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02.02.08Leser-Kommentare

Kultserie "Doctor Who": Wo ist der Doktor?

Der Serien-Welterfolg feiert Deutschlandpremiere - doch ProSieben versteckt die Abenteuer des zeitreisenden Doktors im Nachmittagsprogramm.

Doctor Who

Wer ist hier der Doc? (Bild ProSieben)

ProSieben startete letzten Samstag mit der Science-Fiction-Serie "Dr. Who". Allerdings um 17.00 Uhr. Einem wirklich unwürdigen Platz für Neueinführungen. Schlechte Quoten sind da garantiert. Verwunderlich, zählt "Dr. Who" doch zu den erfolgreichsten Serien der Welt. Erstmals ausgestrahlt im Jahr 1963 und ganze 730 Episoden in 29 Staffeln später ist die Serie vor allem eines: Very british. Um es für das deutsche Fernsehvolk zu übersetzen: Schräg. Doch Anhänger von Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis", der übrigens auch Drehbücher für die Erfolgsserie schrieb, werden nur allzu gern in den Genuss des kultigen Zeitreisespaß kommen.

Gerade der Neustart 2005 übertraf alle Erwartungen der BBC: Knapp 10 Mio. Zuschauer (was einem Marktanteil von 43 Prozent entspricht) verfolgten die Abenteuer des neuen Doktors. Bei einem solch schlechten Sendeplatz sind diese Zahlen in Deutschland pure Science-Fiction. Christopher Ecclestone (eXistenz, The Others) ist bereits der neunte Doktor. Der muss nämlich zu gegebener Zeit sein menschliches Erscheinungsbild verändern. Ein Trick, warum die Serie solange bestehen kann.

Der Doktor ist nicht von dieser Welt

Schon in der ersten Episode outete sich der Doktor als Außerirdischer, genauer gesagt ist er ein Timelord vom Planeten Gallifrey. Diese Rasse hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ordung von Zeit und Raum im Universum aufrecht zu erhalten – und für das Gute zu kämpfen.

Der Doctor reist durch Raum und Zeit und greift immer wieder ein um zu helfen oder Katastrophen abzuwehren. Er hat eine Schwäche für die Erde und die Menschen. Deswegen wählt er immer wieder einen menschlichen Begleiter aus. In der neuen Staffel ist das die hübsche Verkäuferin Rose. Gereist wird in der TARDIS (Time And Relative Dimensions In Space). Jede besitzt einen Chameleon-Schaltkreis genannte Tarnvorrichtung, bei der das Äußere der Maschine sich der Umgebung anpasst und somit ein unauffälliges Reisen ermöglichen soll. Die TARDIS des Doctors jedoch ist leicht defekt, so dass sie fest die äußere Form einer britischen Notrufsäule angenommen hat.

Heute sendet ProSieben um 17.00 Uhr die dritte Episode. In der letzten Folge ging es schlicht um das Ende der Welt in rund fünf Milliarden Jahren. Puh, noch einmal davongekommen - es bleibt also noch genug Zeit für die nächsten 40 Jahre "Dr. Who".


"Dr. Who", 27 Episoden der ersten und zweiten Staffel, jeden Samstag um 17 Uhr, ProSieben

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Prospero

    02.02.08 (23:25:26)

    Der Artikel stammt wohl aus dem - ähm - Archiv: Die Ende-der-Welt-Folge lief letzte Woche, weil Pro7 direkt mit Doppelfolgen begann. Vorher war tatsächlich geplant die Pilotfolge "Rose" vorab zu senden. Haben sie aber dann geändert. Erwähnen sollte man, dass Pro7 aus unerfindlichen Gründen die Folgen beschnitten hat, die Werbung auch an den unmöglichsten Stellen einfügt - da schneidet man den Doctor schon mal gerne das Wort ab - dafür wird dann aber a la alte Who-Serie der Teil der vor der Werbung zu kurz kam nochmal in aller Länge nach der Werbung gezeigt. Und was ich von "Der Weihnachtsinvasion" gehört habe, davon schreibe ich mal gar nicht... 45 Minuten statt 60, blöde BBC... Ad Astra

  • Felix Disselhoff

    03.02.08 (00:46:46)

    @ Prospero: Sorry, hatte da andere Infos. Ich kannte die zweite Folge zwar schon. Allerdings in der Originalfassung. Das mit den Doppelfolgen war mir neu und wird natürlich ausgebessert. Bleibt nur zu hoffen, dass wir in naher Zukunft noch das Spinoff "Torchwood" zu sehen bekommen.

  • Torsten Dewi

    03.02.08 (01:51:55)

    Dr. Who war nie "eine der erfolgreichsten Serien der Welt" - allenfalls eine der langlebigsten (und mit einer Pause von satten 15 Jahren). Weder in den USA noch in Deutschland hat die Original-Version je nennenswert punkten können. Er die Ecclestone-Fassung hat sich den Sprung von der billig-trashigen Jugend-Serie zur edlen Primetime-Unterhaltung getraut. Die Begriffe "schräg" und "very british" sind allerdings Erklärung genug, warum die (von mir sehr verehrte) Neuauflage hier kaum eine Chance beim breiten Publikum hat. "Torchwood" fand ich leider ziemlich schwach.

