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17.03.10Leser-Kommentare

Marktbeherrschend, aber wohlwollend: Warum der Umgang mit Google so schwer fällt

Google steht verstärkt im Kreuzfeuer. Die Macht des US-Internetgiganten beunruhigt viele, die Furcht vor den Konsequenzen einer marktbeherrschenden Stellung steigt. Doch Google selbst verhält sich vorbildlicher als viele andere Wirtschaftsteilnehmer.

Google schlägt seit einigen Zeit eine steife Brise entgegen. Je mehr der Internetgigant seine Fühler in neue Geschäftsbereiche ausstreckt, je überlegener sich seine Produkte im Vergleich zu denen der Konkurrenz präsentieren, und je umfangreicher und verknüpfter Googles Wissen über seine Benutzer wird, desto kritischer verhalten sich Politik, Verbraucher- bzw. Datenschützer, Interessenvereinigungen sowie Wettbewerber gegenüber dem Ausnahmeunternehmen.

Auch wenn Google nicht - wie ihm gerne nachgesagt wird - ein Monopol errichtet hat, so ist es zumindest in einigen Sektoren marktbeherrschend oder kurz vor dem Erreichen eines solchen Status. Unternehmen, die eine derartige Macht inne haben, gelten gemeinhin als Bedrohung.

Firmen, die quasi ohne ebenbürtige Konkurrenz agieren, neigen dazu, diese Stellung auszunutzen - durch höhere Preise zum Beispiel, durch mangelnden Service oder dadurch, sekundäre Kundenwünsche zu ignorieren. Das Fehlen einer wirklichen Alternative führt dazu, dass der Anbieter den Markt diktiert, und Konsumenten müssen sich fügen, möchten sie nicht ganz auf das Produkt oder die Dienstleistung verzichten.

Das allgemein verbreitete Bild eines Unternehmens mit marktbeherrschender Stellung ist das eines bösen, schwerfälligen und im Geld schwimmenden Riesens, dem durch kartellrechtliche Maßnahmen das Handwerk gelegt werden muss.

Und dann kommt Google daher: Zwar nicht mit einer perlweißen Weste, aber mit einer, die weißer ist als die der meisten anderen Wirtschaftsteilnehmer, egal welcher Größe.

Google ist nicht böse. Zumindest, soweit sich dies von außen einschätzen lässt. Betrachtet man das Gesamtbild und lässt Ausrutscher wie den aufmerksamkeitsstarken, aber aggressiven Launch von Google Buzz außer Acht, dann scheint Google seinen Slogan durchaus ernst zu nehmen:

Paradiesische Arbeitsverhältnisse für seine über 20.000 Angestellten mit Gratismahlzeiten und der Möglichkeit für eigene Projekte innerhalb der Arbeitszeit, zahlreiche Nonprofit-Initiativen und Spendeneinsätze sowie ein vergleichsweise starkes Enagement für Offenheit und nachhaltige Produkte/Services sprechen eine deutliche Sprache. Sicherlich können diese Aspekte in die Irre führen und Googles im Endeffekt oberstes Ziel der Gewinnmaximierung in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund drängen. Doch gerade DASS eine auf Profit ausgerichtete Organisation derartig "wohlwollend" agieren kann, hebt sie vom Gros der Wirtschaft ab.

Google ist auch nicht schwerfällig. Im Gegenteil: Im Wochentakt veröffentlicht es neue Services, implementiert Verbesserungen bestehender Dienste und experimentiert mit Neuentwicklungen auf etablierten und unbekannten Märkten. Googles Innovationstempo ist so hoch, dass es selbst für Blogger wie uns schwierig ist, nicht den Überblick über Produktlaunches und frische Funktionen zu verlieren. Schwerfälligkeit klingt anders.

Bleibt noch das Schwimmen im Geld. Die Situation von Google auf diese Weise zu beschreiben, ist sicher nicht ganz abwegig. Aber während der böse (Quasi-)Monopolist sein Vermögen durch das rücksichtslose Ausnehmen seiner Kunden/Geschäftspartner anhäuft, verdankt Google seine hohe Profitabilität ganz einfach einem genialen Geschäftsmodell, der Suchwortvermarktung. Diese läuft auch nach vielen Jahren noch so hervorragend, dass der Konzern die meisten seiner Services kostenlos anbieten und teilweise auch als OpenSource veröffentlichen kann. Ein marktbeherrschendes Unternehmen, dass seine Angebote verschenkt? Auch das passt so gar nicht in das bekannte Muster mächtiger Wirtschaftsgiganten.

Google schreibt derzeit die Wirtschaftslehre neu, indem es vor der absoluten Dominanz mehrerer Märkte steht, ohne dabei die klassischen Nebenwirkungen eines solchen Prozesses aufzuweisen. Das verunsichert Politik, Gerichte und andere beteiligte Akteure. Wie aus Reflex suchen Gesetzgeber und sich von Google bedroht fühlende Lobbyorganisationen nach Möglichkeiten, dem Unternehmen den Stempel des Bösen aufzudrücken. Sie suchen nach den Flecken auf der weißen Weste. Selbstverständlich existieren diese. Die Frage ist, wie lange man nach ihnen suchen muss und wie stark sie die Gesamterscheinung stören.

Wohin die Reise für Google geht, ist ungewiss. Anfeindungen und Kritik dürften in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen. Solange das Unternehmen seiner Linie treu bleibt und als böse wahrgenommene Handlungen so gut es geht vermeidet, wird der Umgang mit Google nicht leichter werden. Im Gegenteil. Googles Macht und Einfluss werden global wachsen und immer mehr Branchen durch die US-Firma unter Druck geraten. Das verstärkt die Front gegen den Internetkonzern weiter.

Am Ende könnte das stehen, was mein ehemaliger netzwertig.com-Kollege Marcel Weiss gestern auch bei Twitter formulierte: Eine Zerschlagung aus kartellrechtlichen Gründen. Google kann sich noch so sehr anstrengen, keiner Mücke ein Haar zu krümmen. Wenn ein Unternehmen sich in einer so starken Position befindet wie Google, dann könnte womöglich schon das Querfinanzieren von Gratisprodukten als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung ausgelegt werden. Was dann passiert und was eine eventuelle Zerschlagung von Google für das Web bedeuten würde, kann ich mir heute kaum ausmalen.

Kommentare

  • Daniel Niklaus

    17.03.10 (16:25:51)

    Naja, ob Webtrends und etracker auch deiner Meinung sind? Was halten wohl die vielen Provider mit ihren Maildiensten von Gmail? Wie toll findet zoho das grosszügig verschenkte Google Docs? Bestimmt ist man bei map.search.ch glücklich darüber, dass der Gründer und beste Entwickler heute bei Google arbeitet und dort maps verbessert. Was meint Opera zum Chrome und Nokia zum Android? Microsoft galt auch mal als cool, kurz bevor sie IBM vom Thron stiessen.

