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06.01.10Leser-Kommentare

Selbstmarketing: Der Stellenwert einer digitalen Auffindbarkeit

Noch immer haben viele Menschen Bedenken davor, sich im Web auffindbar zu machen. Doch je stärker das Social Web in unseren Alltag integriert ist, desto schädlicher kann es für die eigene Karriere sein, im Netz unsichtbar zu bleiben.

Im Netz sollte man sich finden lassenZwischen den Weihnachts- und Silvesterfeiertagen nutze ich meist die Gelegenheit, mit Menschen unterschiedlichen Alters und variierender beruflicher Situation über die Digitalisierung und ihre Auswirkungen zu sprechen. Dabei geht es mir weniger um das Überzeugen von Kritikern und Skeptikern, sondern mehr darum, deren Argumente und Bedenken zu hören und diese zur Reflexion zu verwenden.

Ein populäres Thema war diesmal die Sichtbarkeit von Personen im Netz. Was für aktive Web-Enthusiasten, Blogger und Online-Networker eine Selbstverständlichkeit ist, führt bei Gelegenheitsnutzern noch immer häufig zu zahlreichen Bedenken. Während sich auf der Stirn die Sorgenfalten abzeichnen, wird vom gläsernen Menschen und vom Verlust der Privatsphäre gesprochen. Oder ein komplettes Desinteresse an der Thematik und ein Unverständnis für das gezeigt, was gerne auch als "Seelen-Striptease" tituliert wird.

Ein Aspekt wird jedoch gerne vergessen: Wer online unsichtbar ist, hat zukünftig im beruflichen Kontext pauschal ausgedrückt schlechtere Karten. Denn er oder sie verpasst dadurch, eine in steigendem Maße vorhandene Erwartungshaltung zu erfüllen.

Von Personen in gewissen Branchen, zum Beispiel Kommunikation, Marketing, Medien, erwarte ich schon heute, bei einer Google-Suche nach ihrem Namen Profile auf Geschäftsnetzwerken, einen Twitter-Account sowie ein Blog zu finden. Tauchen stattdessen lediglich einige unbrauchbare Resultate von Personensuchmaschinen auf, werte ich dies automatisch als negatives Zeichen (nichts gegen Personensuchmaschinen).

Was bedeutet es eigentlich im Kern, wenn ein Mensch, der theoretisch durch seinen Job regelmäßig mit Social Media in Kontakt kommen müsste, in der digitalen Welt nicht existiert? Zwei Ursachen fallen mir ein: Er hat die Tragweite des sozialen Internets nicht begriffen und sich mit diesem Thema nicht näher befasst, oder aber bewusst eine Anti-Haltung eingenommen.

Die Digitalisierung hat eine ähnliche große Bedeutung für die Menschheit wie die Erfindung des Buchdrucks oder die Industrialisierung - wenn nicht eine noch größere. Egal ob sich um eine bewusst eingenommene Protesthaltung oder um pures Desinteresse handelt, das Menschen in den genannten Sektoren Abstand von einer öffentlichen Präsenz in der Online-Welt nehmen lässt, so sieht beides aus professionellen Gesichtspunkten nicht gerade gut aus. Wie will man die Herausforderungen der Digitalisierung im Zusammenhang mit dem eigenen Schaffensbereich meistern, wenn man deren Bedeutung leugnet oder ignoriert?

Es mag sein, dass meine Ansicht progressiver und absoluter ist als die von Entscheidern und Personalern. Dass jedoch eine Sichtbarkeit im Web ein entscheidender Vorteil im Bewerbungspoker sein kann, ist schon heute kein Geheimnis mehr. Je mehr Menschen dies in Zukunft erkennen, desto seltsamer werden die wirken, die sich dem verweigern. Sie werden sich die Frage nach dem "Warum" gefallen lassen müssen, und die Antwortalternativen sind wie eben beschrieben nicht gerade schlagfertig.

Unterschiede zwischen Branchen wird es selbstverständlich weiterhin geben. Die Google-Erwartungshaltung bei einem Werber oder Journalisten wird eine andere sein als die bei einem Handwerker oder einem Tierarzt. Auch Hierarchiestufen haben Einfluss auf die Sichtbarkeit einer Person im Netz. Während Studenten und Berufseinsteiger durch gutes Selbstmarketing ihre Chancen auf einen gelungenen Berufseinstieg signifikant verbessern können, wird niemand verwundert sein, wenn von Managern führender Unternehmen weniger eigenhändig befüllte Social-Web-Präsenzen zu finden sind. Wobei das natürlich nicht heißt, dass dies keine kluge Strategie sein kann.

Im Netz für Auffindbarkeit und Sichtbarkeit zu sorgen, heißt nicht, sein gesamtes Privatleben in die Öffentlichkeit zu kehren. Es bedeutet, das zu publizieren, was die eigenen Stärken, Interessengebiete und Hobbys hervorhebt. Und es bedeutet, die volle Kontrolle darüber zu haben. Privatsphäre heißt im Netz, selbst bestimmen zu können, wann man etwas öffentlich zugänglich machen will und wann nicht. Wer die Kompetenz dafür hat, ist gut gerüstet.

(Foto: stock.xchng)

Kommentare

  • Tadaeus

    06.01.10 (17:42:25)

    Guten Tag Herr Weigert, es ist immer wieder erschreckend zu lesen, was ignorante, in Ihrem Medium versackte Zeitgenossen so alles bloggen und posten. Fühlen Sie sich bitte nicht persönlich angegriffen, jedoch appelliere ich an Ihre Fähigkeiten zu lesen und sich zu informieren, damit Sie nicht wieder einen solchen falschen "Artikel" schreiben. Die digitale Welt ist eine Revolution und bietet viele Chancen, jedoch liegt eben auch hier eine enorme Gefahr für jeden einzelnen, der sich digital bewegt. Sicherlich gehören peinliche Menschen und deren Output zum Alltag, jedoch ist immer Zeit zum umdenken.

  • Tobias

    06.01.10 (18:27:39)

    @Tadaeus Diese "Gefahren" haben sie auch bei ner heissen Herdplatte, wenn Sie drauf greifen sind Sie selber schuld. Ein Medium richtig zu nutzen ist die andere Seite. Ich verstehe das mit den Gefahren ehrlich gesagt nicht wirklich, können Sie mal näher darauf eingehen?

  • Oliver Springer

    06.01.10 (18:47:44)

    Den Aussagen im Artikel stimme ich größtenteils zu. Wer von der digitalen Selbstinszenierung nichts hält, könnte es auf die Formel bringen: Wenn genügend Leute einen Mist mitmachen, muss man selbst auch dabei sein, wenn man keine Nachteile haben will. Ich sehe das ganz anders, meine allerdings: Gerade wenn man sich gut mit dem Internet auskennt und um die (echten, nicht die gehypten) Risiken weiß, hat man sehr gute Argumente, nicht dabei zu sein. Soll heißen: Es gibt auch gute Argumente, sich dem Beschriebenen zu verweigern. Der Gedanke im letzten Absatz ist das Entscheidende, was viele Skeptiker und Kritiker nicht zu verstehen scheinen, obwohl das (zumindest als Alternative zur echten Selbstentblößung) doch auf der Hand liegt. Was man in der Öffentlichkeit sagt, sollte man sich schon überlegen.