  • Felix Disselhoff

    03.02.08 (05:02:12)

    @Torsten: Woran misst man den Erfolg, wenn nicht an Dauer und Einschaltquoten? In den 15 Jahren Pause wurde unzählige Bücher und Hörspiele produziert. Der edle neue Auftritt liegt nun mal daran, dass die BBC endlich Geld in die Serie steckt. Raumpatrouille Orion teilte dasselbe Schicksal. Torchwood ist für mich ein wenig "Dr. Who" für Erwachsene. Das neueste Spinoff "The Sarah Jane Adventures" hingegen ist die absolute Kindervariante.

  • Torsten Dewi

    03.02.08 (11:47:31)

    @ Felix: Erfolg misst sich in Quoten und Profit. Die alte Dr. Who-Serie war 25 Jahre lang solide erfolgreich (und das hauptsächlich in England), ging in den 80ern aber so in den Keller, dass sie schließlich eingestellt wurde. Kultserie ist ein angemessener Begriff, oder "erfolgreich in England". Es ging mir nur um die Formulierung "eine der erfolgreichsten Serien der Welt". So ein Label kann sich allenfalls "Star Trek" anklemmen. Und von den britischen Serien vielleicht noch "The Avengers".

  • Prospero

    03.02.08 (15:42:52)

    Für mich ist "Torchwood" Guilty Pleasure, ist halt Augenfutter ohne großartige Logik dahinter IMHO, "The Sarah Jane Adventures" sind zwar für die Kids, aber sehr nah an der alten Serie - auch vom Format her. Und mein Gott, die Sladen ist schon 60 - und sieht nicht danach aus... ;-) Dass der Doctor hierzulande nicht 10 Millionen Zuschauer haben wird war mir schon vorher klar - die Serie ist halt sehr britisch. In den USA hat der SCIFI-Channel immer so um eine Million Zuschauer wenn ich das richtig weiß - und die haben sich vorher geweigert, den Doctor wegen der "billigen SFX" auszustrahlen. Von daher hatte ich nicht die hohen Erwartungen - aber für den Mainstream ist der Doctor halt - nun - gewöhnungsbedürftig. Selbst für aufgeschlossene SF-Fans offenbar. Laut meinen Berichten hat Pro7 übrigens die dritte Folge über die Maßen geschnitten und verstümmelt... Ad Astra

  • Felix Disselhoff

    03.02.08 (17:44:19)

    Es ist einfach eine Frechheit, wenn man sich anschaut, was der deutsche SciFi-Channel sendet. In den USA werden tolle Serien produziert. Und hier kommt nur Müll. Dass "Eureka" jemals auch in Deutschland laufen wird, bezweifle ich

  • Prospero

    05.02.08 (00:14:57)

    Ähm - Pro7 hat "Eureka" gekauft und es wird demnächst auch gesendet. Ich glaube es ersetzt den LOST-Platz am Montag-Abend. Und ein wenig muss ich den SCIFI-Channel als Fan von "Farscape" in Schutz nehmen - immerhin wiederholen sie die Serie alle Monate lang. DAS bringt das Free-TV ja nicht zustande. Aber generell hast du schon Recht... Ad Astra

  • Magistus

    06.02.08 (15:09:30)

    Und heute ist zu lesen, dass Pro7 Dr. Who schon wieder absetzt. Wegen schlechten Quoten. Wenn wunderts bei dem schlechten Sendeplatz und der geringen Werbung im Vorfeld.

  • Torsten Dewi

    06.02.08 (15:20:18)

    @ Magistus: Klar, es ist wieder mal der Sender schuld - schlechter Sendeplatz, wenig Werbung, etc. Bestimmt hätte die Serie nach einer fetten Kampagne um 20.15 am Montag 20 Prozent eingefahren. Sicher. Es liegt nie am Zuschauer, der nicht einschaltet. Der ist bloss nicht bequem genug gefüttert worden. Eigentlich müssten ALLE Programme künftig um 20.15 Uhr laufen, alles andere ist ein Affront. Wie konnte der Sender bloss glauben, eine drei Jahre alte Science Fiction-Kultserie aus England sei ein Nischenprogramm?!

  • Prospero

    08.02.08 (02:19:47)

