<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

14.02.10Leser-Kommentare

Lob & Kritik: Wieso Google Buzz einen Traumstart hingelegt hat

Der Start von Google Buzz hat dem Internetgiganten viel Lob und ebenso viel Kritik eingebracht. Vermutlich war beides geplant.

Die Zahl an Medien- und Blogberichten rund um Googles Neuentwicklung Buzz ist atemberaubend. Das Spektrum der Beiträge, die in den letzten Tagen via Twitter, über abonnierte RSS-Feeds sowie in Form von Shared Items im Google Reader über meinen Bildschirm flimmerten, reicht von Lobeshymnen über Anwendungstipps, detaillierte Tutorials zur Feinabstimmung bis hin zu kritischen Kommentaren und Postings voller Enttäuschung.

Die Internetgemeinde scheint gespalten: Die einen lieben Buzz, die anderen halten es für völlig mangelhaft und überladen. Christian Stöcker von Spiegel Online bezeichnet den Buzz-Start gar als "Desaster".

Bereits zum dritten Mal nach dem Launch am Dienstag hat Google Justierungen an Buzz vorgenommen bzw. angekündigt, primär, um einige aus datenschutzrechtlicher Sicht bedenkliche Funktionen zu entschärfen. Während das auf den ersten Blick nach einer mittleren Katastrophe für Google aussehen mag, so stellt sich die Lage bei genauerer Betrachtung ganz anders da.

Denn Google hat mit seinem jüngsten Prestigeprojekt geschafft, was dem Internet- und Werberiesen so viele Jahre verwehrt blieb: Endlich ein integriertes Social-Web-Projekt auf die Beine zu stellen, welches vom ersten Tag an für Furore sorgt und das von Nutzern nicht einfach links liegen gelassen wird.

Auch wenn die Missachtung allgemein üblicher Konventionen zum Schutz sensibler Daten und zur Aktivierung von Funktionen (Stichwort Opt-In statt Opt-Out) zu viel gerechtfertiger Kritik geführt hat, wurde das neue Google-Produkt von der globalen Early-Adopter-Community gerade in Anbetracht dessen überraschend positiv aufgenommen.

Es genügt ein Blick auf Twitter oder in die gängigen internationalen und nationalen Tech-Blogs, um festzustellen, dass Google mit Buzz einen Dienst präsentiert hat, der es aus dem Stand in den relativ kleinen Kreis international als tonangebend angesehener Social-Web-Dienste geschafft hat. Für Google ist das ein extremer Erfolg - also genau das Gegenteil eines Desasters.

Facebook ist bekannt dafür, bei neuen Funktionen gerne etwas zu weit zu gehen, den Groll der Mitglieder auf sich zu ziehen und anschließend eine Handvoll Zugeständnisse zu machen, mit denen sich die Kritiker anfreunden können. Es sieht aus, als hätte sich Google von dieser Strategie inspirieren lassen. Als Grundlage dient die Überzeugung, sich ein gewisses Fehlverhalten leisten zu können. Kritische Äußerungen werden dabei in Kauf genommen oder gar anstrebt, um eine breite Medienaufmerksamkeit zu erreichen. Zumindest bisher scheint diese Rechnung bei Buzz aufgegangen zu sein.

Die nächste Herausforderung für Google liegt darin, Buzz auch den Nutzern schmackhaft zu machen, die noch nie von FriendFeed & Co. gehört haben und den Großteil ihrer Onlinezeit bei Facebook oder ähnlichen Netzwerken verbringen.

Die unterschiedlichen Funktionen und Optionen von Buzz zu verstehen, kann ob seiner Komplexität selbst versierten Social-Media-Freaks einiges an Geduld abfordern. Wie die große Masse der weniger experimentierfreudigen Internetnutzer an Buzz herangeführt werden soll, daran wird Google noch einige Zeit zu knabbern haben.