  • Jürgen Starek

    06.01.10 (19:07:36)

    Aus der Nicht-Sichtbarkeit eines Menschen kann man keine Rückschlüsse auf seine Interaktionen mit dem ziehen, was man in diesem Kontext vielleicht als "digitale Welt" bezeichnen kann. Natürlich wird man in manchen Berufsgruppen öffentliches Selbstmarketing erwarten, aber viele erfahrene Internetnutzer können auch, statt zeitaufwändig Blogs zu pflegen, im Darknet arbeiten. Wer mit seinen Kollegen (egal ob beruflich oder im Hobbybereich) über nicht-öffentliche Wikis, Google Wave o.ä. zusammenarbeitet, hat sicher ebensoviel Medienkompetenz wie die meisten Blogger, ist aber eben nicht öffentlich sichtbar. Entsprechend sollte sich das Problem, das Sie oben annehmen, eigentlich gar nicht stellen.

  • Christoph Kappes

    06.01.10 (20:27:34)

    Aus meiner Sicht leider etwas komplizierter. Auffindbarkeit ist das eine, da gelten aber die Regeln wie im guten alten Telefonbuch zuvor. Davon zu unterscheiden ist die Preisgabe berufsbezogener von privaten Daten und hier wiederum hängt es von der Führungsebene ab, wie öffentlich man damit umgehen will. Medienkompetenz und -nutzung ist etwas anderes und würde ich nicht nach Branchen, sondern nach Unternehmensfunktionen unterscheiden. Für PR ein Selbstgänger, für Finanzen nicht. Auf allen Ebenen bzw. Achsen gibt es Beispiele, wo entweder restriktiver oder offensiver Umgang richtig ist. Angesichts der Kommunikationsdesaster, die ich bei anderen wahrnehme, würde ich im Zweifel eher restriktiven Umgang anraten. Ausnahme sind natuerlich natural born internet people und die Verlagsbranche, aber über die Konsequenzen lassen Sie uns mal in fuenf Jahren diskutieren ;-).

  • Martin

    06.01.10 (21:23:01)

    Die Frage ist grundsätzlich IMHO nicht, ob, sondern wie man online präsent sein möchte. Ich schätze es entsprechend, wenn ich meine Onlinepräsenz selbst kontrollieren kann oder mir darauf spezialisierte Anbieter bei Bedarf Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Mit Twitter beispielsweise bin ich diesbezüglich sehr zufrieden, während Facebook eine Enttäuschung darstellt. «Grundsätzlich», weil es Ausnahmen gibt – es gibt immer noch Fälle, in denen sich eine Online-Präsenz nicht lohnt, zumindest keine umfassende. Eine umfassende Online-Präsenz ist mit Kosten verbunden, die sich gerade Einzel- oder Kleinunternehmer ohne entsprechende eigene Fähigkeiten häufig nicht leisten können.

  • wolfgang

    06.01.10 (21:46:37)

    Privatsphäre heißt im Netz, selbst bestimmen zu können, wann man etwas öffentlich zugänglich machen will und wann nicht. Genau das fällt aber doch dem ein oder anderem schwer. Wobei ich diese Aktion von Stefan Niggemeier für ziemlich bedenklich halte - egal wie seltsam die Kommentare von Konsti waren.

  • Klaas Kramer

    06.01.10 (22:31:01)

    Die Fähigkeit, sich geschickt im Netz zu bewegen, mit anderen zu interagieren, zusammen zu arbeiten und vor allem resonanzfähig zu kommunizieren -- all das lernen wir doch nur, indem wir es tun; also Mitmachen anstatt nur mit Abstand draufschauen. Die vielbeschworene Wissensgesellschaft lebt doch vom Sich-Informieren, Wissen (mit)teilen und Zusammenarbeiten. Menschen mit genau diesen Fähigkeiten sind gefragt. Wissensarbeit wird ohne Social Media in Zukunft gar nicht mehr möglich sein. Ich verstehe die Kritiker nicht. Sie sind ja schließlich auch aktiv dabei, sonst würden sie auch nicht so (anscheinend) gut informierte Kommentare in Blogs hinterlassen, wie sie fast überall zu finden sind. Übrigens: Resonanzfähige Kommunikation würde ich nicht mit "Selbst-Marketing" gleichsetzen. Damit assoziiere ich eher ein Verständnis des "Ich habe Botschaften zu vermitteln und presse sie in einen Kanal mit möglichst hoher Reichweite". Und eben weil so etwas immer mehr Menschen leid sind, begrüßen sie Social Media.

  • Fragezeichner

    06.01.10 (22:38:10)

    Da eigentlich alle meine Bekannten, die es zu etwas gebracht haben, z.B. im höheren Management bei Google, Microsoft, Deutsche Bank, BMW als Produktmanager, Entwicklungsleiter und selbst Marketing VP - im Netz praktisch unsichtbar sind, könnte ich den diametral entgegengesetzten Schluss ziehen, dass nur die Leute im Web präsent sind, die es anders nicht geschafft haben. Tue ich aber nicht. Die Gründe dafür könnten an der Generation liegen (ich bin 40), an meinem Bekanntenkreis oder auch an mir unbekannten Faktoren, und das mag sich auch in Zukunft ändern. Wäre interessant, mal ein paar harte Fakten zu lesen, als immer nur diese Küchen-Analysen, die mit Links auf kuriose Geschichten gefüttert werden.

  • Klaas Kramer

    06.01.10 (23:01:48)

    @Fragezeichner Bestätige Ihre Analyse. Nur konsequente Konzentration führt zum Erfolg. Und im Netz gibt es wahrlich genug Gelegenheiten zum Ablenken, auch Gelegenheiten, den eigenen Misserfolg nicht wahrhaben zu müssen. Dennoch: "Zusammenarbeiten" im Web 2.0 ist kein hippiesker Ringelpietz, sondern Business. "Social" Media heißt mitnichten, dass sich alle lieb haben. Ich unterstelle es nicht Ihnen, aber in vielen kritischen Kommentaren erweckt sich mir der Verdacht, dass es typisch deutsch ist, das Alte (die ehrenwerten klassischen Medien wie Spiegel, FAZ, ARD und ZDF, der gute alte Werbespot, der Journalist, der noch den Adelsschlag von Henri Nannen persönlich erhalten hat usw.) übermäßig verteidigt wird -- aus purer Angst vor allem Neuen. Vielleicht täusche ich mich aber auch. Ich wage folgende Prognose -- auch ohne Daten zu sammeln, die niemals repräsentativ sein können (jede kommerzielle Studie, die das behauptet, lügt -- Grundlagen empirische Sozialforschung): In spätestens 10 Jahren lässt sich kein Vorstand mehr E-Mails von der Sekretärin ausdrucken und in 15 Jahren sind sie auch alle in die vernetzten Medienrealität integriert. Niemand ist ohne Kommunikationskompetenz nach oben gekommen, denn niemand lässt jemanden ans Ruder, der nicht klar macht, dass er Nutzen stiftet. Bis jetzt ging das ohne Internet. Bald nicht mehr. @Tadaeus Ihre Kritik scheint sich doch nur auf die unterschiedliche Bewertung der Gefahren zu beziehen. Warum soll dann der gesamte Text falsch und der Bezeichnung "Artikel" unwürdig sein?