    Thorsten: Ähm - wie soll denn eine Serie Zuschauer gewinnen wenn sie nicht anständig beworben wird - und damit meine ich nicht ein Werbestart erst kurz vor der Ausstrahlung der ersten Folge plus Trailer wieder abstellen wenn die erste Folge lief? Wenn dann kein Zuschauer einschaltet, weil leider, leider, leider die zweite Folge mit dem Sendeplatz der Sportschau kollidiert oder generell die Serie dann gestartet wird wenn Handball-Finale ansteht ist das sicherlich die Schuld des Zuschauers, aber auch die Schuld des Senders. Dass mit den drei Jahren ist nun auch keine Schuld des Zuschauers sondern beim Sender zu suchen - sorry, wenn DER solange zögert, wie sollten denn da Zuschauer dran schuld sein? Außer natürlich diese "arroganten Säcke" haben sich längst die englischen Folgen besorgt und geschaut, weil sie nicht auf die deutsche Ausstrahlung warten wollten - und dadurch natürlich dann explizit Who nicht geschaut haben. Was ich nicht glaube, zumindest die ersten zwei Folgen werden auch von denen gesehen worden sein wegen der Synchro. Mag sein, dass Zuschauer nicht eingeschaltet haben - aber liegt das jetzt daran dass eine SF-Serie nach der Sitcom "Freddie" nicht unbedingt der Reißer sein könnte, dass die Serie vielleicht zu britisch war oder daran, dass der Sender die Folgen beschnitt - was etliche Fans dann verärgerte? Sicherlich wäre die Serie am Montag-Abend vielleicht auch nicht unbedingt der Renner geworden - man sollte vielleicht auch mal davon abgehen Quoten wie in England zu erwarten - aber seltsamerweise hat man vorher "Kyle XY" durchgesendet. Und die Serie hatte auch nicht DIE brillianten Zuschauerzahlen. Mag sein, dass der deutsche Zuschauer die Serie nicht mochte - aber in dem Fall gebe ich persönlich Pro7 einen Großteil der Schuld. Falls sich jemand noch daran erinnert wie RTL2 "Heroes" beworben hat - ja, die Serie ist "Mystery", aber das ist auch nicht der "Bergdoktor" - weiß man vielleicht was ich meine. Nun, ich habe gehört der deutsche SCIF-Channel wird den Doctor im Juni ausstrahlen - dann wohl ungekürzt. Und wenn jetzt die DVD-Box sich nicht enorm gut verkauft, weil etliche deutsche Fans da eine neue gute Serie entdeckt haben... Ad Astra

  • Wolf-Dieter Roth

    08.02.08 (09:41:56)

    Anscheinend hat Pro7 die Serie als Kinderprogramm eingestuft bei Sendezeit Samstag 17 Uhr? Und keine Wiederholung nachts für Leute, die eine Folge verpaßt haben.

  • Torsten Dewi

    08.02.08 (12:06:52)

    @ Wolf: Seit wann ist der Samstag nachmittag Kinderprogramm?! @ Prospero: Torsten, nicht Thorsten. Und diese "hätten sie bloss mehr geworben"-Lamentiererei wird nicht wahrer, wenn man sie wiederholt. Die Deutschen stehen nicht auf TV-Science Fiction im Fernsehen (mit der begrenzten Ausnahme von "Stargate SG-1"). Dieser grausamen Wahrheit muss man mal ins Auge schauen. SAT.1 z.B. hat es immer wieder versucht: mit neuen Trek-Serien, Farscape, zur besten Sendezeit, und mit gigantomanen Kampagnen. Ein Flop nach dem anderen. BSG auf RTL2? Gefloppt. Taken auf ProSieben? Gefloppt. Alles nur mangelde Werbung, schlechte Sendeplätze? Hat denn nur EIN SF-Fan NICHT gewusst, dass diese Serien kommen? Wieso braucht es da immer Werbung - schaut ihr alle nicht mehr in die Fernsehzeitschrift? Sind die Zuschauer Schafe, die man mit Postern auf die Sendeplätze treiben muss? Mich ärgert die krampfhafte Suche nach einem Schuldigen - der NATÜRLICH der Sender sein muss. Warum kann man nicht akzeptieren, dass SF hierzulande ein Nischenprogramm für Fans ist? Das schaut man auf PayTV, oder man besorgt sich die Originale oder die DVD-Boxen. Und man freut sich, wenn ein Sender es doch einmal versucht (eben dann auf einem weniger kompetitiven Sendeplatz - am Montagabend wäre "Dr. Who" nach einer Folge raus gewesen). Was soll der Sender denn machen, wenn die Serie konstant einstellige Quoten einfährt? Weitersenden, auch wenn es riesige Verluste bedeutet? Wir sind da wohl ein wenig von der öffentlich-rechtlichen Ära der 70er und 80er geblendet - damals waren Quoten wurscht, weil es keine Alternativen zu den gebührenfinanzierten Sendern gab. Hat irgendjemand mal gefragt, ob "Raumschiff Enterprise" und "Mondbasis Alpha" damals überhaupt akzeptable Quoten hatten? Es ist nicht verwegen anzunehmen, dass in einem quotenabhängigen Umfeld die weiteren Staffeln von Kirk & Co. bis heute nicht gelaufen wären. So funktioniert Fernsehen nun mal. Mich nervt einfach, wie sehr der deutsche Zuschauer den Sender zum "Feind" erklärt - und gleichzeitig eine absurde Forderung nach der anderen stellt. Kann man da nicht mal lässiger werden? ProSieben hatte den Mut, eine echte Kultserie ins Programm zu nehmen - aber der Zuschauer hat sich nicht in ausreichendem Maße dafür interessiert. Daraufhin musste der Sender das Experiment leider abbrechen (glaubt einer, ProSieben setzt "Dr. Who" GERNE ab?!). Punkt. So wird ein Schuh draus.