Kommentare

  • Andreas Göldi

    14.02.10 (19:57:30)

    Sehe ich auch so. Google war sowieso noch nie gut darin (im Gegensatz zu Apple), die erste Produktgeneration richtig hinzukriegen. Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, was für ein Debakel die erste Version von Google Reader war. Zwei Jahre später war das Ding aber besser als alle Konkurrenten.   Nur ist der Unterschied diesmal, dass Google ein ziemlich unfertiges Produkt gleich zwangsweise an eine breite Masse von Usern ausgerollt hat. Aber das sollte wenigstens den Druck auf das interne Produktteam und damit die Verbesserungsgeschwindigkeit deutlich erhöhen. Und Google hat ja auf die ersten Kritikpunkte sehr schnell reagiert.

  • puyol5

    14.02.10 (20:01:27)

    Während Twitter nie richtig Mainstream wurde (was es auch nicht sein muss, um nützlich zu sein), traue ich das Google Buzz sofort zu. Für Twitter könnte sich die mangelnde und zu langsame Weiterentwicklung rächen.

  • smeiko

    14.02.10 (20:54:43)

    Christian Stöcker behauptet der Start wäre ein Desaster, u.a. aufgrund der Tatsache dass Google innerhalb weniger Tage bereits 3 mal nachbessern musste. Herr Stöcker sollte es mal aus einer anderen Perspektive sehen: Google ist eines der wenigen Unternehmen das genau zuhören kann und auf Anregungen/Kritik seiner Kunden umgehend reagiert. Definitiv nichts verwerfliches sondern eine Eigenschaft der jedes Unternehmen nacheifern sollte. Gruss, smeiko

  • Delphi

    14.02.10 (21:44:12)

    Meine Güte, wie naiv seid ihr eigentlich? Die "Fehler", die nun nachgebessert werden, wurden bewusst vor dem Start genau so eingeplant. Warum? Weil wie jedes neue Social Network am Anfang das Problem hat, das man seinen "Social Graph" noch nicht hat. Man ist mit nichts und niemandem verbunden - es fühlt sich leblos an und man verlässt den Dienst wieder. Google hat deswegen Buzz bewusst in Gmail integriert und die Kontake auf "autofollow" gesetzt um diesen "leblosen" Anfangszustand zu überspringen. Natürlich alles auf Kosten der Privatsphäre. Mittlerweile hat Buzz den nötigen Anfangsschub und man kann die Settings auf die normal üblichen stellen. Von den Journalisten und Bloggern erkennt natürlich wie immer keiner diesen *bewussten" Schritt und man lobt sogar die schnellen Korrekturen - die mit Sicherheit schon in der Schublade lagen. Google zeigt hier sein wahres Gesicht. Es versucht mit aller Macht und ohne Rücksicht auf die Privatsphäre seiner Nutzer in einen schon besetzten Markt zu drängen. Wie geschickt sie dabei vorgehen zeigt, dass sie dafür sogar noch gelobt werden. @smeiko Moralisch gesehen sollte man "solchen Eigenschaften" nicht nacheifern. Wenn man jedoch das Maximale aus einem Start rausholen will, schon. Aber welches andere Unternehmen kann schon default mäßig über 150Mio Nutzer in seinen neuen Dienst "einladen". Startups können dies nicht, was wiederum zeigt, welchen unglaublichen Wettbewerbsvorteil Google auf Grund seinem Branding und seiner venetzten Dienste hat.

  • Delphi

    14.02.10 (21:47:09)

    Übrigens ist eben diese Schnelligkeit ein Indiz dafür, das alles geplant und die Korrekturen in der Schublade lagen.

  • Delphi

    14.02.10 (22:30:35)

