und nur die Apps mit sich herumzuführen, die man tatsächlich regelmäßig und gerne verwendet.

Was wäre, wenn man plötzlich ein völlig neues Smartphone oder Tablet zur Verfügung gestellt bekäme - ohne integrierten App Store, dafür aber mit der Option, zehn beliebige Wunsch-Apps vorab installieren zu können? Welche Programme würde man auswählen?

Ich habe mir über diese Fragen Gedanken gemacht und liste im Folgenden meine zehn Apps auf, die ich wirklich nicht mehr missen möchte - in alphabetischer Reihenfolge und mit einem Schwerpunkt auf iOS, da meine Zusammenstellung auf meiner iPhone- und iPad-Nutzung basiert:

Air Video

Seit langem verwende ich Air Video, um auf meinen heimischen Rechnern lokal gespeicherte Videodateien auf mein iPad zu streamen. Air Video erfordert die Installation einer Clientsoftware (Windows und Mac) auf den PCs, von denen Filmdateien bezogen werden sollen. Das Tool kann diese dann entweder vorab oder bei entsprechender Rechenpower auch in Echtzeit in das von iOS unterstützte Quicktime-Format umwandeln und mittels der App für iPad, iPhone und iPod touch mobil abspielen.

Instapaper

Instapaper bedarf wahrscheinlich keiner Vorstellung mehr: Das Bookmarklet des Webdienstes sitzt in der Favoritenleiste meines Browsers. Stoße ich im Netz auf einen Artikel, den ich später auf dem iPhone oder iPad lesen möchte, speichere ich ihn mit einem Klick in meinem Instapaper-Konto. Über die iPhone- sowie iPad-App kann ich mir den Artikel dann in einem fürs Smartphone bzw. Tablet optimierten Layout zu Gemüte führen - auch offline. Instapaper kostet im App Store 3,99 Euro, eine kostenfreie Alternative ist Read It Later.

Office2

Meine Textverarbeitung wickle ich vollständig über Google Docs ab. Zwar lassen sich Docs seit einiger Zeit auch vom iPhone-/iPad-Safari-Browser aus bearbeiten, aber ich bevorzuge dafür eine native App: Office2 von byte2 . Die Anwendung, die in jeweils einer Fassung für iPhone und iPad angeboten wird, erlaubt das Bearbeiten von bei diversen Cloud-Diensten gehosteten Office-Dateien, u.a. Dropbox und eben Google Docs. Ich weiß nicht, ob Office2 die beste mobile Textverarbeitungs-App für Google Docs ist, aber sie erfüllt ihren Zweck.

Reeder

Reeder ist vermutlich DIE App, die ich von den zehn Stück in dieser Aufzählung genannten zuletzt löschen würde. Das mobile Interface des Google Reader ist zwar gar nicht so schlecht, aber erst mit den schön gestalteten, intuitiven Reeder-Applikationen für iPhone und iPad wird das Monitoring von RSS-Feeds zu einem echten Vergnügen - auch und erst recht, wenn man offline ist (siehe auch).

Shazam

Schon oft hat mir Shazam dabei geholfen, Musik zu identifizieren, die in Geschäften, Bars, Clubs oder anderswo gespielt wurde. Leider begrenzt das Startup aus London seit kurzem die Zahl erfolgreicher Songidentifizierungen mit der kostenfreien iPhone-App auf fünf pro Monat, um User in die Premium-Variante zu locken (die Android-App enthält diese Limitierung nicht). Trotzdem ziehe ich Shazam dem Konkurrenten SoundHound vor, das nach meinen Beobachtungen schlechtere Resultate liefert.

Skype

Skype für's iPhone ist nicht nur meine erste Wahl bei ausgehenden Gesprächen über WLAN (anstelle des Desktop-Clients), sondern beherrscht seit einiger Zeit auch Push-Benachrichtigungen bei eingehenden Gesprächen. Wenn mich jemand aus meiner Kontaktliste oder über meine Berliner SkypeIn-Telefonnummer erreichen will, meldet sich mein iPhone - selbst bei ausgeschalteter Skype-App. Und auch mit UMTS-Gesprächen von unterwegs habe ich bisher in städtischen Gebieten mit guter Netzabdeckung positive Erfahrungen gemacht.

Spotify (simfy)

Angesichts meines gestrigen Artikels über die zunehmende Allgegenwärtigkeit von Musik dank On-Demand-Streaming keine Überraschung: Auf eine mobile App für den Zugriff auf Millionen von Songs möchte ich nicht verzichten. Spotifys App mit integriertem (und wirklich genialem!) Sync-Feature für die lokale Musiksammlung ist hier von der Funktionalität bisher ungeschlagen, im D-A-CH-Raum jedoch nicht verfügbar. Dort würde ich auf simfys iPhone-App ausweichen.

watchlater

Dieser noch junge Dienst aus Deutschland macht für Videos, was Instapaper für Texte ermöglicht: Mit watchlater können Webvideos zum späteren Betrachten auf dem iPad abgelegt werden. Das ist praktisch, wenn man sich nicht ständig durch im Social Web oder per E-Mail herumgeschickte Clips ablenken lassen möchte - auch wenn die App in puncto Design nicht gerade einen Quantensprung darstellt.

WordPress

Die WordPress-App für iPad und iPhone ist nicht perfekt und hat mir auch schonmal einen nachträglich mobil bearbeiteten Artikel zerschossen, eignet sich aber sehr zur Kommentarmoderation von unterwegs. Wer einen WordPress-Blog betreibt und sich im Besitz eines iOS-Gerätes befindet, sollte diese App installieren.

Zattoo HD

Mein Fernsehgerät ist nicht einmal an das Kabelnetz angeschlossen. Und doch möchte ich Zattoos iPad-/iPhone-App nicht mehr missen. Es hat einfach einen besonderen Reiz, auf dem Appel-Tablet in jeder erdenklichen Lage durch - in Deutschland - 40-Kanäle zappen zu können - egal wie man zu der grundsätzlichen Qualität des TV-Angebotes steht. Und wer in der Schweiz lebt oder sich anderweitig Zugang zu der dort angebotenen Premium-Variante verschafft, kann Sender aus allen möglichen europäischen Ländern (unter anderem BBC 1-4 und ITV 1-4) anschauen.

Jetzt die Frage an euch: Wie sehen eure Topp 10 aus? Bitte gebt auch an, auf welche Plattform ihr euch bezieht.

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