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27.03.12Leser-Kommentare

Öffentliche Kritik: Google bekommt ein Image-Problem

Noch nie sah sich Google mit derartig anhaltender öffentlicher Kritik aus dem Unternehmen sonst zugeneigten Kreisen konfrontiert. Durch die strategische Neuausrichtung rund um das neue soziale Netzwerk Google+ entsteht ein ernsthaftes Image-Problem.

 

Im Web gelesene Artikel, auf die ich eventuell zu einem späteren Zeitpunkt in einem eigenen Beitrag Bezug nehmen möchte, speichere ich beim Social-Bookmarking-Dienst Diigo.

Ende des vergangenen Jahres beschlich mich der Eindruck, eine wachsende Zahl von Texten im Netz befasse sich kritisch mit dem aktuellen Treiben von Google. Und weil der Such- und Werbegigant nun einmal das tonangebendste Internetunternehmen der vergangenen Dekade war und damit auch bei uns einen wichtigen Gegenstand der redaktionellen Berichterstattung darstellt, entschloss ich mich, fortan Links zu Google-kritischen Beiträgen bei Diigo mit einem eigenen Tag zu versehen. Einfach, um rückwirkend schnell einige entsprechende Artikel zur Hand zu haben, falls dies erforderlich sein würde. Zumal es eine gewisse Bedeutung hat, wenn der einstige, nahezu uneingeschränkte Liebling von Web-Enthusiasten und Tech-Geeks plötzlich in den einschlägigen Branchenblogs mit Vorwürfen und Verrissen bedacht wird.

Ganze 23 Beiträge mit dem Schlagwort "Googlefail" befinden sich mittlerweile in meinem Diigo-Archiv (rückwirkend betrachtet hätte ich es besser "Googlekritik" nennen müssen, aber dazu ist es nun zu spät), darunter auch so legendäre Texte wie der jüngst bei Gizmodo erschienene "The Case Against Google" sowie der des ehemaligen Google-Mitarbeiters James Whittaker.

Gerade speicherte ich einen weiteren sogenannten "Rant", der am Abend bei TechCrunch erschien und der beschreibt, wie Google mit seinem sozialen Netzwerk Google+ sämtliche Chancen hat verstreichen und die meisten Schwächen von Facebook in einem eigenen Social Network hat nachbauen lassen, ohne dessen Vorzüge zu übernehmen.

An dieser Stelle soll es jedoch nicht darum gehen, inwieweit der zunehmende kritische Blick auf das bisherige Ausnahmeunternehmen gerechtfertig ist und ob Google+ - das hochpriorisierte Projekt, das im Endeffekt direkt oder indirekt hinter jeder unpopulären Veränderung und einschneidenden Maßnahmen des Konzerns steht - nun als Flop bezeichnet werden muss oder nicht.

Branchenbeobachter distanzieren sich von Google

All das zählt am Ende nämlich nicht. Was zählt, ist die vielerorts zu beobachtende Distanzierung von dem Unternehmen, das über so lange Zeit äußerst erfolgreich seinen ungewöhnlichen - und zumindest jetzt unvorteilhaften - Slogan "Don't be evil" vor sich hergetragen und nach diesem gehandelt hat. Doch mittlerweile schrumpft die Gruppe derjenigen, die Google weiterhin seinem Motto treu bleiben sehen, während parallel immer mehr Journalisten, Analysten und Blogger ihre rosarote Brille abnehmen, wenn sie die Geschehnisse in Mountain View thematisieren (und damit meine ich nicht chronische Google-Kritiker einschlägiger deutscher Holzmedien).

Google betreibt noch immer zahlreiche Dienste, die Millionen von Internetnutzern lieben und täglich mit Begeisterung verwenden - von der klassischen Suche über Google Mail und YouTube bis hin zu Google Docs und Android. Doch gleichzeitig ist zumindest in Kreisen von Meinungsführern und profilierten Tech-Autoren ein merklicher Sympathieverlust zu vernehmen. Nicht bei allen, wohlgemerkt. Aber der Blick auf meine Diigo-Sammlung sollte auch denjenigen zu denken geben, die bisher der Ansicht sind, bei Google sei alles in Butter. Denn viele Kollegen haben offenbar einen anderen Eindruck.