    Wo ich mich jetzt gerade mal wieder so aufrege... Es ist wirklich Zeit, dass sich (Tech)Blogger mal ein wenig mit Propaganda auseinandersetzten. Das Dilemma bei Propaganda ist nämlich, das genau Diejenigen, die es am meisten verachten, am anfälligsten dafür sind. Das hier bietet sich z.B. an: http://www.amazon.de/Edward-Bernays-Propaganda-Public-Relations/dp/3936086354/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1266180866&sr=8-2 Nehmen wir mal kurz den Google Buzz Start auseinander. Wie es wohl ablief... Vor dem Launch: Sagen wir mal vor einem Jahr grübelten die üblichen Verdächtigen im Googleplex, wie sie gegen Facebook und Twitter konkurrieren sollten. Es läuft zwar alles super für Google, aber man will halt alles und überall die No.1 sein. Twitter hat man im Googleplex noch nie wirklich verstanden. Das zeigt der Spontankauf von Jaiku und das anschließende abdriften in die Belanglosigkeit. Eric Schmidt bezeichnet Twitter abfällig als "Poor man´s email" Mit Orkut hat man schon ein Social Network am Start und eine weitere Kopie von Facebook macht ergo keinen Sinn. Nun begannen die kreativen Köpfe bei Google zu rauchen - was soll man nur machen? Man kam aber wie immer auf keine eigene zündende Idee und folglich schaute man, was denn sonst noch "Hip" ist und man noch nicht ausprobiert hat. --> Einen Aggregator. Prima - lasst uns Friendfeed kopieren und in die "rich man´s email" aka GMail integrieren. Gesagt, getan und die Entwickler begannen mit der Arbeit. Die Leute bei Google sind natürlich nicht völlig auf den Kopf gefallen und man kennt das Anfangsproblem eines jeden Social Networks. Wie fülle ich es mit "Leben", wenn sich noch kein Mensch registriert hat und neue Nutzer schnell wieder die Lust verlieren. Ganz einfach: Man integriert es nicht nur in GMail defaultmäßig, sondern setzt noch alle Kontakte auf "autofollow" Datenschutz? Eventuelle Probleme dadurch? EGAL - man kann sich ja mal "dumm" stellen, Verbesserungen schnell nachschieben und außerdem wusste schon Machiavelli, das man unbequeme "Reformem" hier wohl besser Einstellungen, zu Beginn seiner Herrschaft macht, so dass das Volk sie schnell wieder vergisst. Ein weiterer positiver Effekt dieser "schnellen Nachbesserungen" -> man ist ständig in der Presse und man suggeriert dabei noch das sich kümmernde Unternehmen - grandios. 1 Tag vor dem Launch: Nun lässt man langsam gezielt Informationen durch an die Presse, um Interesse zu wecken und einen Hype aufzubauen. Bsp: http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703630404575053480962942848.html Hilfreich ist es natürlich, wenn Techcrunch ausgerechnet einen Tag vor dem Launch von Buzz die Probleme im Social Networking Bereich zusammenfasst und die Lösung umschreibt - also GANZ zufällig Google Buzz. http://techcrunch.com/2010/02/07/social-feels-like-search-a-decade-ago-lots-of-noise-and-lots-of-spam/ Soviel zum Thema Unabhängigkeit der Blogs... Der Weg ist nun bereitet für den Launch und der Rest ist Geschichte.

  • Robin

    14.02.10 (23:52:45)

    Ich denke, dass Google in diesem Bereich über Kurz oder Lang neben Facebook Marktführer werden wird. Zum Einen werden die Gmail-Kunden Buzz sicherlich ausprobieren. Die Einen kürzer, die Anderen länger und intensiver. Twitter ist, wie bereits oben erwähnt, er etwas für Internetjunkies aber niemanden, der sich nicht näher damit beschäftigen möchte. Zu ungewöhnlich/umständlich/ungenau ist die Formulierung dafür. Es fehlt hier einfach eine eindeutige Marktstrategie... wenn es überhaupt eine gibt. Buzz hat weiterhin den Vorteil, nicht auf 140 Zeichen begrenzt zu sein. Das Einbinden von Links und Fotos ist kinderleicht. Mainstream halt! Und letztendlich ist es das, was die breite Masse veranlasst, sich den Service anzusehen. Google immer als böse Datendrake darzustellen mag ja in gewissen Dingen nicht falsch sein. Aber mal Hand aufs Herz: wie viele haben einen öffentlichen eigenen Blog (oder tummeln sich in Foren) auf dem sie eifrig posten, was sie gerade tun etc? So what? Was den fehlenden oder mangelhaften Datenschutz von Buzz beim Start angeht: Negative PR ist besser als gar keine PR! Das hat Google erneut fantastisch hinbekommen!

