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14.05.08Leser-Kommentare

Platform-as-a-Service: Das nächste IT-Schlachtfeld

Software as a Service -- webbasierte Anwendungen à la Google Docs oder Salesforce.com -- sind im Moment der heisseste Trend in der Softwarebranche. Aber am nächsten Schritt wird schon fleissig gebastelt: Voll webbasierte Entwicklungsplattformen, die das Potential haben, Windows als dominantes System abzulösen.

Kaum eine Woche vergeht derzeit ohne Ankündigung einer neuen webbasierten API-Plattform. Gerade in den letzten drei Tagen haben MySpace, Facebook und Google ihre neuen APIs für die breitere Nutzung ihrer Social-Networking-Funktionalitäten vorgestellt. An allen Ecken und Enden spriessen die webbasierten Programmierplattformen aus dem Boden. Kein Wunder, schliesslich verdankt zum Beispiel Facebook seinen Erfolg nicht zuletzt dem pionierhaften Schritt, seine APIs für externe Entwickler zu öffnen.

Aber die Gründe für das Rennen um eine starke Position bei Web-Plattformen reichen wesentlich tiefer als nur zum Wettstreit um das grösste Social Network. Wer die dominante Plattform kontrolliert, verdient das meiste Geld, so die herrschende Meinung in der IT-Branche. Beispiele dafür gibt es reichlich: IBMs System/360 im guten alten Mainframe-Zeitalter, Sonys Playstation, der iPod, Ciscos Routersoftware -- all diese Plattformen haben ihren Eigentümern enorme Gewinne beschert und ganze Sub-Branchen geschaffen, die Produkte für diese Plattformen bauen, Dienstleistungen dafür anbieten oder als Verkaufskanal wirken. Das ganz grosse Vorbild heisst natürlich Wintel. Die Plattform-Allianz zwischen Microsoft und Intel dominiert den PC-Markt so umfassend, dass für die eigentlichen PC-Hersteller nur noch sehr dünne Margen übrigblieben. Microsoft und Intel kassierten den Löwenanteil der Gewinne, weil sie die Plattform kontrollieren, an die sich alle anderen anpassen mussten.

 

Wo bleibt die wirklich brauchbare Web-Plattform?

Im Internet fehlt bisher eine ausgereifte und dominante Plattform für Web-Applikationen. Das hat einen guten Grund: Das Web entstand nicht als kommerzielles Produkt, sondern als akademische Plattform. Es baute darum von Anfang an auf offenen Standards auf, die nicht von einer einzelnen Institution oder Firma kontrolliert werden. Diese Offenheit hat natürlich enorm viele Vorteile, aber auch ihre Grenzen: Verglichen mit einer reichhaltigen kommerziellen Plattform wie Windows bieten die herkömmlichen Web-Technologien sehr viel weniger Funktionalität.

Im Prinzip ist das Web "nur" eine Sammlung von Protokollen, die eigentliche Funktionalität muss man sich als Programmierer selbst zusammenbauen. Obwohl es ausgereifte Teilplattformen wie den LAMP-Stack und darauf aufbauende Frameworks wie etwa Ruby on Rails gibt, bleibt die Komplexität ziemlich hoch. Eine skalierbare Web-Anwendung zu schreiben und zu betreiben ist um Grössenordnung komplexer als, sagen wir mal, Applikationsentwicklung für Windows mit Visual Basic. Die vermutlich grösste Herausforderung daran ist der operative Betrieb, das Hosting. Internetbenutzer erwarten heutzutage eine praktisch perfekte 24x7-Verfügbarkeit mit extrem hoher Performance. Der Massstab heisst Google.

Die ideale Web-Plattform würde alle diese infrastrukturellen Probleme lösen und eine reichhaltige Grundfunktionalität anbieten, so dass sich die Entwickler ganz auf das kreative Programmieren toller Web-Applikationen konzentrieren können.

Das ist die Grundidee, die hinter dem neuen Schlagwort "Platform as a Service" steht. Erfunden (oder zumindest erstmals so genannt) wurde dieses Konzept vermutlich von SaaS-Pionier Salesforce.com. Diese Firma öffnete schon seit Jahren die Funktionalität ihrer erfolgreichen CRM-Lösung immer mehr für Drittentwickler, die so Ergänzungsmodule für das System schreiben konnten. Irgendwann beschloss Salesforce.com dann, unter dem Label "Force.com" seine immer umfassendere Plattform für Anwendungsentwicklung aller Art zu öffnen.