  • Martin

    06.01.10 (23:16:23)

    In spätestens 10 Jahren lässt sich kein Vorstand mehr E-Mails von der Sekretärin ausdrucken und in 15 Jahren sind sie auch alle in die vernetzten Medienrealität integriert. Ja, durch ihre entsprechenden Mitarbeiter … so wie es schon heute bei CEOs, etc., die online präsent sind, üblicherweise der Fall ist – schlicht aus Zeitgründen …

  • Lars

    06.01.10 (23:23:59)

    Das Problem an diesem Artikel ist, dass Martin sich zu sehr auf die Online - Society - Welt fixiert. Sicherlich ist ein Blog oder ein Twitter-Account wichtig, wenn man einen Beruf in den neuen Medien anstrebt. Jedoch ist in den meisten Berufen, ein eigener Blog o.ä. komplett irrelevant. Was viel mehr zählt sind Qualifikationen, Kontakte, Erfahrung usw.. Oft wird von den Personalern geschaut, ob es etas negatives über einen Bewerber im Netz zu finden ist. Mir wäre es z.B. bei einem Bewerber wichtiger, dass er die Fähigkeit zu differenzieren besitzt, als bloße Selbstdarstellung.

  • Klaas Kramer

    06.01.10 (23:25:12)

    Heute ist das so. Aber morgen: Online sein ist keine Zeitverschwendung, sondern online wird effizienter und wirksamer kommuniziert (=gearbeitet =gemanagt). Ein "Profil haben" ist doch nicht das, was vernetztes Arbeiten ausmachen wird. @Lars auch da sehe ich die Entwicklung aber hingehen. Ob die Tools dann noch als Blog bezeichnet werden oder Twitter heißen, spielt keine Rolle. Kontakte und Erfahrungen -- genau das ist es doch. Was (zumindest wir hier) machen, das ist kein Hobby.

  • Martin Weigert

    07.01.10 (09:27:43)

    Hier geht's ja rund. Um es aber noch einmal ganz simpel darzustellen: Zwei Personen/Bewerber mit ähnlicher fachlicher und charakterlicher Eignung. Der eine bei Google durch Blogs, Twitter, Xing, LinkedIn etc gut positioniert, der an nicht existent. Welcher der beiden würde in den meisten Branchen automatisch für einen Personaler/zukünftigen Geschäftspartner interessanter, da transparenter sein? Wenn der Personaler/Geschäftspartner nicht gerade selbst zur Anti-Fraktion gehört (die stetig kleiner werden wird), dann liegt die Antwort auf der Hand.

  • Heide Liebmann

    07.01.10 (10:04:15)

    Ich nutze das Social Web auch schon seit vielen Jahren und stimme mit der Analyse überein, dass man sich in vielen Berufen zunehmend selbst ins Aus schießt, wenn man hier keine Kompetenz zeigt. Ich unterschreibe auch die Aussage, dass jeder es selbst steuern kann - und muss! - was im Netz über ihn zu finden ist. Dabei unterscheide ich zwischen "privat" = das geht niemand etwas an - und persönlich = das erlaubt anderen, zu mir in Beziehung zu gehen. Damit fahre ich insgesamt ganz gut, wenn es um das Thema Selbstmarketing geht. Allerdings sehe ich auch die Kehrseite der Medaille: Mir und vielen meiner Bekannten macht vor allen Dingen das Thema Datenschutz zunehmend Sorgen. G**gle speichert Daten ohne Ende, und ich weiß nicht so recht, ob ich darauf vertrauen kann, dass wirklich alles von der Servern gelöscht wird, was ich da nicht mehr haben will. Natürlich hinterlasse ich über die Jahre viele, viele Spuren im Netz - ein Freudenfest für Datenprofiler. Man muss nicht all zu viel Fantasie aufwenden, um auch etwas finsterere Szenarien für denkbar zu halten ... Daher singe ich zwar weiterhin das Halleluja der sozialen Medien, wenn es um beruflich relevante Themen und Selbstmarketing geht, und natürlich lebt das soziale Web eben davon, sich als Persönlichkeit zu zeigen. Gleichzeitig rate ich aber dringend zu kritischer Distanz. Auch hier sollten wir unser Handeln immer wieder hinterfragen. Medienkompetenz drückt sich auch darin aus, dass man selbst die Medien steuert, aber nicht die Kontrolle abgibt.

  • cj

    07.01.10 (11:55:17)

    Hi, ich sehe es ähnlich wie Martin. Eine konkrete Gefahr sehe ich auch nicht, wenn man seinen beruflichen Werdegang auf Seiten wie Xing angibt. Natürlich ist das Unbehagen manchmal dabei, weil es immer die Gefahr gibt, dass Missbrauch, auf welche Art und Weise auch immer, betrieben wird. Aber es gibt immer 2 Seiten (Feuer kann einen wärmen oder verbrennen, Wasser kann den Durst löschen man kann darin ertrinken). Man muss eben wissen, wie man besimmte nutzt und was man vermeidet, kurz: Man muss wissen was man tut. @Fragezeichner: Bin jetzt neugierig und beeindruckt, waren Sie auf einer "Eliteuni" oder woher kennt man soviele Leute, die es "zu etwas gebracht haben"? EDIT: Was meine Vorrednerin sagt, ist natürlich ein Aspekt, der das unterstreicht: Man muss wissen was man tut. Gerade Google macht mir Sorgen. Aber noch mehr Sorgen machen mir die Leute, die ungesehen und ohne Sinn und Verstand alles von Google nutzen müssen, die "alles" tun um auch ja eine Google Wave oder Gmail Einladung zu erhalten und für die das Google Handy alles bisher dagewesene in den Schatten stellt.

  • Lars

    07.01.10 (12:28:30)

    @Martin Bei zwei gleichwertigen Bewerbern wäre der "Nasenfaktor" immer noch entscheidender als die Positionierung im Web.

  • Martin Weigert

    07.01.10 (12:38:51)

    Die Positionierung im Web kann auf jeden Fall unterstützend wirken. Und die fehlende Positionierung im Web in immer mehr Branchen nachteilig sein. Nichts anderes behaupte ich.

  • Dominic

    07.01.10 (13:56:48)

    Ich würde als angenommener Personalchef das Web im Vorfeld einer Bewerbung, über welche ich zu entscheiden habe, eher dazu nutzen, um potenzielle "faule Eier" auszusortieren, sofern sich Hinweise darauf finden lassen. Eine übermässige Präsenz im "social web" hingegen würde mich nicht zwangsläufig von der Medienkompetenz des Bewerbers überzeugen, weil zum einen nicht wirklich viel dazu gehört, vorgefertigte Eingabemasken auszufüllen, zum anderen aber - und das wäre fallweise wirklich wichtig - es auf ein möglicherweise mangeldes Datensicherheitsbewusstsein hinweist. Denn wer so freimütig sensible Daten über mehrere kommerzielle Anbieter verteilt, die sich vorbehalten, ihre AGB auch gern mal über Nacht zum Nachteil ihrer User zu ändern, der gibt vielleicht auch mal etwas Firmeninternes dort preis. Das ist dann weniger in "meinem" Interesse, als die Frage, ob er sein Privatleben online transparent gestaltet. Ob er im Sinne der Firmenpolitik über die hinreichende - auch Medien- - Kompetenz verfügt, wird sich dann schon in einem persönlichen Gespräch zeigen, im Zweifel spätestens in der Probezeit.