  • Falk D.

    15.02.10 (02:14:13)

    Google immer als böse Datendrake darzustellen mag ja in gewissen Dingen nicht falsch sein. Aber mal Hand aufs Herz: wie viele haben einen öffentlichen eigenen Blog (oder tummeln sich in Foren) auf dem sie eifrig posten, was sie gerade tun etc? So what? Falscher Ansatz, was ich rausgebe, kann ich abschätzen ggf. kontrollieren oder fälschen (bzw. durch Rauschen das Signal kaschieren). Es geht aber NIEMANDEN was an, mit wem ich am häufigsten Emails tausche, wo nach ich suche und wohin ich gleiche fahren möchte. In sofern - kein Buzz für mich - too creepy. (Ich antworte/schreibe nicht mal an gmail adressen.)

  • Robin

    15.02.10 (03:07:58)

    Wenn ich in deinen Augen den falschen Ansatz habe, hast du in meinen die Optionen von Buzz nicht komplett durchgelesen. Sonst wäre dir aufgefallen, dass die von dir genannte "Funktion" deaktiviert werden kann ^^ Nix für ungut!

  • smeiko

    15.02.10 (09:02:54)

    @Delphi: Du bist dir ja ganz schön sicher in deiner Argumentation und scheinst Google in all seinen Facetten durchschaut zu haben. Ein Insider nehme ich an? Aber gut, nehmen wir mal an du hast Recht und Google hat sich bewusst für diese Vorgehensweise entschieden und auch den anfänglichen Zorn der user einkalkuliert. Wäre dieses Verhalten dann verwerflich? In meinen Augen immer noch nicht. Es wäre dann zwar nicht ganz die feine englische Art, aber noch immer weit entfernt von einer illegalen Handlung die anderswo Gang und Gäbe ist. In der ganzen Diskussion um Google & Co. sollten sich die Nutzer mal eine Sache vor Augen führen: Das Hauptziel eines Unternehmens wird es immer sein Gewinn zu erwirtschaften. Um diesem Ziel näher zu kommen, wird jedes Unternehmen seine Grenzen ausloten. Auch Google. Wir sollten in unseren Diskussionen aufhören ständig davon auszugehen, ein Unternehmen wäre dazu da eine altruistische Verhaltensweise an den Tag legen. Unternehmen sind keine Wohltätigkeitsorganisationen. Dafür haben wir NPO's.

  • Lonely Loon

    15.02.10 (10:54:48)

    Und vor allem glaube ich nicht, dass das Desaster *so* eingeplant war. Da waren wohl eher - wie der Spiegel schreibt - zu viele enthusiastische Techniker am Werk. Negative PR ist besser als keine PR? Jein. Kunden mit Zornesröte im Gesicht, die ihren Ärger via Twitter, Facebook, E-Mail und Mund zu Mund jedem, der es (nicht) wissen will, kundtun sind garantiert schlecht fürs Geschäft - für jede Firma.

  • 50hz

    15.02.10 (13:58:12)

    Ich war bis zum Wochenende ein großer Google-Fan. Habe GMail jedem ans Herz gelegt, der über Probleme mit Mail klagte. Ich hatte nie einen Zweifel, dass ich GMail meinen gesamten Mail-Verkehr anvertrauen könnte. Seit Buzz ist das Vertrauen schwer erschüttert. Daten aus GMail zu verwenden, um Buzz vom Start weg für mich "attraktiv" zu gestalten, war eine dermaßen dämliche Aktion, dass ich ernsthaft überlege, GMail mein Vertrauen zu entziehen, wenn Google nicht glaubwürdig und nachhaltig "rückabwickelt". Und ich habe nicht den Eindruck, dass ich der einzige bin, der so denkt. Mag sein, dass Buzz so schnell Erfolg hat. Dafür wurde bei GMail verdammt viel Schaden angerichtet.

  • Martin Weigert

    15.02.10 (14:01:00)

    50hz, darüber nachzudenken, ist eines. Es dann wirklich zu machen, was anderes. Ich behaupte einfach mal, dass du Gmail nicht den Rücken kehren wirst. Weil du weißt, dass es kaum ähnlich leistungsfähige Alternativen gibt. Und Google weiß, dass die meisten Nutzer das wissen. Weshalb es sich das erlaubt, was verständlicherweise von dir und anderen kritisiert wird.

  • Lonely Loon

    15.02.10 (14:14:53)

    Ich behaupte einfach mal, dass du Gmail nicht den Rücken kehren wirst. Weil du weißt, dass es kaum ähnlich leistungsfähige Alternativen gibt. Und Google weiß, dass die meisten Nutzer das wissen. Bin zwar nicht direkt angesprochen, antworte aber trotzdem darauf. ;-) Warum sollte man Google das Vertrauen nicht entziehen und abwandern? Wäre nicht das erste Mal, dass ich das tu. Habe z.B. Apples MobileMe-Dienst zugunsten eines etwa gleich teuren, aber zuverlässigeren Angebots verlassen und werde auch im April vom iPhone auf ein Nexus umsteigen. Nicht weil der Nexus besser wäre, sondern weil Apples Geschäftspolitik in Sachen iPhone (Kundengängelung, undurchsichtige AppStore-Zulassungen) einfach scheisse ist. Aus dem gleichen Grund kommt mir auch kein iPad ins Haus, obwohl ich an sich ein grosser Fan des Mac bin (jedenfalls solange Mac OS X nicht ebenfalls zugemacht wird. Dann gäbe es ja auch noch Linux. ;-) Auf Google umgemünzt heisst das: Natürlich kann man umsteigen, und Alternativen gibt es immer, solange man zu ein klein wenig Flexibilität bereit ist. Und vor allem: Auch wenn mancher Kunde bestimmt aus Bequemlichkeit einer Firma oder einem Angebot treu bleibt: Wenn der Ruf im Keller ist, werden zuerst mal die Neukunden ausbleiben.

  • Tarantoga

    15.02.10 (14:31:14)

    50hz hat recht mit seinen Bedenken. Die Leute benutzen Gmail so gerne und viel weil es einfach ist und sie die Probleme damit meinen ignorieren zu können. Die Kunden mit der Nase auf die Probleme von gmail zu stossen ist nicht sonderlich clever. Die Gegenbewegung zur "Cloudisierung" wird früh genug kommen. Allerdings halte ich Google für intelligent und mächtig genug das verkraften zu können.

  • 50hz

    15.02.10 (14:51:40)

    Martin, meine persönliche GMail-Nutzung ist nicht das Problem. Doch was ist mit meinen "Evangelist"-Effekt? Wenn ich anderen von meiner GMail-Nutzung erzähle, sehe ich oft das blanke Entsetzen in den Augen meiner Gegenüber. *Datenkrake* Das konnte ich bislang immer leicht entkräften, teilweise sogar in Bereitschaft, GMail zu nutzen, ummünzen. Damit ist es nun wohl vorbei. Selbst wenn ich für mich entscheide, dass der Nutzen den Vertrauensverlust überwiegt, werde ich anderen GMail nicht mehr vorbehaltlos empfehlen. Und eines sollte Google klar sein. Ein Ausrutscher mag verziehen werden. Ein zweiter an einer solch sensiblen Stelle wird dazu führen, dass meine Mails wieder lokal verwaltet werden.

  • Martin Weigert

    15.02.10 (14:54:37)

    Ich versteh dich gut. Es gibt einen Grund, warum ich persönlich nicht Gmail verwende sondern 5 Euro monatlich bei WEB.DE zahle (und dann über IMAP abrufe). Nur habe ich bisher eben noch niemanden getroffen, der sich von Gmail lösen konnte. Insofern glaub ich's erst, wenn es passiert ist ;)

  • Martin Weigert

    15.02.10 (14:55:56)

    Ja umsteigen kann man immer. Der Umstieg von einem leistungsstarken Produkt ist jedoch schwierig. Und Gmail ist zweifelsohne leistungsstark.