Anderswo bastelten derweil schon andere Firmen an vergleichbaren Konzepten, nicht zuletzt Google, Amazon und Facebook. Und immer mehr sieht es danach aus, also ob wir bald schon einen epischen Kampf um die dominierende Web-Plattform miterleben könnten, der deutlich grössere Konsequenzen haben könnte als der gute alte Browser-Krieg.

Was eine Plattform ausmacht

Aber fragen wir uns doch zuerst mal, was eine umfassende IT-Plattform eigentlich braucht. Wenn man sich die oben genannte Liste erfolgreicher IT-Plattformen anschaut, kommt man etwa auf folgende Kriterien:

1. Ein sehr breiter Anwendungsbereich. Die meisten erfolgreichen Plattformen sind sehr universell einsetzbar.

2. Reichhaltige Programmierschnittstellen (APIs) zu umfassender vorgefertigter Funktionalität. Die meisten Programmierer wollen sich auf die eigentliche Anwendungsfunktionalität konzentrieren und nicht herausfinden müssen, wie man irgendwelche Routineprobleme technisch löst. Gute Plattformen bieten darum reiche Bibliotheken an vorgefertiger Funktionalität.

2. Eine starke Entwicklungsumgebung. Ein gutes Beispiel ist in der traditionellen Windows-Welt ein Werkzeug wie Visual Studio. Dieses Paket deckt alles ab, was man als Anwendungsentwickler braucht.

3. Starker Support, umfassende Dokumentation, Schulungsangebote. Die erfolgreichsten Plattformen machen es Entwicklern ziemlich einfach, schnell produktiv zu werden. Wenn man will, kriegt man alles aus einer Hand.

4. Ein etablierter Vertriebskanal für Anwendungen. Schöne Programme zu schreiben ist das eine, sie zu verkaufen ist aber eine ganz andere Herausforderung. Starke Plattform-Firmen wie Microsoft unterstützen ihre Partner beim Vertrieb ihrer Produkte und liefern sozusagen das Zielpublikum zur technischen Plattform gleich mit.

5. Partnerprogramme mit Zertifizierungen. Wenn eine Plattform mal erfolgreich geworden ist, entsteht rund um sie Wettbewerb zwischen den Firmen, die Produkte für die Plattform herstellen oder Dienstleistungen dafür anbieten. Darum muss der Plattformanbieter dafür sorgen, dass Transparenz im Markt geschaffen wird und die Plattform-Partner ihre Kompetenz signalisieren können. Zertifizierungsprogramme sind eine beliebte Methode hierfür.

6. Im Web kommt ein weiterer Faktor hinzu: Weil Hosting, Betrieb und Skalierung von Web-Applikationen teuer und kompliziert sind, müsste eine starke Plattform auch hierfür eine Lösung bieten. Denn genausowenig wie sich Windows-Anwendungsentwickler mit den Details von Gerätetreibern herumschlagen müssen, sollen sich Web-Entwickler mit Serverkonfiguration und Load Balancing herumschlagen müssen.

Wer so alles mitspielt

Um es vorwegzunehmen: Kein Player im Web bietet bisher eine Plattform an, die diesen Kriterien umfassend gerecht wird. Aber schauen wir uns die verschiedenen Mitspieler doch mal genauer an.

Salesforce.com: Die Plattform des CRM-Herstellers kann ihre Herkunft aus der Ecke der Businessanwendungen nicht verleugnen. Der Fokus liegt klar auf der Programmierung geschäftlicher Anwendungen, die weniger durch ein aufregendes Userinterface oder die Skalierbarkeit für Millionen User als durch Zuverlässigkeit im täglichen firmeninternen Einsatz überzeugen. Salesforce.com will sozusagen fürs Web sein, was Visual Basic für die PC-Ära war: Ein sehr effizientes Entwicklungswerkzeug für Firmenanwendungen.

Von der Hostinginfrastruktur über Datenbank- und Integrationsdienste bis hin zur Entwicklungsumgebung und zum Marktplatz für Applikationen bietet Salesforce.com derzeit vermutlich die funktional umfassendste Plattform an -- theoretisch zumindest, denn viele Elemente befinden sich noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Ausserdem wirkt die Salesforce-Plattform ziemlich proprietär, sogar eine eigene Programmiersprache muss man erlernen, wenn man damit entwickeln will.