  • Martin

    07.01.10 (14:02:15)

    Ich würde als angenommener Personalchef das Web im Vorfeld einer Bewerbung, über welche ich zu entscheiden habe, eher dazu nutzen, um potenzielle “faule Eier” auszusortieren, sofern sich Hinweise darauf finden lassen. Genauso funktioniert die Selektion üblicherweise in der Praxis. Man kann auch zu aktiv sein – da stellt sich dann die Frage, wann überhaupt noch gearbeitet wird. Oder man kann zu viele Informationen veröffentlichen – gerade bei Facebook weiss ich über viele Kontakte inzwischen mehr, als ich jemals wissen wollte.

  • Martin Weigert

    07.01.10 (14:03:39)

    Denn wer so freimütig sensible Daten über mehrere kommerzielle Anbieter verteilt, die sich vorbehalten, ihre AGB auch gern mal über Nacht zum Nachteil ihrer User zu ändern, der gibt vielleicht auch mal etwas Firmeninternes dort preis. Wir sprechen hier doch gar nicht über "sensible Daten". Und nur weil jemand über seine Stärken offen im Web schreibt, heißt das lange nicht, dass er deshalb eher Firmeninterna preisgeben würde. Das hat mit persönlichen Werten zu tun, von denen sich wiederum ein Personaler einen ersten Überblick verschaffen kann, wenn ein Kandidat im Netz einen deutlichen Fußabdruck hinterlassen hat. Im Gegensatz zu dem verschlossenen Geheimniskrämer, der sein wahres Ich womöglich erst zeigt, nachdem er bereits angestellt wurde.

  • Klaas Kramer

    07.01.10 (14:06:17)

    Nicht die digitale Auffindbarkeit an sich ist ein Vorteil, sondern welche Datenspuren ein Mensch hinterlässt und auf welches Kommunikationsverhalten das schließen lässt.

  • joki

    07.01.10 (14:13:51)

    Auch interessant in diesem Zusammenhang: Soziale Netzwerke als Produktivitätsgefahr in Unternehmen -http://bit.ly/H7i0n

  • joki

    07.01.10 (14:14:31)

    Auch interessant in diesem Zusammenhang: Soziale Netzwerke als Produktivitätsgefahr in Unternehmen http://bit.ly/H7i0n

  • Lars

    07.01.10 (14:37:30)

    @Martin Du bist doch das beste Beispiel, warum eine hohe Aktivität im Social Web, auf eine niedrigere Produktivität am Arbeitsplatz schließen könnte: Während der Arbeitszeit sitzt du da und chattest mit deinen Lesern im Blog.

  • Dominic

    07.01.10 (14:43:03)

    Wir sprechen hier doch gar nicht über “sensible Daten”. Wo fangen denn deiner Meinung nach "sensible Daten" an? Ich finde, alle Daten, die Rückschlüsse auf meine Persönlichkeit und/oder meine Lebenssituation zulassen, sind schon sensibel. Und dabei ist die möglicherweise kommerzielle Auswertung/Verwendung zu personalisierten Werbezwecken noch das geringste vorstellbare Übel.

  • Martin Weigert

    07.01.10 (14:48:35)

    @ Lars Und dennoch behaupte ich, sehr produktiv zu sein. Oder gerade deshalb :) Produktivität lässt sich nicht in eine 9 to 5 Schablone pressen. Ich arbeite womöglich, wenn andere vorm Fernseher sitzen und sich berieseln lassen. Denk mal drüber nach. @ Dominic Definitionsfrage. Ich bezeichne nur das als "sensibel", was mir nachhaltig schaden kann. Die Möglichkeit zum Rückschluss auf meine Persönlichkeit oder Lebenssituation bezeichne ich für mich nicht als sensible - geht ja gar nicht, immerhin publiziere ich das ja bewusst. Es gehört doch zu mir.

  • Lars

    07.01.10 (15:02:40)

    Kann aber auch ein Zeichen dafür sein, dass du während der Arbeitszeit mit den Gedanken ganz woander bist. Viele Personaler würden diesen Aspekt negativ sehen, wenn sie deinen Namen googeln.

  • Dominic

    07.01.10 (15:33:13)

    @Martin Der Punkt ist, du kannst im Vorfeld nicht sagen, welche Informationen dir einmal schaden könnten. Das hängt ja sehr von dem ab, der dir nachforscht und dessen Interessenlage. Ein paar Beispiele: Berichte über deinen letzten Winterurlaub incl. deine lebhaft geschilderte Neigung zu riskanten Sportarten könnten für deine Versicherer interessant sein. Urlaubsberichte überhaupt lassen in gewisser Weise Rückschlüsse darauf zu, ob du eher zum Prekariat (Mallorca/Ballermann,Pattaya) oder gar zur "besseren Gesellschaft" (Tegernsee,Davos) gehörst. Dazu noch deine Anschrift mitgeliefert, bietet sich via g00gle Strip^WStreetView ein recht genauer Einblick in deine finanzielle Situation (man muss nicht immer vom schlimmsten dabei ausgehen, das ist primär immer für Leute interessant, die dir etwas verkaufen wollen). Wenn du beruflich oder privat "etwas zu verlieren" hast, sei es richtig viel Geld oder eine gut dotierte Position, dann ist praktisch jede Information über dich für irgendjemand von Interesse, der es darauf abgesehen hat. Gerade im "business-is-war"-Umfeld werden potenziell kompromittierende Details immer gern genommen, von einer politischen Karriere ganz zu schweigen. Wenn allerdings nichts davon auf dich zutrifft und du das auch für dein restliches Lebens ausschliessen kannst, dann mag dir das alles egal sein. Dann fängt "sensible Daten" wahrscheinlich erst beim PW fürs Onlinebanking in Verbindung mit einer gültigen TAN oder sonstwo kurz vorm finanziellen GAU an. ;)

  • Thomas K.

    07.01.10 (17:32:19)

    Ich teile Ihre Ansicht nicht Herr Weigert. Ich bin Web-Enthusiast, Blogger und Online-Networker, achte aber sehr genau darauf, dass bestimmte Gedanken nur einen sehr begrenzten Kreis von Personen erreichen. Ich kenne viele Kollegen, die Angst haben online einzugestehen, dass sie gern mal die Unterschichtenformate auf RTL schauen. Auch über Politik, ein sehr spannendes und interessantes Thema meiner Ansicht nach, sollte man sich tunlichst nicht öffentlich äußern. Wenn sie LINKE wählen und ihr möglicher Vorgesetzter FDP kann Ihnen das schnell Probleme einbringen. Auch wenn es rein gar nichts mit dem eigentlichen Job zu tun hat. Den letzten Absatz hätte ich gern weiter oben gesehen. Insgesamt erdings kein geglückter Artikel.

