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21.10.13Leser-Kommentare

Qype geht in Yelp auf: Warum Verschmelzungen von Social-Web-Diensten so schwierig sind

Nach der Übernahme durch Yelp schließt Qype die Pforten. Inhalte der User hat die Neubesitzerin automatisch migriert, Anwender aber müssen sich manuell bei Yelp registrieren. Der Prozess zeigt, wieso Produktverschmelzungen bei nutzergenerierten Inhalten so schwierig und selten sind.

Yelp und QypeIrgendwann in den Jahren 2007 oder 2008 verhandelten Facebook und seine einstmals in Deutschland marktführende Kopie studiVZ mehrere Monate lang über eine Übernahme. Am Ende scheiterte eine Akquision an datenschutzrechtlichen Auflagen, wie es Markus Schunk von der damaligen studiVZ-Muttergesellschaft Holtzbrinck Digital einst erklärte. Die Webwelt sollte also nie erfahren, wie ein zu dem Zeitpunkt weltweit 100 Millionen Mitglieder verzeichnendes soziales Netzwerk einen rund zehn Millionen Anwender aufweisenden Konkurrenten übernehmen und in die eigene Struktur integrieren würde. Die Begründung mit Datenschutzaspekten überraschte nicht: Die Anwender hatten sich bei den Diensten auf Basis ganz unterschiedlicher Nutzungs- und Privatsphärebedingungen registriert und betätigt. Laxe US-Gesetze trafen auf weitaus strengere deutsche Regeln, wodurch ein simpler automatisierter "Import" sowohl funktionell als auch juristisch problematisch gewesen wäre.

Yelp und Qype ziehen es durch

Im Gegensatz zu dem Duo Facebook-studiVZ konnten sich die Empfehlungsplattformen Yelp und Qype vor genau einem Jahr auf eine Übernahme einigen. Beide Dienste erlaubten das Auffinden und Bewerten von Geschäften sowie Restaurants durch Anwender und waren dank unterschiedlicher regionaler Verbreitungsgebiete sehr komplementär. Die zwei Angebote miteinander verschmelzen zu lassen, erschien somit sinnvoll. Zwölf Monate nach der Bekanntgabe des Kaufs steht dieser Prozess vor dem Abschluss. Ende Oktober wird Qype abgeschaltet, ab diesem Zeitpunkt gibt es nur noch Yelp. Problematischer Migrationsvorgang

Für aktive Qype-Anwender ist die Vereinheitlichung mit Aufwand verbunden: Zwar hat Yelp ihre Bewertungsbeiträge und Fotos bereits auf der eigenen Plattform integriert. Ihr Konto zieht jedoch nicht automatisch um. Stattdessen müssen sie sich für ein neues Konto bei Yelp registrieren und anschließend auf dieser Website einen Verifizierungsprozess durchlaufen, um ihren Qype-Content mit ihrem neuen Yelp-Konto zu verknüpfen. Andere Qype-Inhalte wie Check-Ins, Listen/Guides und Beiträge von virtuellen Orten werden nicht überführt, gehen somit verloren, wie in dieser Yelp-FAQ nachzulesen ist. Wer den Umzug zu Yelp nicht mitmachen möchte, der muss manuell mit dem Yelp-Team Kontakt aufnehmen, um eine Löschung des Contents bei Yelp zu veranlassen. Getreu dem Motto "Don't Ask for Permission, Ask For Forgiveness" nimmt sich Qype-Besitzerin Yelp den für sie interessanten Content und erwartet dann von den Anwendern, aktiv zu werden, das heißt, ihn entweder mit einem Yelp-Konto zu verbinden oder nachträglich entfernen zu lassen.

Verlierer sind die aktiven Anwender

Der von Yelp gewählte Prozess zeigt genau, wieso Produktübernahmen im Social-Web-Segment so schwierig und selten sind: Verlierer sind immer die aktiven Anwender. Nicht nur für Qype-User bringt die Entwicklung Unannehmlichkeiten mit, sondern auch für Gewerbetreibende und Gastronomen. Diese berichten im Yelp-Forum davon, dass ihnen seit dem Umzug der Inhalte von Qype zu Yelp Bewertungen verloren gegangen sind. Yelp nutzt die Gelegenheit augenscheinlich, um ein wenig aufzuräumen. Grundsätzlich kann dies zwar der Qualität der Empfehlungen dienlich sein, steigert aber das Unzufriedenheitspotenzial im Zusammenhang mit der Übernahme.