Google: Natürlich bietet der Suchmaschinen-Gigant schon länger allerlei APIs für seine diversen Dienste an, hatte aber bis vor kurzem keine eigentliche Entwicklungsplattform im Programm. Das ändert sich nun mit Google App Engine, das sich derzeit noch im geschlossenen Betatest befindet. Auf App Engine können Entwickler ihre in der Programmiersprache Python geschriebenen Applikationen mit sehr geringem Aufwand laufen lassen. Google bietet APIs für Datenspeicherung, User-Identifikation und Interaktion mit anderen Webdiensten. Dank Googles legendärer Infrastruktur müssen sich die Entwickler keine Gedanken über die Skalierbarkeit machen, auch im Erfolgsfall sind keine Engpässe zu befürchten.

Google App Engine ist ein interessanter erster Wurf, aber in Hinsicht auf Flexibilität und Funktionalität noch arg beschränkt (mehr Details zu Google App Engine hier). Auch Dokumentation, Support und Applikationsmarketing wirken bisher ziemlich rudimentär. Dafür ist der Spass im Moment noch gratis und wird das wohl für einfache Anwendungen auch immer sein. Nur wer signifikante Ressourcen benötigt, muss Google was zahlen.

Amazon: Der E-Commerce-Anbieter fing schon vor gut zwei Jahren damit an, seine für interne Zwecke entwickelte Technologie auf für externe Entwickler zu öffnen. Das Resultat ist eine ganze Gruppe von Diensten, die unter dem Label Amazon Web Services segeln. Die wohl interessantesten Produkte sind der Speicherdienst S3 und das virtuelle Hosting-Angebot Elastic Compute Cloud (EC2). Aber auch eine virtuelle Datenbank, Kommunikationsdienste und selbstverständliche E-Commerce-Funktionalitäten sind im Angebot.

In kurzer Zeit haben sich Amazons Dienste zum Liebling vieler Startup-Entwickler gemausert. In Bezug auf Flexibilität, Verlässlichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis sind Amazons Angebote derzeit ungeschlagen. Und Amazon hilft auch ein bisschen dabei, Lösungen zumindest in der Entwicklercommunity bekanntzumachen. Das Problem an der Sache: Amazon bietet in den meisten Bereichen nur sehr technische Low-Level-Funktionalität, das ganze eignet sich darum wirklich nur für Experten, die bereit sind, eine steile Lernkurve durchzumachen.

IBM, Sun und andere Traditionalisten: Auch traditionelle IT-Konzerne wie IBM und Sun versuchen sich, ein Stück vom Kuchen zu sichern, stecken aber grösstenteils noch in der Ankündigungsphase. IBM testet gerade sein Angebot "Blue Cloud", Sun bastelt an Project Caroline, das dereinst flexible Rechenkapazität für SaaS-Anbieter bereitstellen soll.

Etelos, Joyent, Coghead und andere Startups: Natürlich gibt es zahlreiche Startups, die sich berufen fühlen, als Plattformleader zum nächsten Microsoft zu werden. Eine der bemerkenswerteren Firmen ist Etelos, die eine ziemlich interessante Plattform für geschäftsorientierte Webapplikationen gebaut hat. Joyents Angebote sind vergleichbar mit Amazons EC2-Infrastruktur und konzentrieren sich derzeit stark auf Entwickler von Social-Network-Apps und Ruby-on-Rails-Anwendungen. Coghead fokussiert sich eher auf Nicht-Programmierer, die trotzdem einfache Applikationen bauen wollen, will also sozusagen das Microsoft Access der Web-Welt werden.

Facebook, OpenSocial und Konsorten: Eine eigene Subkategorie unter den Plattformen sind die APIs zu Social-Networking-Sites. Der Pionier hierbei war Facebook, das letztes Jahr seine Schnittstellen für Entwickler öffnete. Seither sind tausende von Facebook-Applikationen entstanden, die meisten davon eher zeitverschwendender unterhaltender Natur.

Die Konkurrenz schlief aber nicht, und vor einigen Monaten kündigte ein Konsortium unter der Leitung von Google die Plattform "Open Social" an. Im Gegensatz zu Facebooks Plattform soll Open Social eine offene Lösung sein, mit der Anwendungen entwickelt werden können, die dann auf verschiedensten Social Networks laufen. Noch-Marktführer MySpace hat inzwischen auch schon eine Programmierschnittstelle ausgerollt, die mehr oder weniger auf Open Social basiert.

All diese Social-Network-APIs sind ziemlich rudimentär und begrenzt von ihren Möglichkeiten her. Ausserdem bieten die Social Networks kein Applikationshosting, die Entwickler müssen sich also um die Infrastruktur selbst kümmern. Insofern sind diese Angebote beim besten Willen nicht mit den ausgereifteren Lösungen etwa von Amazon oder Google vergleichbar.

