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13.08.10

PostRank, Google Reader und Chrome: Ein überzeugendes Trio

PostRank bewertet die Relevanz von Online-Inalten auf Basis der Reaktionen im Social Web. Mit einer neuen Erweiterung für den Chrome-Browser ist der Dienst auf dem Weg, sich unentbehrlich zu machen.

 

Über 16.000 Leser haben unseren RSS-Feed abonniert. Und sicher nicht nur unseren, sondern Dutzende, wenn nicht Hunderte andere auch. Wahrscheinlich befindet sich darunter auch der ein oder andere Feed, der mit 20, 30 oder mehr neuen Artikeln am Tag aufwartet.

Löschen möchte man eine derartige Quelle vielleicht nicht, weil man weiß, dass ab und an wirkliche Perlen oder exklusive Neuigkeiten publiziert werden. Dennoch würde man es sich gerne ersparen, jeden Beitrag scannen und gedanklich auf Relevanz prüfen zu müssen.

PostRank ist das perfekte Tool dafür. Marcel Weiss hatte den Dienst bei neunetz.com Ende Juni schon einmal ausführlich vorgestellt. PostRank bewertet die Relevanz von Onlinecontent auf Basis der Reaktionen im Social Web und erlaubt das Abonnieren von gefilterten Feeds, welche nur die laut PostRank besten und wichtigsten Artikel einer Site enthalten.

Bisher war Postrank für mich trotzdem nicht interessant, da ich Beiträge gerne so schnell wie möglich in meinem Feedreader auftauchen sehe, bei einem Abonnement über PostRank durch die Begrenzungen von RSS jedoch gewisse Verzögerungen auftreten können.

Eine gerade veröffentlichte Erweiterung für meinen Standard-Browser Google Chrome ändert die Vorzeichen komplett. Denn für alle User, die ihre RSS-Feeds mit dem Google Reader lesen (wie gut 30 Prozent der netzwertig.com-Abonnenten), bringt das Add-On die PostRank-Bewertungen direkt zu den Feeds in den Browser.

Statt manuell den gefilterten Feed von TechCrunch auf der Website von Postrank zu abonnieren, erscheint das artikelspezifische Scoring von Postrank (kurz PR, nicht zu verwechseln mit PageRank) automatisch direkt im Google Reader.

Wem das noch nicht reicht, der kann über ein oberhalb eines jeden Feeds platziertes Drop-Down-Menü auswählen, lediglich die guten, die richtig guten oder nur die besten Artikel serviert zu bekommen. Bisher empfand ich eine solche Filterung aber gar nicht als notwendig. Bereits das Anzeigen des PR neben den Postings hilft mir sehr bei der schnell Relevanzbeurteilung.

Bedenken muss man, dass der angezeigte PR immer relativ für einen Feed oder einen Ordner mit mehreren Feeds wiedergegeben wird. Lässt man sich also sämtliche Artikel aus dem RSS-Feed von TechCrunch anzeigen, signalisiert eine 1 bzw. 10 neben einem Posting, dass dieses von allen bei TechCrunch publizierten Beiträgen das mit der geringsten bzw. größten Zahl an Reaktionen ist. Eine 10 bei TechCrunch ist damit nicht automatisch gleichzustellen mit einer 10 bei einem sehr viel kleineren Blog, solange man nicht beide im selben Ordner abgelegt hat.

PostRank zeigt die Reaktionen aus dem Social Web in Echtzeit an und sorgt, soweit ich das bisher beurteilen kann, nicht für eine Verlangsamung des Browsers, was für mich eine Voraussetzung ist, um eine Erweiterung beizubehalten.

Ganz neu ist die Funktionalität übrigens nicht, eine Firefox-Erweiterung gibt es schon seit einiger Zeit. Laut ReadWriteWeb ist diese jedoch schlechter und vor allem langsamer .

Meine Empfehlung für alle Leser, die auf Google Reader und Chrome setzen, lautet daher: Probiert die PostRank-Erweiterung für Chrome aus. Ich glaube, für viele könnte diese zu einem Tool werden, auf das man nicht mehr verzichten möchte.

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