  • Bastian Nutzinger

    17.03.10 (16:29:08)

    Sehr schöner Artikel. Danke. Es tut gut mal einen Artikel zum Thema google zu lesen der versucht das ganze in Perspektive zu rücken. Interessant auch der Gedanke, dass die Querfinanzierung der Gratis-Produkte durch AdWords ein Angriffspunkt sein könnte. So weit ich das Kartellrecht verstehe, könnte man Google da tatsächlich einen Strick draus drehen. Letztendlich muss ein Unternehmen ja nur von irgendeinem Gericht den Monopolstatus ausgewiesen bekommen und schon ist es praktisch Vogelfrei (Ich verweise an dieser stelle mal an Microsoft und die Browser-Misere. Ich meine, ich bin von ganzem Herzen Apple-Fan und trotzdem finde ich das Urteil gegenüber MS als ungerecht, dass muss man erstmal hinbekommen ;)). Grüße Bastian

  • Bastian Nutzinger

    17.03.10 (16:32:26)

    Ich bin davon überzeugt, dass die von dir genannten Firmen nicht besonders glücklich über Google sind. Ich denke das steht außer Frage. Ich denke auch, dass sich jedes Unternehmen über ihre Konkurrenz "ärgert", ohne wäre es schließlich viel einfacher. Die Frage ist nur: Sollte man dagegen wirklich rechtlich vorgehen? Wenn google nunmal das attraktivere Angebot hat, dann ist das doch meine schuld, wenn ich damit nicht konkurrieren kann, oder?

  • hathead

    17.03.10 (16:48:05)

    Die Anfeindungen gegenüber Google sind erstens sinnvoll und zweitens berechtigt. Der Laden hat natürlich die Macht nahezu jedes denkbare Geschäftsmodell zu gefährden (man denke nur an die aktuellen Experimente auf dem Energiemarkt oder die experimentelle Ausstattung ganzer Städte mit kostenfreien Internetzugängen). Nur weil bis jetzt alles gut gelaufen ist, heißt es nicht, dass das in Zukunft auch so bleibt. Ein Wechsel in der Führungsspitze kann schon zur Folge haben, dass die sei nicht böse Strategie keinen Cent mehr Wert ist. Google hat noch nicht den Status, seiner Macht vollends ausdruck zu verleihen. Allerdings liegt hier die Betonung auf dem unscheinbaren Wörtchen "noch". Zwei Idealistische Gründer, werden am Ende gar nichts gegen das Profitstreben der Aktionäre ausrichten. Nette kostefreie Services sind für mich kein Grund dem Laden zu trauen. Dafür reicht es eigentlich schon die AGB für die Services zu lesen.

  • Runkle

    17.03.10 (17:52:32)

    Ein marktbeherrschendes Unternehmen, dass seine Angebote verschenkt? Google verschenkt nichts aus Großzügigkeit (welches Unternehmen sollte das auch?), sondern vielmehr aus dem Grund der disruptiven Technologie/Innovation. Google hat sich ein verdammt gutes Image aufgebaut. Ein Beta-Status bei Google animiert viele Leute ein Produkt zu verbessern und sogar weiterzuentwickeln, bei Microsoft wäre sowas in der derzeitigen Vorstellung undenkbar. Ob Google "zerschlagen" wird oder durch eine neue Offensive in der Öffentlichkeit noch was reißen kann, man wird es sehen.

  • Bastian Nutzinger

    17.03.10 (19:25:23)

    Stimmt schon, das derzeitige Verhalten ist keine Garantie für zukünftiges Verhalten. Genau so sollte man Google aber auch nicht Vorverurteilen. Ja, sie _hätten_ die Macht eine Menge Unsinn an zu stellen, aber bisher haben sie es nicht getan. Also lass uns doch mit Anschuldigungen und Kritik warten, bis es etwas gibt was wir kritisieren können. Ich meine, Du wirst ja auch nicht ins Gefängnis gesteckt, bis du tatsächlich ein Verbrechen begangen hast, oder?

  • themoss

    17.03.10 (20:23:42)

    Ich sehe das ähnlich. Wenn man die z.b. entwicklung des gesamten chrome projekts verfolgt ist man verwundert über die offenheit und den dialog den google mit Entwicklern und Nutzern anstrebt um einen tollen browser /OS zu entwickeln. Google hat sich für netzneutralität stark gemacht. Google liefert seine Handys ohne Providerbindung aus. Google stellt sich als einzige IT Firma (sei es auch nur PR) gegen chinas zensurpolitik. Google beweist das sie das internet schneller und besser machen zu wollen, In erster Linie um ihr Geschäftsmodell zu erweitern doch sie sind bereit und willens dies mit allen zu teilen. Man sieht wirklich das sie stark darauf bedacht sehr gute Produkte zu entwickeln und den Kunden damit zu überzeugen. Im Moment gelingt ihnen das gut und wenn man einen Querschnitt über Googles Aktivitäten betrachtet komme ich zu dem Schluss das Ich dem Slogan Do no Evil glauben schenken kann. Doch man muss bedenken das Google im Moment eine fette erfolgreiche Kuh ist. Man sieht das sie seit einiger Zeit eine Unzahl an Projekten in Angriff nehmen deren erfolg meistens gar nicht erkennbar ist. Dahinter steckt einfach der Fakt das sie im Moment sorglos und experimentell mit ihren milliarden umgehen können. Doch wie ein anderer Nutzer anmerkte.. sobald das Geld knapp wird oder das management wechseln sollte geht damit auch die Ideologie und das Gutmenschentum. Darauf sollte man sich vorbereiten. Einen Grund Google aus diffusen Gründen (gibt es irgendein handfestes Indiz das sie Daten MISSbrauchen ?) zu bekämpfen sehe ich Überhaupt nicht.

  • Daniel Niklaus

    17.03.10 (23:15:15)

    Es kommt darauf an, welche Wirtschaftsordnung du möchtest. Eine freie Marktwirtschaft muss sich gehörig vor Kartellen und Monopolen schützen, sonst heisst es schon nach kurzer Zeit: the winner takes it all. Und ob das gewohlt ist? Warum findest du übrigens das Urteil gegen MS ungerecht?

  • Oliver Thylmann

    18.03.10 (08:07:02)

    Google ist im Marketing offensichtlich super. Die Hauptläute haben wirklich super Arbeitsbedingungen und werden unterstützt bei Spenden und so weiter. Alles geil. Aber das macht Google hauptsächlich weil Google es machen MUSS. Sonst kriegen sie die Leute einfach nicht. Das ist kein Altruismus sondern hartes Geschäft. Mit Frühstück, Mittagessen, Abendessen, ... kümmern sie sich drum das eigentlich keiner den Google Campus verlassen muss. Ganz nebenbei gibt es da wo Google sitzt einfach sonst nix zu essen in der Nähe ;) Die ganzen Support Leute die für einen Hungerlohn angestellt werden (oder zumindest wurden, hatte mal einen Bewerber der meinte der hätte sich von dem Gehalt kaum ne Wohnung leisten können in Irland) haben das nicht. Das mit dem kostenlos weg geben ist auch kein "weil wir es können" sondern wieder "weil wir es müssen". Google's Interesse ist möglichst viel Content da draußen zu haben gegen den Sie Werbung schalten können. Das heißt Content Produktion so einfach wie möglich machen. Alles in den Browser holen. Und dann ist es eine einfache Rechnung. Wenn sie im Schnitt 5 EUR pro Monat pro GMail User machen über Werbung ist die Frage ob sie mehr als 60 EUR pro Jahr bekommen würden als Fee. Tun sie nicht, deshalb kostenlos. Und dann kommt das Problem der Monopol Gedanken. Das ist nicht alter Monopol Gedanken sondern einfach ein nebeneffekt der extremen Economies of Scale. Ein Automobilhersteller kann das berechnen. Aber wieviel Geld müsste jetzt jemand in die Hand nehmen um einen Mapping Anbieter aufzuziehen der alles kostenlos anbieten muss und demnach auch ein Werbenetzwerk aufziehen muss das das ganze besser finanziert als Google das kann mit einem existierenden. Das sind die Frage die aufkommen müssen.