  • Wolf-Dieter Roth

    08.02.08 (13:10:37)

    Dann stellt sich die Frage, wieso die ARD eigentlich die Serie nicht gekauft hat. Wäre ja ÖR zu ÖR gewesen und sicher besser als so einiges anderes, was dort läuft. Naja, die Telefonzelle erinnert schon sehr an Pan Tau und Tschitti Tschitti Bäng Bäng. Und nach zwei Sendungen abzusetzen, das ist was, was halt auch wieder kurzfristig gedacht ist. SF Nischenprogramm? Soweit ich weiß, sind die Einschaltquoten von Raumschiff Enterprise nie wirklich schlecht gewesen. Und wenn einem einstellige %zahlen nicht reichen, dann soll mans halt um 23 Uhr senden, da sind sie dann gut. Da senden die ÖRs ja alles, das Anspruch hat, weshalb sowieso niemand mehr ohne VCR auskommt.

  • Torsten Dewi

    08.02.08 (13:21:48)

    @ Wolf: Jesus, hier muss man aber wirklich bei Adam und Eva anfangen... Die Öffentlich-Rechtlichen können mit Dr. Who gar nichts anfangen, weil es ihrer Zuschauerstruktur von 50+ nicht entspricht. Wie gut "hippe" Programme zum ZDF passen, hat man an den Quoten von "Veronica Mars" gesehen. Oder an "Ijon Tichy". Wieso wäre Dr. Who "besser" als vieles gewesen, was auf ÖR läuft? Ist das nicht Geschmackssache? Viele der von den Privatsendern vernachlässigten (aber Gebühren zahlenden und Anrecht auf Unterhaltung habenden) Zuschauer ziehen nun mal Florian Silbereisen und die "Rosenheim Cops" vor. Das ist nicht "besser", es ist reine Geschmackssache. Woher weißt du, dass die Quoten von Enterprise Anfang der 70er "nie wirklich schlecht" waren? Zumindest sind alle Nachfolgeserien bestenfalls mau (TNG), gerne aber auch miserabel (Voy, Ent) gelaufen - innerhalb der Primetime sowieso. Schlag's nach. Ein Sender MUSS kurzfristig denken, wenn eine Sendung mangels Quoten die Werbeeinkünfte wegbrechen läßt. Wer nicht verstanden hat, dass das ein Zahlenspiel ohne persönliche Vorlieben ist, sollte nochmal nachlesen, wie sich "kommerzielles Fernsehen" definiert. Einstellige Marktanteile sind auch nach 23.00 Uhr scheiße - denn der Marktanteil bleibt gleich, nur die Reichweiten ändern sich. SF ist ein Nischenprogramm - ich verstehe dein Gegenargument nicht.

  • Wolf-Dieter Roth

    08.02.08 (13:46:49)

    Ich glaube, Du irrst Dich, was die Fangemeinde von Dr. Who betrifft. Und die Zielgruppe "50+". Die wollen nicht alle Florian Silbereisen. Die Enterprise-Nachfolgeserien waren immer nur Nische, das ist klar. Nicht überall, wo "Stardreck" drauf steht, ist TV-Gold drin. Aber "Starwars" lief z.B. gut, ist nicht so, daß SF generell nicht geht. Einstellige Marktanteile sind nach 23 Uhr leichter zu verschmerzen als vorher. Es ist ja davon auszugehen, daß die Serie bereits bezahlt wurde. Oder haben die Verträge, die sie wie bei Haustügeschäften innert 14 Tagen widerrufen können?

  • Prospero

    08.02.08 (19:41:38)

    Thorsten: Nein, ich bin nicht krampfhaft dabei zu versuchen nur Pro7 die Schuld in die Schuhe zu schieben. Mag sein, dass SF hierzulande ein Nischenprogramm ist, mag sein, dass der Doctor am Montag Abend nichts gerissen hätte - aber da wäre das Umfeld günstiger gewesen weil man als Zuschauer definitiv auf "Montag Abend läuft auf Pro7 halt Genre-TV" programmiert ist. Seit den "X-Akten" her schon. Insofern mag man sich bei Pro7 eventuell schon was gedacht haben beim Sendeplatz. Was die Fernsehzeitschriften angeht: Die TV-Movie und die TV-Spielfilm haben wohl in der Tat ausführlich über die Serie berichtet - zumindest die Movie-Ausgabe habe ich hier im Haus, weil ich normalerweise keine TV-Zeitschriften kaufe, im Zeitalter des Internets ist sowas wohl eher obsolet es sei denn man braucht dringen irgendwelche seltsamen DVDs mit Filmen, bei denen nur deutsche Tonspur dabei ist. Richtig. Das sind wohl auch die zwei einflussreichsten TV-Magazine in Deutschland. Nur erreichen sie auch nicht jeden. Und sicherlich war die TV-Highlights schon sehr bemüht - bei der SpaceView kam wohl deren Erscheinungstermin dazwischen, die erscheint ja nur alle zwei Monate, ich denke da kommt definitiv noch was nach. Nur: Wer setzt sich denn wirklich am Samstag um 17:00 Uhr vor den Fernseher und schaut Doppelfolgen, wenn die Bundesliga mit der Sportschau wieder losgeht? Spätestens dann schaltet man um. Ist nun der Zuschauer schuld oder Pro7, die offenbar nicht im Leben daran gedacht haben dass Fußball eventuell stärker zieht als SF? Ich finde da haben beide Seiten versagt: Einmal Pro7, die die Serie DREI JAHRE im Archiv LIEGENGELASSEN HABEN und sie kurzfristig, man vermutet weil die Lizenz sonst ablief, ins Programm hievte - ist ja nicht so dass man nicht dauernd nachgefragt hätte bei Pro7 - und dann offenbar keine Resourchen für Werbung übrig hatte oder mochte oder was weiß ich. Zum anderen mag SF hierzulande nur wenige Zuschauer haben - Nischenprogramm halt. Meinetwegen. Deswegen aber die alleinige Schuld NUR dem Zuschauer in die Schuhe zu schieben weil der zu doof ist Zeitschriften zu lesen oder sich zu informieren - nein, Thorsten, das ist mir auch viel zu einfach. Zudem habe ich auch schon gehört, dass sich manche Zuschauer gar nicht mehr für Pro7 interessieren weil man da ja ständig alle Serien absetzt - "The 44000" oder "Jericho" sind da noch im frischem Fangedächtnis. Dass man sich dann nicht unbedingt die Mühe macht sich für eine Serie vor den Sender zu setzen, die dann vermutlich eh abgesetzt wird - nun... Ad Astra

