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07.08.08Kommentieren

Lifestreaming:Die Welt ist eine Social Oyster

Lifestreaming wird in letzter Zeit auch im deutschen Sprachraum immer beliebter, was sich naturgemäss auch an der wachsenden Anzahl hiesiger Dienste wiederspiegelt. Social Oyster ist eine recht eigenwillige neue Reinterpretation davon.

Neben den Vorreitern wie NoseRub bzw. identoo von Dirk Olbertz und lifestrea.ms von Thomas Huhn, die noch vor dem Start von FriendFeed dahingehende Anwendungen entwickelt haben, gibt es einige jüngere Dienste, die Lifestreaming im Zeitalter nach FriendFeed doch eher im Stil von FriendFeed interpretiert haben. Über die Launches von Lifestream.fm und FreundeNews etwa haben wir berichtet.

Dass man nicht immer am Original kleben muss, sondern durchaus auch eine Eigeninterpretation wagen kann, zeigt Social Oyster von Marcus Reimold.

unsterstützte Dienste

Das Grundprinzip ist wie bei den anderen Diensten. Man meldet sich an, füllt ein Profil aus und fügt jene Dienste hinzu, auf denen man Links, Photos, Videos, Bookmarks, Kurznachrichten etc. postet. Als Ergebnis bekommt man einen Oysterpass, den man Freunden und Bekannten als Referenz des eigenen Online-Daseins geben kann.

In einem zweiten Schritt kann man sich das übliche Netzwerk an Freunden zusammenklicken, bzw. deren Lifestreams abonnieren. Dabei sehr nett: sie müssen selbst kein Mitglied bei Social Oyster sein. Eine eingebaute soziale Suche spürt ihre Accounts auf den verschiedenen Diensten auf und behandelt sie völlig gleichwertig. Über Umwege geht das auch auf anderen Diensten, FriendFeed und NoseRub haben etwa ‘virtuelle Freunde’, aber Social Oyster macht diesen Prozess viel transparenter.

Als Ergebnis bekommt man in der Folge die eigene Oysterline, auf der alle Aktivitäten der Freunde aggregiert werden. In der Darstellung ist Social Oyster sehr verspielt. Die unterschiedlichen Ströme werden nicht in einen einzigen chronologischen Feed zusammengemischt, sondern werden nach Diensten sortiert, wobei alles nebeneinander angezeigt wird, was mitunter einen breiten horizontalen Scrollbar bedingt. Horizontales Scrollen ist zwar üblicherweise eine Usability-Sünde, aber hier ergibt es irgendwie Sinn.

Beispiel: die öffentliche Oysterline

Social Oyster ist sicher noch nicht ganz ausgereift. Das Look & Feel ist für den Erfolg jedes Lifestreaming-Dienstes sehr wichtig, immerhin fungieren die Seiten als Fenster in die Welt, das sollte dann auch nett anzuschauen sein. In diesem Bereich hat Social Oyster noch einiges an Raum für Verbesserungen. Aber einige Ansätze gefallen mir gut.

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