  • Rene

    18.03.10 (08:18:32)

    Ich finde den Artikel schrecklich platt. Er bleibt auf dem gleichen Level der kritischen Artikel stehen. Eine Analyse stellt der Artikel in meinen Augen nicht dar. Wenn du die paradiesischen beschreibst, solltest du klären, dass das zur Silikon Valley Internet Kultur gehört. Auch wenn google das Ganze noch einmal auf einen neues Level gehoben hatte (und teilweise wieder zurückgenommen hat), muss klar sein, dass es nur einen Zweck hat: Die Mitarbeiter zu motivieren, um möglichst lang im Betrieb zu bleiben. Auch ich fand es im HQ von google toll, aber blauäugig darf man hier nicht sein oder berichtest du morgen euphorisch von der VZ Gruppe, weil Sie ähnliche Voraussetzungen für Ihre Mitarbeiter jetzt schaffen? Die 20 % Regel ist für die meisten Mitarbeiter ausgesetzt oder besser gesagt, sie haben keine Zeit mehr ihr nachzugehen. Ich finde es auch sträflich, google als super innovativ zu bezeichnen. Ihr Kernkompetenz ist in meinen Augen Stabilität und Skalierung. Fast keine der erfolgreichen Produkte wurden inhouse entwickelt, meist eingekauft oder schlicht weg kopiert. Wenn du die google Geschichte kennst, solltest du wissen, dass selbst die Monitarisierung aus einer Zusammenarbeit mit Yahoo entstanden ist und nicht aus google selbst kam. Ähnliches kann google außerdem auch bei der Entwicklung der Android Plattform vorgeworfen werden. Zum Thema Datenschutz möchte ich mich nicht äußern. Das Thema hast du im Artikel auch völlig außer acht gelassen. Ja, auch ich nutze Google Books. Dennoch muss man sich die frage stellen, ob hier nicht die Rechte der Rechteinhaber verletzt werden. Die Einführung eines werbefinanzierten Online Buchladens finde ich außerdem genial. Hätten sie es in die Richtung aufgebaut, die Einnahmen fair geteilt, hätte sich keine beschwert. Bücher nach dem Zeitungsmodell sozusagen. Ich möchte hier nicht weiter einsteigen. Google nutzt an dieser Stelle aber wieder ihre Position aus und versucht den Preis der Information zu bestimmen. Nicht mehr der Rechteinhaber darf darüber bestimmen, sondern Google legt einen Preis fest. Google nutzt außerdem bei seinem Geschäftsmodell durch sein Bietsystem die Machtstellung aus. Weil Google die meisten Suchen auf sich vereint, sind Unternehmen gezwungen auf google zu werben. Vergleichbar mit einer Straße, die die einzige Verbindung zu einem wichtigen Punkt darstellst und die du anfängst nach Verkehr zu bepreisen. Übrigens funktionieren Adwords auch nur so gut, weil die Suche nicht nur 100 % relevante Treffer ausliefert. Wäre die organische Sucher perfekt, würde Adwords nicht funktionieren und als Störung empfunden werden. Durch dieses marktbeherrschende Stellung und dem integrierte Monetarisierungsmodell hat google ein unglaubliches finanzielles Polster und nutzt dieses um seine Vormachtstellung zu festigen. Der Aufkauf Traffic reicher Seiten ohne Monetarisierungsmodell (youtube) und die Kopie aller funktionierenden Internetmodelle (Buzz, Picasa, Orcut etc.) zeigen das. Es ist doch bezeichnend, dass im Valley bei Geschäftsmodellen entweder darüber gesprochen wird, dass google das Unternehmen aufkauft oder google als Konkurrent die größte Gefahr darstellt, falls sie einen ähnlichen Service umsetzen. Don't be evil ist für mich daher eine Farce, weil sie einerseits aus strategischen Überlegungen Geschäftsmodelle zerstören und anderseits ihre marktbeherrschende Stellung zur Monetarisierung ausnutzen und Inhalte dritte aktiv einbinden ohne dafür geeignete Beteiligungsmodelle anzubieten.

  • Goo

    18.03.10 (08:55:38)

    Schöner Artikel! Dennoch denke ich, wird vergessen, dass es da draußen noch ein paar andere Riesen im Markt gibt, auch wenn man mal nur sich auf Europa und USA bezieht. Manche sind relativ unsichtbar, wie z.B. Cisco, andere sichtbarer, wie z.B. Facebook. Alle bewegen sich im IT-Umfeld haben ne Menge Kohle und können sehr schnell neue Felder erschließen. Von Marktbeherrschung kann also meiner Ansicht nach noch lange keine Rede sein. Außerdem eigenen sich viel Google-Produkte kaum, um ein Monopol aufzubauen... Was Datenschutz angeht, gibt es natürlich Probleme, aber das ist kein Google-Spezifikum.

  • Jörn Hendrik Ast

    18.03.10 (09:21:05)

    Dank dir für deinen Artikel Martin und schöne Kommentare im übrigen darauf, sollte man glatt zu einer Art co-create Artikel machen wie's der Lobo in der WiWo gemacht hat! ;) Ich glaube das es ganz klar ein zweischneidiges Schwert ist, ohne die Innovationen und die dadurch ausgebaute Vormachtstellung der new-new-economy Googles wären wir längst nicht da wo wir heute stehen. Ich bezweifle zum einn sehr stark ob ein diversifizierteres Suchmaschinen- Angebot ein besseres für den User und Werbetreibenden im Netz wäre. Oder ob nicht ein anderes Unternehmen durch Aufkaufen anderer eine ähnliche Größe erreicht hätte. Außerdem denke ich das wir hier wirklich an einer Schwelle stehen zu einer veränderten Arbeitswelt. Ja die Vorzüge die Google ihren Wissensarbeitern bietet sind viel PR, vielmehr HR-PR und es gibt (wie überall) Schattenseiten. Aber ich denke nicht das Google auf die geschaffenen Freiheiten in Sachen kollaboratives Netzwerken verzichtet kann und wird. Ich denke Google wird noch viel weiter in diese Bereiche vordringen und dadurch vielleicht noch etwas ganz anderes schaffen - den Arbeitsplatz der Zukunft entscheidend mit prägen. Und das ist es worum es mir bei der Betrachtung an dieser Stelle eigentlich geht. Wenn die besten Köpfe in den Unternehmen im deutschsprachigen Raum ab einem gewissen Punkt quasi in die Selbständigkeit gedrängt werden weil sie sich so endlich frei entfalten und außerdem mehr erreichen können, dann muss sich etwas ändern! Oder wieviele von euch haben bereits im Kopf gekündigt und träumen von einem eigenen Startup das später dann mit Google- Millionen aufgekauft wird? ;)

  • Christian2010

    18.03.10 (09:48:06)

    Oder wieviele von euch haben bereits im Kopf gekündigt und träumen von einem eigenen Startup das später dann mit Google- Millionen aufgekauft wird? Das trifft den Kern der Problematik. Ich wette, dass über 80% der größten Kritiker selbst mehrfach täglich Google (egal in welcher Form) nutzen und schätzen. Ich wäre mal gespannt, was diese Leute sagen würden, wenn die Google-Dienste auf einmal nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Noch mal: Kritik ist in gewissen Punkten sicher berechtigt, was aber für andere Großfirmen (Facebook & Co.) nicht weniger gilt. Trotzdem sollte man die Bewertung nicht zu einseitig fahren. Denkt mal drüber nach!