  • Prospero

    08.02.08 (19:43:58)

    Außerdem - Videorecorder werden hierzulande ja nun auch nicht mehr zur Quote gezählt. Das ist in den Staaten wohl anders... Nur so am Rande bemerkt. Ad Astra

  • Torsten Dewi

    08.02.08 (20:40:47)

    Okay, jetzt ist das Argument also: Bekannt genug war der Serienstart schon, aber die Zuschauer hatten was Besseres zu tun?! Dann ist der Flop ja mehr als gerechtfertigt - genau dafür gibt es konkurrierende Programme schließlich. Und du hättest auf JEDEM anderen Sendeplatz ein beliebig erfolgreicheres Programm anführen können (von GZSZ bis Wer wird Millionär), und behaupten: "Klar - wer schaut auch Dr. Who, wenn auf dem anderen Programm DAS läuft?". Eben. Keiner. Und dann wird eine Serie abgesetzt. Du warst in diesem Fall halt eher Fußball- als SF-Fan. Auch das ist nicht die Schuld des Senders. Du hast dich aktiv gegen Dr. Who entschieden. Und VCR werden in den USA nicht in die Quoten einbezogen (wie soll das auch gemessen werden?), sondern PVR: personal video recorder. Diese haben einen "back channel" zum Hersteller, und man kann genau messen, wer was wann guckt. Einen elementaren Unterschied macht das allerdings nicht (im Gegensatz zu Web-Ausstrahlungen und iTunes-Einkäufen). Und nochmals: Torsten, nicht Thorsten. Spart sogar einen Buchstaben Tipperei.

  • Simara

    08.02.08 (23:23:26)

    Ich möchte mich als Nicht-Fan von Dr. Who auch zu Wort melden. Ich betone das nicht Fan, weil ich diese kurzfristige Absetzung auch sehr schade finde. Eine neue Serie braucht eine Anlaufzeit. Sechs Folgen reichen dazu nicht aus. Ich finde (morgen Abend dann fand) Dr. Who schräg - im positiven Sinne - und interessant. Ich hoffe also sehr, dass Pro7 sich durchringen kann, einen anderen Sendeplatz zu finden. Außerdem, auch Nischen-Programm muss gemacht werden. Ich frage mich sowieso was diese Konkurrenzdenkerei soll. Einer zieht immer den Kürzeren und meistens sind es die Serienfans. Der Montagabend 20:15 Uhr geht nicht für Dr. Who, denn da läuft mein Supernatural ;). Wobei ich diese Sendung lieber auf einem späteren Sendeplatz hätte. Aber hier gehts ja um Dr. Who. Eine neue Serie gegen die Sportschau antreten zu lassen ist schon ... gemein. Dann darf man nicht vergessen, dass sich die Fernsehgewohnheiten und die Möglichkeiten der Leute geändert haben. ich kenn z. b. viele Leute, die inzwischen vor 22:00 Uhr nicht mehr Fernsehschauen können, weil sie schlicht und ergreifend arbeiten müssen. Daran schon mal gedacht? Und als drittes Argument möchte ich noch Fasnacht einwerfen. Sicher haben sich die Zuschauer da aktiv gegen die Serie und fürs Fasnacht-Machen entschieden. Aber Fasnacht ist nur eine Woche im Jahr, eine Serie läuft länger bzw. sollte es. Ich will Pro7 nicht den schwarzen Peter zuschieben und den Sender an den Pranger stellen ... aber einen etwas längeren Atem, einen anderen Startzeitpunkt und einen anderen Sendeplatz, das hätte ich mir gewünscht. Bleibt nur noch zu hoffen, dass Pro7 wirklich einen anderen Sendeplatz sucht. So. Das war mein "Wort zum Freitag" ;)

  • Wolf-Dieter Roth

    09.02.08 (08:42:52)

    @Prospero: Pro7 hat "Jericho" abgesetzt? Das wäre mir neu. Da gab es nächtliche Wiederholungen und - zumindest, solange die Serie lief - auch die Folgen im Internet. Das fehlt hier. Und dann noch Doppelfolgen, wer nimmt sich denn die Zeit? Und ein Sendezeitpunkt, der einfach - nennen wir es "untypisch" ist. Warum Sender so etwas tun, Gründe hat Roger Schawinksi ja ausführlich in seinem Buch erläutert, ist dem Zuschauer doch egal. Genauso ätzend ist ja die Unpünktlichkeit bei den ÖRs. Zumal die Leute immer weniger Zeit haben - mit dem typischen 90-Minuten-Spielfilmformat überfordert man heute viele. Wenn dann noch 30 Minuten später angefangen wird, weil irgendwas wahnsinnig aktuelles vorher war...

