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08.07.07Leser-Kommentare

Schwätzer gegen Wadenbeisser

Die Schweizer "Sonntags Zeitung" hat mich gebeten, eine Betrachtung über das Verhältnis zwischen Bloggern und Journalisten im deutschsprachigen Raum zu schreiben. Nach rund zwei Jahren als Blogger und gut zwanzig als Journalist kann ich es nur mit "gespannt" beschreiben. Das verwundert mich umso mehr, als es in den USA längst zu einer Symbiose geworden ist.

Der Text ist drüben im vollen Wortlaut zu finden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Lupe

    08.07.07 (08:16:19)

    interessanter artikel, beleuchtet beide seiten, ohne falsche rücksichtsnahmen. für mich scheint noch ein grosser unterschied dazu zu kommen: wir blogger sehen uns - ein wenig im gegensatz zu den journalisten - untereinander nicht als (lästige) konkurrenten. im gegenteil: man bewundert kollegen oder den erfolg oder die qualität eines "fremden" beitrages. und weil dieser konkurrenzdruck wegfällt, kommentiert man auch gerne seine "kollegen" in deren medium. wer hat schon je einen kommentar eines presse-journalisten zu einem artikel eines berufskollegen und dann erst noch in dessen zeitung gelesen. ein tabu! ein weiterer interessanter aspekt: nur wenige medien berichten regelmässig über blogs, bloggerbeiträge oder die bloggerwelt. dabei könnte eine solche rubrik viel erfrischendes und belebendes in eine zeitung bringen. im gegensatz dazu, du hast es erwähnt, berichten blogger immer wieder (mit links) über artikel der printmedien und betreiben damit sogar ein wenig werbung für deren produkte.

  • Michèle

    08.07.07 (11:46:38)

    Das stimmt doch nicht, Lupe, dass sich Blogger nicht als Konkurrenten sehen. Da wird doch auch dauernd und sogar öffentlich gezickt und getreten, Turi vs Niggemeier, Don Alfonso vs irgendwen, Politically Incorrect gegen den Rest der Welt. Ausserdem sind Journalisten zwar auch selbstreferentiell, aber vor allem mittags in der Kantine und auf den Medienseiten. In vielen (vor allem deutschen) Blogs hat man das Gefühl, dass die Metadiskussionen übers wahre Bloggertum mindestens so viel Raum und Zeit einnehmen, wie die eigentlichen Inhalte. Deshalb: Du idealisierst die Blogger.

  • Frank Schrillmacher

    08.07.07 (12:09:56)

    Allerdings werden Metadiskussionen neuerdings in entsprechende Blogs verschoben, wiewohl die eingemachten Medien auch in eigenen Organen übers spezifisch journalistische Wesen fachsimpeln. Der Vorwurf, die Blogs umkreisen lediglich das «Bloggen an sich», ist zwar berechtigt, doch angesichts der allgemeinen Spezialisierung, die die Blogosphäre allmählich hervorbringt, trotzdem überkommen bishin verklärend. Weil in Deutschland die reinen Metablogs schlichtweg fehlen, verlagert das Metabloggen sich halt - notgedrungen - in die einzelnen Blogs, was wir als Blogdenunzianten als äusserst «unschön» empfinden. Hierzulande ist, nicht nur wegen uns, das Übers-Bloggen-Bloggen beinahe ausgestorben.

  • Krusenstern

    08.07.07 (12:24:42)

    So lustig, dass es beide Seiten immer noch nicht gerafft haben: Weblogs sind nur ein zusätzliches Medium! Zeitungen, Radio, Fernsehen, Weblogs - bei jedem neuen Medium glaubt man, dass die "alten" Medien aussterben. Bis auch das "neue" Medium vereinnahmt und damit zum "alten" Medium wird. "Machen Blogger die Journalisten überflüssig?" fragte ich am 1. Schweizer BlogCamp. Die Antwort auf diese rethorische Frage ist ein klares "Nein, aber..." - denn Weblogs sind das ideale Komplementärmedium. Dass die "SonntagsZeitung" einen journalistischen Blogger zum Thema schreiben lässt, beweist erstens diese These und zweitens die Souveränität der dortigen Redaktion (die manch anderen Journalisten und Bloggern leider abgeht, womit ich Michèle Recht gebe).

  • Pierre Senn

    08.07.07 (16:04:34)

    nzzfalschmeldung.wordpress.com für die komplette Gschicht der NZZ "Falschmeldung". Mit Blogen hat das Ganze für mich sehr sehr wenig bis ganz und gar nix zu tun, sondern es geht um Folgendes: 1. Der NZZ Mann in Berlin fabriziert aus Agenturmeldungen einen Artikel. Benötigt man dazu einen Menschen in Berlin? DPA gibt es auch in Zürich. 2. Die DPA korrigiert ihre Falschmeldung, der NZZ-Mensch in Berlin gibt sie nicht nach Zürich weiter. Übersehen? Zu Faul? 3. Oder vielleicht mit bestem Grund? Die NZZ korrigiert bekanntlich Fehler nicht. Gedruckt ist gedruckt. Was im Archiv und online an Fehlern steht, ist denen egal. 4. Die NZZ ist arrogant: Sie beantwortet Leseranfragen nicht oder nur, wenn der Krug schon in den Brunnen gefallen ist. Dazu passt auch dass auf der neuen NZZ Homeseite nur nach Vorzensur kommentiert werden kann. Das Tagi Magi zeigt, dass es anders auch sehr gut geht! 5. Die NZZ ist nicht journalistisch, sie zehrt nur noch von ihrem Ruf. Sie ignoriert die gängigen Richtlinien in der Schweiz. Stattdessen soll der Leser, der auf einen Fehler hinweist, die Arbeit übernehmen. Der verantwortliche NZZ Mensch ist zu faul um selbst abzuklären. 6. So, jetzt ist mir meine Zeit zu schade. Zu schade auch um den Artikel von Sennhauser zu kommentieren, der doch arg im Glashaus sitzt (mittelmässiger Journi mit einigen Ausrissern nach oben, schlechter Blogger, weil er halt wie ein mittelmässiger Journi schreibt und sich damit übel im Medium verirrt). Eigenlob stinkt sowieso. 7. Ich bin Senn, nicht Sennhauser!