  • 50hz

    15.02.10 (15:00:59)

    Hihi. web.de? Den würde ich nicht mal meine Spam-Mail zeigen ;)

  • Martin Weigert

    15.02.10 (15:03:36)

    Also ich bin sehr zufrieden. Die Weboberfläche ist zwar grausig, aber dank Thunderbird auf dem Notebook und dem iPhone-Abruf von unterwegs sehe ich die ja nie.

  • Goo

    15.02.10 (17:18:21)

    Google Buzz hat einen Traumstart hingelegt? Nur wegen 'ner Menge PR? Diese Argumentation ist mir doch ein bisschen zu dünn! Google Buzz funktioniert, okay, nichts anderes habe ich von einem Mega-Konzern wie Google erwartet! Aber ist es nicht einfach nur ein weiterer Mikroblogging-Dienst? Wieso muss immer alles Neue im Netz so hochgejazzt werden? Für eine Frühbilanz ist es noch recht früh, wie ich finde! Und ob Buzz einen Traumstart hingelegt hat, sollte man vielleicht in einem halben Jahr mal genauer betrachten! Nichts für ungut!

  • base rate

    15.02.10 (18:17:23)

    Naja, "Traumstart", also das nenne ich mal eine exzentrische Perspektive. Bin kein Fachmann, aber beliebig viel Kredit zu verspielen kann sich auch Google nicht leisten. Und das Konto wird dünner. Wenn ich alleine schon an diese unsägliche Neugestaltung von iGoogle im Spätsommer 2009 denke, mit der bescheuerten neuen Chatleiste etwa, die sich nicht entfernen ließ und wegen der hunderte User sturmliefen (auch ich). Die haben in ihrem Internetforum nicht mal müde mit den Schultern gezuckt, einfach gar nix gesagt. Seitdem ist Netvibes meine Startseite im Web. Und Google wirkt auch seit jener Erfahrung mehr und mehr auf mich wie ein träger Koloss, der den Kontakt zur Basis verloren hat. Begeht nicht den Fehlschluss, alles nachträglich zu rationalisieren, was Google macht. Die machen auch grobe Fehler.

  • rob

    16.02.10 (21:42:27)

    @Martin Weigert: Könntest du mir den Grund sagen warum du auf gmail verzichtest und lieber 5,- pro Monat in Kauf nimmst? Frage deshalb weil ich mir z.Z. überlege von web.de zu gmail zu wechseln und jede Meinung dazu gerne annehme.

  • Martin Weigert

    16.02.10 (21:52:48)

    Mir geht es ganz pragmatisch darum, nicht meine gesamte Internetnutzung auf Googles Schultern zu verlagern ;) Siehe auch hier http://martinweigert.com/gfail-and-why-i-like-to-pay-for-e-mail

  • rob

    17.02.10 (11:57:05)

    alles klar, danke für die Antwort. auf jeden Fall ein Grund darüber nachzudenken...

  • naavv

    25.03.10 (08:37:51)

    ho, gibts den dienst eigentlich noch?

  • Manuel

    25.03.10 (10:38:39)

    Zumindest bei mir funktioniert es noch einwandfrei.

  • ole

    14.05.10 (21:46:00)

    Jetzt will man mal „Google Buzz“ als Social Sphere Komponente in die eigene Webseite als „Buzz(er)“ Einpflegen, und dann das... „3“ Fehler im W3C Markup Validation Service>> NEIN…. Kotz, denn ich hab mir doch sooooo viel Mühe gegeben die letzten 90 oder waren es 120??? Fehler auszumerzen…. kann mir jemand ernsthaft erklären aus welchem Grund Google einen solchen fehlerhaften, (aus W3C Sicht) CODE für ein Gadget zur Verfügung stellt ?? Ich sage häää… und will es nicht verstehen. Muss ich mir jetzt ernsthaft darüber Gedanken machen wie dieser von Google bereitgestellte „Google Buzz“ Code Snipe so zu verändern ist, dass er eben auch noch angezeigt wird??? Ich finde Google Buzz sinnvoll da sowieso viele ein Google Account unterhalten und Inhalte also Content somit leicht zu transferieren ist. Die W3C Fehler nerven hat jemand eine Idee… oce

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer