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11.05.10

Nützliche Helfer: 12 Dienste, um Dateien online zu speichern

Ob für Backups, gemeinsamen Dateizugriff oder als Alternative zum USB-Stick: Das Speichern von Dateien im Netz hat viele Vorteile. Wir stellen 12 praktische Dienste vor.

Dateien online zu speichern, hat viele Vorteile. Erstens verringert sich die Gefahr eines Datenverlusts, da man stets ein Backup hat. Zweitens lassen sich Dateien leichter mit anderen teilen, und drittens kann man auch von anderen Rechnern als dem eigenen auf sie zugreifen.

Wer sich des latent vorhandenen Sicherheitsrisikos von Onlinestorage bewusst ist und entsprechend auf den Upload hochsensibler Dateien ins Netz verzichtet, der kann aus einer Reihe praktischer Dienste wählen, die kostenlos dauerhaften Speicherplatz in der Cloud anbieten und diesen gegen Entgelt meist auch noch erweitern.

Hier sind 12 praktische Dienste, um Dateien online zu speichern, geordnet nach der Menge des in der Gratis-Version angebotenen Speicherplatzes: Windows Live SkyDrive

Microsoft bietet mit Windows Live SkyDrive den großzügigsten Onlinespeicher aller Anbieter in dieser Liste: Satte 25 Gigabyte gibt es für Benutzer mit einem Windows Live-Zugang kostenlos. Für hochgeladene Dateien besteht eine Begrenzung auf maximal 50 Megabyte. Dateien lassen sich auch mit nicht registrierten Nutzern per http-Link teilen, ansonsten ist der Funktionsumfang allerdings äußerst begrenzt.

humyo

humyo hat Niederlassungen in mehreren europäischen Ländern und bezeichnet sich als der "größte unabhängige Online Speicherplatz Provider in Europa". Das kostenfreie Paket bietet 10 Gigabyte Platz, 5 Gigabyte für Mediendateien und 5 Gigabyte für andere Dateien, die auch mit nicht registrierten Nutzern geteilt werden können. Eine maximale Dateigrößenbegrenzung gibt es nicht.

Gmail

Bei Googles E-Mail-Dienst Gmail erhält jeder 7,5 Gigabyte Speicher für seine Mails. Niemand hindert einen daran, Gmail für das Speichern von Daten einzusetzen. Anhänge können bis zu 25 Megabyte groß sein. Wer doch einmal an das Speicherlimit stößt, kann sich für fast schon witzige 5 Dollar im Jahr (!) 20 Gigabyte hinzukaufen, die zwischen Gmail und Googles Fotodienst Picasa aufgeteilt werden.

Dropbox

Dropbox ist ein persönlicher Favorit. In der Gratis-Variante erhalten Nutzer 2 Gigabyte Onlinespeicher, den sie zwischen mehreren Rechnern (Windows, Mac, Linux) sowie mobilen Geräten wie iPhone oder Android-Smartphones ohne Begrenzungen synchronisieren können. Auch ein Zugriff über die Weboberfläche ist möglich. Brandneu sind die iPad-Applikation und eine API zur Integration von Dropbox-Funktionalität in andere mobile Anwendungen.

ZumoDrive

Auch erlaubt in der kostenlosen Version den Zugriff auf 2 Gigabyte Speicher ohne Einschränkungen sowohl vom Desktop (Windows, Mac, Linux) als auch aus dem Web und von mobilen Geräten. Der Unterschied zu DropBox ist, dass Dateien nur bei Bedarf aus der Cloud "gestreamt" und nicht automatisch synchronisiert werden.

SugarSync

Wie Dropbox und ZumoDrive gibt's auch bei SugarSync 2 Gigabyte kostenlos für das cloudbasierte Sichern und Synchronisieren von Dateien sowie Zugriff über mobile Apps. Der Gratis-Zugang findet sich etwas versteckt hier und erlaubt das Syncen von zwei Computern.

Syncplicity

Syncplicity ist der vierte Anbieter im Bunde, der das Synchronisieren zwischen Endgeräten und der Cloud erlaubt. Im Free-Paket sind wie bei der Konkurenz 2 Gigabyte inbegriffen, die zwischen zwei Rechnern synchronisiert werden können.

Google Docs

Seit einiger Zeit kann man bei Googles Textverarbeitungstool Google Docs ("Text & Tabellen") beliebige Dateiformate hochladen und den Dienst somit zu einem Onlinespeicher umfunktionieren. Zur Verfügung stehen 1024 MB, eine maximale Dateigröße gibt es offenbar nicht (der Testupload von einer 120 MB-Datei funktionierte problemlos). Geteilte Dateien lassen sich über einen http-Link von nicht registrierten Usern herunterladen.

Wuala

Die Desktop-Anwendung von Wuala spendiert jedem 1 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz. Wem das nicht reicht, der kann entweder zusätzlichen Onlinespeicher kaufen oder eigenen Platz auf seiner Festplatte freigeben, um so kostenfrei weitere Gigabyte in der Cloud von Wuala zu erhalten. Alle Daten werden von Wuala verschlüsselt. Eine maximale Dateigröße gibt es nicht.

Box.net

Box.net bietet einen extrem vielseitigen Onlinespeicher-Dienst. Das Gratis-Paket beinhaltet nicht nur 1 Gigabyte Platz auf den Box.net-Servern (Dateien dürfen maximal 25 Megabyte groß sein) mit verschiedenen Sharing-Funktionen, sondern auch eine Integration verschiedenster Drittanbieter, um Dateien direkt in der Cloud mit anderen gemeinsam zu bearbeiten.

drop.io

Bei drop.io lassen sich so genannten "Drops" erstellen, in die man beliebige Dateien mit einer Gesamtgröße von 100 Megabyte hochladen kann. Drops lassen sich mit einem Passwort schützen, per E-Mail befüllen und auf vielseitigen Wegen mit anderen teilen. Dank einer API wurde drop.io auch bei einigen externen Applikationen integriert.

Evernote

Auch wenn Evernote primär als ultimatives Onlinenotizbuch oder "zweites Gehirn" auftritt, lassen sich bei dem populären Tool natürlich auch Dateien speichern. Allerdings beinhaltet die kostenlose Variante lediglich 40 Megabyte an Traffic pro Monat, und selbst ein Premium-Upgrade bietet "nur" 500 Megabyte Traffic. Insofern empfiehlt sich Evernote maximal als Online-Dateiablage für Dokumente und andere Dateien geringer Größe.

CloudApp

CloudApp landet am Ende dieser Liste, da unklar ist, wie viel Speicherplatz Nutzern geboten wird. Mehr als bei Evernote und Drop.io sind es aber mit Sicherheit - ein Testupload mit einer 120 MB-Datei verlief problemlos. CloudApp erlaubt Mac-Nutzern, Dateien mit zwei Klicks per Drag and Drop hochzuladen und mit Freunden zu teilen. Windows-Anwendern steht eine minimalistische Browser-Oberfläche zur Verfügung.<

(Illustration: stock.xchng)

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