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17.07.12

Neuauflage: Wenn ihr nur zehn Apps installieren dürftet...

Smartphone- und Tablet-Nutzern fällt es nicht schwer, ihre Geräte mit Apps zu befüllen. Doch was wäre, wenn man nur zehn Anwendungen installieren dürfte? Auf welche fiele die Wahl?

Genau ein Jahr ist es her, dass ich darüber sinnierte, welche zehn Applikationen ich auswählen würde, sollte ich ein völlig neues Smartphone oder Tablet zur Verfügung gestellt bekommen, auf dem sich lediglich zehn vorinstallierte Anwendungen befinden. Glücklicherweise ist dieses Szenario ein rein theoretisches. Einmal darüber nachzudenken, auf welche Apps man im Extremfall wirklich nicht mehr verzichten möchte, kann aber durchaus interessante Einsichten zu Tage liefern. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate ist die Zahl der nativen Applikationen in den zwei führenden App-Läden, Apples App Store und Google Play (früher Android Market), weiter rasant gestiegen. 650.000 Programme stehen mittlerweile für iOS-Geräte zum Download, 600.000 und damit fast genauso viele für Android-Smartphones und -Tablets . Damit sind heute rund 150.000 iOS-Apps und ganze 300.000 Android-Apps mehr verfügbar als im Juli vergangenen Jahres.

Wie hat sich die wachsende Auswahl auf meine zehn Lieblingsapps ausgewirkt? Ich habe meine Topliste mit iOS-Fokus aus dem letzten Jahr mit meinen heutigen Favoriten verglichen und festgestellt: Nur drei meiner damaligen Top-Apps würde ich heute nicht mehr um jeden Preis installiert haben wollen. Bedenkt man, dass sieben von zehn Apps weiterhin ganz oben in meiner Hitliste rangieren, kann man durchaus von einer gewissen Stabilität sprechen. Oder - falls man das Glas als halbleer betrachten will - feststellen, dass die ganz großen Knaller, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen, fehlen.

In meiner diesjährigen Liste nicht mehr dabei sind Air Video,  watchlater  und Shazam. Air Video verwendete ich bisher zum Streaming von auf meinem lokalen Rechner befindlichen Videodateien auf mein iPad. Allerdings fehlte meinem Mediencomputer mitunter die Rechenleistung, um die "On-the-fly"-Konvertierung schnell genug durchzuführen. Eine stockende Wiedergabe des jeweiligen Videos auf dem iPad war die Folge. Deshalb bin ich dazu übergangenen, Bewegtbildinhalte vorab drahtlos auf das iPad zu senden. Dafür existiert eine große Zahl an Apps - ich habe mich für GoodPlayer entschieden und bin damit sehr zufrieden. watchlater, eine Art "Instapaper für Video", nutze ich zwar weiterhin. Jedoch ist mir die für iPhone und iPad angebotene Anwendung häufiger durch kleinere Bugs und Versäumnisse bei der Benutzerfreundlichkeit aufgefallen, weshalb ich mittlerweile auf sie verzichten kann, sofern ich es müsste. Ersetzt wird der frei gewordene Platz durch eine App, welche den Lesern wahrscheinlich nur ein Gähnen entlocken wird: TweetDeck, nach wie vor mein bevorzugter Twitter-Client, primär aufgrund der praktischen Spaltenfunktion. Leider deutet vieles darauf hin, dass Twitter die mobile Version nicht mehr weiterentwickelt, und viele Anwender der iPhone-Version berichten von Problemen. Über TweetDecks Website ist die mobile App nicht mehr verlinkt. Warum sich in meinen Top 10 aus dem vergangenen Jahr keine Twitter-App befand, kann ich mir heute auch nicht erklären.

Auch Shazam verwende ich weiterhin oft. Allerdings existieren sehr viele Alternativen, außerdem kenne ich mittlerweile fast jeden Song und muss daher nicht mehr so oft Titel identifzieren (ok, hier übertreibe ich). Facebook Messenger hat Shazams Platz in meiner Auflistung eingenommen - als idealer SMS-Ersatz, wobei WhatsApp auch in die engere Wahl kam.

Unsicher war ich mir bei foursquare. Da ich ihn mittlerweile eigentlich täglich zum Einchecken und oft zum Abrufen von persönlichen Empfehlungen nutze, hätte ich den Locationdienst gerne in meine Topliste aufgenommen. Doch während mir die Nutzung viel Spaß bereitet, fehlt der App trotzdem noch etwas, das sie für mich unersetzlich macht. Auf dem richtigen Weg ist sie aber.

Folgendermaßen sieht also meine persönliche Liste der zehn unverzichtbaren iOS-Applikationen im Sommer 2012 in zufälliger Reihenfolge aus:

Auf welche zehn mobilen Apps könnt ihr derzeit absolut nicht verzichten?

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