  • Martin Weigert

    07.01.10 (17:53:19)

    @ Lars Das mag sein. Aber das Ganze ist doch keine Einbahnstraße. Ich bin nicht der einzige, der nicht für ein Unternehmen arbeiten wollen würde, das einen in ein zeitliches Korsett steckt und keinen Freiraum und keine Möglichkeit zur individuellen Zeitplanung (im Rahmen der Deadline(s) natürlich) einräumt. Die Sichtweise, ein Mensch sei eine Maschine, die am besten arbeitet, wenn sie 8-10 Stunden am Tag ununterbrochen ackert, ohne dabei Luft zum Atmen zu haben, ist meines Erachtens nach von gestern. @ Dominic Blauäugig sollte niemand sein. Und einen gewissen Schutz der Privatsphäre halte ich auch für notwendig. Das schließt aber eine gute Auffindbarkeit und Sichtbarkeit im Netz nicht aus. @ Thomas K. Da muss ich die Rückfragen stellen: Wollen Sie für einen solchen Arbeitgeber arbeiten? Was ich damit sagen will: Es geht im Leben nicht nur darum, es um jeden Preis einem zukünftigen, potenziellen Arbeitgeber recht zu machen. Gleichzeitig ist natürlich ein gesamtgesellschaftlicher Wandel notwendig, was die Sichtweise auf die von Ihnen gebrachten Beispiele (oder z.b. auf die gern zitierten "Saufbilder") betrifft. Wir werden transparenter (selbst die, die es selbst nicht forcieren), und früher oder später werden von hohen Managern oder Politikern Fotos oder Videos aus grauer Vorzeit auftauchen, die sie in sehr unvorteilhaften Situationen zeigen. Nach und nach wird dies in der Gesellschaft akzeptierter werden. Der Weg dahin ist lang und steinig, und es wird Opfer geben. Aber ich bin überzeugt davon, dass sich der Umgang mit dieser Thematik ändern wird. Aber noch mal: Ein Chef, der Sie wegen Ihrer politischen Ansicht benachteiligen würde, ist ohnehin kein guter Chef und wahrscheinlich keiner, unter dem Sie sich wohlfühlen würden.

  • Tim Krischak

    07.01.10 (18:16:54)

    Als Personalchef wäre für mich weniger interessant zu erfahren wo ein bestimmter Nutzer ein Profil o.ä. hinterlegt hat. Spannender fände ich was derjenige inhaltlich zum fachlichen Diskurs - der in bestimmten Branchen im Social Web geführt wird - seiner Profession beizutragen hat. An dieser Stelle bietet Social Media nicht nur die Möglichkeit die eigene Fachkompetenz darzustellen, sondern vor allem auch die Chance vom Wissen anderer zu profitieren, indem man voneinander lernt. Wer sich aktiv in diesen Wissensnetzwerken bewegt und dort sichtbar ist demonstriert nicht nur Fachkompetenz, sondern auch Neugier, Interesse und Lernbereitschaft. Das seine eigene "Persona" im Netz ein "must have" ist, so wie Martin es in seinem Artikel darstellt sehe, ich nicht so. Wer jedoch positiv auffällt kann davon profitieren (nice to have). Mit Sicherheit wird die Online-Identität für bestimmte Branchen, Berufsbereiche und Arbeitsformen zunehmend wichtiger werden.

  • Martin

    07.01.10 (18:37:33)

    Die Sichtweise, ein Mensch sei eine Maschine, die am besten arbeitet, wenn sie 8-10 Stunden am Tag ununterbrochen ackert, ohne dabei Luft zum Atmen zu haben, ist meines Erachtens nach von gestern. Diese Sichtweise ist zeitlos – es sei denn, die betreffenden Arbeitnehmer sind verhandlungsmächtig genug um bessere Arbeitsbedingungen zu erstreiten. Das ist mittlerweile immer weniger der Fall.

  • Lars

    07.01.10 (19:12:24)

    Und in den meisten nimmt sich der Arbeitnehmer die "Luft zum Atmen" einfach selbst. Nervöses Zucken mit der Maus ist dann meist die Folge, wenn der Chef mal ins Büro kommt.

  • Andre

    07.01.10 (19:39:18)

    Genau mein Reden und die Diskussionen kenne ich nur allzu gut. Sie beginnen bei mir oft mit den Worten "Ich habe dich neulich mal gegoogelt..."

  • Andreas Köster

    07.01.10 (22:29:11)

    Ich stimme dem Autor zu: Ob man es nun gut findet oder nicht - es ist wichtig im Netz zu existieren, da sehr viele Menschen dort sehr viel Zeit verbringen.

  • Peggy

    08.01.10 (08:09:25)

    @artin "Um es aber noch einmal ganz simpel darzustellen:" Wir sind doch nicht blöd? Vielleicht sind ja manche Artikel von Euch wirklich nicht der Hammer. Meine Meinung zum Thema: Warum soll man denn nicht im Web gefunden werden? Wenn jener ein peinliches Foto einstellt oder über sich schreibt, dann will er doch auch, dass andere dies lesen oder sehen. Ihr schreibt doch auch bewußt mit Keywords, sprechender URL und aktuelle Themen Eure Beiträge, damit Google Euch findet. Also veranstaltet Ihr das bewußt. Sowie andere auch. Wer im Leben eine gewisse Position hat, wird auch niemals ein peinliches Foto einstellen. Und wenn doch - na und?! Ist auch immer eine Tolleranz der Menschheit einzugestehen, dass auch Vorstandsvorsitzende mal einen über den Durst trinken. Was solls, wenn sie ihren Job richtig machen. Wenn ich in der Öffentlichkeit saufe, siehts doch auch jeder der zu diesem Zeitpunkt in der Kneipe ist. Diese ganze Debatte nervt. jedenfalls habe ich noch keinen getroffen, der Bedenken hat. Eher Bedenken, dass bessere Beiträge geschrieben werden. Amen ;-)

  • Albert Pusch

    08.01.10 (10:27:18)

    Vorteile hin, Nachteile her... langweilig Wir haben zu viele "Meiers und Müllers" Ein großes Problem für Menschen mit sehr häufig vorkommenden Namen ist, dass sie in der Masse an Informationen untergehen. Sie haben so kaum eine Möglichkeit sich entsprechend zu positionieren. Die Sichtbarkeit lässt sich dann aber am besten durch eine zentrale Website (Blog) schaffen. Dort kann man seine Artikel, Bilder, Projekte und Success-Stories veröffentlichen und via Signatur darauf verweisen. Bilder im Web lassen sich "bedingt" steuern... In den Profilen ist es relativ leicht, bei Google dauerts ein wenig, aber es geht auch. Und ja, natürlich ist es wichtig in welchem Biz man arbeitet. Für Medienhäuser, Verlage und alles Online ist es schon sehr bedeutend. Aber sind die Personaler wirklich schon so weit vorne, dass sie Twitter, FB und Google nutzen können um neue Mitarbeiter zu finden und zu tracken - Wie ist die Medienkompetenz in HR?

  • Martin Weigert

    08.01.10 (11:23:43)

    @ Albert Pusch Der kleinste gemeinsame Nenner bei Personalern dürfte wohl die Fähigkeit sein, den Namen eines Bewerbers bei Google einzugeben, nach ihm oder ihr zu suchen und auf die Resultate zu klicken. Man sollte zumindest davon ausgehen, dass Personaler nicht ganz hinterm Mond leben, was das Thema Onlinerecherche und Social Web betrifft. Der in meinem Post verlinkte FAZ-Artikel bestätigt das auch.

