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05.07.08

Samstag App Fieber: Triplib, Tripwolf, Geoflags

Sommerzeit ist Reisezeit, deshalb stellen wir euch heute 3 jüngere Reise- bzw. an Orten orientierte Seiten vor.

triplib ist eine vor kurzem gestartete Reisebericht-Community, auf der man die Erinnerungen, Erfahrungen, Ereignisse und Empfehlungen von Reisen für sich und für die Nachwelt festhalten und organisieren kann. Die Seite ist recht einfach gehalten, registrierte Mitglieder bekommen ein Profil, es gibt die grundlegenden Social-Networking-Features wie Freunde sammeln, diesen Nachrichten schicken oder kommentieren, und man kann eben Reiseberichte anlegen und den chronologischen und örtlichen Verlauf der Trips dokumentieren.

Das Eingeben der Berichte erfolgt nach einem Baukasten-Prinzip, für viele denkbare Komponenten einer Reise gibt es Module (Orte, Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants, usw.), die man einfach zu einem Reisetagebuch zusammenklicken kann. Alles lässt sich mit Photos, Bewertungen, Tags und Kommentaren annotieren und auf einer Map positionieren.

triplib verzichtet nach dem Motto weniger ist mehr weitestgehend auf jeglichen Schnickschnack, aber über einen Mangel an Reiseseiten kann man sich nicht beschweren, insofern hat es – wie so viele andere Seiten auch – das Grundproblem, dass die Anziehungskraft auf User erst dann stark ist, wenn es schon einen breiteren Datenbestand an eingegebenen Reisen und anderen Usern, die man idealerweise kennt, gibt. Aber der Fokus auf Berichte und eigene Erinnerungen beinhaltet doch einiges an egoistischem Potential, das für eine Adaption nützlich ist.

Einen "mehr ist mehr"-Ansatz hingegen verfolgt tripwolf, das gleich mehrere reisebezogenen Fliegen mit einer Klappe erschlagen will. Das eigene Profil wirkt fast wie ein Cockpit,  von dem aus man die unterschiedlichsten Funktionen ansteuern kann. Tripwolf kommt dabei mit einer – im Vergleich zu triplib – wesentlich proaktiveren sozialen Komponente, schon nach dem Anmelden hat man eine Freundeanfrage und der von Facebook bekannte Mini-Feed ist schon mit den Aktivitäten von möglichen Freunden vorpopuliert.

Neben den typischen, natürlich auf das Thema Reisen fokusierten sozialen Aktivitäten kann man einerseits die eigenen cosmopolitischen Erfahrungen in Bildern, Lieblingsorten, Reiseblogs und bald Trips dokumentieren. Alle Daten können dabei mit Orten assoziiert werden, was es tripwolf ermöglicht, diese auf den Seiten für die jeweiligen Orte zu reaggregieren.

Komplementär zu dieser ‘user contributed content’ Komponente besteht das Herz von tripwolf aus den Travel-Guides, die sich aus dem Fundus der bekannten MairDumont-Gruppe (Marco Polo, DuMont, Falk) speisen und deshalb Informationen zu über 200.000 Destinationen bereitstellen. Anders als all die meisten anderen Reiseseiten hat tripwolf also den nicht zu unterschätzenden Vorteil, zu so ziemlich jedem Reiseziel redaktionell verifizierte Inhalte anbieten zu können, um die herum sich die Inhalte der User und anderer externer Quellen wie Flickr, YouTube oder Wikipedia gruppieren.

Weniger kommunikativ orientierte Menschen können sich für jeden Ort die vorhandenen Infos mit einem Klick als PDF ausdrucken, und wer will kann mit ‘Tripgurus’ genannten Benutzern, die die jeweiligen Orte mögen oder empfohlen haben oder Benutzern die aktuell den Ort bereisen, Kontakt aufnehmen und Erfahrungen austauschen.

tripwolf ist in Österreich, in der Schweiz und in Deutschand gestartet und seit dieser Woche gibt es auch eine internationale Version.

Zumindest kurz erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang auch noch Geoflags, ein kleineres Google Maps Mashup rund um die Grundidee, Punkte auf der Landkarte zu markieren und gegebenfalls zu annotieren. Diese Geoflags können unterschiedlichen Kategorien und Rubriken zugeordnet werden und werden in der Folge optisch unterschiedlich dargestellt. Die Gesamtheit aller Flags kann man dann auf unterschiedliche Arten durchsuchen und durchstöbern.

Einige Orte sind schon einigermassen ver-geoflaggt und dort macht es durchaus Spass, von oben betrachtend herumzustreunen.

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