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22.10.10Leser-Kommentare

Pile: Browserbasierter Dateiserver ohne Speicherlimits

Pile ist ein neuer browserbasierter Dateiserver aus Österreich für alle, die regelmäßig größere Datenmengen transferieren müssen, ohne dafür viel Zeit und Mühe investieren zu wollen.

 

Wenn ich den Begriff "FTP" in die Runde schmeiße, wissen wahrscheinlich die meisten von euch, was sich dahinter verbirgt, und auch, auf welchen Wegen Dateien von und auf einen FTP-Server geladen werden können. Außerhalb internetaffiner Kreise sieht das jedoch anders aus - obwohl die Übertragung großer Daten für viele Teams, Projektgruppen und Kreative zum Alltag gehört.

Pile ist ein gerade gestarteter browserbasierter Dateiserver der Österreicher Werbeagentur Zeughaus, der sich an Fotografen, Designer, Musiker, Vereine und alle anderen Personen sowie Organisationen richtet, die regelmäßig größere Dateien verschicken müssen oder erhalten, sich jedoch weder mit auf Dauer unpraktischen One-Click-Hostern noch mit dem Betrieb oder der Miete eines eigenen FTPs herumschlagen möchten.

Im Gegensatz zu FTP- sowie anderen Storage-Lösungen erfordert Pile relativ wenig Vorkenntnisse von seinen Anwendern. Über die Onlineoberfläche lassen sich Dateien hoch- und runterladen, in Ordnern ablegen und per Vorschaubild einsehen und kommentieren. Administratoren eines Kontos könne Zugriffsrechte vergeben und so Nutzer ihres "Piles" für den Zugriff auf spezifische Verzeichnisse oder Dateien autorisieren.

Für die Ablage der Dateien setzt Pile auf den Cloudspeicher von Amazon S3, was eine entsprechende Skalierbarkeit mit sich bringt: Pile beinhaltet keine Speicher- oder Trafficbegrenzungen. Selbst die Ablage von Dateien mit einem Gesamtumfang von 500 Terrabyte ist theoretisch möglich, wenn auch ein solcher Bedarf eher selten auftreten dürfte. Zumal die Nutzung von Pile in einem solchen Fall teuer werden würde, denn man bezahlt je nach Verbrauch:

Der Upload oder Download von 100 Megabyte wird mit 0,35 Euro exklusive Mehrwertsteuer veranschlagt. Für 100 Megabyte belegten Speicherplatz werden pro Tag 0,035 Euro exklusive Mehrwertsteuer fällig. Wer also 7 Tage lang 1 Gigabyte an Daten bei Pile ablegt, zahlt 2,45 Euro für den Speicher, 3,50 Euro für den einmaligen Upload sowie 0,35 Euro für jeweils 100 Megabyte, die von Anwendern heruntergeladen werden, denen man Zugriff auf die Datei gewährt hat.

Pile-Administratoren befüllen ihr Konto im Prepaid-Verfahren mit Guthaben, das anschließend verbraucht wird. Eine integrierte Kostenübersicht listet auf, welche Datei welche Ausgaben verursacht hat.

Pile ist sicherlich nicht das preiswerteste Verfahren, um viele bzw. große Dateien zu verteilen. Wer dies lediglich einige Male pro Jahr machen muss, ist mit Rapidshare, Dropbox, Box.net, drop.io oder anderen Lösungen vermutlich besser beraten. Sofern jedoch häufiger Bedarf am Transfer von größeren Datenmengen besteht, bei denen zudem mehre Personen involviert sind, könnte Pile eine probate Lösung darstellen. Nicht zuletzt wegen der sehr ansehnlichen und sympatisch wirkenden Website sowie dem Vertrauen schaffenden Transparenz-Ansatz, der sich unter anderem in der öffentlichen Publikation der aktuellen Nutzerzahl auf der Pile-Website manifestiert.

Jeder, der Pile ausprobieren möchte, erhält bei der Registrierung 10 Euro Startguthaben.

