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25.03.09Kommentieren

One in 8 Million: Die New York Times wird persönlich

Nah dran an den Bewohnern der Stadt ist die New York Times. Zu Fotostrecken erzählen ganz gewöhnliche Menschen ihre Geschichte – jede Woche einer von acht Millionen.

One in 8 Million: Einzigartige Geschichten, preisgekrönter Fotograf

Ich habe mich verliebt: In die neue New York Times-Serie "One in 8 Million". Seit Januar wird in der Audio-Slideshow jede Woche einer von über acht Millionen New Yorkern portraitiert.

"One in 8 Million" zeigt beeindruckende, wunderschöne Schwarzweißfotos und dazu passende Tonspur, auf der die Einwohner der Stadt aus ihrem Leben erzählen - vom 71-jährigen Apotheker, der sein Geschäft seit 45 Jahren führt, über die Schönheitskönigin mit den guten Noten, die mehrere Fremdsprachen spricht, bis zu Freda Degannes, die eine Operation überlebte, die sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent hätte umbringen sollen.

Sie alle sprechen bloß von ihrem Alltag: vom Musizieren auf den Straßen New Yorks, von ihren Jobs, den sie seit Jahrzehnten machen. Womöglich wären ihre Geschichten aufgeschrieben gar nicht so kraftvoll. Die Atmosphäre und ihre Stimmen haben einen wesentlichen Anteil daran, dass die alltäglichen Geschichten in den rund zweiminütigen Clips zu etwas ganz Besonderem werden. Nicht zu vergessen, dass die einzigartigen Portraits mit Bildern des preisgekrönten Fotojournalisten Tod Heisler unterlegt sind - das Gesamtpaket gibt mir eine Gänsehaut.

Ähnlich geht es mir auch bei dem Videoprojekt "onBeing" der Washington Times. Den veralteten Kommentaren nach zu urteilen wird die Seite leider nicht mehr mit neuen Inhalten gefüllt, aber was man zu sehen bekommt, ist teilweise ganz schön harter Tobak: In einem Video erzählt eine 15-Jährige von ihren Depressionen, ihren Erfahrungen mit Selbstverstümmelungen und davon, wie Mädchen, die ritzen, sich gegenseitig immer weiter anstacheln und geradezu in einen Konkurrenzkampf verfallen. Die Kamera ist dabei immer ganz nah dran, fängt jeden Augenaufschlag, jede Bewegung der Protagonistin ein. "onBeing" ist definitiv keine leichte Kost für zwischendurch, aber - genau wie "One in 8 Million" - einen Blick oder zwei wert.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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