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21.03.09Leser-Kommentare

Samstag App Fieber: eyePlorer, Twitter Links Rivva, Cooni

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: eyePlorer – eine Visualisierung von Fakten und Zusammenhängen; Twitter Links Rivva – ein Memetracker für die beliebtesten Links bei Twitter; und Cooni – Auktionen mit versteckten Preisen.

eyeplorer eyePlorer ist ein interessanter Versuch, Wissen zu visualiseren. Ziel dabei ist es, eine Wissenswerkbank zu erstellen, die Fakten und Zusammenhänge aufzeigt und intuitiv erfassbar macht.

Nach Eingabe des gesuchten Begriffs generiert eyePlorer eine Art Radar an verwandten Themen. Diese Themen sind wiederum kategorisiert (etwa Ort, Organisation, Event, Technologie oder Person) und können mit dem Ausgangsbegriff kombiniert werden, um die Suche zu verfeinern. Klickt man auf ein Thema, werden einige Infos dazu eingeblendet.

Nett, allerdings würden ein paar Worte zur Heuristik und zur Methodologie nicht schaden.

rivvatwitterlinks Twitter Links Rivva ist ein Vertikal von Rivva, das aus Twitter die interessantesten Links fischt. Rivva reagiert damit auf die Tatsache, dass sich schnelle Empfehlungen von Links zunehmend von Blogs auf Twitter verschieben.

Je nach Disposition kann man zudem über die Anzahl an Reaktionen filtern. Die besten haben mehr als 100, großartige mehr als 50, gute mehr als 25, und wer der Weisheit der Masse misstraut, kann den Strom aller getwitterten Links konsumieren.

 

cooni Cooni ist die nächste Permutation des Prinzips Auktion mit versteckten, fallenden Preisen. Die Variation bei Cooni besteht darin, dass der Einsatz eines (zu kaufenden) COOINs den Preis nicht nur aufzeigt und senkt, sondern dass man auch sofort kaufen oder bieten kann.

Grundsätzlich haben aber alle Shopping-Modelle, die wie Cooni nicht an den Margen der Händler knabbern, das Problem, dass sie eben zu Lasten der User gehen. Der aggregierte Unterhaltungswert der Plattform muss also mittelfristig größer sein, also die Frustration über ‘verschwendete’ Einsätze.

Kommentare

  • hbusch

    23.03.09 (14:03:49)

    .

  • sic

    23.03.09 (19:02:08)

    EyePlorer - ungefähr, ohne Gewähr auf vollkommener Korrektheit: Aus Wikipedia werden so gut wie möglich die Kategorien ermittelt. Danach wird ermittelt in welcher Kategorie ein Artikel verlinkt ist, ein wenig die Häufigkeit gezählt und eine kleine Pfadanalyse der Links gemacht, um die Anzahl der Kategorien zu reduzieren. Deswegen werden auch nicht alle Artikel der englischen Wikipedia gefunden, wenn nach ihnen gesucht wird. Der erste Satz einer Seite der paßt wird für die Anzeige genommen. Die Anzeige selbst ist sehr einfach gehalten. Die Verteilung beruht auf Zufall. Die Entfernung eines Knotens von der Mitte hat nichts mit seiner Gewichtung zu tun. Diese wird über die Dicke des Knotens bestimmt. Es gibt noch ein paar Magics hinsichtlich der Gewichtung, diese beruhen zumeist auf einfachen Kollokationsanalysen (wie oft kommt ein Begriff in Zusammenhang vor). Probleme beim System waren/sind: es kann nicht/schlecht mit Termen umgehen, welche weniger als 3 Zeichen enthalten. Schönes Beispiel ist das Spiel Go, welches zum Stand heute nicht gefunden wird. Auch sind die Algorithmen hinsichtlich falscher Eingaben nicht sehr stabil. Hier ist auch wieder auf Go verwiesen und die entsprechende englische Wikipedia Seite. Über Wikipedia redirects werden synonyme Terme gesucht. Das Aufbereitungssystem hängt sehr stark von semistrukturiertem Content ab. Es ist nicht in der Lage aus unstrukturieren textuellen Content semantische Beziehungen zu finden. Vielmehr basiert es immer auf einer menschlich generierten Liste von Termen, die mehr oder minder vollständig sein muss. Die semantisch reichen Boxen innerhalb der Wikipedai werden nicht ausgewertet. Die Informationen auf der Homepage der Firma Vionto sind etwas Zusammenhang irreführend. Die Maschine weiß nicht und die Maschine im Hintergrund denkt nicht. Vielmehr muß der Benutzer der Maschine seine Ergebnisse iterativ/interaktiv zusammensuchen. Platt formuliert: der Benutzer denkt weiterhin, es wird nur etwas verschleiert.

  • Markus Spath

    24.03.09 (00:19:29)

    @sic Vielen Dank - ich denke das hilft schon dabei, Ergebnisse angemessener zu interpretieren.

  • Georg Rehm

    02.04.09 (09:49:10)

    @Markus Zunächst vielen Dank für den Artikel zu eyePlorer.com. Die angesprochenen Heuristiken zur Berechnung der Faktenbasis und der Kategorien sind teils sehr komplex und wir sind permanent damit beschäftigt, den Content, der in eyePlorer.com recherchiert werden kann, zu erweitern. Die Überlegungen von "sic" zur Funktionsweise von eyePlorer.com sind übrigens nicht zutreffend. Zur Verarbeitung der Text- und Dokumentquellen arbeiten wir unter anderem mit sehr aufwendigen sprachtechnologischen, also computerlinguistischen Verfahren, in die auch einige Methoden aus der KI-Forschung einfließen. Genaue Details zur Verarbeitung kann ich an dieser Stelle natürlich nicht preisgeben.

  • Heiner Busch

    09.05.09 (16:01:11)

    @hbusch: Wer immer sich hier mit einem, an meinen Namen erinnernden Kuerzel verewigt hat!!! Du musst mich kennen und hast meinen Namen absichtlich verwendet, denn meine Nähe zu eyeplorer und vionto ist zu gross als das es ein Zufall sein könnte. Ich bitte darum: 1. Das nie wieder zu tun! 2. Wenn Du nur ein klein wenig Ehre im Leib hast, Dich persönlich bei mir zu entschuldigen. 3. Wenn Du schon meinen Namen verwendest, wenigstens irgendwas sinnvolles zu posten.

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