Microsoft: Der prominenteste Abwesende in diesem Rennen ist der Herr über den PC-Markt, Microsoft. Zwar gibt es immer wieder Gerüchte darüber, dass der Betriebssystem-König demnächst im ganz grossen Stil ins Cloud Computing einsteigen will, aber bisher wartet die Branche vergeblich auf ein greifbares Produkt. Halbherzige Ansätze wie das neulich angekündigte Live Mesh wirken da nicht gerade überzeugend. Microsoft hat bisher offenbar keinen Ansatz gefunden, wie man die Dominanz aus dem PC-Sektor ins Web-Zeitalter herüberretten könnte. Dabei wäre Microsoft eigentlich ideal positioniert: Keine andere Firma hat so viele loyale Drittentwickler in ihrem Partnernetzwerk. Aber Microsoft scheint lieber Windows-Lizenzen zu verkaufen als den Schritt ins eine neue Phase der IT zu wagen.

Fazit: Das Rennen ist noch offen

Wenn man all diese Mitspieler an den oben gennanten Kriterien misst, hat bisher keiner einen echten Anspruch darauf, zum nächsten Plattform-König zu werden. Nur schon an der technischen Funktionalität hapert es bei den meisten, und von höherwertigen Marketingdiensten, Partnerprogrammen und Support, der diesen Namen auch verdient, wollen wir mal lieber schweigen.

Bei all der aktuellen Aufregung um die zahlreichen Social-Network-APIs sollte nicht vergessen werden, dass solche Spezialanwendungen selten ein guter Weg sind, um die Plattform-Landschaft zu dominieren. Ausserdem bietet noch kein Social Network eine vollständige Plattform samt Applikationshosting an. Facebooks Träume, zum Plattform-König zu werden, sind darum vorerst müssig.

Am ehesten noch kann man bisher Amazon bescheinigen, eine wirklich glaubwürdige Lösung für Platform-as-a-Service zu bieten. Auch da fehlt noch vieles, aber wenigstens stimmen die technischen Grundlagen. An Grundfunktionalität ist eigentlich alles da, was man für eine gängige Web-Anwendung braucht, und zudem hat sich rund um Amazons Basisdienste bereits ein ernstzunehmendes Partnernetzwerk gebildet, aus dem man viele schlüsselfertige Lösungen beziehen kann.

Eins ist aber klar: Das Rennen um die nächste Plattform bleibt spannend. Und natürlich kann man sich fragen, ob wir in der Web-Ära überhaupt wieder eine so dominante Plattform erleben werden, wie sie die letzten Epochen der IT-Geschichte hervorgebracht haben. Vielleicht ist diesmal ja doch alles ganz anders...

Kommentare

  • Markus Spath

    14.05.08 (12:39:08)

    Kleine Anmerkung: ganz abwesend ist auch Microsoft nicht. Auf der MIX08 haben sie SSDS - so eine Art Amazon S3, also on-demand storage in der Cloud - vorgestellt, sogar mit Service Level Agreements und anderer "Web 2.0 Freundlichkeit". Aus welchen Gründen auch immer haben sie das dann aber wenig bis kaum kommuniziert (was natürlich auch wieder ein Indiz dafür sein kann, dass Microsoft die Web Services etwas stiefmütterlich behandelt und den Schritt in die neue Phase eher gelassen und/oder unbeholfen angeht).

  • Andreas Von Gunten

    14.05.08 (18:34:18)

    Amazon bietet in der Tat sehr gute und ausgereifte Platform Services an, die diesen Namen auch verdienen. Allerdings ist der Salesforce Ansatz wohl eher derjenige der den Anforderungen der klassischen Anwendungsentwicklern in Unternehmen entspricht. Die force.com Plattform entspricht allen 6 Anforderungen die Du hier aufzählst und ich wage zu behaupten, dass salesforce ebenso zu den glaubwürdigsten Angeboten gehört, die es gibt. Die proprietäre Programmiersprache die Du ansprichst, ist an Java orientiert und jeder Java entwickler kann in sehr kurzer Zeit damit umgehen. Der Grund, dass salesforce eine eigene Programmiersprache bereit stellt ist relativ einfach nachvollziehbar: In einer multi-tenant SaaS Umgebung muss sichergestellt sein, dass schlechter Programmcode das System als ganzes nicht beinträchtigen kann. Da es bislang keine Runtime Umgebung gibt, die das wirklich gewährleistet, hat Salesforce selber eine geschrieben, die von der grundlegenden Architektur her eben auf das SaaS bzw. PaaS Modell abgestimmt ist. Übrigens bietet salesforce.com das wohl am besten dokumentierte API mit den meisten Services. Propriäter zwar, aber vollständig öffentlich dokumentiert und alle Daten, und zwar wirklich alle, sind über verschiedenste Channels und Services ansprechbar. Auch das GUI ist mittlerweile vollständig anpassbar bzw. programmierbar (visualforce). Es gibt hier keine Einschränkungen ausser diejenigen des Clients. Bei deiner Aufzählungen der Anbieter wären vielleicht Ning.com und Longjump.com auch noch zu erwähnen Wer das Rennen machen wird ist in der Tat noch offen und ich bin auch der Meinung, dass es wohl eher verschiedene Player mit verschiedenen Schwerpunkten geben wird und dass die Anwendungen dank den APIs gut miteinander kommunizieren werden können. Aber im Moment hat sicher Salesforce die Nase vorn und ich könnte mir gut vorstellen, dass Google dereinst Salesforce übernehmen wird und sich damit den Weg in die Unternehmen zu erleichtern.

