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18.03.10

Kurios: formspring.me erhält Millionenfinanzierung

formspring.me, ein simpler US-Service zum Erstellen von Frageformularen für das Social Web, startete vor drei Monaten im deutschsprachigen Raum durch. Jetzt erhält er eine Kapitalspritze in Millionenhöhe.

Mitte Dezember hatte ich über das Phänomen formspring.me berichtet. formspring.me ist ein Service, mit dem Nutzer in wenigen Sekunden ein Webformular erstellen können, das anderen Usern die Möglichkeit gibt, sie anonym mit Fragen zu bombardieren.

Quasi von heute auf morgen sprach in den Tagen vor Weihnachten schlagartig die gesamte deutschsprachige Twitter- und Bloggerszene über den Dienst, der als Nebenprojekt des US-Unternehmens FormSpring.com gelauncht wurde.

Interessant war an der Begeisterung rund um formspring.me nicht nur die Tatsache, dass der Dienst so urplötzlich auf dem Radar der Netzgemeinde auftauchte, sondern auch, dass die Aufmerksamkeit für den Service anfänglich fast komplett aus dem deutschen Sprachraum kam.

 

Meinen Artikel schloss ich mit folgender Aussage ab:

Die entscheidende Frage ist nun, ob sich die in der deutschsprachigen Webszene entfachte formspring.me-Begeisterung auf andere Länder und vor allem auf den englischsprachigen Internetmarkt überträgt. Dann wäre nicht nur die Rechnung der FormSpring.com-Macher aufgegangen, sondern es wäre auch ein Beweis dafür, dass die hiesige Twitter- und Bloggerszene Trends mit internationaler Reichweite entfachen kann – Balsam für die geschundene deutsche Bloggerseele.

Soeben berichtete GigaOm, dass formspring.me von diversen Business Angels eine Kapitalspritze in Höhe von 2,5 Millionen Dollar erhalten hat - und gibt damit die finale Antwort auf meine im Dezember gestellte Frage:

formspring.me ist es nach dem initialen Hype in Deutschland, Österreich und der Schweiz tatsächlich gelungen, auch im englischsprachigen Internetmarkt Beachtung zu finden. In letzter Zeit hatten bereits zahlreiche US-Blogs über den Anbieter berichtet (z.B. hier und hier).

Und nun erhält formspring.me tatsächlich finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe. Der Dienst soll fortan auf eigenen Beinen stehen, und um Verwirrung zu vermeiden, wird das Mutterunternehmen in Zukunft als FormStack firmieren, so GigaOm.

Auch wenn sich die Begeisterung für formspring.me in der hiesigen Webwelt nach der anfänglichen Euphorie etwas gelegt hat, so erreicht die Geschichte um das Phänomen formspring.me mit der jüngsten Meldung einen neuen Höhepunkt:

Eine äußerst simple Oberfläche zum Erstellen von einfachsten Webformularen wird als eigenes Unternehmen weitergeführt, erhält 2,5 Millionen Dollar Risikokapital von US-Geldgebern und erreicht durch seine schnell gestiegene Bekanntheit sogar, dass die Mutterfirma ihren Namen ändert. Und begonnen hat alles in D-A-CH...

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