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03.07.07Kommentieren

Maxim hält Ozzy Osbourne für einen Umweltschützer

Ich musste mich durch die gesamte Juli-Ausgabe von Maxim blättern, bis ich auf der letzten Seite, 146, auf etwas stiess, das mich interessierte. Es waren Aussagen von Ozzy Osbourne.

Ozzy Osbourne InterviewOzzy Osbourne, das ist doch dieser durchgeknallte Typ, der in der Doku-Soap "The Osbournes" (produziert von 2002–2004) auch noch den letzten Zweifler davon überzeugen konnte, dass er eine zerstörte und gescheiterte Existenz ist, der sich und seine Familie wegen etwas Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verfüttert. Wer auch immer mal "The Osbournes" gesehen hat, konnte kaum auf ein anderes Urteil kommen.

Doch nun ist er seit zwei oder drei Jahren clean. Er sagt über sich:

 

Ich trainiere viel. Jeden Morgen 90 Minuten - Krafttraining oder Laufen. Ich bin fit wie ein Turnschuh. Frag meine Frau. Ich brauche nicht mal Viagra. Nach 23 Jahren Ehe ist das eine Leistung.

Und wer seine Aussagen nicht schlau finden möchte, muss doch immerhin zugeben, dass sie sehr authentisch sind:

 

Bei einem Präsidenten-Abendessen sass ich an einem Tisch mit prominenten Fernsehleuten. Fucking hell! Diese Schleimer buhlten nur um seine Gunst! Es geht nicht um Nachrichten. Glaubt nichts von dem, was ihr da seht oder hört! Das ist alles gelogen. Macht euch euer eigenes Bild - auch, wenn es nicht so schön ist.

Er macht Aussagen, von denen ich jede einzelne unbedingt zur Lektüre empfehle. Über Alter, Fledermäuse, Suff, Viagra, Sex, Luxus, Politiker, Sensationslust. Und Umweltschutz:

 

Ich erinnere mich noch an diesen Typen namens Jacques Cousteau. Vor verfickten 20 Jahren sagte er schon, dass die Menschen die Korallen zerstören: 'Selbst, wenn wir jetzt die Reissleine ziehen und alles anders machen, ist das für 99,1 Prozent aller Korallen zu spät." Und was ist passiert? Gar nichts!

Im Vergleich dazu lesen wir die Bildunterzeile, getextet von Maxim:

 

Zombie Ozzy OsbournePssst - hier kommt der Albtraum: Osbourne flucht wie ein Kutscher, sieht aus ein Zombie - aber ist für die Umwelt

Jemanden nach einem Interview als "Zombie" zu bezeichnen, ist wohl Geschmackssache (vermutlich war es gar keins - es heisst dabei lediglich "aufgezeichnet von Marcel Anders"). Dass Ozzy Osbourne für die Umwelt ist, kann ich aber beim besten Willen nicht herauslesen. Übrigens auch nicht das Gegenteil.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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