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13.01.12

MyDryclean.de: Schmutzige Wäsche als Milliardenmarkt

MyDryclean.de aus Herne erlaubt das Aufgeben von lokal vermittelten Reinigungsaufträgen, kostenloser Hol- und Bringdienst inklusive. Mit Google konnte das Startup aus Herne nun einen prominenten Partner gewinnen.

 

Wir haben die Woche mit dem Bericht über ein Startup begonnen, das eine existierende Dienstleistung mit den Mitteln des Internets effizienter, bequemer und ortsunabhängig verfügbar macht, und wir beenden sie mit einem weiteren derartigen Dienst: MyDryclean.de ist der nach eigenen Angaben erste dezentrale Online-Hol- und Bringdienst für Textilpflegebetriebe.

Nach einem ähnlichen Prinzip, wie Privat- und Geschäftskunden bei Pizza.de, Lieferando oder Lieferheld online Speisen lokaler Gastronomiebetriebe nach Hause bestellen können, erlaubt das 2011 von Ufuk B. Topcu, Andreas Falkenberg und Selim Ates gegründete Startup aus Herne die webgestützte Abwicklung von Textilreinigungsaufträgen.

 

MyDryclean.de arbeitet dazu mit lokalen Wäschereibetrieben zusammen, welche die vom Kunden zur Reinigung angemeldeten Kleidungsstücke gratis von einer Wunschadresse abholen, sie waschen und anschließend an eine beliebige Adresse ausliefern. Bestellt und bezahlt wird vorab auf Mydryclean.de, sofern der Mindestbestellwert erreicht wurde.

Derzeit bietet MyDryclean.de seine Privat- und/oder Geschäftskundendienstleistungen in Düsseldorf, Frankfurt, Berlin, Karlsruhe, Mannheim, Leipzig, Hannover und Stuttgart an. Dutzende Bewerbungen von Reinigungen in weiteren Städten und Regionen befinden sich in der Bearbeitung. Akzeptiert werden nur Textilpflegebetriebe, die Testzyklen durchgeführt haben und mit denen sich das MyDryclean.de-Team persönlich getroffen hat, unterstreichen die Macher.

Firmenkunden im besonderen Fokus

Das Ziel des bisher von den Gründern aus eigenen Mitteln finanzierten Dienstes ist es, dem Verbraucher ein Stück Lebensqualität zu bieten. "Vielbeschäftigte haben so etwas mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens", sagt Geschäftsführer Ufuk B. Topcu. Neben Privatpersonen mit wenig Zeit, aber viel schmutziger, von Profis zu reinigender Wäsche, legt das Startup ein Hauptaugenmerk auf Firmen, die ihren Angestellten über MyDryclean einen praktischen und effizienten Reinigungsdienst anbieten wollen. Dank der digitalen Zahlungsabwicklung sparen sie sich dadurch den händischen Buchungsaufwand der Reinigungsrechnungen, beschreibt Topcu den Vorteil für Firmenkunden.

Google setzt auf MyDryclean.de

Ein prominentes Unternehmen, das künftig die Dienste von MyDryclean.de in Anspruch nehmen wird, dürfte einige Aufmerksamkeit auf MyDryclean.de lenken: Dem Startup-Team ist es nämlich gelungen, Google von seinem Service zu überzeugen. Die Angestellten des Internetkonzerns in Deutschland können sich künftig über eine spezielle Login-Seite mit ihren Google-Zugangsdaten bei MyDryclean.de anmelden und die Reinigung von Textilien veranlassen.

Die zu waschenden Kleidungsstücke werden dann an einer zentralen Abgabestelle im jeweiligen Google-Büro abgegeben, dort vom örtlichen Partner abgeholt und anschließend gereinigt zurückgeliefert. Das gilt ab sofort für die Niederlassung in Hamburg und soll später auf alle Standorte ausgeweitet werden. Die Kooperation beinhaltet einen rabattierten Preis für alle Google-Mitarbeiter.

Bis zu 25 Prozent Umsatzbeteiligung

Die Gründer zielen mit MyDryClean.de nicht unbedingt auf einen schnellen Exit ab, betont Topcu. Entsprechend sorgfältig schaue man sich potenzielle Investoren an. Man sei an langfristigen Partnern interessiert. Topcus Aussage nach bekommt das Startup aus Nordrhein-Westfalen derzeit zahlreiche Anfragen von Geldgebern. Angesichts von bis zu 25 Prozent Beteiligung am Umsatz der vermittelten Reiniungsaufträge und den Millionen von Anzügen, Kleiden und sonstigen Textilien, die jede Woche gewaschen werden wollen, kaum überraschend. "Wir bewegen uns in einem Multi-Milliardenmarkt", so Topcu.

Eine Expansion in andere europäische Länder ist geplant.

Link: MyDryclean.de

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