  • BrandNewWelt

    08.01.10 (12:51:20)

    .. auch ich finde, dass das selbstreferentielle Kommentieren bei netzwertig, das bei einigen Schleimern doch stark an das ich-zeig-auch-auf aus der 3.ten Klasse erinnert - heute zum guten Ton gehört. Durfte selbst schonmal einem Web-Workshop beiwohnen, wo ein selbsternannter Spezialist ( eines der weltweit größten Netzwerke ) den anderen Halbwissenden seinen Leumund dadurch bewies, dass er einen Twitter-Account mit 444 Spambotfollowern und ein Fach-Blog hatte, dass in 2 Jahren soviele Leser und Kommentare hatte, wie meins in einer Woche .... jus ma .02$

  • Oliver Springer

    08.01.10 (13:41:59)

    So viele Kommentare, aber die Diskussion läuft etwas am eigentlichen Thema vorbei. So wie ich Martins Artikel verstehe, geht es um die Auffindbar für im weitesten Sinne geschäftliche und professionelle Belange, wozu natürlich als ein wichtiger Fall auch die Jobsuche zählt. Im Internet nicht auffindbar zu sein, ist fast so, als ob man bei einer Bewerbung seine Telefonnummer nicht angeben würde. Und zu einer geschäftlichen Besprechung sollte man einen Satz Visitenkarten mitnehmen. Früher gab es bei einigen großen Webhostern mal Pakete, die Namen wie "Web Visitenkarte" trugen. Es geht doch nicht darum, die ganze Welt mit seinen Urlaubsfotos oder privaten Erlebnissen zu beglücken, das ist ein ganz anderes Thema. Wichtig ist dagegen, Präsenz zu zeigen. Zu zeigen, wofür man steht. Und Referenzen. Die Gefahren, die durch Preisgabe der falschen Daten im Social Web entstehen, werden noch enorm unterschätzt. Das ist ein wichtiges Thema - geht aber am Kern des Artikels vorbei!

  • Martin Weigert

    08.01.10 (18:20:08)

    Danke Oliver ;)

  • Sascha

    09.01.10 (15:45:20)

    Anders als uns dieser völlig unsachliche und polemische Artikel Glauben machen will (bitte nicht persönlich nehmen, Herr Weigert), gibt es auch beim Thema "persönliche Onlinereferenz" mal wieder kein Schwarz und kein Weiß. Wie so oft im Leben. Als Personaler kann für mich sowohl eine starke Onlinepräsenz, als auch eine völlige Abstinenz in Social Networks, Blogs, etc. auf eine fundierte Medienkompetenz in Sachen Internet hinweisen. Letztlich wird hier wohl nur ein persönliches Gespräch und die Berücksichtigung der Gesamtpräsenz des Bewerbers Klarheit schaffen und mir die Möglichkeit geben, zu erfahren, aus welchen Gründen ein Bewerber online präsent ist - oder eben nicht. Wer sich aber gerne potenzielle Hochkaräter aufgrund der fehlenden Online-Reputation entgehen lässt, bitte sehr :-)

  • Martin Weigert

    09.01.10 (16:51:54)

    @ Sascha Zitat aus meinem Artikel: Zwei Ursachen fallen mir ein: Er hat die Tragweite des sozialen Internets nicht begriffen und sich mit diesem Thema nicht näher befasst, oder aber bewusst eine Anti-Haltung eingenommen. Ich finde, auch einem fachlichen Hochkaräter steht dies nicht gut zu Gesicht. Überhaupt wird man sich in Zukunft fragen müssen, ob nicht ein versierter und sichtbarer Umgang mit dem Social Web zum Grundwerkzeug eines jeden Spezialisten gehören sollte. Ich denke, ja.

  • Dominic

    09.01.10 (18:03:40)

    Ich finde, auch einem fachlichen Hochkaräter steht dies [bewusste Anti-Haltung zu social web Diensten] nicht gut zu Gesicht. Überhaupt wird man sich in Zukunft fragen müssen, ob nicht ein versierter und sichtbarer Umgang mit dem Social Web zum Grundwerkzeug eines jeden Spezialisten gehören sollte. Ich denke, ja. Du glaubst das wirklich? Das erinnert mich jetzt ein wenig an Leute, die intensiv MySpace nutzen und meinen, wer oder was dort kein Profil hat, existiert gar nicht. Und dabei assoziieren sie das "Internet" lediglich mit dem WWW, also nur einem recht "neuen" von mehreren Protokollen des Netzes. Eine klassische Nabelschau: die Welt, die ich kenne (resp. benutze), ist die einzig relevante. Ich sage es noch einmal. Es ist weder ein Zeugnis von "Medienkompetenz", noch deutet es auf eine andere Qualifikation hin, wenn man vorgefertigte Eingabemasken auszufüllen vermag. Als Mitglied von FB & Co. ist man in erster Linie Nutzer eines kommerziellen Dienstes und man bezahlt auch einen Preis dafür. Was für eine Kompetenz drückt sich in der Fähigkeit aus, ein einfacher Nutzer auf einer beliebigen kommerziellen Plattform zu sein? Ich meine gar keine. Im Gegenteil: Wenn man es vermag, sich die Vorteile und Qualitäten des (gesamten) Netzes zu erschliessen; sich hochgradig und effizient zu vernetzen und trotzdem weitgehend "unsichtbar" zu bleiben, dann stellt das eine wesentlich höhere Kompetenz heraus. Die kann dann allerdings auch nur innerhalb einer persönlichen Kontaktaufnahme ergründet und erschlossen werden. Deine Sichtweise sei dir belassen, nur finde ich sie etwas zu kurz gefasst. Wenn die Zukunft tatsächlich so aussieht, dass ein RL-Profil in FB, Xing und Twitter zum must have wird, dann - würde ich sagen - sind wir gescheitert. Dann hat sich der Kommerz erfolgreich im Netz durchgesetzt und die Menschen werden nur noch lernen, irgendwelche vorgefertigten Eingabemasken auszufüllen, anstatt die vielfältigen Möglichkeiten kommunikativer Vernetzung, die das Internet frei und offen für jeden zur Verfügung stellt, zu verstehen und zu nutzen. In meinen Augen ist das eine Horror-Vision...

  • Martin Weigert

    09.01.10 (19:10:25)

    Es geht nicht um die Profile als solches, sondern um das, was man im Netz (kontinuierlich) publiziert und wie man sich darstellt! Könntest du darauf nicht auch selbst kommen?!

  • Dominic

    09.01.10 (20:41:52)