Und dieser Eindruck, der über die verschiedenen, oft bei Netzinteressierten eine hohe Reichweite erzielenden Artikel kommuniziert wird, pflanzt sich fort und führt zu immer neuen Texten mit ähnlich zweifelnder Sichtweise.

Auch wenn man hervorragend darüber streiten kann, ob die derzeitige Neuausrichtung mit Google+ als künftige, sozialere Ausformung von Google nicht trotz des Gegendwindes der richtige Weg sein könnte, so ist augenscheinlich, dass mittlerweile ein fruchtbarer Nährboden für dem Internetgiganten wenig schmeichelhafte Betrachtungsweisen existiert. Und das ist am Ende für Google ungeachtet der Frage einer tatsächlich vorhandenen Fehlentwicklung ein großes Problem.

Google ist Argwohn der Nutzer nicht gewohnt

Denn das Unternehmen hat über Jahre seinen Erfolg, aber auch seine Mitarbeiterbindung auf der hohen Beliebtheit in der Nutzerschaft (alias Bevölkerung) aufgebaut. Niemand weiß im Hause Google, wie man mit einer breiten, mitunter hämischen, aber in jedem Fall lautstarken Front an Kritikern umgeht (auch hier sind die notorischen Google-Nörgler einiger renommierter Verlagshäuser ausgenommen), die sich nicht mehr einfach mit einem neuen bunten Doodle besänftigen lassen. Und nicht jeder Angestellte wird sich dem Unternehmen künftig noch so verbunden fühlen, wenn im direkten Umfeld die Reaktion nicht mehr länger "Du arbeitest bei Google, cool!" sondern eher "Wer nutzt eigentlich Google+?" lautet.

Noch sind Google-Mitarbeiter sehr zufrieden mit ihrem Arbeitgeber. Doch setzt sich die Negativ-Presse fort, droht der Firma ein bisher nicht gekannter Prestige- und Imageverlust, der zur weiteren Abwanderung von wichtigem Personal führen würde und der sich durchaus auch im Werbegeschäft niederschlagen könnte - zumal Anzeigenkunden derzeit ohnehin vor der Frage stehen, ob sie künftig nicht stärker im Social Web statt bei Google werben sollten.

Es mag sein, dass Larry Page und das Google-Management der Ansicht sind, die Transformation von Google 1.0 zu Google 2.0 entwickele sich prächtig. Und es mag auch sein, dass viele Kritiker über die Stränge schlagen und Google einzelne Praktiken negativ auslegen, die sie bei Facebook oder Apple kaum beachten würden. Doch am Ende ändert dies nichts an der zunehmenden Feindseeligkeit gegenüber Google in einer Sphäre des Internets, in der lange Zeit die größten Unterstützer des Unternehmens zu finden waren. Und darüber muss sich Google große Sorgen machen.

Nach all den Schön-Wetter-Parolen der Vergangenheit wäre es deshalb an der Zeit, dass Google Mittel findet,dem weiteren Ansehensverlust Grenzen zu setzen. Geschieht dies nicht, werden sich die Abgesänge in den Medien fortsetzen. Selbst das stärkste Unternehmen mit dem besten Selbstbewusstsein geht daran irgendwann kaputt. Nicht von heute auf morgen, aber sukzessive.

Kommentare

  • rob d

    27.03.12 (06:52:00)

    Und schon wieder das altbekannte Google-Bashing. War ja nicht anders zu erwarten..

  • Martin Weigert

    27.03.12 (06:54:42)

    Wieso ist es Google-"Bashing", wenn ich auf einen zweifellos vorhandenen Einstellungswandel in Tech-Kreisen gegenüber Google Aufmerksam mache, der von Google selbst verschuldet ist, und die Risiken unterstreiche, die damit verbunden sind? Ein Zitat aus dem Text, extra für dich: "Aber der Blick auf meine Diigo-Sammlung sollte auch denjenigen zu denken geben, die bisher der Ansicht sind, bei Google sei alles in Butter. Denn viele Kollegen haben offenbar einen anderen Eindruck."