  • Prospero

    09.02.08 (16:33:09)

    Wolf-Dieter: Pro7 hat "Jericho" mitten in der ersten Staffel unterbrochen - und kommuniziert man würde die restlichen Folgen mit der zweiten Staffel senden. Vom reinen Gefühl her IST das eine Absetzung, schließlich kommt die zweite Staffel erst jetzt, auch wenns nur acht Folgen sind. Bis dann die Folgen synchronisiert sind und gezeigt werden können vergeht wieder ein Jahr - und eine Serie, die innerhalb von anderthalb Jahren nicht auf dem Bildschirm auftauchte ist bei den Fans gleichbedeutend mit "abgesetzt". Ist aber nicht das erste Mal, dass Pro7 solche Spielchen macht. Angefangen hats mit "Angel", den man gegen Ende der dritten Staffel einfach unterbrach - ohne dass man jetzt Anstalten machte zu sagen was oder wann man weitermachen würde. Dann hatten wir die "Sommerpause" bei der ersten "LOST"- und "Housewifes"-Ausstrahlung, wo man vermutlich wegen der nicht nachkommenden Synchronisation Wiederholungen sendete bevor man irgendwan weitermachte. Was mich seitdem für "LOST" völlig verdorben hat, selbst auf DVD hänge ich mitten in der ersten Staffel... Es ist also nicht so, dass das keine Tradition bei Pro7 oder anderen Sendern hätte - einmal oder zweimal kann man das als Fan eventuell noch tolerieren, wenns aber dreimal passiert - warum sich dann noch vor dem Fernseher setzen bei einer neuen Serie? Lohnt sich der Aufwand doch gar nicht... Ad Astra

  • Prospero

    09.02.08 (16:54:32)

    Torsten: Wir verstehen uns wohl anscheinend nicht - natürlich hat sich der Zuschauer aktiv gegen die Serie entschieden. Natürlich. Sonst wäre sie noch zu sehen. In dem Sinne hatten sie was Besseres zu tun - sie guckten Fußball. DAS bestreite ich doch auch gar nicht. Ich weise nur daraufhin, dass der Sender sehr wohl vielleicht eventuell auf das Umfeld hätte achten sollen und können. Man hat vielleicht gedacht, dass der Sendeplatz von "Kyle XY" funktionieren könnte - ich bin mir aber sicher, wenn da Doppelfolgen gekommen wären plus Bundesliga hätte es diese Serie nicht bis zur letzten Folge der aktuellen Staffel geschafft. Ich bezweifle nicht, dass bei Pro7 sich kluge Köpfe permanent den Kopf zerbrechen welche Serien jetzt wann zu laufen haben - ich habe auch vollstes Verständnis dafür, dass der Sendeplatz nicht das brachte was man dachte. Schön. Gut. Dennoch bleibe ich dabei: "Doctor Who" mit der unlustigsten Comedy-Serie evah einzuleiten - Fehler. Die Serie braucht definitiv ein Lead-In. "Freddy" ist zwar eines, aber kein geeignetes. Vielleicht eher "Supernatural", "Eureka" oder was anderes am Montag-Abend. Ebenfalls ein Fehler - irgendwas gegen die Sportschau zu setzen und zu hoffen, dass die Quoten einigermaßen gut sind. Ich bezweifle allerdings auch, dass der Zuschauer "zu doof" ist wenns um seine Programmgestaltung geht. Sicherlich hat der Zuschauer die Wahl - das ändert aber nichts daran, dass nicht der Zuschauer das Programm des Senders zusammenstellt. (Dazu kommen wir eventuell ja mal. Youtube und Sevenload sind sicherlich nicht ohne Auswirkungen, aber lassen wir das...) Das macht der Sender schon selbst. Halten wir nochmal fest: Pro7 hat die Serie kurzfristig ins Programm gehievt. Pro7 hat relativ kurzfristig Werbung gemacht und diese dann nach der ersten Folge der Serie eingestellt. Es müsste eigentlich im Interesse des Senders sein für eine Serie zu werben, besonders wenn man Werbeblöcke dafür verkaufen möchte denke ich mir mal so. Es mag falsch gedacht sein und die Gleichung Keine Werbung = Keine Zuschauer zu kurz gedacht sein. Was weiß ich tumber Tor auch schon vom Geschäft an sich... Dann hat man versäumt ein richtig gutes Lead-In voranzustellen, der Doctor ist hierzulande unbekannt und die Serie braucht ein Lead-In. "Freddy" ist - ich habe es erwähnt - definitiv die unlustigste Sitcom die ich je gesehen habe. Schudder... Dass die zweite Folge dann gegen Sportereignisse antreten musste hätte man eventuell vielleicht auch vorher bedenken können. Da man aber den Doctor offenbar in die Richtung "Kinderserie" packte, hat man das nicht bedacht. Wenn dann natürlich der Zuschauer seine Wahlfreiheit nutzt um eine seltsame Serie nicht zu schauen wenn auf dem anderen Kanal etwas läuft was er mag - ich verüble das in keinster Weise. Aber hier sind IMHO einige vermeidbare Fehler von Pro7 gemacht worden. Nochmal: Nicht der Zuschauer ist für die Planung beim Sender verantwortlich - wenn, dann eventuell indirekt wenn man Zielgruppen und Statistiken dazunimmt, was man natürlich tun wird - aber in erster Linie macht der Sender noch Programm für die Zuschauer. Dieser hat hier in einigen Punkten versagt, schlicht und einfach. Daher die Verantwortung komplett dem Zuschauer zuzuschieben halte ich für falsch - ebenso wie ich Pro7 zugestehe, dass man sich Gedanken gemacht hat. Aber es waren halt die falschen... (Und nach vier Folgen schon genügend Datenmaterial in der Hand zu haben um entscheiden zu können ob man eine Serie absetzt oder nicht halte ich für sehr, sehr gewagt.) Ad Astra

