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02.10.08Leser-Kommentare

Linkwertig: Interview mit Martin Stiksel von last.fm und mehr

turi2 hat Martin Stiksel von last.fm interviewt. Danach gefragt, wie die Musikindustrie in 20 Jahren noch Geld verdienen wird, geht Stiksel darauf ein, dass Festivals und Konzerte zunehmend zu den Haupteinnahmequellen für die Musiker werden (in der Annahme ist er nicht der Einzige). Stiksel geht weiter darauf ein, dass in neuen Verträgen die Plattenlabel sich vermehrt einen Prozentsatz auch von diesen Einnahmen zuschanzen lassen.

» interview2: Martin Stiksel, Last.fm. (ca. sechs Minuten)

Der Datenaggregator Gnip (bei uns hier vorgestellt) hat die Version 2.0 seiner API vorgestellt. Und ein Geschäftsmodell hat man jetzt auch:

Gnip 2.0 verfügt jetzt auch über ein grundlegendes Geschäftsmodell: Neben einer kostenlosen Community-Edition soll die kommerzielle Nutzung künftig kostenpflichtig werden.

» Gnip: neue Version, kostenpflichtig für kommerzielle Anbieter | T3N Magazin

Mashable stellt mit Email to ID einen Dienst vor, mit dem man eine oder mehrere Email-Adressen mit seiner OpenID verbinden kann. Anschließend kann man diese Email-Adressen dazu verwenden, sich in unterstützende Services einzuloggen.

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Kommentare

  • Daniel Niklaus

    02.10.08 (12:04:00)

    dass Festivals und Konzerte zunehmend zu den Haupteinnahmequellen für die Musiker werden... Und damit sind wir wieder dort, wo das Copyright einst anfing. Mozart & Co. waren von Auftritten und Kunstmäzen abhängig. In Auftragsarbeit komponierten sie ihre grossen Kunstwerke. Oft waren sie vom Geschmack einzelner Geldgeber abhängig und verdienten nie an ihren Werken. Es genügte gerade so zum Überleben. Die Künstler empfanden dies als eine tiefe Beleidigung ihrer Arbeit und als Ungerecht. Forderungen nach einer fairen Entlohnung und einem Schutz vor Kopisten, führten zum heutigen Copyright. Für die Künstler war dies in etwa so, wie für die Arbeiter die Forderung nach fairer Entlohnung und anständigen Arbeitsbedingungen. Was Marcel & Co. wollen, ist eine Rückkehr zum Vertragslosen zustand. Künstler sollen wieder "nur" von der Bühne leben. Welch hartes Brot da "gefressen" wird, ist ihnen egal. Sie wollen Musik gratis, kostenlos hören, kopieren, nutzen - ohne je ein Konzert zu besuchen. Sollen die Künstler doch wieder in die rechtsfreie Vergangenheit zurück katapultiert werden. Es siegt die Gier des Musikkonsumenten über die Gier einer Branche.

  • Marcel Weiss

    02.10.08 (16:42:28)

    Daniel, Du verwechselst (mal wieder) Wunschdenken mit Berichterstattung. Ich "will" in diesem Zusammenhang erstmal gar nichts, und berichte nur, was ich feststelle. Für eine theoretische Unterfütterung der aktuellen ökonomischen Veränderungen durch das Netz empfehle ich Dir Lessigs "Freie Kultur" und Benklers "The Wealth of Networks". Danach können wir weiterreden, denn auf eine Diskussion auf der Du mir permanent Vorwürfe auf verschiedenenen Ebenen machst, weil Du Dich moralisch überlegen fühlst, habe ich keine Lust. (Zu den falschen Vorwürfen der Vorurteile und fehlerhafter Recherche gesellt sich jetzt noch der Vorwurf der Gier, nett.)

  • Daniel Niklaus

    02.10.08 (17:16:54)

    :-) Moralisch überlegen fühle ich mich in keiner Art und Weise. Moral ist etwas Fliessendes und Moral verändert sich im Laufe der Zeit. Wenn du keine Kritik erträgst und Querdenker nicht magst, dann blogge nicht - oder bitte mich zu gehen. Versprochen, ich surf dann keinen Text mehr von dir an. Aber eines kann ich nicht einfach so stehen lassen; fehlerhafte Recherche. Bitte werde konkret.