  • Michael Gisiger

    27.03.12 (07:05:52)

    Nun ja, wenn ich so lese, was der @ChristophKeese und andere Lobbyisten der Contentmafia von sich geben (z.B. http://goo.gl/fFP5N ), dann vermute ich hinter einem nicht unwesentlichen Anteil der Google-kritischen Beiträge in den Mainstream-Medien eine Agenda. Es kann doch kein Zufall sein, dass die Anzahl solcher Beiträge parallel zur gestiegenen Aufmerksamkeit für Themen wie ACTA, SOPA, Leistungsschutzrecht etc. pp. massiv zunimmt. Es agieren ja auch nicht alle Journalisten derart durchsichtig plump wie der Keese ...

  • rob d

    27.03.12 (07:07:29)

    Das mit deiner diigo-Sammlung ist sone Sache Martin: Hätte ich mir in den letzten Monaten auch so eine Sammlung angelegt und nur positive Berichte über Google gespeichert, dann wäre mit 100%iger Wahrscheinlichkeit die Sammlung mindestens genauso groß, wenn nicht sogar größer. Und was hätte das dann zu bedeuten? Wäre Google deshalb wieder gut weil meine Sammlung größer wäre? Mann kann JEDE Meinung mit unzähligen Artikeln untermauern. Dafür hat das Internet genug Meinungen parat. Oft sieht man nur das was man sehen will.

  • Martin Weigert

    27.03.12 (07:10:21)

    @ Michael Gisiger Diese Personen habe ich ja im Artikel explizit ausgeschlossen. Es geht nicht um notorische Google-Kritiker mit eigener kommerzieller Agenda. @ rob d Das Entscheidende ist doch, dass das Anlegen einer derartigen "Sammlung" noch vor zwei Jahren zumindest aus seriösen, renommierten Quellen nicht möglich gewesen wäre, weil es kaum derartige, an die Substanz gehende Artikel gegeben hätte ;)

  • Detlev Funk (svennii)

    27.03.12 (07:28:11)

    Wieviele sind das denn wirklich, die Google so kritisch betrachten? 50? Oder vielleicht 100 Personen? Oder etwa doch nur 20 sogenannter "Eliteblogger" oder "TOP-Influenzer"? Und alle nutzen doch irgendwie täglich Google... Ist es nicht gerade Google, dann eben Facebook, oder andere Dienste... Ich für meinen Teil bin froh, dass es Google gibt :-)

  • Harald Henzler

    27.03.12 (08:04:12)

    Ob man Google mag oder nicht - interessanter aus meiner Sicht ist die künftige Ausrichtung. Hier aus der Sicht der Medienunternehmen der Blick auf Google Play im Vergleich zu Apple und Amazon. http://www.smart-digits.com/2012/03/google-play-ein-okosystem-der-nachsten-generation/#more-2510

  • Mika B.

    27.03.12 (08:19:05)

    Es steckt nur eine Firma dahinter und das ist Microsoft vermutlich mit (heimlicher) Unterstützung von Apple. Deren Taktik ist es schon länger den Ruf von Google zu Zerstören um ihren eigenen dadurch Aufzupolieren und einen gefährlichen Gegener zumindest zu Schwächen. Sie setzen ihre ganze Marktmacht und politischen Einfluß dafür ein. Es kam ja herraus das sie hinter fast allen US oder EU Klagen gegen Google stecken und auch massiv ihren Einfluß auf die Presse Nutzen. Es soll ja mittlerweile in der selbst in der Bloggersphäre viel dafür geboten werden.

  • Karl-Heinz-Uwe-Pilz

    27.03.12 (08:23:13)

    https://twitter.com/#!/MichaelHensch/statuses/184545267473850368

  • Martin Weigert

    27.03.12 (08:30:49)

    Ah, also alle anderen sind Schuld, nur Google selbst hat alles richtig gemacht und trägt damit keine Verantwortung für die Entwicklung? Sehe ich persönlich zumindest anders.

  • Jan-Eike

    27.03.12 (09:02:29)

    Ich finde es schon sehr merkwürdig, wie einige Google-Fans auf Google-Kritik reagieren: Ausblenden, ausblenden, ausblenden...