  • Wolf-Dieter Roth

    09.02.08 (19:18:54)

    Es waren ja angesichts der Doppelfolgen eigentlich nur zwei Folgen bzw. Sendetermine, nach denen man die Serie abgesetzt hat. Ok, es werden auch Serien nach der ersten Sendung abgesetzt. Aber ich muß sagen, obwohl ich die Briten seit Jahrzehnten von Dr. Who schwärmen höre, ging es an mir vorbei, bis Felix hier davon schrieb. Da waren die ersten beiden schon gelaufen und die dritte auch, weil ich den Beitrag zu spät las. Und andere haben halt nicht mal medienlese.com gelesen. Entweder gibt man der Serie eine Warmlaufzeit für Mundpropaganda oder man bewirbt sie. Das mit Jericho war mir gar nicht klar. Ich habe normal keine Zeit für Serien, Sex and the City war glaube ich das letzte, was ich auf Pro 7 und überhaupt da ansah, und von der liegen immer noch ein paar Folgen ungeguckt rum. Klar, eine Serie, die man nicht zuende gucken kann/darf, das ist Sch***. Aber der Zuschauer, der geplant guckt, den scheint ohnehin kein Sender mehr zu wollen. Sind alle so scharf auf den Rumzapper, Nebenbeitelefonierer und -bügler - der meckert nicht übers Programm, guckt eh' nicht hin, aber bringt Quote.

  • Gryzn

    10.02.08 (13:13:07)

    Ich finde manchmal ist es schlicht nicht mehr die Mühe wert über Auswirkungen einer längst feststehende Tatsache zu diskutieren. Dass bei Pro7 diesbezüglich einige inkompetente Dilettanten am Werk sind ist ja nun wirklich nix neues mehr. Ich hoffe nur, die sind unfruchtbar...

  • Katherine

    10.02.08 (20:23:47)

    Na, Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass es Eureka besser ergeht. Bin mal gespannt auf die deutsche Synchronisation. Man gewöhnt sich so schnell an die Stimmen

  • Prospero

    11.02.08 (00:34:09)

    "Eureka" läuft am Montag-Abend und nicht in Doppelfolgen - da kann man etwas optimistischer sein, dass Pro7 länger durchhält. Man wird sehen. ;-) Wolf-Dieter: Wie geschrieben, "Jerichos" zweite Staffel läuft die Tage in den USA an oder ist gerade dabei. Die 8 Folgen sind so konzipiert, dass sie die Serie beenden können wenn es nicht gut läuft - wenn ja, hat man offenbar allerdings auch eine Folge mit einem offenem Ende gedreht. Das war bei "Heroes" ja ähnlich, da hat man wegen des Streiks einfach mal ein Kapitelende vorgezogen. (Wobei das wirklich, wirklich schade war, gerade dann als sich das mit Dingens herausstellte. Und mir war zu wenig Nicols drin... ;-)) Ad Astra

  • Paul

    11.02.08 (16:18:56)

    Hi, Bin gerade über den Artikel gestolpert. Hätte die Serie ja gerne mal gesehen. Naja. Wer weiß, was die Zukunft bringt. Gruß Paul

  • Wolf

    13.02.08 (21:14:00)

    Muss man denn von einem Extrem ins andere fallen? Ich verstehe ja, dass es Torsten (ohne H) Dewi sauer aufstösst, wenn die Fans dem Sender die Schuld geben, hat er doch selbst bei Pro7 gearbeitet und kennt die Mechanismen des Geschäfts besser als wir branchenfremden Fanboys. Dennoch: Der Sender will ein Produkt verkaufen. Im Gegensatz zur verbeiteten Meinung fand ich, dass man sich bei der Eindeutschung aber durchaus Mühe gegeben hat. Ansonsten kam mir "Doctor Who" vom Programmplatz und (notwendigen) Schnitten wie ein von Anfang an abgeschriebenes Projekt vor. Okay, es ist (knallhartes) Bussiness, ich habs kapiert. Get alife, Fanboy! Aber wenn ich sehe, wie eine deutsche Produktion wie "Die Anwälte" nach einer Folge (!) bei RTL verschwindet, frage ich mich, wie ein Format außerhalb des Reality-TV denn noch etabliert werden soll!

