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22.10.09Leser-Kommentare

Personalisierbare Karten von StepMap: Manchmal lohnt sich ein zweiter Blick

Mit StepMap lassen sich kostenlos individualisierbare Karten erstellen und extern verwenden. Der junge Berliner Dienst richtet sich nicht nur an Nutzer, die die Reiseroute ihres letzten Urlaubs darstellen wollen.

StepMapMit neuen Webdiensten ist das ab und zu wie mit Musiktiteln. Mit manchen muss man mehrmals in Berührung kommen, um ihren speziellen Reiz zu erkennen. So jedenfalls erging es mir mit StepMap, einem jungen Berliner Service zum erstellen personalisierbarer Karten.

Als wir im Juli zum ersten Mal von StepMap hörten, hielt sich zumindest meine Begeisterung in Grenzen. Warum genau, weiß ich nicht mehr. Irgendwie funkte es nicht. Markus stellte StepMap jedoch  beim Samstag App Fieber vor.

Eben nun wurde ich erneut auf StepMap aufmerksam: deutsche-startups.de berichtete über Kooperationen des Berliner Unternehmens mit n-tv.de, RP-Online, dem Hamburger Abendblatt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das überraschte mich, immerhin ist StepMap noch äußerst jung und tauchte seit Juli zumindest auf meinem Web-Rader nicht wieder auf.

Anderseits stecken hinter StepMap mit Ole Brandenburg, Thomas Gottfried (beide Pageflakes) und Veit Spiegelberg (u.a. Alando/eBay) erfahrene Köpfe aus der Internetbranche mit mutmaßlich guten Verbindungen.

Jedenfalls scheint StepMap sich seit Juli bereits einige attraktive Partner geangelt zu haben, die die Karten der Berliner für die Illustration von Artikeln verwenden.

Nachdem ich mich jetzt ein zweites Mal mit StepMap auseinander gesetzt habe, fällt mein Fazit erheblich positiver aus. Nun erkenne ich, dass der Einsatzzweck des Dienstes nicht lediglich auf Nutzer beschränkt ist, die die Reiseroute ihres letzten Sommerurlaubs illustrieren wollen (so kam es damals nämlich bei mir an).

Stattdessen bietet StepMap ein äußerst einfach zu bedienendes Tool, um mit wenigen Klicks und Aufwand Kartenmaterial für vielerlei Zwecke zu erstellen, das anschließend lokal gespeichert, ausgedruckt oder aber auf externen Sites (z.B. Blogs oder Nachrichtenangeboten) eingebettet werden kann.

Ganz im Sinne des Namens "StepMap" ist die Kartenkreation in einzelne Schritte unterteilt. Im ersten wird die gewünschte Karte (Bundesländer, Länder, Kontinente) sowie der grafische Stil gewählt. Anschließend setzt man die für die jeweilige Karte relevanten Punkte und ggf. Verbindungslinien, z.B. für Orte, an denen man gewesen ist oder an denen ein bestimmtes Ereignis geschah.

Karte mit StepMap erstellen

Im dritten Schritt lassen sich zu einzelnen Punkten Dateien (Fotos, Videos, Audio, PDF) oder YouTube-Links hinzufügen. Abschließend müssen noch ein Titel, eine Beschreibung sowie Stichwörter hinzugefügt und der Status auf öffentlich oder privat gesetzt werden, und fertig ist die Karte - ok fast. Denn an diesem Punkt wird man zur Registrierung gezwungen.

Als Besitzer hunderter verwaister Konten bei Onlinediensten und Verfechter des Single-Sign-On leistet sich StepMap hier in meinen Augen einen Schnitzer - ein Login über die Accounts großer Social-Web-Dienste würde sehr viel mehr Usern die Erstellung einer Karte ermöglichen, selbst wenn sie sich nicht sofort bei StepMap registrieren wollen.

Das ist aber auch der einzige größere Kritikpunkt, den ich aktuell habe. Die Anwendung ist absichtlich einfach gehalten und die einzelnen Schritte sind gut erklärt, so dass auch weniger mit dem Netz vertraute Nutzer erfolgreich zu einer persönlichen Karte kommen dürften.

Größter Konkurrent von StepMap ist Google Maps, das auch das externe Einbetten von Kartenausschnitten erlaubt, aber ansonsten recht funktionsarm daherkommt und keine nennenswerten Optionen zur Personalisierbarkeit mitbringt.

Die Site ist derzeit komplett werbefrei, kostenpflichtige Premium-Accounts sind in Planung.

Beispielkarte:

Pakistan 2007

Kommentare

  • housetier

    23.10.09 (01:49:08)

    Kommt das Kartenmaterial von openstreetmap?

  • Jürgen Ertelt

    23.10.09 (09:32:33)

    Einen Workshop zu Stepmap gibt es auf http://www.netzcheckers.de/m1803935609_502.html und im netzcheckers.tv Folge 33. Eine geniale Beispiel-Map auf medialepfade.de

  • Veit Spiegelberg

    23.10.09 (11:49:44)

    Hallo, vielen Dank für den Artikel. Freut mich, dass Ihr noch mal einen 2. Blick riskiert habt :-) @1.housetier: Nein, das Kartenmaterial ist nicht von Openstreetmap Cheers Veit stepmap.de

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