  • Oliver Thylmann

    18.03.10 (10:01:56)

    Super geschrieben. Noch drei zustimmende Kommentare. Bin deiner Meinung, wollte nur noch mal ein paar Beispiele geben. a) Google hatte vor Adwords noch die Idee das man wenn es hart auf hart kommt einfach Display ads auf Google tut. Da gab es Goto schon lange und ich glaube das Goto sogar von Yahoo schon übernommen worden war oder zumindest schon Overture hieß. Das einzigste was Google dann noch getan hat ist zu sagen das nicht CPC über die Position bestimmt sondern CPC* CTR, was aber einfach nur bedingt ist durch die Mathematiker die da sitzen die festgestellt haben das höchster Umsatz nicht nur eine Funktion von CPC ist. :) b) Für die Adwords muss man auch mal feststellen das die Verteilung der Adwords auf Keywords bei Google lachser ist als bei Yahoo! z.B. Gab da mal einen guten Artikel wo klar wurde warum Google soviel mehr Traffic pro Buchung schafft. Weil sie es einfach besser verteilen. Bsp.: Schuhe gebucht läuft auf Schuhe bei Yahoo! und bei Google auf Schuhe, Stiefel, Boots, etc. c) Bei don't be evil, frag mal firmen die nach ein paar Jahren Adsense Nutzung mit Google neu verhandeln müssen und keine Alternative haben ;)

  • Martin Weigert

    18.03.10 (10:16:44)

    Rene, ich denke, mit deiner Argumentation müsstest du das Handeln jedes gewinnorientierten Unternehmens kritisieren. Google hat keine alltruistischen Motive, Google geht es um Gewinn. Klar, dass es sich nicht verhält wie eine Nonprofit-Organisation. Klar, dass es versucht, sich Vorteile zu verschaffen. Klar, dass dabei Unternehmen unter die Räder kommen. Deshalb halte ich es auch nicht für unwahrscheinlich, dass Googles Wachstum mittelfristig durch externen Eingriff reguliert wird. Das einzige, warum es mir in diesem Artikel ging, war das Problem darzustellen, dass wir heute mit Google haben - es hat eine marktbeherrschende Stellung, aber folgt nicht den bekannten Mustern von Quasi-Monopolisten. Und das sorgt für Einordnungsschwierigkeiten bei vielen. Btw, Google ist gemäß verschiedenster Untersuchungen bei Absolventen und Young Professionals der beliebteste Arbeitgeber. Und ein beachtlicher Teil der Belegschaft arbeitet außerhalb von Silicon Valley. Das einfach mit der Argumentation abzutun, dass sei nun mal so im Valley, halte ich für platt.

  • Rene

    18.03.10 (10:37:22)

    @Martin Du behauptest eben, dass Google seine Position nicht ausnutzt und das ist eben falsch. Google nutzt seine Marktbeherrschende Stellung aus und baut diese durch Zukäufe und nachbauten weiter aus und NICHT mit Innovationen. Sie verhalten sich eben genauso wie Microsoft. Mir geht es darum, dass das dann auch so geschrieben wird und man nicht blauäugig auf das Unternehmen schaut.

  • Martin Weigert

    18.03.10 (10:42:10)

    Wo behaupte ich denn das? Das hast du mir in den Mund gelegt. Ich zeichne das Bild eines tendenziell marktbeherrschenden Unternehmens, das anders agiert als klassische Firmen mit der selben Marktmacht. Mehr nicht.

  • Rene

    18.03.10 (10:50:00)

    Warum anders agiert? Es kauft aufstrebende Unternehmen auf und nimmt das Unternehmen für meist 1 - 2 Jahre vom Markt. Es kopiert erfolgreiche Unternehmen, um den Traffic selbst zu haben. Wo ist das bitte anders? Ich wollte dir nichts in den Mund legen. Es geht mir nicht darum, dass google ein schlechtes Unternehmen ist. Sie handeln sehr strategisch und Profit ausgerichtet. Es sollte dann aber auch wie jedes andere Unternehmen behandelt werden. Microsoft wurde für die Verknüpfung seiner Plattform (Windows) und den iExplorer schließlich auch verurteilt... wie bewertest du dies? Zum Personal Thema Doch damit ist es abzutun, weil es auch in der Bubble normal war. Es geht mir nur darum, klar zu stellen, dass dies nicht google spezifisch ist. Außerdem wurde eben schon richtig dargestellt, dass die Arbeitsumstände an anderen Standorten nicht denen in MV entsprechen. Am ehesten ist noch der Züricher Standort damit zu vergleichen. Ich habe ja auch nicht gesagt, dass die Arbeitsbedingungen am Ende nicht trotzdem toll sind. Sie haben aber dennoch ein ganz normales Ziel und es ist auch falsch zu denken, dass diese Arbeitsumstände für alle Unternehmen passend wären. Außerdem gehört fast jedes große, bekannte Unternehmen zu den beliebtesten Arbeitgebern. Das hat eher was mit Prestige und Gehalt zu tun. Würde google durchschnittlich zahlen und die Arbeitsumstände bieten, könnten wir sehen, ob der Zuspruch immer noch so hoch wäre ;) Des weiteren ist dir sicherlich bekannt, dass über einen gewaltigen Brain Drain von google diskutiert wird.

  • Jörn Hendrik Ast

    18.03.10 (13:13:13)

    THX! Einseitig ist immer schlecht, dneke das ist Google auch klar deshalb kämpfen die auch täglich wie ums Überleben.

  • Christian2010

    18.03.10 (13:19:59)

    Ich persönlich glaube schon, dass es Google finanziell so gut geht, dass sie nicht ums Überleben kämpfen müssen. Auch teile ich die, hier bereits aufgeführte, Ansicht, dass Google zu vielen Handlungen gezwungen ist, nicht. Meiner Meinung nach liegt es viel mehr in der guten Marktposition, welche Google das Privileg gibt, verschiedene Dinge auch mal ausprobieren zu können. Außerdem könnte ihr sicher sein, dass die Herrschaften aus Mountain View bereits zahlreiche neue Ideen für morgen, übermorgen und nächste Woche im Gepäck haben...