  • Prospero

    14.02.08 (00:21:26)

    Wolf: Hmmm - was du meinen? Fehlt da ein Kommentar zwischen? Ad Astra

  • Prospero

    14.02.08 (00:25:19)

    Dass der Sender sein Produkt verkaufen will ist übrigens auch mir ein einleuchtendes Argument. Nichts dagegen. Klar. Davon lebt der Sender, ist ja kein Wohlfahrtsunternehmen. Ist ja auch jedem selbst überlassen wie man was bewirbt - aber wenn man diesen Aspekt nochmal rausgreift ist das Verhalten von Pro7 doppelt wunderlich... Schön, schreiben wirs halt ab. Fanboys neigen zur Hoffnung, das kann man nicht abstellen - ich habe die Hoffnung, dass Pro7 die Chance nutzt, den Sendeplatz nochmal besser wählt und dann wenigstens die erste Staffel durchhält. Meinetwegen können sies auch nach KabelEins durchreichen. Ad Astra

  • Wolf

    15.02.08 (19:51:41)

    Sorry, ich habe mich furchtbar missverständlich ausgedrückt :-). Das "Get alife, Fanboy" war reichlich frustriert an mich selbst gerichtet, weil ich Torsten Dewis Meinung einfach nicht akzeptieren kann. Ich verstehe seine Argumentation, und ich frage mich, ob ich schlichtweg nur ein naiver Fanboy bin, der die Realitäten des TV-Geschäftes nicht nachvollziehen kann. Drei Sendetermine auf einem Samstagnachmittagstermin mit starken Schnitten sieht mir, trotz der meiner Meinung gar nicht mal schlechten deutschen Übersetzung, wie ein Versuchsballon aus, um eine Serie aus dem Archiv zu holen, auf die man wenig Hoffnung setzte. Mich macht der Misserfolg genauso traurig wie alle anderen hier. Lässt die Konkurrenz der Sender und der Quotendruck heute wirklich sowenig Zeit zur Etablierung einer neuen Serie?

  • mendikant

    18.02.08 (19:58:35)

    Als ?Doctor Who? auf dem alten Sendeplatz von ?Kyle XY? startete, hatte die Serie nichts, worauf sie aufbauen konnte. Kein passendes Lead-In. Kein gar nichts. (Zu allem Überfluß wurde die Serie wegen des frühen Programmplatzes und der dort geltenden Jugendschutzauflagen in einer übel zugerichteten, d.h. geschnittenen Fassung ausgestrahlt.) ?Doctor Who? war auf sich allein gestellt. Und das konnte nicht gut gehen. In Deutschland ist der Doktor einfach zu unbekannt, um von sich aus ein großes Publikum anziehen zu können. Fakt ist: In den Ländern, in denen ?Doctor Who? erfolgreich läuft, kann die Serie meist - sogar im Falle der USA - auf eine jahrzehntelange Tradition verweisen. Immerhin hat das etwas Tröstliches: ?Doctor Who? ist nicht deshalb gescheitert, weil das deutsche Publikum sich gegen die Serie entschieden hätte. Die Wahl des Sendeplatzes hat effektiv verhindert, dass die Serie überhaupt ein Publikum finden konnte.

  • christian

    20.02.08 (12:02:37)

    Ich frage mich wie sich diese Sender längerfristig über Wasser halten wollen. Die Technikinteressierten unter den Zuschauern haben keine Probleme schon heute mit Hilfe von BitTorrent, Miro, Konsorten, bzw. in Zukunft via dem iTunes Movie Store in Kombination mit Gadgets à la Apple TV sich das eigene Programm zusammenzustellen. Die Verbreitung dieser Geräte scheint mir weiter zuzunehmen. Ich persönlich sehe kaum mehr Live-TV. Nicht weil mir das Programm nicht gefällt, sondern weil ich meine Serien frischer beziehen und flexibler ansehen kann. ('Doctor Who' und das Spin-Off 'Torchwood' habe ich alle existierenden Folgen gesehen.)

  • DW-fan

    08.07.08 (17:56:58)

    HI, ich bin ein sehr großer Doctorwho fan. Ich verfolge die Serie auf englisch und deutsch. (auf englisch kam am Samtag die 13 Folge der 4 Staffel, sau geil!) Ein paar meiner deutschen Freunde haben auf meine DWbegeisterung hin sich die Serie auch angeschaut, manche halten es für quatsch und finden es sehr lustig, dass ich "sowas" schaue. Als beweis, dass es was gutes und sehr beliebt ist, will ich herausfinden in wie vielen und welchen Ländern Doctor who ausgestrahlt und in wie vielen Sprachen, weiß da jemand was? -> bitte meldet euch doch unter katie.begg@arcor.de danke schön.

  • Julia

    18.04.10 (17:20:32)

    @ Torsten Dewi @ Prospero Vielleicht solltet ihr eure Telefonnummern austauschen, dann könnt ihr euch schneller und leichter beharken.... ;-*

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