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23.03.11Leser-Kommentare

Lanyrd: Der neue Begleiter aller Konferenzfreunde

Der junge US-Dienst Lanyrd sammelt unter Mithilfe seiner Anwender Informationen zu Konferenzen, Barcamps und Workshops rund um den Globus. Auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz werden bereits zahlreiche Events gelistet.

 

Wer in irgendeiner Form regelmäßig mit der Internetwirtschaft und verwandten Branchen zu tun hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit früher oder später eine Konferenz oder konferenzähnliche Veranstaltung besuchen, auf der Akteure der digitalen Welt und angrenzender Bereiche sich treffen, voneinander lernen, Geschäfte abschließen und netzwerken. Manch einer versucht, entsprechenden Events nur in Einzelfällen beizuwohnen, während andere sich gar nicht oft genug auf Podien setzen und in die Menschenmenge begeben können.

Der neue, im Rahmen der jüngsten Auswahl des US-Inkubators Y Combinator gestartete Dienst Lanyrd richtet sich an alle Menschen auf diesem Planeten, die den Überblick über anstehende Branchenevents behalten und sich über die Höhepunkte bereits stattgefundener Konferenzen und Veranstaltungen informieren möchten.

Lanyrd erlaubt Nutzern, Informationen zu aktuellen und künftigen Events abzurufen, selbst Konferenzen und dazugehörige Details einzutragen sowie Berichte, Videos, Präsentationen oder Audiozusammenfassungen von Happenings aus der Vergangenheit abzurufen.

Der von den US-Amerikanern von dem aus Großbritannien stammenden Ehepaar Natalie Downe und Simon Willison im Herbst vergangenen Jahres gestartete Dienst wird zwar derzeit lediglich auf Englisch angeboten, hat sich aber zum Ziel gesetzt, Konferenzen, BarCamps, Workshops und andere organisierte Zusammentreffen weltweit zu erfassen. Aktuell listet Lanyrd 778 anstehende Events für die USA, 317 für Großbritannien und immerhin 1711 für den Rest der Welt. Auch die Veranstaltungskalender für Deutschland, Österreich und die Schweiz sind bereits ansatzweise bis gut gefüllt (wenn auch unter Garantie nicht vollständig).

Jedes Event wird mit einer Profilseite präsentiert, die Auskunft über die wichtigsten Rahmendaten und Webressourcen gibt. Zudem zeigt Lanyrd an, welche Speaker es zu hören und sehen gibt, welche Sessions geplant sind, welche Lanyrd-Nutzer die jeweilige Veranstaltung besuchen werden und wer sie organisiert. Hier findet ihr z.B. die Lanyrd-Profile für die re:publica 2011 und die next conference 2011 (wir werden übrigens beide Events besuchen).

Wer sich per Twitter-Login bei Lanyrd identifiziert, kann seine Teilnahme an einer Konferenz signalisieren oder durch einen Klick auf den "Track"-Button zumindest ein grundsätzliches Interesse für diese kenntlich machen. Zudem landet sie dann im persönlichen Eventkalender und wird als Basis für Veranstaltungstipps verwendet, die Lanyrd anderen Nutzern der Site serviert.

Jeder angemeldete User kann Informationen auf den Eventprofilen ändern. Die Gründer Natalie Downe und Simon Willison verfolgen hier ein Wikipedia ähnliches Prinzip. Sämtliche Bearbeitungs- und Änderungsvorgänge werden aufgezeichnet, allerdings momentan noch nicht öffentlich dargestellt.

Im Anschluss an eine Konferenz ermuntert Lanyrd seine Nutzer, Links zu Berichterstattungen, Videos, Präsentationen und anderen Medieninhalten hinzuzufügen, um sie so an zentraler Stelle zu sammeln und auch denen einen Eindruck von den Ereignissen zu geben, die nicht dabei waren. Zum kürzlich in Austin stattgefundenen SXSW Festival listet Lanyrd zur Zeit 196 verschiedene Elemente (rechte Spalte).

Lanyrd, dessen Name eine Abwandlung des englischen Wortes "Lanyard" (zu Deutsch "Schlüsselband") darstellt, liefert einen sehr umfangreichen, funktionellen und nützlichen Dienst, der in dieser Form bisher nicht existiert (Parallelen gibt es zu den Eventbereichen von Xing und LinkedIn sowie entfernt zu Plancast).

Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass zumindest digital angehauchte Konferenzen bald nicht mehr ohne eine gut gepflegte Präsenz bei Lanyrd auskommen werden. Zumindest ist das die Hoffnung der Macher, die demnächst Pro-Accounts für Veranstalter anbieten wollen. Eines der dann geplanten Features ist die Deaktivierung der freien Bearbeitungsfunktion.

Link: Lanyrd

Kommentare

  • Raphael Stolt

    23.03.11 (14:07:51)

    Lanyrd, ... , liefert einen sehr umfangreichen, funktionellen und nützlichen Dienst, der in dieser Form bisher nicht existiert Würde ich jetzt nicht so stehen lassen, da es mit Joind.in etwas ähnliches gibt, was jedoch wohl vorwiegend in der PHP Community verwendet wird. Nett find ich bei Joind.in die Möglichkeit einzelne Talks, Location und Social Events bewerten und kommentieren zu können. Optisch ist jedoch Lanyrd um vieles hübscher ;D

  • Martin Weigert

    23.03.11 (15:20:39)

    Danke für den Hinweis. Ich sehe zwar Überschneidungen, sehe aber nicht, dass Joind.in die gleiche Ausrichtung hat wie Lanyrd - laut Eigendarstellung steht bei Joind.in der Dialog zwischen Vortragenden und Konferenzbesuchern im Vordergrund.

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