  • David

    27.03.12 (09:04:24)

    Guter Artikel. Ich beobachte seit geräumer Zeit das Gleiche und die Kritik im engischsprachigen Raum, in dem ich mich üblicherweise bewege, ist mittlerweile ziemlich imposant. In allen Blogs von Webmastern, Entrepreneuren etc. die ich regelmässig lese, und das dürften insgesamt an die hundert sein, macht sich eine Anti-Stimmung breit. Google muss manche Vorgehensweisen überdenken, sonst könnte es, langfristig gesehen etwas unangenehm für sie werden. David

  • Erbloggtes

    27.03.12 (09:36:31)

    Ich habe das vor einem halben Jahr mal quantifiziert und festgestellt, dass Google noch etwas negativer bewertet wird als Apple (in deutscher Sprache allerdings Apple schlechter wegkommt): Google, Apple, Microsoft: Who’s bad? Beim raschen Nachgooglen zeigt sich, dass sich seitdem der Ruf von Google eher verschlechtert hat: "Google is more evil than Microsoft" sagen nun fast doppelt so viele Quellen wie damals. Interessanter Gedanke übrigens, dass Googles Image-Problem letztlich nur auf Google+ zurückzuführen ist.

  • Karl-Heinz-Uwe-Pilz

    27.03.12 (10:22:51)

    Google hat in meinen Augen alles andere, aber sicherlich KEIN Image-Problem! Wenn man über Googles Image redet, sollte man zumindest auch einmal Googles philantropischen Arm google.org erwähnen. http://www.google.com/landing/givesback/2011 http://www.google.com/+/learnmore/nonprofits Ich kenne kein anderes IT-Unternehmen dass so viele Millionen jährlich für gute Zwecke spendet. Daher interessiert mich die ganze Datenschutz- und Datenkrake-blabla-Debatte überhaupt nicht und ob irgendwelche amerikanischen "Elite"-blogger Google toll oder nicht toll, evil oder nicht evil, cool oder nicht cool finden. Solange Google weiterhin so viel Geld für gute Zwecke spendet, Umweltschutz und das freie Wissen fördert, werde ich weiterhin ein Befürworter dieses Unternehmens sein. Da könnten sich mal andere Unternehmen wie Apple mal ein Beispiel nehmen. Sitzen auf 100-Milliarden-Dollar Barreserven und es fällt ihnen nichts besseres ein als das Geld in Form einer dicken Dividente an ihre Aktionäre zu verscherbeln. Steve Jobs hätte da sicherlich andere Pläne mit gehabt... ihm hätte ich es zugetraut dass er vielleicht mal auf Bill Gates spuren wandelt und sein milliardenschweres Erbe ebenfalls für gute Zwecke spendet..... aber gut ist jetzt ein anderes Thema. Mag jetzt vielleicht etwas offtopic sein, aber ich beurteile ein Unternehmen nicht nur aufgrund ihrer Produkte, Services und ihrem "cool" sein, sondern auch aufgrund dessen was das Unternehmen für die Gesellschaft tut. Und da macht Google mehr als alle anderen Unternehmen. Wäre schön wenn dieser Aspekt auch ab und zu mal Beachtung finden würde.

  • Karl-Heinz-Uwe-Pilz

    27.03.12 (10:25:26)

    warum wartet immer mein 2. Beitrag zu jedem Artikel immer auf Freischaltung??? Ist nicht das erste mal. Wenn euch meine Beiträge zu unbequem sind, dann sagt das. Werde dann möglichst in eurem Sinne kommentieren -.-

  • Martin Weigert

    27.03.12 (10:31:33)

    Kommentare, die 2 oder mehr Links enthalten, landen aus Spamvermeidungsgründen in der Moderation.

  • Struppi

    27.03.12 (10:33:26)

    Eine Entwicklung, die ich auch (subjektiv) bestätigen kann - habe gerade selber einen Blogeintrag zum Thema geschrieben. Für mich ist letztlich die neue "möglicherweise" AGB ausschlagebend gewesen, für einen Abschied von google. Eine "Schutzbestimmung" (google nennt sie ja Datenschutzbestimmung) die mich auschließlich darüber informiert, dass meine Daten (möglicherweise oder gegebenenfalls) weitergegeben werden, ist für mich ein Grund ein Unternehmen zu meiden. Ich meide jetzt seit ca. 2 Monaten google Seiten und bin trotzdem immer noch täglich 10 Stunden im Netz unterwegs.

