<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

05.10.16

Software

Notion: Mehr Produktivität im Team

Frank Müller

Notion will ein vereinheitlichter Arbeitsplatz für moderne Arbeitsgruppen sein. Programmierer, Produktmanager und Designer (oder auch andere Teammitglieder) sollen damit Dokumente, Wikis und Aufgabenlisten anlegen, verwalten und gemeinsam bearbeiten können. Und das auch noch kostenlos - zumindest teilweise.


(Bild: Notion)

Notion lässt sich intuitiv bedienen

Wie auch das neue Dropbox Paper lässt sich Notion sehr intuitiv bedienen. Mehr als 30 Dokumenttypen können per Drag-and-Drop in Notion eingefügt werden - vom eigenen Rechner oder aus dem Netz. Bilder, Lesezeichen, Google Docs, Personen, aber auch Vorlagen für Roadmaps, Aufgabenlisten oder Team Handbücher: Eine Vielzahl an Daten werden gelesen.

Notion hat dabei die Spaltenstruktur von Trello übernommen, Look und Feel entsprechen aber eher denen des Dropbox-Dienstes. Bewegt man die Maus neben die Kopfzeile eines Elements, erscheinen drei kleine Menüsymbole. Nun kann man das Element verschieben, gestalten, verändern oder ergänzen.

Sobald man mit dem Schreiben beginnt, blenden unnötige Elemente aus, und man kann sich ganz auf den Inhalt konzentrieren.

Bedienung per Maus oder Tastatur

Notion kann sowohl mit der Maus als auch über Tastaturkürzel sehr gut bedient werden. Neue Elemente zieht man von der rechten Seite des Bildschirms an die gewünschte Stelle oder man fügt sie direkt am Cursor über die Tastatur ein. Dazu tippt man ein "/" und wählt aus dem aufpoppenden Menü das Element, das man braucht.

Notion arbeitet auch mit Versionierung

Sobald man für fünf Minuten aufhört, ein Dokument zu bearbeiten, speichert Notion den momentanen Stand ab. So kann man später immer wieder zu dieser Version zurück kehren. All das passiert automatisch, ohne dass es nötig wäre, manuell zu sichern.

Notion im Browser oder als App für den Desktop

Es gibt eigentlich keine mobile App für Notion, denn man kann ganz einfach über den Browser auf seine Dokumente zugreifen. Nur für macOS erschien eine App, die sich direkt aus dem eigenen Notion-Konto herunterladen lässt, um auch offline arbeiten zu können.

Notion bietet anpassbare Vorlagen für alle Gelegenheiten

Ist man von der Vielzahl der Möglichkeiten des Beispieldokuments überfordert, löscht man am besten erst einmal alles und fängt von vorne an. Notion macht einem diesen Neustart durch eine ganz Reihe frei veränderbarer Vorlagen sehr leicht.

Alles lässt sich vom rechten Rand auf die Seite ziehen: grundlegende Elemente wie Trenner, neue Abschnitte, Seiten, Listen, Web-Lesezeichen und Platzhaltern für Datum oder Personen bis hin zu Vorlagen für ein Teamhandbuch, einen Coding-Styleguide und andere Dinge.

Konkurrenz zu Google Docs oder Slack?

Notion geht eher in Richtung Google Docs. Im Mittelpunkt steht nicht der Chat-Austausch, sondern Dokumente, auf die das ganze Team zugreifen kann. Bereits bestehende Google Docs lassen sich ganz einfach in Notion importieren, ebenso reine Textdateien, Markdown-Dokumente, PDFs, Microsoft Word-Dokumente oder HTML-Dateien. Sogar exportierte Evernote-Dateien erkennt Notion.

Auch Slack lässt sich in Notion einbinden. In der kostenlosen Version sind Slack-Benactrichtigungen auf höchstens 500 limitiert, und das Größenlimit bei hochgeladenen Dateien liegt bei 5 MB. Beides fällt in der Pro-Version weg, dafür sind in dieser Version monatlich 5 US-Dollar pro Mitarbeiter fällig.

Fazit: Notion ist ein vielversprechendes neues Tool zur Kollaboration

Unter Notion.so kann man das neue Produktivitätstool ausprobieren. Auf den ersten Blick wirkt es etwas überwältigend, weil Notion es bereits mit jeder Menge Inhalt gefüllt hat, um zu zeigen, was alles möglich ist. Man kann aber auch einfach alles löschen und mit einer weißen Fläche anfangen, um sich nach und nach seine eigene Arbeitsumgebung aufzubauen.

Notion gefällt mir nach dem ersten Ausprobieren ausgezeichnet, könnte Dropbox Paper oder Google Docs als Kollaborations- und Produktivitätstool ablösen. Der Service versteht es, Maus- und Tastaturbedienung zu vereinen und ist so einfach oder umfangreich, wie man es gerade braucht.

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer