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24.10.08

Slug Trends: Was bloggen die Schweizer?

Schweizer Blogosphäre durchleuchtet: Slug sammelt seit Jahren Blog-Artikel Mit einer neuen Funktion werden gebloggte Inhalte miteinander verglichen – und Trends sichtbar.

Immer mehr oder immer weniger: Die Schweizer Blog-Suchmaschine Slug bietet einen neuen Service: Mit der Trend-Funktion lässt sich die Anzahl der Nennungen eines Begriffs auf einem Zeitstrahl anzeigen – und es lässt sich die Häufigkeit von Begriffen miteinander vergleichen.

Offiziell gibt es Slug Trends noch gar nicht. Aber die Seiten sind schon öffentlich zugänglich. Vergleichen lässt sich damit jeder von Slug indexierte Begriff, und das sind einige: "Zur Zeit sind 549694 Artikel, Videos, Podcasts und Bilder im Suchindex enthalten."

Wir haben uns angesehen, über welche Medien, welche Chefredaktoren und welche bekannten Journalisten in der Schweiz gebloggt wurde.

Zuerst fragen wir uns, welche Medien den Bloggern wichtig sind.

Klar, die selbstreferentiellen Blogger reden mal wieder nur über sich selbst. Vielleicht geben Blogger aber auch einfach mehr zu reden als Zeitungen (worüber ich mir Sorgen machen würde, wenn ich eine Zeitung besitzen oder bei einer arbeiten würde). Der Aufschwung am Schluss ist kaum aussagekräftig. Solche Ausschläge kommen in der Regel auch wieder runter.

Wie stehen die Magazine zueinander in der Aufmerksamkeit der Blogger?

Dann die Chefredakteure im Vergleich. NZZ (rot), Weltwoche (schwarz), Blick (grün), Tages-Anzeiger (blau):

Roger Köppel dominiert klar, Bernhard Weissberg bringt es auf einzelne Ausschläge. Warum? Beide bloggen selbst, der eine wöchentlich in seiner Wochenzeitschrift, der andere sporadisch auf seinem Online-Portal. Der schwache Peter Hartmeier und der zurückhaltende Markus Spillmann verblassen dagegen.

Besser lässt man Köppel gegen den heimlichen Chefredaktor aller Ringier-Publikationen antreten, der ist wenigstens ein ernstzunehmender Gegner:

Neben diesen Spielereien gibt es aber auch eindeutige, für alle Blogger nachvollziehbare Aussagen. Wer die Disksussionen in Blogs etwas mitverfolgt hat, wird dieser Grafik nicht widersprechen können:

Aussagekräftig ist das alles nur mit Vorbehalten, aus folgenden Gründen:

     

  1. Es ist mit Auswertungsfehlern zu rechnen, unter anderem, weil, wer nach der Zeitung "Blick" sucht, auch alle anderen Verwendungen des Wortes "Blick" geliefert kriegt.
  2. Der Index funktioniert nur für Wörter mit mindestens vier Buchstaben, was eine unter dem Namen NZZ bekannte Tageszeitung schon mal aus dem Rennen wirft.
  3. Vergleiche sind auf maximal vier Begriffe beschränkt, was eine breitere Auswertung verunmöglicht.
  4. Eine Erwähnung ist noch lange kein Erfolg, sondern gibt höchstens über das Diskussionspotential der betreffenden Marke Auskunft.
  5. Es sind auf slug.ch bei Weitem nicht alle schweizer Blogs gelistet, noch weniger von diesen schreiben überhaupt je über Medien.

Screenshots: slug.ch

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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