  • Wolfgang

    02.10.08 (18:16:21)

    Hallo. Erst mal: ich mag Netzwertig sehr, sehr gerne - aber ich muss Dir in mehreren Punkten doch stark widersprechen, Marcel. Du schreibst in deinem Kommentar zu Daniel: "Daniel, Du verwechselst (mal wieder) Wunschdenken mit Berichterstattung. Ich “will” in diesem Zusammenhang erstmal gar nichts, und berichte nur, was ich feststelle." Die "Berichterstattung" auf Netzwertig ist in diesem Punkt aber doch (leider) sehr tendenziös. Im Juni 2008 schreibst Du zum Beispiel in einem Pamphlet gegen die Kulturflatrate: "Musiker und Musiklabel: Wenn Ihr am Markt teilnehmen wollt (= Musik als Produkt gegen Geld verkaufen), dann fügt Euch auch seinen Spielregeln, und heult nicht rum, wenn es nicht so läuft, wie Ihr Euch das vorstellt. Könnte ja jeder kommen. Gegen die vollständige Subventionierung eines gesamten Industriezweigs werde ich mich mit Händen und Füßen wehren, und da werde ich nicht der Einzige sein." Hier vetritts Du ganz klar eine Meinung - was in einem Blog natürlich ok ist - aber mit "Berichterstattung" hat das nichts zu tun. Auch ich denke nicht, dass die Kulturflaterate der Weisheit letzter Schluß ist. Egal. Kann man drüber diskutieren. Aber zurück zu Deiner Aussage, dass Musiker jetzt halt wieder von Liveauftritten leben sollen. Du "berichtest" auch hier nicht, sondern man merkt sehr stark, dass das halt deine Meinung ist. Ist ja auch ok. Dann frage ich Dich aber als Mitglied einer kleinen Band, die zur Hälfte in Deutschland, zur anderen Hälfte in den Usa lebt, die sehr produktionsorientiert arbeitet, viele Gastmusiker einsetzt etc. : Wie sollen wir denn bitte live auftreten? Wie soll sich das jemals rentieren? Sorry - aber ich fasse uns nicht als einen "Industriezweig" auf, der versucht so viel Gewinn wie möglich aus einem "Produkt" rauszuschinden. Vielleicht würde es Dir helfen, Dir mal drüber klar zu werden, dass es hier nicht nur um "Industriezweige" geht, sondern um Menschen, die sehr viel Energie, Zeit und Liebe in ein "Produkt" stecken und dafür in den meisten Fällen einen Stundenlohn erhalten, der sich (wenn überhaupt) im einstelligen Cent-Bereich(!) bewegt. Ich glaube, auch Du magst Kunst und auch Du spürst beim Hören von Musik etwas, das kein "Produkt" jemals bei Dir auslösen könnte. Die Aussage "Heult doch nicht rum" finde ich dann aber ziemlich zynisch.

  • Marcel Weiss

    02.10.08 (18:49:18)

    @Daniel Niklaus: Wenn ich Kritik nicht ertragen könnte, würden meine Antworten anders aussehen. Oder ich würde die Kommentare gleich löschen. Das passiert hier aber nicht. Ich linke auch oft auf Meinungen, die ich nicht unbedingt teile, siehe zb das Stallmann-Zitat zum Cloud Computing diese Woche. Du machst allerdings in Deiner Kritik oft Vorwürfe oder unterstellst mir Ansichten, die schllicht so nicht richtig sind. Darauf wird mir doch sicher eine Antwort darauf genehmigt sein. Du kannst hier weiter lesen und kommentieren, was und wie Du magst, aber rechne damit, dass ich falsche Unterstellungen nicht einfach unkommentiert lasse. Und unterstelle mir, wenn ich antworte, doch bitte nicht, ich sei dann nicht kritikfähig. Du hast mir fehlerhafte bzw. oberflächliche Recherche beim Hasbro-Artikel unterstellt. "Moral verändert sich im Laufe der Zeit. " - Und trotzdem argumentierst Du ungeachtet der Veränderungen auf einer rein moralischen Ebene, wenn es um die Musikindustrie geht. :)