  • Franz

    27.03.12 (10:53:46)

    Empfehle dazu auch folgenden Text http://hackr.de/2012/01/31/googleheimer

  • Mario Stonies

    27.03.12 (12:19:16)

    Ich für meinen Teil gehe davon aus, dass die Google "Image Diskussion" lediglich initiiert wurde, um an dessen Image zu kratzen! Als privater und geschäftlicher Google Nutzer (Analytics, AdSense, Maps, Earth, Docs, Mail, usw usw...) habe ich interessanter Weise auch zu Beginn dieses Jahres mich selbst und Freunde gefragt, wie es um das Image von Google bestellt ist. Die Antworten waren durchweg positiv. Während 2010 das Wort "Datenkrake" in aller Munde war, hatten 2012 viele meiner Freunde vielmehr nur Positives zu Google geantwortet. Das liegt natürlich zum einen an den vielen kostenlosen Webservices, welche das Leben vieler vereinfachen und auch im Beruf angenehme Helfer sind. Eine solche Fülle an Diensten bieten aktuell eben nur Google. Es würde mich daher also nicht wundern, wenn die "Image Kampagne" seinen Uhrsprung bei einem der anderen großen Drei (FB, Apple, Microsoft) genommen hat, da sich diese unweigerlich eingestehen müssen, eine solche kostenfreie Produktfamilie an Webservices nicht aufweisen zu können. Aber das nur am Rande... vielleicht sieht man ja bald auch einen Doodle auf der FB Startseite... Seinem Image hat sich Google aber auch in den vergangen Jahren selbst angenommen und daran gearbeitet. Google beteiligt sich zum einen großzügig an Spenden und nutzt seinen Einflussbereich auch für soziale Großprojekte (wie Karl-Heinz-Uwe-Pilz bereits angesprochen hat). Des Weiteren hat Google mit der Personalisierung von Diensten (Google Startseite), seinen beliebten Doodles und den Easter Eggs aber auch aktiv den User versucht zu beeinflussen (oder spricht man gleich von Manipulation?). Bei mir hat Google damit für viel Freude gesorgt. Besonders die Hommage an Stanisław Lem mit dem Roboter Spiel war sensationell! Ich will damit z.B. Nutzungsbedingungen nicht rechtfertigen, aber dennoch anmerken, dass es nicht unbedingt um das Image von Google schlecht bestellt ist, nur weil irgendwelche Superspreader davon überzeugt sind. Über eine Milliarde Nutzer scheinen da eine andere Sprache zu sprechen.

  • Peter Neujer

    27.03.12 (15:04:12)

    Also irgendwie bei so viel Text fehlt mir der Inhalt. Kernaussage des Beitrags ist, dass Google ein Imageproblem hat und verweist auf Diigo und 23 Beiträge, die sich kritisch über Google äußern. Aber das hätte man genauso in 5 Sätzen formulieren können

  • Rockiger

    27.03.12 (15:50:41)

    Das Problem ist, dass Google immer weiter wachsen will/muss. Deswegen machen die sie so einen Schmarn wie Google+, das niemals Facebook ablösen wird und auch nichts wirklich neues an Wert geschaffen hat. Google sollte lieber mal wieder versuchen, richtige Innovationen hinzubekommen, anstatt nur noch abzukupfern oder zu kaufen.

  • Michael

    27.03.12 (16:21:48)

    Was juckt's die Eiche ein paar TechBlogger, wenn Milliarden Menschen weiter Google nutzen. Google steht als Suchgigant so unangefochten und quasi konkurrenzlos da - wenn sie nicht direkt und bewusst gegen ihre User agieren (was ich nicht erkennen kann) und Innovationen weiter wie bisher vorantreiben, wird ihnen überhaupt nichts passieren. Google ist ein Segen fürs Internet, da finde ich solch substanzarmes Bashing fast schon bisschen schäbig.

  • Kiki

    27.03.12 (17:06:55)

    Schon interessant, wie einige hier die Scheuklappen nicht nur aufbehalten wollen, sondern geradezu festtackern … Google Bashing sieht anders aus. Bashing heißt so viel wie sinnloses draufschlagen; das ist hhier natürlich überhaupt nicht der Fall. Aber es gibt eine Vielzahl von Kritikpunkten, und in letzter Zeit mehren sie sich, schon deshalb, weil Google sich und sein Geschäftsmodell komplett wandelt. Das wollen viele Fans nicht sehen, aber sie werden es früh genug merken. Und wenn man Kritikpunkte nicht mehr ansprechen darf, dann ist’s auch egal – don’t feed the fanboi trolls, kann ich da nur sagen.