@martinweigert @Christiane @pjebsen @SasaKiar @snoopsmaus Ich habe auf Qype Beiträge, bis 1 gelöscht, doch befinden diese sich auf Yelp. :(

— Malte Klauck (@MalteKlauck) October 20, 2013

 

@martinweigert aus Nutzersicht ist der Schritt aber definitiv ein falsches Zeichen und zeigt wenig Service-Gedanke seitens Yelp. Das lässt

— Marc Höttemann (@Ostwestf4le) October 20, 2013

 

@martinweigert @ostwestf4le ich hätte mir ein auto. kontoumzug gewünscht mit allen daten,auch wenn ich eher passiver nutzer bin.

— Melih (@Meeeeelih) October 20, 2013

 

Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher wollte die Vorgehensweise von Yelp nicht kommentieren. Vom Yelp-Presseteam gab es bisher keine Antwort auf die Frage, wieso man einen für Qype-Anwender umständlichen Migrationsprozess gewählt hat. Ich spekuliere, dass Datenschutzaspekte sowie strukturelle Unterschiede zwischen den zwei Plattformen verantwortlich sind. Wieviele der mehr als eine Million Qype-Mitglieder, die das Unternehmen Anfang 2011 als Meilenstein verkündete, heute noch als aktiv gelten, ist nicht bekannt. Yelp nimmt mit dem gewählten Migrationsprozess in Kauf, inaktive Qype-Konten oder solche Anwender, die beim manuellen Umzug aus prinzipiellen Gründen oder Bequemlichkeit nicht mitziehen, zu verlieren. Das deutet sowohl auf eine vergleichsweise geringe Zahl aktiver User sowie darauf hin, dass es Yelp bei der 50-Millionen-Euro-Einverleibung von Qype maßgeblich um die existierenden Inhalte ging. Die absehbaren Komplikationen bei der reibungslosen Integration dürften ein Grund für den von einigen als zu niedrig wahrgenommenen Kaufpreis gewesen sein.

LinkedIn und Xing hätten ähnliche Probleme

Der gewählte Weg mag sich für eine vergleichsweise kleine zu integrierende Plattform wie Qype trotz der Unzulänglichkeiten als beste und einfachste Lösung erweisen. Er verdeutlicht aber die Herausforderungen eines Fusionsvorgangs bei auf nutzergenerierten Inhalten fußenden Plattform und lässt erahnen, welches Chaos ein Verkauf von studiVZ an Facebook nach sich gezogen hätte. Auch eine immer mal wieder gerüchteweise ins Gespräch gebrachte Akquisition von Xing durch LinkedIn erscheint in diesem Lichte kaum realisierbar. Strategisch wäre ein solcher Schritt klug, Xing steht LinkedIn im deutschsprachigen Raum klar im Wege. Doch käme es dazu und würde LinkedIn dann die oft leidenschaftlichen Xing-Mitglieder auffordern, sich eigenhändig ein LinkedIn-Konto zuzulegen und ihre vertraute Umgebung zu verlassen, wäre die Hölle los. Von offenen Fragen zur Mitnahme des Kontaktnetzwerkes ganz zu schweigen.

Übernahmen lebendiger sozialer Netzwerke und Communitys durch Wettbewerber klingen auf dem Papier gut und logisch. In der Praxis aber kommen sie einer Operation am offenen Herzen gleich. Am ehesten laufen solche Versuche darauf hinaus, ein paar Nutzerinhalte zu erhaschen und den Konkurrenten aus dem Weg zu räumen - Kollateralschaden inbegriffen. Deshalb werden sie auch in Zukunft eine Seltenheit bleiben. /mw

Kommentare

  • Klaus Wolfrum

    21.10.13 (09:22:22)

    Wurden/werden die Mitarbeiter von QYPE übernommen? Wenn ja, alle? Darüber liest man leider gar nichts im Artikel. Übrigens auch anderswo nicht....

  • Robin

    21.10.13 (09:41:02)

    Eine Übernahme von Xing durch LinkedIn würde bei vielen Xing-Usern einen emotionalen Stress auslösen wie eine Fusion von Schalke 04 und Borussia Dortmund.