  • Marcel Weiss

    02.10.08 (18:51:59)

    @Wolfgang: Erstmal danke für Deinen ausführlichen Kommentar und das Lob. :) Ich sehe, ich sollte hier wohl noch mal einen Artikel in der Richtung nachschieben. Zunächst zu meinem Artikel über die Kulturflatrate: 1. Berichterstattung: Mit Musikaufnahmen ist nur noch wenig und künftig bald nichts mehr zu verdienen. 2. Meine Meinung: Die Betroffenen sollen das jetzt endlich erkennen und akzeptieren als noch mehr gesellschaftlichen Schaden anzurichten (Gesetze über Lobbiisten erreichen, die Verstösse in diesem Bereich immer unverhältnismäßiger bestrafen und Kinder(!) damit kriminalisieren etc.) Ich bin selbst Hobbymusiker und bin jahrelang regelmäßig aufgetreten. Ich kenne außerdem einige Bekannte, die eigene kleine Labels betreiben und ein paar von ihnen können auch von DJ-Auftritten etc. leben. Ich bin nicht der gierige Konsument, der alles umsonst will und die Seite der Musiker ignoriert. Nochmal hier in den Kommentaren, was ich sicher auch schon x-mal in den Kommentaren meines Kulturflatrate-Artikels gesagt habe: Du hast als Musiker kein Grundrecht auf Entlohnung. Entweder es gibt einen Markt für Dein Produkt oder nicht. Wenn es anders ist, höre ich morgen auf mit arbeiten und beschmiere einfach ein paar Leinwände, nenne mich Künstler und verlange eine Entlohnung für meine Kunst. Natürlich bleiben einige auf der Strecke, wenn man über die Aufnahmen nix mehr verdient. Und Euch wird es wohl treffen, wenn Ihr eine reine Studioband seid. Das ändert aber nichts an der Gesamtsituation. Niemand hat das Telefon verteufelt, weil es die Telegrafen verdrängt hat (Wenn ich es mir recht überlege, wird es wohl doch Leute gegeben haben, die dagegen gewettert haben. Aus moralischen Gründen.). Ein paar Leute wurden arbeitslos bzw. blieben auf der Strecke. Aber auf der Makroebene steht die Gesellschaft mit dem Telefon besser da. Das ist auch hier der Fall.

  • Jan

    02.10.08 (19:29:16)

    Ich schätze man sollte die Musiklandschaft differenzierter betrachten. Marcel hat sicher recht, wenn er sagt, daß die Zeit der fetten Majorlabels, die in Deutschland zarte 20,- € für eine CD nehmen sich dem Ende entgegen neigt. Solche Preise konnten sie durchsetzen, da sie quasi ein Kartell für den CD-Vertrieb hatten. Sie waren im Grunde die einzigen, die Weltweit ausliefern und vermarkten konnten. Das hat sich mit dem Aufkommen des Internet geändert. Die Zeit der CD und der alten Distributionskanäle ist schlichtweg vorbei und die Musikindustrie (also die großen Labels) hat es nicht gechafft ihre Marktmacht in die neue Zeit zuretten. Letztlich ist die Musikindustrie aber auch nur ein Zwischenhändler zwischen Künstler und Kunde. Und der Zwischenhändler hat es leider geschafft die Kunden zu vergraulen, dank völlig intransparentem (wieviel bekommen die Musiker von einer CD und wieviel Sony, EMI und wie sie so heißen?) und arrogantem Gebaren. Bedeutet das jetzt automatisch, das man jetzt als Künstler nie wieder Geld verdienen kann durchs verkaufen? Ich bezweifele es. Nur die, die früher die dicke Kohle mit Musik gemacht haben, die sind raus aus dem Spiel. Und entweder die Künstler schaffen es ohne Mittelsmann den Vertrieb zu organisieren und genügend Geld mit ihren Produkten zu machen oder es werden neue Zwischenhändler entstehen bzw. die alten Labels werden sich neu ausrichten müssen. Und, liebe Musiker, in der Zwischenzeit - bis sich eine neue Struktur entwickelt hat - wird euch nichts anderes übrigbleiben, als wie die wilden zu experimentieren und auszuprobieren. Ich fürchte wer sich da auf alten Mechanismen (Plattendeal und ausgesorgt) verlässt ist schneller verlassen, als ihm lieb ist.