  • Joshua

    27.03.12 (18:23:11)

    @Kiki: Solange es Menschen wie dich gibt die abwertend von Google-"Fanboys" sprechen, wird es auch immer Leute geben die vom Google-"Bashing" sprechen. So einfach ist das. Aber ich wollte eigentlich was anderes sagen: Liebes netzwertig.com-Team: Ihr würdet euch sicher keinen Zacken aus der Krone schlagen wenn ihr mal einen Tag keinen Artikel bringen würdet wenn es nichts zu berichten gibt. Aber anscheinend setzt ihr lieber auf Masse statt Klasse. Der Rubel muss ja rollen; sprich: die Klickzahlen immer steigen. Wirklich schade. Ich würde für eine kostenpflichtige Ausgabe von netzwertig.com gerne 5 Euro im Monat zahlen wenn ihr mir nur die wirklich relevanten Neuigkeiten und Analysen zuschickt und nicht solchen Schmarrn. Ich gebe Peter Neujer Recht wenn er sagt dass das ganz schön viel aufgeblasener Text ist um eine ganz dünne Aussage herum. Ärgerlich wenn man sich dann die Zeit für solch einen langen Text zum Lesen nimmt und am Ende merkt dass es auch gereicht hätte einfach nur die Überschrift zu lesen. Ein Tweet hätte es auch getan, soviel Inhalt sehe ich da.. Apropos Tweet: Wann bietet ihr mal endlich kommentieren per Twitter-Login an? Meint ihr nicht dass das mittlerweile zeitgemäß wäre? Finde es nervend immer meine Spam-Adressen hier einzugeben um sie dann beim nächsten mal wieder zu vergessen und ne neue zu suchen.

  • Martin Weigert

    27.03.12 (19:11:01)

    Danke für dein Feedback. Leider kann man es nicht immer allen recht machen. Und wie die Metriken zum Artikel zeigen, scheinen nicht alle Leser deine Meinung zu teilen. Zum Kommentieren via Twitter & Co: Diesen Wunsch hören wir vergleichsweise selten, ist aber als Verbesserungsvorschlag notiert

  • Ralf

    28.03.12 (01:41:02)

    es geht sicherlich nicht um cool oder uncool sondern 1. als Unternehmer bist du von der Auffindbarkeit bei Googel abhängig. Wirst du als Unternehmer von Deinen Kunden nicht gefunden machst du auch keinen Umsatz. So einfach ist dies. 2. Damit du bei Google mit deinen Produkten gefunden werden möchtest, musst du dich mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigen http://de.wikipedia.org/wiki/Suchmaschinenoptimierung Der, der den Content für Google optimiert steht auf der "ersten Seite" und nicht der, *besser* ist. 3. Ein Werkzeug der Suchmaschinenoptimierung ist der Link von anderen Seiten. Ergebnis für mich ist - weil ich eine Page Rank 3 Seite habe ist, dass ich einmal in der Woche eine Anfrage erhalte -ob ich nicht einen Link setzen möchte. Google nervt. 4. Die Ergebnisse von Google sind aus meiner Sicht nicht brauchbar. a) ich mag die Kunstrichtungen: Action Painting, Drip Painting, Tachismus, Ergebis der Bildersuche sind nicht die Meister - sondern... einfach mal testen :) Unter den ersten Bildern kannst du auch mein Protrait finden. b) ich mag sinnvolle Techniken. Die mir bei der Suche helfen - damit ich finde und nicht mehr suche. Wie dies geht zeigt: http://www.wolframalpha.com/ 5. Google hat selber keinen Content - es liefert nichts _brauchbares_ sondern kopiert, verkleinert, zitiert, reduziert nur von uns Anderen und haut ihre Werbung dazu. Wir benötigen Google nicht - sondern wir benötigen eine funktionierende Suchmaschine. Davon hat jeder Einzelne mehr.