    Es geht nicht um die Profile als solches, sondern um das, was man im Netz (kontinuierlich) publiziert und wie man sich darstellt! Könntest du darauf nicht auch selbst kommen?! Wie du es meinst, verstehe ich wohl. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass der hier mehrfach angeführte Personaler -zig Tausende von Blogposts, Kommentaren und Forenbeiträgen aufmerksam liest, verlinkte Kontakte abruft usw, um sich ein umfassendes Bild über jeden Bewerber zu bilden. Das geschieht heute nicht und das geschieht wahrscheinlich auch in Zukunft nicht. Professionelle Headhunter sind auf solche Quellen weder aus - noch angewiesen, und der o.g. Personaler wird bis auf weiteres nur sehr oberflächlich (Zeit ist auch bei dem Geld) nach diversen "Auffällkigkeiten" suchen. Du kannst den Aktivitäten im Web 2.x so viel Bedeutung beimessen, wie du willst. De facto reicht sie aber kaum über den Kontext, in welchem sie stattfindet, hinaus (von primären Publikationsformen wie Blogs mal abgesehen, die in seltenen Fällen einen höheren impact errreichen). Erinnere dich nur einmal an die Wahl-Prognosen im Web, nach denen die Piratenpartei haushoch alle anderen hinter sich gelassen hätte. Am Stichtag hat es zwar zu beachtlichen 2% gereicht - gegenüber den ~80% (bei xing) jedoch ein etwas ernüchterndes Ergebnis. Ich glaube nach wie vor, dass du diesen Bereich in seiner Aussenwirkung etwas überschätzt. Nur weil man täglich postet, bloggt und twittert, heisst das nicht, dass es zwangsläufig auch jeden interessiert, der nicht unmittelbar daran beteiligt ist. Oder anders ausgedrückt: Damit einer Stunden(!) seiner Zeit dafür opfert, um sich intensiv mit deiner Web-History auseinanderzusetzen (muss er ja, wenn er sich so ein detailiertes Bild aus dem Wust von Informationen machen will), dann muss der bereits schon ein starkes Interesse an deiner Person mitbringen. Dafuer wären dann wieder verschiedene Gründe denkbar, aber ob es schon bei einer x-beliebigen Bewerbung der Fall ist? Wohl eher nicht.

  • Lars

    10.01.10 (01:23:54)

    Mir stellt sich auch die Frage, wenn jeder Spezialist irgendetwas im Internet publizieren soll, wer soll den ganzen Output eigentlich jemals lesen? Allein in Deutschland gibt es 20 Mio. sozialversicherungspflichtige Stellen. Gehen wir mal konservativ davon aus, dass 10% zu den Top-Spezialisten gehören. Wer in Gottes Namen soll jemals 2 Mio. Blogs lesen? Was dabei rauskommt, wenn sich jeder wie ein waschechter Profi fühlt, sieht man in diesem Artikel. Und eins steht fest: Qualität setzt sich durch. Ich bin der festen Überzeugung, dass auch aus der Masse der Blog-Blender sich langfristig die Spreu vom Weizen trennen wird. Ähnlich wie bei den Internet-Start-Ups.

  • Martin Weigert

    10.01.10 (10:52:08)

    Lars, ich lese/überfliege/folge mehreren Hundert Blogs und Personen bei Twitter. Aus neugier, und weil man immer Neues lernt. Wenn das nur 100.000 Menschen machen, sind diese zwei Millionen bereits abgedeckt. Schade, dass du dir das nicht selbst ausmalen kannst. Hauptsache, schnell einen anonymen Kommentar verfassen, ohne vorab darüber nachzudenken, was du eigentlich schreibst. Statt dass du die Gelegenheit nutzt und was Positives für deine Persönlichkeit im Web tust... Zwei aktuelle und teilweise zum Thema passende Artikel (die zeigen, dass die Gesamtthematik sehr aktuell ist). Spiegel Titel 11.01.2009: Ende der Privatheit ReadWriteWeb 09.01.2009: Facebook's Zuckerberg Says The Age of Privacy is Over @ Dominic Nein es interessiert sicher nicht jeden. Aber Personaler, zukünftige Geschäftspartner etc. vielleicht schon. Diese Chance sollte man sich nicht entgehen lassen, denke ich.

  • gulp

    10.01.10 (12:06:09)

    ganz ehrlich ... es geht grundsäzlich niemanden an ob ich im netz bin und ob ich mich dort öffentlich mache... die meinung des artikelerstellers ist ja dermassen oberflächlich das alles zu spät ist ^^ keine webpräsenz zu haben ist negativ... ^^ so einen hirngulli hab ich lang nicht mehr gelesen... in zukunft soll wohl jeder inklusive jugendliche sich öffentlich ins netz stellen oder ? damit pädophile und sonstige subjecte einen schönen katalog haben um sich ihre zukünftigen opfer bequem aussuchen zu können... der artikelersteller sollte einen lebenslangen bann bekommen fürs inet... ich bin stolz darauf in keinem socialnetzwerk zu sein und lache öfters die user aus die sich auf solchen netzwerken präsentieren obwohls sie es besser bleiben lassen sollten noch liebe grüsse von einem der grundsätzlich immer TOR Netzwerke benutzt weil es unseren lieben polizeistaat grundsätzlich nichts angeht wo oder was ich surfe.. gulp

  • Schmoeckel

    10.01.10 (12:27:12)

    Es ist erschreckend, zu lesen, was für Unsinn hier publiziert wird. Außer Meinungsfreiheit kann ich nichts gutes und richtiges an diesem Artikel finden. Ich kenne in meinem Freundeskreis auch keine, die die Veröffentlichung der persönlichen Daten im Internet als Chancen begreifen! Seriöse Personalbeschaffer recherchiert nie aber wirklich nie im Internet nach Personen, die zu headhunten gelten. Es ist einfach ekelhaft, ja, es hat mich sehr geekelt, so was hier zu lesen. Hochachtungsvoll!

  • Karsten Völtz

    10.01.10 (12:29:04)

    Tach tsamm, im dritten Reich wurde es auch immer schädlicher, kritische Positionen zu vertreten oder nicht dem Mainstream anzugehören. "Soziale Netzwerke" entwickeln sich durch sozialen Druck zu einer Korrekturanstalt für eine gleichgeschaltete Zukunft. Wenn Zuckerberg das Ende der Privatsphäre verkündet, ist es nur der Werberuf eines gemeingefährlichen Unternehmenskonzeptes, das eben diese Privatsphäre nicht garantieren kann. Jedes Schriftstück, jeder Gedanke, jedes Konzept, jede Idee, alle Musik, alle Malerei, aber auch alle konstruktive Kritik entsteht in unserer Privatsphäre. Und wir alle haben das Recht, diese Ideen so lange zu verbergen, bis wir meinen, diese Ideen sind gut und tragfähig und müssen "nach draußen". Unser aller Zukunft entsteht in dieser Privatsphäre. Diese abzuschaffen bedeutet, die Zukunft der Menschheit abzuschaffen zugunsten jener Minderbemittelten, die immer behaupten, sie hätten bezeichnenderweise nichts zu verbergen. Sobald irgendjemand da draußen z.B. eine gute Geschäftsidee entwickelt, wird er soziale Netzwerke als Diebstahlplattform verstehen müssen. Sonst wird geklaut und/oder vorab veröffentlicht. Personalchefs, die Schwierigkeiten mit dieser Haltung haben, sind ebenso indiskutabel wie ein Internet voller Diebe. Mit libm grus Karsten

  • Wolf

    10.01.10 (13:11:42)

    Erstaunlich, der Gegenwind hier. Und auch ein Stück weit erschreckend, besonders wenn von Ekel, dem Dritten Reich und einem "Bann fürs inet" (wie alt bist Du? 13?) die Rede ist. Der Verfasser wirbt lediglich dafür, Bedenken vor einem selbstgesteuerten und wohldosierten "Selbstmarketing" (ich mag den Begriff nicht, mir fällt aber kein besserer ein) zu überdenken und spricht sich in keiner Weise für eine Pflicht zur totalen Selbstdarstellung aus, wie einige Kommentatoren wohl insinuieren.