  • Don Alphonso

    12.07.07 (13:10:34)

    Sie verbreiten die Unwahrheit und stellen falsche Tatsachenbehauptungen auf. Weder habe ich Journalisten pauschal als "zynische Dreckschweine" bezeichnet, noch habe ich die Person, die das falsche Gerücht in die welt setzte, mit dem Anwalt bedroht - im Gegenteil, als ich die Sache gütlich klären wollte, kam der Betreiber der fraglichen Seite mit dem Anwalt an. Wenn Sie schon keine Ahnung haben, fragen Sie gefälligst, und schreiben Sie nicht einfach falschen Blödsinn ab. Sie Journalist, Sie.

  • Peter Sennhauser

    12.07.07 (14:36:06)

    Sehr geehrter Rainer Meyer (mit "y", nicht "i") alias Don Alphonso: Ihre an anderer Stelle bereits formal deponierte Reaktion wird dort bearbeitet. Da Sie auch hier vorstellig werden, darf ich wohl dennoch an dieser Stelle antworten. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie Ihren Teil dazu beitragen, die Thesen meines Aufsatzes zu bestätigen - ich habe meinen Teil mit dem idiotischen Fehler geliefert, Ihren Namen falsch zu schreiben. Im Film nennt man das Mickey-Mousing. Überaus passend. Dass Sie ganze Gruppen von Journalisten als "zynische Dreckschweine" beschimpft haben, bestreiten Sie selber in dem guten halben Dutzend Kommentaren quer durch die Blogosphäre ebenso wenig wie in den obigen Zeilen; und Sie bestätigen auch den Umstand, dass Anwälte in der Affäre beigezogen wurden - von wem zuerst, finde ich nicht wirklich relevant - dann schon eher von wem bezogen auf wen. Und wenn Sie schon jedes Wort auf die Goldwaage legen: In meinem Text heisst es "drohte" und nicht "bedrohte", was doch einen gehörigen qualitativen Unterschied ausmacht. Wenn Sie in Ihrer Wortwahl so sensibel wären, wie sie emfpindlich auf die der andern reagieren, wäre die Blogsphäre wohl nur noch halb so laut. Einen Anfang haben Sie gemacht: Ich schlage vor, dass sie den Begriff "Journalist" inskünftig in der gleichen gelungen-ironischen Weise für alle Schwerenöter benutzen, in dem Sie ihn auf mich anwenden. Was wiederum sehr Mickey-Mousing wäre.

  • Don Alphonso

    12.07.07 (14:57:11)

    Sie können offensichtlich nicht lesen. Ich habe damals im Kontext des Zitat ein eindeutiges Beispiel gebracht, auf das sich das Zitat bezog: Journalisten, die bei der Pressekonferenz eines Pharmakonzerns Blankoschecks für ihre "Spesen" ausfüllen. Wer dann positiv über Medikamente schreibt, verdient meines Erachtens diese Bezeichnung. Das ist der Kontext, den Sie weder nachgefragt haben, noch darstellen wollten. Vermutlich, weil Sie es inclusive des falschen Namens so bei Herrn Niggemeier gefunden haben. Ich habe dem Herrn der Thüringer Blogzentrale und nicht (!) der Studentin geschrieben, dass ich gerne das gefälschte Zitat auf der Thüringer Blogzentrale gelöscht sehen möchte, weil es Diskussionen gab, mich (!) auf Basis dieser Fälschung anzuzeigen. Daraufhin meinte der, ich solle ihm meine Wünsche schicken, und er würde damit zum Anwalt. Das muss ich aber nicht erklären, das müssen Sie nachfragen, wenn Sie schon darüber schreiben. Das haben Sie aber nicht gemacht. Wenn Sie keine Ahnung haben, fragen Sie also nach und versuchen Sie sich nicht schon wieder in der Kunst der Unterstellung und der Verdrehung, Ihr Artikel war achon peinlich genug.

  • Don Alphonso

    12.07.07 (15:04:36)

    Um Ihnen das also nochmal zu verdeutlichen: Es ging um eine konkrete Pressekonferenz eines Pharmaherstellers in einem Luxushotel. In diesem Kontext habe ich dann meiner Meinung Ausdruck gegeben. So allgemein, dass nicht jeder anwesende Journalist einzeln als Privatperson angesprochen war, aber so konkret, dass es deutlich wurde, dass damit ein sehr spezifischer Kreis gemeint ist. Nachdem Sie nicht dabei waren und Stefan Niggemeier auch nicht und auch sonst keiner, mit dem Sie gesprochen haben, verletzen Sie damit ihre Sorgfaltspflicht, und das sollte Ihnen und Ihren Redaktoren auch klar sein.

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