  • Adrian

    15.05.08 (04:06:26)

    re Microsoft sollte sich der geneigte Cloudcomputer auch mal den "Internet Service Bus" unter http://biztalk.net anschauen. Eine vielversprechende, mit .NET Sprachen relativ einfach erschliessbare Basis, um eine all die verschiedenen outgesourcten Services zu einem Ganzen zu verbinden ohne sich allzuviele Gedanken ueber das doch recht komplexe Messaging machen zu muessen. Sowohl fuer Anbieter von SaaS als auch Entwickler von Mashups interessant. Aktuell noch gratis zum rumspielen, aber sicher demnaechst per Transaktion oder Volumen abgerechnet. Und irgendwo kann man da sicher auch SSDS, MOS, Dynamics CRM Online etc. anschliessen.

  • Andreas_P

    17.05.08 (02:12:32)

    hallo zusammen, seht euch mal ebenfalls mal ganz kurz die (noch verdeckten Operationen von Xcerion AB an) Die sind seit 2001 unterwegs und haben ein komplettes OS ins Internet geschaufelt. Allerdings mit dazugehöriger SAAS-Marketplace Option... Die Newcomer sind technisch zwar auch nicht schlecht, aber diese Typen s.o schießen einfach den Vogel ab. (Alles transaktionsbasiert und xml familien orientiert) www.icloud.com (Xcerion AB) mfg.

  • Andreas Von Gunten

    21.05.08 (15:16:07)

    @ Andreas P. ich bin mir einfach nicht sicher, ob dieser webOS ansatz sinnvoll ist. ich denke nicht, dass wir die fenster bzw. desktop oberfläche als web applikation realisieren müssen, aber mal schauen, wie sich die sache entwickelt :-)

  • biernot

    01.06.08 (01:23:45)

    Wenn man zwei Schritte voraus denkt, landet man hier: http://en.wikipedia.org/wiki/EyeOS Alles spricht dafür...

  • Markus Breuer (Pham Neutra)

    05.06.08 (08:34:30)

    Extrem gute Analyse, Andreas. Zwei kleine Anmerkungen: Google App Engine ist nicht mehr closed Beta, jeder Google Account kann jetzt einen GAE account nutzen. Ich bin von GAE persönlich extrem beeindruckt. Aber, wie schon von Dir beschrieben, ist GAE eher etwas für kleinere Projekte, die dafür einige Einschränkungen in Kauf nehmen müssen - denen aber dafür viel Arbeit abgenommen wird. AWS ist eine Plattform für Pros. Eine ideale Plattform in dem von Dir beschriebenen Sinne wäre eventuell eine Art Hybrid zwischen GAE und AWS (auf dem Third Parties Angebote wie Coghead realisieren ...) Ich halte es gar nicht für schwierig, oder gar unmöglich, diese beiden Ansätze zu verheiraten. @Andreas Von Gunten Salesforce's Force.com ist sicherlich ein ausgesprochen professionelles Angebot für weitere Lösungen im Salesforce-Universum. Die Idee, dafür eine eigene Script-Sprache vorauszusetzen ist aber m.E. ein total verfehlter Ansatz. Hersteller machen so etwas immer wieder gerne (Stichwort "Kundenbindung" und Entwickler entwickeln nun einmal gerne Programmiersprachen), die Begründungen dafür stehen m.E. aber stets auf schwachen Füßen. Es gibt viele Beispiel dafür, wie man Standard-Sprachen in sichere Sandboxes einkapseln kann (GAE ist Eines davon). Das ist prinzipiell mit jeder Umgebung möglich, die auf der Idee "managed code" basiert - und das ist auf den meisten solchen Plattformen heute der Fall.

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