  • Wolfgang

    02.10.08 (19:36:26)

    Hallo Marcel. Kulturflatrate lassen wir jetzt mal weg. Weites Feld - und ich sehe das sicher nicht unkritisch. "Ich bin selbst Hobbymusiker und bin jahrelang regelmäßig aufgetreten. Ich kenne außerdem einige Bekannte, die eigene kleine Labels betreiben und ein paar von ihnen können auch von DJ-Auftritten etc. leben." Schön. Ich arbeite seit zehn Jahren für professionelle Musiker. Ich habe sicher 400 Konzertabrechnungen gemacht, ich weiß ganz genau, was Bookingagenturen bekommen, wie Konzertveranstalter abrechnen, was man mit Konzerten zwischen 200 bis 50.000 Besuchern verdienen kann, was der Tourbus kostet, der Mischer, der Tourmanager, der Lichtmischer etc. "Ich bin nicht der gierige Konsument, der alles umsonst will und die Seite der Musiker ignoriert." Sorry - aber das wirkt anders. "Du hast als Musiker kein Grundrecht auf Entlohnung. Entweder es gibt einen Markt für Dein Produkt oder nicht." Das sehe ich anders. Wenn mein Album zwei Monate (!) vor VÖ im Netz kursiert, gibt es ja anscheinend einen Markt, an dem ich leider nicht partizipieren kann. Ich will dafür eine gerechte Entlohnung. Und wir sind nicht Metallica. "Wenn es anders ist, höre ich morgen auf mit arbeiten und beschmiere einfach ein paar Leinwände, nenne mich Künstler und verlange eine Entlohnung für meine Kunst." Hm. Schlechtes Bild. Leinnwände kann man nicht digital reproduzieren. Kunst zu machen bedeutet auch nicht "Leinwände zu beschmieren". Dann hast Du was Grundlegendes falsch verstanden. Wenn Du meinst ein Künstler zu sein - mach es. Viel Spaß. Und: ICH nenne mich nicht Künstler. "Natürlich bleiben einige auf der Strecke, wenn man über die Aufnahmen nix mehr verdient. Und Euch wird es wohl treffen, wenn Ihr eine reine Studioband seid." Damit werde ich mich aber nicht abfinden. Und wir bleiben sicher nicht "auf der Strecke". "Niemand hat das Telefon verteufelt, weil es die Telegrafen verdrängt hat (Wenn ich es mir recht überlege, wird es wohl doch Leute gegeben haben, die dagegen gewettert haben. Aus moralischen Gründen.). Ein paar Leute wurden arbeitslos bzw. blieben auf der Strecke. Aber auf der Makroebene steht die Gesellschaft mit dem Telefon besser da. Das ist auch hier der Fall." Und hier wird es wirklich abstrus. Der Vergleich hinkt nicht - er sitzt im Rollstuhl. Es geht hier um ein Gut, das jeder nutzt. Wenn die Leute, die dieses Gut herstellen nicht mal mehr auf niedristem Niveau belohnt werden, ist das für die gesamte Gesellschaft schlecht. .. aber das ist Dir ja anscheindend egal. Dir geht es um "Markt" und "Produkte" - wohin diese Einstellung führt, sehen wir ja gerade.