  • Martin Weigert

    21.10.13 (10:59:17)

    @ Klaus Wolfrum Gerüchteweise habe ich gehört, dass Entwickler und Sales-Leute übernommen wurden. Im Management soll es Abgänge gegben haben. @ Robin Schöner Vergleich.

  • Sascha

    21.10.13 (15:03:52)

    "Strategisch wäre ein solcher Schitt klug, Xing steht LinkedIn im deutschsprachigen Raum klar im Wege." Bitte noch einmal überlesen. Ich hoffe, das war kein freudscher Versprecher bzw. 'Verschreiber'.

  • Martin Weigert

    21.10.13 (15:05:51)

    Ich kann daran nichts fehlerhaftes Entdecken. Was meinst du?

  • Sascha

    21.10.13 (15:48:09)

    Du hast Schitt anstatt Schritt geschrieben. Ich denke nicht, dass es Deine Intention war :-)

  • Martin Weigert

    21.10.13 (16:04:46)

    Oh danke dir. Korrigiert.

  • Silke Schippmann

    21.10.13 (18:01:50)

    Ja, wir waren alle ein wenig Qype. Und wir haben die Plattform irgendwie lieb gewonnen. Dennoch halte ich die von Spiegel Online und Netzwertig angeführten Wehklagen über die “Unannehmlichkeiten für die User” für verlogen: Die Netzwelt, allen voran Spiegel Online, jammert, dass jeder User aktiv zustimmen “muss”, ob er sein Profil mitsamt des Contents migrieren will. Will er das nicht, “muss er Yelp kontaktieren, um sein Profil zu löschen“. Ihr tönt nun in das gleiche Horn: “Nicht nur für Qype-User bringt die Entwicklung Unannehmlichkeiten mit, sondern auch für Gewerbetreibende und Gastronomen. Diese berichten im Yelp-Forum davon, dass ihnen seit dem Umzug der Inhalte von Qype zu Yelp Bewertungen verloren gegangen sind. Yelp nutzt die Gelegenheit augenscheinlich, um ein wenig aufzuräumen.” Dazu muss man wohl sagen, dass bei so einer außerordentlichen Transaktion vieles parallel läuft und es auch zu Verzögerungen und Verlusten kommen kann. Es fallen außerdem Kategorien weg, wie zum Beispiel die virtuellen Plätze. Es wird unerwünschte Dopplungen geben, möglicherweise fallen bei der Migration auch vermehrt Fakes und AGB-Verstöße auf und werden bereinigt. Ich bin überzeugt davon, dass es keine heimlichen Löschaktionen gibt und dass das Team zeitnah alle Usermails beantworten wird. Das alles spricht doch wohl eher FÜR Yelp! Auf der anderen Seite wird gemeckert, dass Yelp das “so einfach macht“. Das ist so die typische “Wasch mich, aber mach mich nicht nass” Haltung. Erstmal dagegen sein, ohne irgendeine sinnvolle Lösung für das Unternehmen aufzuzeigen. Ja, die dürfen das. Ja, es ist sinnvoll. Und nein, inaktive und widerwillige Usern hat man eh verloren. Warum sollte Yelp einen toten Gaul reiten? Mehr: http://dialogartists.de/aus-qype-wird-yelp/

  • Stefan

    23.10.13 (14:32:21)

    Ich muss zugeben das ich bis vor kurzem yelp gar nicht wirklich kannte. Wenn ich mir Bewertungen für einen Laden, etc. angucken wollte habe ich immer qpye genutzt, ist mir eigentlich auch sympathischer wenn ich die Seiten so vergleiche. Aber da kann man wohl nichts machen.