Link: Pile

via internetszene.at

Kommentare

  • Christian

    22.10.10 (11:18:54)

    Hallo, ich habe mich erst vor kurzer Zeit für Dropbox entschieden. Rapidshare finde ich seit der Umstellung der Preise nicht mehr attraktiv. Zu den Alternativen Box.net o.ä. kann ich leider nicht viel sagen, da mir diese Lösungen damals nicht bekannt waren. Allerdings kann man bei Box.net nur 25mb große Dateien hoch laden, wohingegen Dropbox kein Limit hat und dabei kostenlos ist. Außerdem bietet Dropbox eine schönes Tool, mit dem man den Inhalt eines Ordners auf seinem Computer oder Handy syncen kann. Zudem kann man bei Dropbox seinen Speicher, durch das einladen anderer Nutzer, von 2 auf 8 GB erweitern. Wer sich also überlegt Dropbox zu testen möge sich bitte über folgenden Link anmelden: https://www.dropbox.com/referrals/NTEwMTQxMzM5OQ Danke

  • Daniel

    22.10.10 (16:27:11)

    Den einzigen Vorteil, den ich gegenüber Dropbox sehe ist, dass man nur lesende Zugriffe geben kann. Bei Dropbox kann man meinem Wissen nach durch eine Freigabe nur alle Rechte freigeben. Ansonsten sehe ich bei Pile keine Vorteile. Da der Dienst (sowie das Video, welches mitten in Satz zu Ende ist) komplett auf Deutsch ist, dürfte der Kundenkreis begrenzt sein. Insbesondere das von Christian beschriebene Tool macht Dropbox deutlich praktischer. Stichwort Einfachheit: Ob jeder weiß was man unter einem "Administrator" versteht.

  • Flokass

    22.10.10 (21:11:59)

    Das ist aber teuer. Außerdem ist das "Werbevideo" sehr schlecht / unprofessionell gemacht. Dropbox ist besser.

  • Christof

    23.10.10 (10:21:53)

    Dropbox und Co sind wirklich gute Produkte, wenn es lediglich um die einmalige Übermittlung von Daten geht. Daran besteht kein Zweifel... Die Dateiübermittlung ist eine Grundfunktion von Pile, die Trümpfe spielt Pile aber besonders dann aus, wenn es um Kollaboration geht; wenn Daten abgestimmt werden müssen. Denn durch die Vorschau und die Kommentarfunktion (direkt über Pile oder einfach als E-Mail Antwort) eignet sich Pile perfekt für Reviewprozesse mit Partnern oder Kunden. Kommentare und Downloads werden pro Datei sauber und übersichtlich protokolliert. Und durch die Datei-Versionierung entsteht auch bei mehreren Korrekturrunden keine Verwirrung... Noch ein kurzer Kommentar zu den Kosten: Pile ist kein BackUp Tool oder Langzeitspeicher. Pile ist ein Tool, um Projektdaten abzustimmen und zu übergeben. Stellt man Pile den Kosten für einen FTP Server gegenüber (zB Anschaffung, Wartung, Zeit für Erklärungen/Installationshilfe beim Kunden, Zugriffsverwaltung, oder ähnliches), ist Pile durchaus eine günstige Lösung - die zudem Nerven spart. :)

  • Daniel

    23.10.10 (12:19:14)

    Mhh dann kommt der Dienst in meinen Augen falsch rüber. Für mich macht es den Eindruck einer Dropboxalternative. Wenn es um die Kollaboration im Geschäftsumfeld geht, sollte man m. M. nach den Datenschutz mehr hervorheben. Bisher wird der Punkt mit einem Satz unter dem Stickpunkt Datensicherheit behandelt (was ja was anderes ist). Wenn man Geschäftdaten austauchen möchte ist das aber der wohl wichtigste Punkt.

  • Christof

    23.10.10 (12:48:32)

    Danke Daniel, dass ist ein guter Hinweis.

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