  • MacMacken

    10.01.10 (13:11:51)

    Spiegel Titel 11.01.2009: Ende der Privatheit ReadWriteWeb 09.01.2009: Facebook’s Zuckerberg Says The Age of Privacy is Over Interessanterweise legen jene, die das Ende der Privatheit verkünden, jeweils grossen Wert darauf – Zuckerberg selbst sah sich gezwungen, seine Fotoalben bei Facebook vor der Veröffentlichung zu säubern. Und die Veröffentlichung selbst erfolgte erst auf grossen Druck hin …

  • Lars

    10.01.10 (14:47:05)

    Wenn das nur 100.000 Menschen machen, sind diese zwei Millionen bereits abgedeckt Ist diese Rechnung ernst gemeint? Jeder einzelne von diesen 100.000 Menschen müsste sich durch 2 Mio. Blogs durchkämpfen. Bitte nicht mit: Wenn jeder dieser 100.000 Menschen nur 20 Blog lesen würde usw. argumentieren.

  • MacMacken

    10.01.10 (14:57:06)

    Beispiel für oben erwähnte Zurückhaltung – Mark Zuckerberg von Facebook: http://www.facebook.com/markzuckerberg Ziemlich mager, seine Facebook-Seiten …

  • Martin Weigert

    10.01.10 (17:08:20)

    Sag mal, wurde dieses Posting irgendwie im heise-Forum verlinkt oder so? ;) @ Lars Genau das ist die Argumentation. Was ist daran falsch? Genau so ist es nun mal. Ich lese ein paar Blogs und folge ein paar Hundert bei Twitter, du auch, aber anderen, und Max Mustermann wieder anderen. @ Wolf Schön zu wissen, dass mich manch einer versteht ;) @ MacMacken Zeig mir mal einen CEO eines anderen milliardenschweren Unternehmens, der sich noch offener präsentiert als Zuckerberg. Ich glaube nicht, dass du einen findest....

  • Dominic

    10.01.10 (19:34:49)

    Sag mal, wurde dieses Posting irgendwie im heise-Forum verlinkt oder so? ;) Jetzt schon. SCNR ;)

  • base rate

    11.01.10 (06:21:06)

    Leider sehr schlecht geschrieben. Und inhaltlich: Obwohl für die Medien- und IT-Branche einiges davon stimmen mag (wobei es da dann auch schon wieder trivial ist), ist die verallgemeinerte These des Textes schon außerordentlich gewagt. Beispiele, wie sie "Fragezeichner" unter #9 nennt, halte ich auch für wichtig - sie entsprechen auch meinen eigenen Erfahrungen.

  • Philipp

    11.01.10 (14:46:09)

    Ich glaube, der Nutzen bei "Social Networks" wie Xing, Facebook, Twitter, etc liegt eindeutig nur auf der Seite der Anbieter dieser Netzwerke. Artikeltipp dazu: http://www.businessinsider.com/be-honest-whats-your-real-twitter-and-facebook-roi-2010-1 Ich bin der Meinung, das zur Demonstration besonderer Medienkompetenz mehr notwendig ist als ein Facebook oder Xing Profil. Im Gegenteil: Ich bin selbst im Bereich (Web) Anwendungsentwicklung tätig. Möchte ich mir ein Bild von jemandem machen, ist es mir *viel* wichtiger mir dessen bisherige Projekte, Veröffentlichungen, etc zu anzuschauen als ein eventuelles Facebook Profil oder Twitter feed. Was sagt ein solches Profil schon über die tatsächlichen Fähigkeiten einer Person aus ?

  • Frank

    12.01.10 (20:21:16)

    Martin: Arbeitest Du eigentlich nur noch ohne Lohn für Facebook, Twitter, Rivva, Blogwerk und andere Unternehmen, oder hast du auch noch einen richtigen Beruf?

  • Martin Weigert

    12.01.10 (20:27:00)

    Ich lebe von Luft, Liebe und Blogging. Sollte klar sein, oder? ;)

  • jk

    16.01.10 (15:05:36)

    "Zeig mir mal einen CEO eines anderen milliardenschweren Unternehmens, der sich noch offener präsentiert als Zuckerberg. Ich glaube nicht, dass du einen findest…." dieser argumentation folgend könnte man schlussfolgern: je weiter unten man in der hierarchie steht desto mehr 'muss' man preis geben um nach oben zu kommen? also wer keinen neuen job braucht, brauch sich im netz auch nich 'nackig' machen?! @macmacken das 'echte' profil vom FB chef ist http://www.facebook.com/zuck das andere ist die fan page.

  • jk

    16.01.10 (15:22:45)

    oder auch anders gefragt: muss ich mich bald fragen lassen warum ich gewisse daten von mir nicht im netz stehen haben? also ich halte eine rechtfertigung darzulegen für sachen die ich unterlasse doch für sehr bedenklich.

  • Jörn Hendrik Ast

    02.02.10 (01:14:56)

    Ja einen wunderschönen hier ist ja was los! :) Habe gerad leider keine Zeit den Kommentar- Erguss (und leider zuviel Stuss) komplett zu lesen, wollte nur dir Danken lieber Martin für den wunderbaren Artikel. Sehe es 100%’ig wie du, wer einen Job hat der auch nur Ansatzweise etwas mit Netzaktivität zu tun hat, kommt nicht am Netz vorbei. Ich spreche in Vorstellungsgesprächen für mein Team was sich mit Personaldienstleistung im Online Marketing Bereich beschäftigt genau derartige Themen an. Dabei gibt es für mich zwar keine Follower- Mindestgrenze, aber Kompetenz hat man halt nur wenn man die social mediae Abseits der Kohlenstoffwelt nutzt! Ich werd mir nen RSS-Feed dieses Artikels einrichten und mich mal durchlesen! Mach noch nen Posting draus Martin! ;) Greetz Jörn Hendrik

  • Skeptiker

    19.02.10 (18:47:50)

    Den Artikel finde ich sehr überdenkenswert und einseitig. Heute ist noch gar nicht abzusehen, welche über das Internet vollzogene Interaktionen auswertbar sind bzw. auswertbar werden. Hierzu sei z.B. auf Bilderkennungssoftware hingewiesen, die Gesichter erkennt -der Name unter dem Bild muss somit nicht zwingend notwendig sein um ein Bild einer Person zuzuordnen. Meine persönliche Meinung ist, (Achtung konstruierter Sachverhalt) dass es meinen Arbeitgeber nix angeht, dass z.B. mein Bruder Vorstandsvorsitzender der deutschen Bank ist. Durch gemeinsame Bilder, die im Internet veröffentlicht wurden, könnte dies ggf. herausgefunden werden und so ein Die Sache an dem schönen Internet ist ja, dass nix rückgängig gemacht werden kann. Zur Zeit werden Unmengen an Daten produziert und so langsam geht's auch an's Auswerten. Dabei können Daten in Verbindung mit anderen Daten neue Informationen geben. Das Kinderfoto auf flickr, welches die Großmutter in Berlin hochgeladen hat um es Ihrer Freundin in Kulmbach zu zeigen, gibt dem Personaler auf einmal die Möglichkeit eben Jenes (siehe Beispiel) herauszufinden und sich ggf. nutzbar zu machen. Wenn also im Netz nix von einer Person zu finden ist, dann kann es auch sein, dass der Mensch diese Entscheidung bewusst getroffen hat. Dieser Mensch könnte der Meinung sein, dass die Auswertungsmöglichkeiten noch nicht vollkommen ausgeschöpft worden sind und den Hype erst einmal abwartet. Rückgängig mache ist / wird schwer...

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