  • Beweger

    23.10.13 (21:55:54)

    Ich bin auf vielen Portalen vertreten, und Yelp ist das schlechteste davon. Yelp ist aus meiner Sicht auch mehr ein Kindergarten für "Einsame", die sonst keine Freunde im Leben haben. Yelp organisiert alles mögliche, um die Yelper zusammen zu bringen. Die Münchner Ober-Yelperin bombadiert die Yelper immer wieder mit Freizeitangeboten. Die Bewertungen der Elite-Yelper machen mir einen sehr geschönten Eindruck. Man kann die Bewertungen der Lokale auf verschiedenen Portalen ja vergleichen. Wenn ich "Bewerter" sehe, die keine einzige Bewertung mit einem oder zwei Sternen vergeben, dann sind mir die schon suspekt. Wer will nur "Schönschreiber" ? Beim Münchner Kritikerstammtisch haben wir kürzlich auch über Yelp diskutiert. Mindestestens die Hälfte von uns wird auf Yelp nicht weiter machen (falls sie auf Yelp sind), und die Qype-Beiträge nicht übertragen lassen. In München gibt es ca. 40.000 Qyper. Es wäre interessant, was ein Qyper so wert ist. Ich muss sagen, da kommt wieder einmal ein typisch amerikanischer Konzern, und übernimmt einen Deutschen Laden. Die Amerikaner haben aber wenig Ahnung, wie Deutsche und Europäer ticken. Vielleicht geht es Yelp wie dem Walmart. Walmart ist mit eingezogenem Schwanz (und großem Verlust) wieder aus Europa abgezogen. Die Deutschen lassen sich nicht alles aufdrängen. Schade, Qype war um Längen besser wie Yelp. Aber es gibt ja noch einige Portale wie u.a. Golocal, die sich derzeit wegen Qype über einen hohen Zuwachs freuen.

  • Berlin85

    25.10.13 (16:06:52)

    Als Gastronom finde ich es im grunde besser wenn es weniger Portale für das selbe gibt. Yelp ist in den USA das was benutzt wird, momentan gefiel mir aber Qype optisch besser. Mal sehen was passiert. Für uns gut das wir jetzt zusammen mehr einträge haben als vorher.

  • Richard Hebstreit

    03.11.13 (04:31:23)

    Verschmolzene Beiträge im Internet in Dienstleisungsportalen und eine Geschichte in Meroiam GUENTER TAUBERT...... Ein wenig schmerzt es mich natürlich auch, dass alle meine Beiträge bei Qype zwar nicht futsch sind, aber bei einer anderen Armee , nämlich bei Yelp gelandet sind. Alle meine schicken Orden von Qype sind zum Teufel und die Reputation, die ich bei einigen Lesern hatte, sind irgendwo und irgendwie unauffindbar. Trotzdem, das alles ist ein natürlicher Vorgang im Internet. Ich bin vom Anfang an mit dabei, nachdem das ARPANET abgeschaltet wurde. Ich wuselte danach in der alt-Hierarchie des usenet´s und bei COMPUSERVE mit meinen Texten an den schwarzen Brettern herum. Nur das findet kaum noch jemand, das ist auch nicht sehr interessant und das ist fast nur noch Internet Geschichte. Wer kennt noch das usenet (http://de.wikipedia.org/wiki/Usenet) oder compuserve, was 1999 abgeschaltet wurde (http://de.wikipedia.org/wiki/Compuserve) Als ich begann bei Qype zu texten und Fotos zu posten, war mir klar, das verschwindet irgendwann in total anderen Datenhierachien der verschiedensten privatwirschaftlichen und staatlichen Internet Dienstleister. Solange ich die Beiträge kostenlos liefere und geschickt verschlagworte, gehören diese Beiträge mir und ich kann das weiter veröffentlichen, wo immer ich will. Ich bin der Urheber und dokumentiere fast jeden Text mit dem Copyright Zeichen © , des Jahres der Veröffentlichung und meinem Klarnamen. Ein Problem ist natürlich, dass dieser Content ohne mich zu fragen verkauft wird, wie ja bei der Transferierung von Qype nach Yelp geschehen. Die Verschlagwortung, der Name des Autors wandert mit. Wer aber die VG-Wort und die VG Bild-Kunst kennt, weis auch das die Tantiemen über die Hardwarehersteller wieder zu den Autoren zurück wandern. Also habe ich entsprechend aus den alten Erfahrungen heraus reagiert. Ich habe fast alle Beiträge dupliziert, ja manchmal rabiat multipliziert (wordpress, internet, twitter, tumblr, flickr, ). Warum? Mir macht das Spaß jetzt als Rentner gratis Informationen und Unterhalltung aus meiner Lebenserfahrung heraus zu schreiben und zu verbreiten. Manchem, der das liest, nützt das Geschreibe von dem Opa, der die Leute im Netz zu bebildert und zu textet, wie es mir auch oft geholfen hat.....wie die Geschichte von dem alten Mann "GUENTER TAUBERT" und dem Beerdigungsunternehmen in New York......http://www.rhebs.de/storys/guenter.htm © 2013 Richard Hebstreit www.rhebs.de VG Bild-Kunst Nr.: 6454766 DFJ Nr: 1538210 Keywords: VG-Bild-Kunst, Yelp, Qype, Verschmelzung, Social-Web-Dienst, schwierig, schwierig sind

