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26.10.11Leser-Kommentar

Monetarisierung von Produktempfehlungen: Loved.by ist Geschichte, aus LovedBy.Pro wird YieldKit

Das Hamburger Startup Loved.by beendet seinen Affiliate-Dienst für Social-Web-Nutzer und fokussiert sich fortan auf den an Website-Betreiber gerichteten Geschäftsteil. Dieser heißt ab sofort YieldKit.

 

Im August 2010 trat das Hamburger Startup Loved.by an, um Nutzern im Social Web die Möglichkeit zu geben, mit Produktempfehlungen über Twitter und Facebook Geld zu verdienen. Status Updates und Tweets sollten dazu von Anwendern mittels des Dienstes in Affiliate-Links umgewandelt werden, so generierte Umsätze gingen zu 75 Prozent an die empfehlenden Nutzer, 25 Prozent verblieben bei dem von HackFwd unterstützten Service.

Im März dieses Jahres dann lancierten die Norddeutschen mit LovedBy.Pro einen Ableger, der sich speziell an Betreiber von Blogs und Websites richtete. Das Tool wandelte nach dem Einbau eines JavaScript-Codes in eine Site automatisch statische Shoplinks in Affiliate-Links um und lieferte zudem Echtzeit-Statistiken über so generierte Umsätze.

Nach gut einem halben Jahr des Parallelbetriebs beider Angebote verändert das Unternehmen von der Elbe seinen Fokus: Ab sofort richtet es sich vollständig an "Publisher", also Website-Betreiber und Blogger, die selbst keine Lust haben, sich manuell bei allen möglichen Partnerprogrammen anzumelden.

Mit der Schärfung des Profils geht auch ein Namenswechsel einher: Loved.by und LovedBy.Pro sind Geschichte, der neue Name lautet YieldKit. Etwas verwunderlich ist, dass die Loved.by-Website bereits seit Tagen ins Nichts führt (lovedby.pro leitet zu yieldkit.com weiter) - Nutzer werden weder dort noch über andere Kanäle über die Tatsache informiert, dass der ursprüngliche Service für Social-Web-Nutzer zum spontanen Umwandeln von Shop-URLs in Affiliate-Links nicht mehr weiterbetrieben wird (möglich, dass registrierte Mitglieder eine E-Mail erhalten haben). [Update] Kurze Zeit nach der Veröffentlichung dieses Artikels erschien auf Loved.by eine kurze Mitteilung, die allerdings auch nur zwischen den Zeilen erklärt, dass der ursprüngliche Dienst von Loved.by nicht mehr fortgeführt wird. [Update Ende]

Andererseits ist es keine neue Erkenntnis, dass viele Startups zwar Erfolge gerne laut kommunizieren, bei einschneidenden Veränderungen aber lieber so wenig wie möglich sagen.

Loved.by- und YieldKit-Mitgründer Oliver Krohne versicherte uns aber, dass bestehende Loved.by-URLs nach wie vor funktionieren und Loved.by-Nutzerkonten in YieldKit-Accounts konvertiert werden können.

Als Grund für den Namenswechsel nannte er unter anderem die Tatsache, dass .pro-Domains wie die bisher eingesetzte lovedby.pro von Google zu sehr vernachlässigt werden. YieldKit passe besser für einen auf Publisher ausgerichteten Service, zudem habe man sich alle relevanten Top-Level-Domains sichern und die Produktnamen YieldLink (automatisches Konvertieren von Links in Affiliate-Links) und YieldWord (neuer Service, der automatisch Produkt-, Hersteller- und Shop-Namen in Affiliate-Links umwandelt) davon ableiten können.

Auch auf der Personalseite gibt es Veränderungen: Gründer Krohne konzentriert sich als CTO zukünftig auf das Technische. Die CEO-Rolle übernimmt Sandra Tiemann, die von Hubert Burda Media kommt.

"Viele hundert Publisher" sollen bereits YieldKit (bisher LovedBy.Pro) verwenden, um damit Affiliate-Einnahmen zu generieren. Dieser Teil des Geschäftes scheint sich damit deutlich besser entwickelt zu haben als die anfängliche Idee, Twitter- und Facebook-Nutzer zur Generierung von Affiliate-Umsätzen einzuspannen.

Der jetzt vollzogene Schritt und das Rebranding erscheinen damit nachvollziehbar und angemessen. Nur dass erst der Eindruck entsteht, die Hamburger versuchen, den weniger glamourösen Aspekt der Entwicklung unter den Teppich zu kehren, enttäuscht. So schlimm ist das Eingeständnis, dass von zwei Ideen eine besser funktioniert hat als die andere, wahrlich nicht.

Nach den Worten von CTO Krohne wird an einigen Elementen von YieldKit noch geschraubt. In der nächsten Woche soll dann alles fertig sein.

Link: YieldKit

Kommentare

  • Alfred

    19.03.12 (10:49:12)

    Das finde ich sehr interessant und werde ich auf jeden Fall Probieren.

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