  • Bernd Zolchhofer

    28.03.12 (21:08:53)

    Statt sein Fähnlein nach dem generellen Wind aus den Staaten, der halt momentan mal wieder Anti-Google weht, zu richten, sollte sich der mündige Bürger lieber selbst ein Bild machen. Auf "Meinungen" von TC, Mashable, etc. gebe ich seit geraumer Zeit nicht mehr viel, wenn's um pro/contra Firmen/Dienste geht haben diese Blogs bald Daily Soap Niveau erreicht. Wenn ich da als Beispiel nur an das aktuelle Pinterest-Gewaltgehype denke wird mir speiübel. Aber musste auch erstmal können, jeden zweiten Tag neue tolle Seiten an etwas zu entdecken, das in 5 Sätzen erschöpfend erklärt ist. ;-)

  • Dominik Zogg

    29.03.12 (04:30:25)

    Hallo Martin Du hast dir Mühe gegeben ein nicht sachliches Thema sachlich zu halten. Viele der Beiträge im Netz sind reine Racheakte an der Veränderung. Die Schwierigkeit ist, dass die Einstellung wichtiger ist als die Tatsache. Dein Artikel hilft dabei eine "Wahrheit" zu etablieren die von beinahe niemandem geprüft wurde. In einem Umfeld in dem niemand über nachweisliche Bestechungsgelder von Facebook an Blogger für Googlebashing bezahlen wollten und sich vielleicht auch ein paar bezahlen liessen. Die Wahrheit hat nichts mit Fakten zu tun, sodern damit ob sie von den meisten geglaubt wird. Gruss Dominik

  • Carlos S. Lebrón Jr.

    29.03.12 (19:58:51)

    I consider all this "Google is evil" argument to be silly, misguided and quite tiresome. Here is Google's mission statement: "Organize the world’s information and make it universally accessible and useful." At the time of Google's founding that basically meant crawl the web for some websites since everything was pretty much available to anyone and make it available in an organized usable way. Fast forward to 2012, the web has changed dramatically. The once open nature of the internet has been replaced with walled gardens and pay walls. Just crawling the web no longer works because the information being created contains much more than just blog posts, comments and photos. We create a trove of information that contains our experiences, relationships and very detailed aspects of our lives creating a trail of data that makes it impractical to display or categorize in just 10 blue links on a webpage. Naturally that data represents a gold mine for companies and advertisers because it gives them unprecedented access to information that you couldn't get before without a court order. Google, like any other company, is not all-powerful, they also have to deal with market trends and pressures of such a competitive environment. Sure, they may stumble a few times but who can tell me here that they've never made a mistake. Who can say they've never hurt anybody with something they did, intentionally or not. Not one. However, I'm sure the majority of us would tell you that even though at one point or another we've screwed up we have grown because of those experiences, we have become better people and we have learned from our mistakes and yes, sometimes we have even changed our perspective on issues that we once thought were unquestionably clear. I believe Google is still worthy of looking up to as a company and of promoting it. Of all the top tech companies like Apple, Microsoft, Oracle etc. Google's values are far higher than any of those other companies I mentioned. When was the last time Apple allowed you access to your own information. When have they given you even the option of knowing how much information they have on you and delete it? How many times has Microsoft been punished for anti-competitive behavior when it basically has over 90% of the pc OS marketshare? Same with Oracle's lawsuits against various companies trying to stifle competition. Gina Trapani has started complaining about how much Google has fallen yet she gets an iPhone and "begrudgingly" got an iPad which she loves made by a company that has been accused repeatedly of anti-competitive behavior and has been accused of colluding with book publishers to raise the price of ebooks. Google started with an ideal and they have tried to stick to it as much as they can but given the business landscape with lobbyists buying up members of congress, bogus patent lawsuits and a tech media sector hellbent on finding ways in which Google is evil they have been attacked in a way that is not proportional to what they've done wrong. It isn't wrong to be for profit, it isn't reason to be cynical about it and yes, it is possible for a company to adhere itself to certain values when operating. Nothing I've seen from Google as a company makes me think they've decided to renege on their values as many of you want to make us believe. How many people from Apple, Microsoft, IBM, Oracle, Amazon, Sony, Samsung, HTC you name it you see on podcasts openly talking with people who even though are tech reporters are also customers? Now that Think Up App is going for profit I hope that Gina Trapani, Leo Laporte and many others who have jumped in the "Let's bash Google" bandwagon lately learn that sometimes to live in a jungle you have to be a Lion.

  • Martin Weigert

    29.03.12 (20:36:25)

    Nobody here says "Google is evil" (yeah, short answer to a very long comment)

  • Carlos S. Lebrón Jr.

