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09.06.10

PR 2.0: Ein Tweet, eine E-Mail = 100.000 Visits

Mit nur einem Tweet und einer Mail an Bekannte und Kollegen gab Lars Hinrichs den Start von HackFwd bekannt. In weniger als 24 Stunden führte dies auf der Firmenwebsite zu mehr als 100.000 Visits.

Mit diesem Tweet gab Xing-Gründer Lars Hinrichs gestern früh den Start seines neuen Unternehmens HackFwd bekannt, einem Frühphasen-Investor für werdende europäische Web-Gründer mit starkem Technologie-Fokus. Die Twitter-Nachricht unterstützte er mit einer persönlichen E-Mail an einige Hundert Freunde, Bekannte und Kollegen. Auf eine Pressearbeit oder sonstigen Vorab-Kontakt mit Pressevertretern verzichtete er gänzlich.

Ein Tweet, eine E-Mail, und in weniger als 24 Stunden verzeichnte die HackFwd-Website über 100.000 Visits, wie mir der passionierte Unternehmen heute früh mitteilte. Mehr als 10.000 User klickten auf den bit.ly-Link (bit.ly/cXn6NV) in seinem Tweet, der kräftig geretweetet wurde.

Der Großteil der Visits kam von verlinkenden Websites und Blogs, die Hinrich's Tweet in Artikeln aufgriffen und über den Start von HackFwd berichteten. Kaum ein international führendes Branchenangebot, das die Neuigkeit nicht verkündete - bei TechCrunch gab es sogar zwei Postings. Auch in Deutschland folgten zahlreiche Berichte.

Hinrichs erklärte, dass er fest von der Viralität der Nachricht überzeugt war. Offensichtlich hatte er recht. Weshalb es auch eine weise Entscheidung war, die Firmensite über Amazons Cloud-Computing-Services laufen zu lassen - zu einer Downtime wie sonst bei Besucheranstürmen dieser Art häufig zu beobachten, kam es nicht.

Das HackFwd-Beispiel zeigt, wie sich mit Hilfe des Social Webs eine Ankündigung verbreiten lässt, ohne dass dafür aufwendige und mitunter kostspielige PR-Arbeit notwendig ist. Natürlich unterstützte Lars Hinrichs' Bekanntheit in deutschen sowie internationalen Webkreisen, seine knapp 6000 Follower sowie die gefällige, mit umfangreichen Informationen versehene Unternehmenswebsite die Viralität des Tweets.

Dennoch wird deutlich, was heutzutage mit einem kontinuierlich gepflegten Twitter-Konto, einer guten Reputation sowie eines maßgeschneiderten, eher auf Qualität als auf Quantität ausgerichteten Netzwerks möglich ist, und wie Botschaften sich quasi automatisch verbreiten können, wenn man als Absender die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen hat.

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