  • Burny

    03.11.13 (11:12:28)

    Die ersten Nachteile nach der Übernahme von Qype für Firmen sind schon zu sehen. Viele Bewertungen sind verschwunden, bzw. gefiltert / auf Quarantäne. Beispiel: Foto Sauter in München. Dort sind bis auf einen Qype-Bewerter alle gefiltert. Derzeit sind 19 Beiträge direkt sichtbar. und 44 gefiltert. Schade, dass Yelp die geschönten Bewertungen (insbesondere von einigen ELITE-Yelpern) nicht filtert. Der Filter von YELP hat auch einige gefakte Bewertungen bei Qype erkannt. Siehe das Lokal Bürgers in München. Dort sind 9 Beiträge und 16 (meist zu Recht gefilterte Beiträge). Es wäre sehr interessant, wie der Filter funktioniert. Einige wenige Bewertungen von mir wurden auch gefiltert Ich denke dass der Yelp-Filter nur zu 30 % richtig filtert. Für Geschäfte und Unternehmen dürfte Yelp kein so guter Auftritt sein, weil Yelp-Bewertungen weniger glaubhaft sind, wie früher bei Qype oder anderen Foren. Ich bin mit meinen über 300 Beiträgen nicht auf Yelp übergesiedelt. (habe aber alle meine Beiträge gesichert)

  • Hermann Düll

    05.11.13 (23:35:39)

    Ich bin sehr verärgert über die Art und Weise, wie dieser Filter funktioniert, und wie auch die echten Bewertungen kommentarlos unsichtbar wurden. Kann jemand eine alternative Plattform empfehlen? Ich gehe sofort dorthin!

  • Untitled

    08.11.13 (10:11:14)

    Als ehemalige Qyperin habe ich meine Bewertungen zu Yelp übertragen lassen. Nun habe ich mir das Ergebnis angesehen und stelle mit Befremden fest, dass ca. ein Sechstel meiner durchweg seriösen Bewertungen dem Yelp-Filter zum Opfer gefallen ist. Die gefilterten Bewertungen gehen nicht in die Gesamtbewertung ein und können nur durch Eingabe eines meist unleserlichen Kennwortes eingesehen werden. In einem Fall wurden von 85 Bewertungen 81 raus gefiltert und nur noch 4 Beiträge sind noch offen und ergeben die Bewertung. Das führt dazu, dass sich viele Bewertungen im Vergleich zu Qype quasi umdrehen. Ehemals zurecht gut bewertete Locations werden nun schlecht beurteilt und umgekehrt. Hinzu kommt, dass man sein Profil in Yelp nicht mehr so einstellen kann, dass nur Freunde die Gesamtbewertungen einsehen können. Jeder X-Beliebige kann nun die Bewertungen und Check-Ins eines einzelnen Users einsehen und somit eine Art Bewegungsprofil dieses Users erstellen (Yelp fordert ein Klarnamen-Profil). Übrigens: To yelp bedeutet übersetzt „blaffen“ oder "kläffen". Wer möchte Mitglied in einer Gemeinschaft von "Kläffern" sein?

  • Billo

    09.11.13 (16:02:37)

    Gut und zuftreffen geschrieben ! Yelp ist ein amerikanischer Konzern, der alles im Griff haben will. Auch Bewertungen von mir und anderen Qypern wurden auf Quarantäne geschoben. Auffalllend ist, dass "zahlende" Firmen auf Yelp meist nur die negativen Bewertungen gelöscht bekommen. Auch gibt es bei Yelp sogar Drohungen, wenn man mal was (zu Recht) etwas negativer bewertet! Man solle sich doch seine Bewertung noch mal überlegen. Ich sage: Alles aus Yelp rauslöschen, und Yelp als weniger seriös anprangern ! Ich bin jetzt auf Deutschen Portalen wie GoLocal, Tripadvisdor, Restaurant-Kritik u.a. unterwegs. Amis und NSA sind in Deutschland nicht so erwünscht.....

  • Siedler

    12.11.13 (16:02:32)

    Ich war bei lange Qype, und werde nicht auf dem schlechteren Portal Yelp weiter schreiben.Bei Yelp sind u.a. hunderte von Bewertungen gefiltert worden, also nicht mehr sichtbar. Viele Firmen, die bei der Google-Suche auf Qype auftauchten, sind im Ranking von den ersten Seiten weit nach hinten gerutscht. Dies ist vor ein paar Tagen erst eingetreten. Davon sind jetzt auch die potentiellen Kunden betroffen, mit denen Yelp eigentlich Geld verdienen wollte. Heute war ich beim Italiener, und machte im Lokal Fotos, um meine Bewertung auch mit Fotos zu unterlegen. So kam ich mit dem Geschäftsführer ins Gespräch. Dieser fragte mich, ob ich für Yelp schreibe, weil vor ca. 3 Wochen eine Mitarbeiterin von Yelp ihn anrief, um ihn als Kunden zu aquierieren. Ich sagte ihm, dass ich seit kurzem auf Golocal bewerte, weil Yelp für mich kein seriöses Portal sei.Da war er froh, dass er bei Yelp (bei "Fee") noch nicht zugesagt hatte. Mal sehen, ob die 50.000.000 Euro für den Kauf von Qype keine Nullnummer werden.

  • PJebsen

    12.11.13 (17:21:53)

    Ich habe über die Beschwerden in Sachen Yelp-Filter gebloggt: http://sozialgeschnatter.wordpress.com/2013/11/12/yelp-vs-qype-attacke-des-killer-filters-inkl-presseschau/

  • Karl Napf

    12.11.13 (21:17:03)

    Hallo Bewegter, Habe leider auch sehr schlechte Erfahrungen mit Yelp machen müssen. Berichte wurden nicht unternommen bzw. auf den falschen Account gestellt. Also alles in allem Murks. Was kann als Bewertungsportal noch empfohlen werden.

  • Karl

    13.11.13 (09:16:13)

    Der Transfer von Qype zu Yelp ist eine einzige Katastrophe. Beiträge werden nicht übernommen, von Bildern will ich mal gar nicht reden. Wenn dann tatsächlich mal was den Weg findet, so landet es unter einem falschen Acount oder im Weichspülfilter von Yelp. Kleines Beispiel das Sakura in Köln. 9 Beiträge sind sichtbar, 50 Beiträge!!! iIn Quarantäne. Auffallend hierbei ist, dass es sich durchweg um positive Beiträge handelt. Da diese jedoch nicht in die Wertung einfließen, wird das Sakura tatsächlich nur mit 3 Sternen gewertet, was in keiner Art und Weise dem tatsächlichen Leistungsstand entspricht. Ich werde mir den Quatsch noch bis Jahresende ansehen, gibt es keine Besserung bin ich weg. Habe mir schon mal GoLocal angesehen, das scheint um Klassen besser zu sein.

  • Hinnerk

    14.11.13 (21:51:52)

    Es heißt zwar "um Längen besser als" aber auch als Diplom-Rechthaber muss ich Dir zustimmen. Yelp ist Fake. Mit demokratischer Bewertung hat das nix zu tun.

  • Daniel

    18.11.13 (22:39:37)

    Was man tun kann als User und Betreiber eines Geschäfts: Alternativen nutzen. Ich habe eine Übersicht zusammengestellt: http://www.contextoo.com/113884808369/

  • Anna

    13.12.13 (05:47:23)

    ...."inaktive und widerwillige" User sind bei Yelp derzeit eher ein hausgemachtes Problem: Viele Nutzerkonten wurden gelöscht oder aber mit teilweise 50%weniger Inhalt zu yelp überführt worden. Ich beschreibe erlebte Tatsachen und den Frust über die sogenannte "Bereinigung" von Fake-Daten! ...verständlich wenn nun auch Unternehmen Zweifel anmelden, da viele aktive Users sich getäuscht fühlen.

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