  • Daniel Niklaus

    02.10.08 (22:06:32)

    Hi Marcel Habe den mit den falschen Vorwürfen anders gelesen. Ich verstand, dass ich wenig recherchierte. Mit deiner Antwort klärtest du, was du meintest. Beim lesen jenes Artikels vermutete ich tatsächlich, dass du ohne recherchieren geschrieben hast. Wie definierst du Gier? Wikipedia meint; Habgier oder Habsucht ist das übersteigerte, rücksichtslose Streben nach materiellem Besitz, unabhängig von dessen Nutzen. Schau dir mal an, was bei den Saugern alles auf der Platte ist und was sie alles benutzen. Das ist klassische Gier. Ob dich das betrifft? Mein Beispiel mit der Gier soll die Forderung nach "einem Ende der Urheberrechte" überspitzt darstellen. Ich schliesse mich Wolfgang an und anerkenne ein Recht auf seinen Gewinn. Gleichzeitig bin ich auf der Linie von Lessig, wenn er für kürzere Zeiträume des Urheberrechtes eintritt. Und ich will sogar, dass Wolfgang - wenn er in der Schweiz wäre - bei der Suisa einzelne Titel von der Verwertung herausnehmen kann. Aber ich sehe keinen Grund, jetzt alles frei zu geben. Musik ist noch günstig zu erstellen. Aber wenn alles frei ist, haben wir bald keine Filme, keine Games und keine neuartige Software mehr.

  • Marcel Weiss

    02.10.08 (23:51:43)

    Puh, hier gibt es ja noch richtig viel Diskussionsbedarf. Ich werde mal sehen und, wenn es meine Zeit zulässt, die Tage noch einen Artikel zum Thema verfassen.

  • Wolfgang

    03.10.08 (13:22:02)

    Würde mich freuen. Ich befürchte aber, dass wir bei diesem Thema nicht mehr zusammen kommen;) Und noch zwei Sätze zu Lessig: Er ist eine coole Sau, seine Vorträge sind der Wahnsinn. Leider macht er sichs manchmal etwas zu leicht - er ist halt eher der Michael Moore unter den Juristen - dass er sich dem Thema aber so kreativ annimmt, ist ein großer Verdienst.

  • RH

    04.10.08 (12:54:51)

    Vorweg: ich bin kein Musiker und komme auch nicht aus der Musikindustrie. Imho haben die Labels schon eine wichtige Aufgabe: sie vorfinanzieren und vertreiben die Produkte. An den Carstingshows im TV sieht man das ganz gut. Wieso sollte man da nicht von Industrie sprechen? Der Musiker / die Band ist die "Marke" und die Musik das "Produkt". Sobald der Musiker seine Musik mit dem Ziel produziert, diese auch zu verkaufen, ist es keine Liebhaberei mehr. Nur weil sich Leute Musik (illegal) kopieren, heißt es noch lange nicht, daß sie diese auch kaufen würden. Es ist sicher auch eine Frage des Preises. Ein Euro pro Lied finde ich ok. Wenn die Musik toll ist kaufe ich mir auch ein Album. Was ich nicht verstehe: wenn den nur ein Paar Cent bei Musiker ankommen, warum verkauft ihr die Musik dann nicht gleich für ein paar Cent selbst. Was sicher auch ginge: jeder Orginal-CD liegt ein Rabattgutschein fürs nächste Konzert bei.

  • wolfgang

    04.10.08 (19:05:06)

    @RH Das Beispiel der Castingshows ist glaube ich nicht so ganz passend, da hier ja genau die Gesetze des Marktes auf ein kulturelles Gut angewendet werden, also (standartisierte) Performance, Leistung, Ellenbogen, aber gut. Erst mal: Natürlich ist Musik ein Produkt. Aber eben auch mehr als das. Sonst gäbe es in Zeitungen kein Feuilleton, Kunst würde nur im Wirtschaftsteil behandelt werden. Ich glaube aber, dass Musik, Theater, Museen, Oper, Film (was es alles ohne Subvention nicht gäbe) eben noch eine andere Funktion in der Gesellschaft erfüllen. Und diese Funktion ist - ähnlich wie bei Schulen - durchaus subventionswürdig. Und ich glaube, dass sogar der letzte Schlagersänger andere Maßstäbe an sein "Produkt" anlegt, als - sagen wir mal - ein Getränke-Karton-Hersteller. Warum es nicht so einfach ist, seine Musik selber für Cent-Beträge zu verkloppen, ohne Label, Vertieb, Promo-Agentur... ist ein weites Feld - kann ich Dir aber gerne erklären - sprengt aber diesen Rahmen;) Die Rabbat-Idee funktioniert übrigens nicht - das haben schon ein paar Bands ausprobiert.

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