  • Jeff

    18.03.10 (17:35:56)

    ein Monopol errichtet hat, so ist es zumindest in einigen Sektoren marktbeherrschend oder kurz vor dem Erreichen eines solchen Status. Google hat ein Quasi-Monopol in genau einem Bereich: Websuche. Rest ist Beiwerk und irrelevant. (Noch)Kein anderes Unternehmen kann so genaue Suchergebnisse liefern wie Google. Deswegen hat es in vielen Ländern einen Marktanteil von mehr als 70% bei der Websuche. Google schreibt derzeit die Wirtschaftslehre neu Klingt zwar romantisch - aber naja.... :-) Monopole haben die Eigenschaft dem Markt ihrem Preisdiktat zu unterwerfen. Und genau das macht Google. Es konrolliert 3/4 des Onlinewerbemarktes und gibt somit auch die Preise für 3/4 des Onlinewerbemarktes vor. Es gibt wenig relevanten Wettbewerb auf dem Onlinewerbemarkt (wenn man bedenkt, dass von allen Werbeeinnahmen, die weltweit erwirtschaftet werden, 75% an Google gehen). Wenn es eines Tages verschiedene Suchmaschinen gibt, die änlich-genaue bzw. genauere, innovativere Suchergebnisse lieferen, und somit sich der Traffic auf verschiedene Anbieter stärker aufteilt, dann könnten wir echten Wettbewerb in Onlinewerbesegment erleben, den es heute wegen der Vormachtstellung von Google einfach nicht gibt. Eine Lösung wäre z.B. wenn Google verpflichtet seinen Suchalgorithmus anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Solch eine Praxis ist zB. üblich bei Telefonunternehmen (das Zurverfügungstellen von eigenen Leitungen an andere Anbieter) oder Energieversorgung. Märkte, auf denen sonst kein Wettbewerb aufkommen würde. Aber vieleicht erledigt sich das Problem auch von allein, wenn ein anderes Unternehmen einen gewalltigen Durchbruch bei Suchtechnologien erlangt und noch genauere Suchergebnisse liefert. Derzeit die Erforschung von Suchtechnologien sehr intensiv von den großen in Angriff genommen. Dann würde echter Wettbewerb sowohl preislich aber evtl. auch innovativ entstehen.Vieleicht würden dann mehr Unnternehmen ihre Werbebudgets ins Web verlegen, wenn es zu einem sträkeren preislichen Wettbewerb kommt. Dann würde der Onlinewerbemarkt noch stärker wachsen usw... In sener jetzigen Form, erfüllt Google in einigen Bereichen des Internet, die klassischen Nachteile eines Quasi-Monopols.

  • Markus

    18.03.10 (17:39:00)

    Es ist zwar lobenswert mal einen Beitrag zu schreiben der nicht auf Google draufhaut, dennoch klingt mir das doch einigermaßen naiv. Denn egal ob gut oder böse sind die für mich entscheidenden Kriterien zur Bewertung einer weltweit agierenden Firma wie Google oder auch Microsoft: "Verantwortung" und "Transparenz", und mit beidem geht Google wohl kaum in einer Form um, der man als kritischer Mensch zustimmen könnte. @Christian2010: Ich wäre mal gespannt, was diese Leute sagen würden, wenn die Google-Dienste auf einmal nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Die Aussage kann kaum ernst gemeint sein, soweit ist es schon gekommen, das hier Abhängigkeits-Szenarien in den Raum geworfen werden, oh je...

  • xlxp

    18.03.10 (20:07:57)

    Ich empfehle google den Firmensitz in die EU zu verlegen, dann sinkt das Risiko einer akrtellrechtlichen Zerschlagung! :-)

  • Martin Weigert

    18.03.10 (22:46:31)

    “Verantwortung” und “Transparenz”? Ein paar genauere Erklärungen dazu, was diesbezüglich für dich als "kritischer Mensch" (ist das eigentlich etwas Erstrebenswertes, sich als "kritischer Mensch" bezeichnen zu können?) bei Google nicht zustimmenswürdig ist, wären interessant.

  • Christian2010

    19.03.10 (07:04:11)

    Die Aussage kann kaum ernst gemeint sein, soweit ist es schon gekommen, das hier Abhängigkeits-Szenarien in den Raum geworfen werden, oh je… Danke für die Blumen. Natürlich ist diese Aussage ernst gemeint, 100% sogar. Ich gebe zu, dass hier eine gewisse Abhängigkeit besteht. Ich oute mich jetzt mal als eine Art "Google-Fan", der keinesfalls Bing, Yahoo oder irgendsoeinen anderen Schrott zum Suchen oder Werben im Netz verwenden möchte. Im Allgemeinen kann ich nicht nachvollziehen, warum Google derart oft kritisiert wird, für Dinge, die wahrscheinlich (die Betonung liegt auf wahrscheinlich) in anderen Unternehmen genauso gehandhabt werden. Hinzu kommt, dass aller Voraussicht nach die Wenigsten hier schon mal bei Google gearbeitet haben (ich leider auch nicht!) und daher das Gros der Diskussion, vor allem aber der Kritik, nur reine Spekulation sind. Achja... Erläuterungen zu "Verantwortung", "Transparenz" und "kritischer Mensch" würden mich auch sehr interessieren ;-)

  • Feuerspucker

    19.03.10 (08:08:39)

    Der Guide würde sagen der Markt wird das schon regeln. Wir User entscheiden doch an erster Stelle wer Erfolg und nicht Erfolg hat. Hab leider noch keine bessere Suchmaschine wie Googel gefunden und gesehen. Und ob jetzt Google die Daten oder eine anderer die Daten sammelt ist letztendlich auch egal. Wir werden so oder so überwacht!

  • Christian2010

    19.03.10 (08:20:26)

    Sehr richtig und ein weiterer wichtiger Punkt, der mir hier in der Dikussion zu wenig berücksichtigt wird. Es gibt keine (bessere) Alternative zu Google.

  • Martin Weigert

    19.03.10 (08:31:19)

    Christian, zur Frage nach Alternativen bin ich gerade über meine Google Shared Items auf einen interessanten Artikel gestoßen.

  • Christian2010

    19.03.10 (08:49:30)

    Sehr interessant, werde ich gleich mal durchschauen. Danke!

  • Markus

    19.03.10 (14:00:25)

    @Martin Weigert (ist das eigentlich etwas Erstrebenswertes, sich als “kritischer Mensch” bezeichnen zu können?) Nein Martin, man sollte nichts hinterfragen und alles als gegeben hinnehmen. Ich glaube einfach nicht, dass Du diese Frage tatsächlich gestellt hast, was habe ich denn jetzt nach dieser Frage Deiner Meinung nach von Deinen Beiträgen zu halten? Was ich mit Verantwortung und Transparenz meine? Ein Unternehmen wie Google, dass wie kein Zweites eine solche Macht über den Informationsstrom im Internet verfügt und damit (bewusst oder unbewusst) tief greifend Einfluss auf die Art und Weise nimmt, wie heute mit Informationen umgegangen wird, muss sich darüber im klaren sein, welche Auswirkungen das auf gesellschaftliche Aspekte aber auch die Belange des Einzelnen hat. Ich könnte hier eine ganze Abhandlung darüber schreiben, was damit gemeint ist, es dürfte doch aber jedem Einleuchten - ein Blick in die andauernde Kritik an Google ist ja aufgrund der mangelnden Transparenz hausgemacht. Das enorme Missbrauchspotential (um es mal vorsichtig auszudrücken) das im Rahmen der Datensammlung, Datenzusammenführung und insbesondere bei personenbezogenen Informationen im Raum steht, wird ja von Google ganz offensichtlich vollkommen ignoriert (vielleicht auch akzeptiert). Ich gehe davon aus, dass Du die fast täglichen Meldungen zum Umgang von Google, Microsoft oder auch Facebook bezüglich der Verwendung von Daten, dem Verkauf, Missbrauch und der ganzen Sammelwut als Blogautor noch besser auf dem Schirm hast als viele andere. Und ich hoffe dass Dir als intelligenter Mensch (um mal nicht das Wort kritisch zu benutzen) ganz sicher etwas zum Stichwort "Verantwortung" in diesem Zusammenhang einfällt. Die mangelnde Transparenz ist aus dieser Sicht schlichtweg eine logische Folge der fehlenden Verantwortung, oder sollte man an dieser Stelle nicht doch den Schluss ziehen, dass sich Google sehr wohl seines Einflusses auf die Dinge im klaren ist, aber ganz einfach die Verantwortung hinter sich lässt. Welche Grund sollte es denn geben, warum man so wenig Informationen nach außen dringen lässt, während man selbst die wohl größte Informationssammlung besitzt die es je gegeben hat? Warum schweigt sich das Unternehmen zu Geschäftszahlen aus und äußert sich nicht einmal annähernd über die Art und Weise, wie Informationen intern behandelt werden? Warum hört man von einem derart in der Öffentlichkeit stehenden Unternehmen dass von Daten lebt nichts darüber, wie man als Nutzer am besten damit umgeht? Ich selbst habe zumindest eine grobe Vorstellung davon, und Du sicher auch - viele andere aber nicht - selbst Schuld? OK, Eigenverantwortung kann man niemanden nehmen aber das Web ist für viele längst nicht so einfach zu verstehen ... Mir ist egal, ob Google Milliarden verdient - Geld zu machen ist vollkommen legitim. Dein Beitrag unterschlägt aber vollkommen, warum man diesem Unternehmen zunehmend kritischer gegenübersteht, noch besser wäre: auch kritisch gegenüberstehen sollte - nicht pauschal aber die Gründe liefert Google ja selber ...

  • Martin Weigert

    19.03.10 (14:18:11)

    Für dich gibt es also nur schwarz oder weiß? Alles hinnehmen oder alles skeptisch sehen? Für mich gibt es da noch sehr viel dazwischen. "Intelligenter Mensch" klingt für mich differenzierter, darauf einigen wir uns. Auch nach deiner Argumentation ist mir aber noch nicht klar, wo du nun konkret so drastische Verstöße von Google gegen Transparenz und Verantwortung siehst, als dass diese dazu führen würden, dass kein intelligenter Mensch zustimmen kann. Zumindest ohne dann JEDES andere gewinnorientierte Unternehmen auch verurteilen zu müssen. Oder anders gefragt: Was müsste Google in deinen Augen tun, damit du mit dem Geschäftsgebaren leben könntest? Btw, Google bietet ein Tool, mit dem du einen genauen Überblick darüber erhälst, was Google über dich weiß. Gibt es sowas von Microsoft, Metro, Procter & Gamble oder Unilever, nur mal um ein paar andere Großunternehmen zu nennen? Eben, nein. Ich sehe auch nicht, dass Google mit seinen Geschäftszahlen irgendwie Heimlichkeiten betreibt.

  • Markus

    19.03.10 (15:03:16)

    ... Richtig, die Image-Offensive namens Dashboard. Übrigens ist der Vorwurf der Schwarz-Weiß-Malerei ein beliebtes Stilmittel, um den nun mal begrenzten Kommunikationsraum eines Kommentars zu nutzen, um sein gegenüber mal schnell in eine Ecke zu stellen. Ich habe Dir eine Vorlage gegeben dem Aspekt von Verantwortung und Transparenz mal ganz sachlich zu diskutieren, meine Anmerkung im Hinblick auf Deine Ansichten zu kritischen Menschen hast Du ja selbst provoziert, eine Antwort auf meine erste Frage hast Du dann diesbezüglich mit einem wirklich bemerkenswert starken Argument freilich nicht gegeben, im Gegenzug antworte ich mal auf Deine Frage. Erstens: Die Tatsache zu vergleichen, das Google uns ja ein "Tool" bietet, und MS nicht ist wie der Vergleich, dass der gute Onkel ja Bonbons gegeben hat und damit ja nur vertrauenswürdig sein kann. Unabhängig davon ist es irgendwie bezeichnend, auf die Fragestellung von Verantwortung und Transparenz mit einem "Tool" zu antworten. Wie Google agieren müsste damit ich damit leben kann? Verantwortungsvoll und transparent, dass waren ja meine beiden Anforderungen. Beginnen könnte man damit, um es mal ganz praktisch zu machen, nicht in jede Software die man an den Start bringt erstmal auf den Busch zu klopfen, um zu schauen, wieviele Leute sich dieses mal darüber beschweren, dass schon wieder Daten gesammelt werden, Nutzerprofile in den Standardeinstellungen alles andere als Privatsspähre bedeuten usw. Stattdessen legt man es aber jedes mal darauf an, Stichwort Chrome, Stichwort Buzz etc. p.p. Wie wäre es auch mal damit, dass Google seine Kompetenz mit jedem teilt und auf seiner Startseite mal einen kleinen, verständlichen Leitfaden anbietet der den Internetnutzer in verständlicher Sprache darüber aufklärt, was im Web eigentlich mit Daten passiert, wer die Daten wie und zu welchem Zweck verwendet und worauf der einzelnen achten sollte. Das wäre doch mal ein wunderbares Statement und Öffentlichkeitsarbeit pur, oder klingt Dir das zu profan weil Du meinst, jeder befinde sich auf dem gleichen Wissenstand wir wir als Intensivnutzer des Web?

  • Martin Weigert

    19.03.10 (15:15:44)

    Ich finde, das sind gute Vorschläge. Wenn es so wenig braucht, damit du Google als verantwortlich und transparent ansehen würdest, dann hätten wir uns eigentlich die ganze Diskussion sparen können. ;)

  • Markus

    19.03.10 (15:56:15)

    Ich kann ja aufgrund meiner eigenen Spitzen nicht erwarten, dass von Dir nicht auch was zurück kommt aber um das mal runter zu brechen und etwas weniger konkret zu machen, wäre es wünschenswert, wenn Deine Beiträge etwas mehr Gleichgewicht hätten und weniger Deinen ungebrochenen Glauben als eine gesunde Portion Kritik widerspiegeln. Wer hat Dich bei Deiner Antwort daran gehindert, einfach mal mit einem richtig guten, durchdachten, griffigen und sauberen Argument meine Kritik abzukontern? Wer hat Dich daran gehindert, Einwürfen durch einen guten Nachtrag zu Deinem Artikel schlicht den Wind aus den Segeln zu nehmen? Ich erwarte garnicht, dass Du auch nur im Ansatz meiner Meinung bist, aber der Glaubwürdigkeit würde es doch gut tun, wenn Du ein zwei Punkte aufgegriffen hättest, die mal zwei Minuten hinterfragst, Deinen Rückschluss ziehst und jeden an diesem Abwägungsprozess teilhaben lässt. Ein letzter Satz noch: Ich sehe das nicht so, dass der von mir geäußert Wunsch "wenig" ist, dass ist für Google genau der Punkt den man gerne als Achilles-Ferse bezeichnet! Dort ist man zu diesem "kleinen Schritt" eben nicht in der Lage oder nicht dazu gewillt. Warum ist diese Kleinigkeit so schwer? Damit ist sicher nicht die Transparenz hergestellt, so naiv ist hier niemand, aber ein Schritt in die richtige Richtung wäre es allemal, Google tut sich damit ja sogar selbst einen Gefallen, so wie denen dort gerade der Wind ins Gesicht bläst ...

  • Oliver Thylmann

    19.03.10 (16:04:35)

    Um die ganze Diskussion mal einen Schritt weiter zu bringen. Ist der Monopol Gedanke denn noch richtig? Kann es nicht einfach sein das in einer Welt, wo verbundene Economies of Scale (Search -> Ads -> weitere Produkt für Ads die ohne Ads nicht gehen würden) zu Eintrittbarrieren führen die die alten Gedanken von Monopolen lächerlich erscheinen lassen? Das ist die Frage die wir uns stellen müssen in der Betrachtung von der ... sagen wir ... Neuen Weltordnung, um es überspitzt auszudrücken. Beispiel: Pepsi kann in den Coca Cola markt weil sie auf einem Level in den Wettbewerb gehen. Herstellung von Zuckerwasser und Marketing dafür. Was wäre wenn Pepsi um Zuckerwasser herzustellen schon direkt eine ähnliche Anzahl von Händlern haben müsste um überhaupt eine Chance zu haben. Sie könnten ja auch klein starten, stellen wir uns halt vor das klein nicht geht. Das ist hier nämlich der Fall. Wenn man nicht eine ähnliche Menge von Advertisern hat, hat man nicht die Monetarisierung, und damit kann man das Produkt nicht starten. Den zwischenschritt kann irgendwann niemand mehr Finanzieren. Das heißt: Es gibt kein Monopol. Kann ja jeder machen. Geht aber in der realen Welt nicht. DAS macht das ganze interessant.

  • Martin Weigert

    19.03.10 (17:12:07)

    Würde ich das Ziel haben, jedem Kommentar den Wind aus den Segeln zu nehmen, der sich kritisch mit dem Inhalt eines Artikels auseinandersetzt, säße ich noch in 100 Jahren hier. Ich denke, ich habe meinen Standpunkt deutlich gemacht, und du hast deinen deutlich gemacht.

  • Markus

    20.03.10 (11:27:39)

    @ Martin: Im Grunde sind wir uns ja beide einig, Du siehst keinen Zusammenhang zwischen Google und Verantwortung, und ich habe ja nichts anderes gesagt.

  • Benno

    20.03.10 (11:33:02)

    Wer hat Dich bei Deiner Antwort daran gehindert, einfach mal mit einem richtig guten, durchdachten, griffigen und sauberen Argument meine Kritik abzukontern? @Markus Kann er nicht. Du hast Martin mit deinen Argumenten dermaßen an die Wand gedrängt. Jetzt versucht er mit verbalen Taschenspielertricks und Arroganz sein Gesicht zu wahren. Ist mit schon bei anderen Artikeln aufgefallen. Scheint sowas, wie ein Schutzinstinkt zu sein.

  • Benno

    20.03.10 (11:44:37)

    Das schöne Zitat von Martin ist leider etwas untergegangen: Ist das eigentlich etwas Erstrebenswertes, sich als “kritischer Mensch” bezeichnen zu können? Nein, überhaupt nicht. Einfach immer alles glauben, alles als gegeben hinnehmen und ja nicht hinterfragen...

  • Dude

    20.03.10 (16:30:37)

    ......meiner Herren, wird hier rumgezickt. Google war nie transparent und wird nie transparent sein, wie sich das eben für nen Global Player so gehört ;-)

  • Antonio K.

    20.03.10 (20:00:28)

    "……meiner Herren, wird hier rumgezickt. Google war nie transparent und wird nie transparent sein, wie sich das eben für nen Global Player so gehört ;-)" Na da muss ich wohl dem lieben Herrn "Dude" Recht geben ;-)

  • hoohead

    21.03.10 (20:41:02)

    Dann bleibt uns wohl nur noch der Schritt sich mit dem Monopolisten zu verbünden ;)

  • ulla

    21.03.10 (21:47:19)

    Netzwertig ist so schrecklich Möchtegern-wichtig und klugscheißend, wobei die "Analysen" meistens platt und überheblich rüberkommen. Soll das Internetjournalismus sein?

  • smeiko

    21.03.10 (22:04:27)

    Ich liebe diese Google-Paranoia.. Ebenfalls liebe ich es wenn dem Autor in den Kommentaren Sachen in den Mund gelegt werden, die er nie behauptet hat. "Das einzige, warum es mir in diesem Artikel ging, war das Problem darzustellen, dass wir heute mit Google haben – es hat eine marktbeherrschende Stellung, aber folgt nicht den bekannten Mustern von Quasi-Monopolisten. Und das sorgt für Einordnungsschwierigkeiten bei vielen." (Martin Weigert) Es sind wohl eben diese Einordnungsschwierigkeiten die bei Menschen wie Markus o.g. Reaktionen hervorrufen. Es hat nunmal noch nie ein Unternehmen gegeben dass sowohl mächtig als auch wohlwollend gewesen ist. Da fällt es einigen sichtlich schwer sich von alten Denkmustern zu lösen und offen für neue zu sein. Ich bin nicht FÜR Google, aber auch nicht GEGEN sie. Was ich nur nicht verstehen kann ist die ständige Vorverurteilung. Google KÖNNTE das und das mit den Daten machen.. Stellt euch vor, ich KÖNNTE auch mit dem Küchenmesser auf meinen Nachbarn losgehen. Bin ich jetzt automatisch schuldig? In dubio pro reo

  • Wolf

    22.03.10 (12:45:24)

    ist das eigentlich etwas Erstrebenswertes, sich als “kritischer Mensch” bezeichnen zu können? Aber selbstverständlich, denn der Kritiker hat immer Recht. Hier geht es wohlbemerkt nicht um Kritik im Sinne von Aufklärung, sondern um Kritik um ihrer selbst willen. Der Kritiker um seiner selbst willen, will nicht aufklären und muss daher nicht argumentieren. Müht sich sein Gegenüber hingegen mit Argumenten ab, kann er gelangweilt und herablassend auf die Werte verweisen, auf denen seine Kritik um ihrer selbst willen beruht. Dabei ist gerade der Verweis auf Werte im Kern antiaufklärerisch. Der Kritiker um seiner selbst willen ist immer am längeren Hebel; gelassen kann er sich im Glanz des Kritikers sonnen, während der Gegner um Argumente ringt, auf die der Kritiker um seiner selbst natürlich nicht angewiesen ist - denn er ist auf der richtigen Seite. Ein Verhalten, das auch typisch für die gängige Wissenschafts"kritik" von Impfgegnern, Klimaskeptikern und Evolutionsgegnern ist. Nur mit dem Unterschied, dass die Googlekritiker in der Sache nicht Unrecht haben.

  • walltraut

    23.03.10 (14:47:01)

    sehr guter Artikel! regt echt zum nachdenken an. egal wie weiß eine Weste auch sein mag, es besteht immer, auch bei google, die möglichkeit eines internen machtwechsels. daher sollte man meiner meinung nach in jedem bereich eine monopolstellung vermeiden.

  • Markus Breuer

    24.03.10 (09:54:54)

    Im Kern des aktuellen Trends zum Google-Bashing, der putzigerweise kaum irgendwo so ausgeprägt erscheint, wie im deutschsprachigen Europa, liegen mehrere Aspekte: . (1) Der Paradigmen-Wechsel im Bereich privat/öffentlich. Wie man den bewertet, will ich dabei gar nicht erörtern. Klar ist, dass ein solcher Paradigmen-Wechsel von vielen als Bedrohung gesehen wird. . (2) Größe und Erfolg. Es ist Teil der Weltanschauung vieler Menschen in unserer Kultur, dass Erfolg und daraus erwachsende Größe per se böse ist und nur durch "unfaire" Methoden erreicht und gehalten werden kann. . (3) Die Gefahr, die sich aus einer marktbeherrschenden Stellung eines Unternehmens ergibt. . Die Punkte 1. und 2. sind mehr oder weniger als Teil der Weltanschauung zu betrachten. Darüber zu diskutieren ist dementsprechend schwer. . Punkt 2 ist dabei ein immerwährendes Muster gerade in der IT-Welt. Aus irgendeinem Grund scheint diese Branche Menschen anzuziehen, die sich als Underdogs empfinden, Underdogs lieben und nach Goliaths suchen, die se bekämpfen können. Der Marktführer wurde deshalb immer verabscheut une bekämpft. Erst war es die IBM, dann Microsoft, nun Google. Auch Apple war diesen Menschen nur so lange sympathisch, solange das Unternahmen als von Microsoft bedrängt empfunden wurde. Seitdem Apple (subjektiv, die tatsächlichen Marktanteile sehen anders aus), als bedrohlicher Monopolist erscheint, ist das Unternehmen böse. . Punkt 3 ist ein schwieriger. Auch das ist zum Teil eine Frage von Weltanschauung und Kultur. Man muss in diesem Zusammenhang aber sicherlich berücksichtigen, dass es nach Deutschem Recht für eine Unternehmen nicht verboten ist, sich eine marktbeherrschende Position zu erarbeiten. Verboten ist lediglich der "Missbrauch einer marktbeherrschenden Position". Ich persönlich finde das grundsätzlich vernünftig. Wirklich erfolgreiche Unternehmen neigen in sich schnell entwickelnden Branchen dazu, (vorübergehend) marktbeherrschenden Positionen einzunehmen. Würde man das grundsätzlich "verbieten", wäre das nicht wirklich gut für unsere Volkswirtschaften und würde meines Erachtens die falschen Signale setzen. Tatsache ist, dass - zumindest in nicht reglementierten Märkten - marktbeherrschende Positionen nie dauerhaft sind. :) Wenn jemand Googles Job grundsätzlich besser macht und eine neue, disruptive Idee erfolgreich umsetzt, wird Googles Stern sinken und wir haben nach 5 - 10 Jahren einen neuen bösen Marktführer ;-)

  • Istanbul

    24.03.10 (11:26:46)

    Ich stimme dir absolut zu. Es kann nicht sein, dass allein auf Googles Hand wie ein e-Bsuiness gerankt wird. Wir sollten nun endlich begreifen, dass Konkurrenz definitiv notwendig wird. Ich nutze länger schon Bing / Yahoo für meine Suchanfragen. Ich wünsche mir, dass viele Andere das auch so machen.

  • Markus Breuer

    24.03.10 (11:40:22)

    Kleines Detail: Wenn ich nicht gerade ein direkter Wettbewerber von Google bin und an die Prinzipien eines wettbewerbsorientierten Marktes (gerne auch mit Checks und Balances) glaube, sollte ich eigentlich >> die Macht nahezu jedes denkbare Geschäftsmodell zu gefährden gut finden. Das ist nämlich "kreative Zerstörung" - im Schumpeterschen Sinne. Was Google in einigen Märkten tut (und andere Unternehmen seit 200 Jahren oder länger tun), ist es, bestehende Geschäftsmodelle mit besseren Angeboten zu verdrängen. Das findet der Verdrängte selten gut, ist aber die Basis einer funktionierenden Marktwirtschaft :)

  • Michael Lambertz

    02.04.10 (15:05:38)

    Oh ja, gute Idee, Bing und Yahoo. Also von Google zu Microsoft. Nicht nur dass sie unseren Desktop beherrschen, sondern auch noch unsere Suchanfragen. Bloß weil Coca-Cola als Firma schlecht ist, wird Pepsi nicht besser. Ich bin bestimmt kein Fan von Monopolen, und von Google schon gar nicht, aber so einfach ist das meiner Meinung nach nicht. Oder schreibt hier etwa jemand von Microsoft mit?

  • Christian2010

    02.04.10 (17:34:58)

    Oder schreibt hier etwa jemand von Microsoft mit? Das lässt sich wohl nicht 100% klären, weil wenn es so wäre, würde der/diejenige sich sicherlich jetzt nicht mehr outen ;-) Abgesehen davon sehe ich das mit den Monopolen ähnlich. Im Grunde nicht immer eine gute Sache, aber viel interessanter finde ich die Frage warum dieses Monopol, wenn man es als solches im Falle von Google bezeichnen kann (meiner Meinung nach kann man!), überhaupt entsteht? Ich glaube, dass Google einfach etwas hat, was andere nicht haben, was ebenfalls der Grund ist, warum heute mehr als 60% der Suchanfragen bei Google stattfinden. Deswegen halte ich: Ich nutze länger schon Bing / Yahoo für meine Suchanfragen. Ich wünsche mir, dass viele Andere das auch so machen. auch für unrealistisch. Man kann Konkurrenz nicht erzwingen. Und es ist nun mal Fakt, dass diese Konkurrenz für Google weitestgehend fehlt.

  • Philip Kaie

    28.07.10 (09:13:13)

    Ich sehe das weniger kritisch. Es ist richtig, dass es problematisch ist, dass Google zu viele Daten an die Wirtsschaft herausgibt, andererseits kann man diese Daten auch für etwas Gutes nutzen...eine Datenarchiv in der alle Informationen der Menschheit schnell vefügbar und für Jedermann zugänglich sind...ohne Fragementierung und langes suchen - das ist doch was Feines. Grüße

  • Michael Lambertz

    28.07.10 (09:19:27)

    Das ist gar nichts Feines, dafür gibt es Datenschutz, und der wird halt glücklicherweise noch nicht überall so locker gehandhabt wie in den USA. "Für was Gutes nutzen" ist eine Beurteilung der Wirtschaft in falschen Kategorien. Wirtschaft nutzt die Dinge weder für gut noch für schlecht sondern für Geld. Das ist oft für die Personen selbst gar nicht "gut", vor allem, wenn die Datensammlung so passiert, dass es kaum jemand mitbekommt.

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