    30.03.12 (05:13:59)

    "Google is evil" or "Google has a bad image" is almost the same. But it's ok, I don't expect an answer. Actually Martin, I'm pissed off at the reception Google gets, especially from tech media & the "Blogosphere", the reason being NOBODY is twisting your arm to join, there are alternatives. You don't have to Join or use any Google product, you do so out of FREE CHOICE, & as far as I can see Google is pretty damn honest in the way it describes it's products & handles your information...A lot more than any competition..which is what people should join if they have Doubts over Google... The anti-Google orgy has become boring....

  • Martin Weigert

    30.03.12 (06:36:11)

    “Google is evil” or “Google has a bad image” is almost the same. In my eyes, that is absolutely wrong, but shows how you are emotionally attached to Google. There is nothing wrong with that - everybody has his/her Internet companies of choice. But it makes an objective discussion impossible. And even though nobody is twisting users' arms to join, they are still attached to Google in a way that makes it at least frustrating to see changes that affect ones way of working with those tools. Just look at what they did to Google Reader, or how they shutdown a lot of services that people have been using (like Picnik, which I will miss). It's ok for a company to shutdown free services, I don't question that. But you have to understand that some people actually are pissed of by how Google changes everything in favour of a product that isn't totally convincing to everybody. It's not just "bashing" without a reason.

  • rob d

    30.03.12 (09:30:42)

    Wie die kleinen Kinder denen das Lieblingsspielzeug weggenommen wurde.. Mir geht es ebenfalls gegen den Strich dass die Shared-Funktion des gReader gestrichen wurde. Aber es ist das gute Recht eines jeden Unternehmens unbeliebte Dienste einzustellen. Von wievielen Menschen wurden denn Reader, Picnik & Co. denn wirklich genutzt? (Picnik ist übrigens nicht tot, sondern in Google+ integriert) Die Netzavantgarde sollte nicht von sich auf die Allgemeinheit schließen. Wir stellen vielleicht 1% der Nutzer, wenn überhaupt. Jetzt mal ehrlich Leute, so ist einfach der Lauf des Lebens und der ständige Wandel dem wir permanent unterworfen sind. Komisch dass ausgerechnet die Techblogger die sich ja so gerne über die Printmedien und die Musikindustrie lustig machen weil sie den Wandel ignorieren nun ausgerechnet selbst zu lamentieren anfangen sobald es um ihre eigenen Brötchen geht... Steve Jobs hat noch kurz vor seinem Tod Larry Page geraten sich nur auf seine Kernprodukte zu konzentrieren und alle anderen Spielereien sein zu lassen. Genau das tut Google jetzt. Dass jetzt ein paar Kinder anfangen zu weinen weil sie ihr Lieblingsspielzeug vermissen sollte wirklich keinen beunruhigen. Mann kann es eben nicht jedem Recht machen.

  • Martin Weigert

    30.03.12 (09:39:02)

    Wie die kleinen Kinder denen das Lieblingsspielzeug weggenommen wurde.. Genau diese unsachlichen Reaktionen sind es, die eine Diskussion zu diesem Thema mit unbeirrbaren Google-Verteidigern unmöglich machen. P.S. Picnik wird im April geschlossen. Wo gibt es diese Google+-Integration? Ich sage auch nicht, dass Google es allen Recht machen kann/soll. Ich sage nur, dass Kritik daran berechtigt sein sollte, ohne dass dies für eine emotional aufgeladene Gegenreaktion bei denjenigen führt, die jedem Schritt von Google etwas Gutes abgewinnen können. Es geht hier mittlerweile um die Akzeptanz der Kritik an Google, statt diese pauschal als "Bashing" oder Verschwörung durch einen Konkurrenten abzutun oder die Kritiker als unwichtig und ohne Einfluss hinzustellen (damit meine ich nicht mich, sondern die namhaften und garantiert NICHT selbsternannten Experten in der US-Tech-Szene, die durchaus eine Millionenreichweite haben).

  • rob d

    30.03.12 (10:14:48)

    Natürlich ist an jedem Unternehmen Kritik berechtigt. Dein Artikel hier für sich genommen ist ja auch voll ok. Aber wenn sich diese "Kritik" über Wochen hinzieht, dann ist es wohl nicht ganz abwegig über Bashing oder eine Kampagne von Microsoft/Facebook zu sprechen, oder? Vor allem da ja bereits bewiesen wurde dass solche Schmutzkampagnen gegen Google in der Tat Realität sind. Also bitte...

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