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13.11.09

Kostenloses Musikstreaming: Das neue simfy öffnet seine Tore

simfy hat am Freitag die Tore zu seiner neuen Version geöffnet. Der Dienst zum kostenlosen Musik-Streaming hat sich neben einer neuen Oberfläche auch ein neues Konzept verpasst.

simfyEin halbes Jahr lang hat simfy, das Musik-Startup aus Berlin, in geschlossenem Beta-Stadium an seiner neuen Version gearbeitet. Seit heute ist sie für jeden Nutzer aus Deutschland zugänglich. Nicht nur die Oberfläche wurde komplett überarbeitet, sondern auch Teile des Konzepts und der Funktionsweise.

Die wichtigsten Änderungen hatte ich bereits in diesem Beitrag beschrieben: simfy verabschiedet sich vom dem Schwerpunkt eines Social Music Networks, bei dem Nutzer die eigens hochgeladenen Songs sowie die Musik ihrer Freunde online hören können. Stattdessen setzt man nun auf das bewährte Prinzip, jedem User (egal ob Mitglied oder nicht) kostenlosen Zugriff auf Grundfunktionalitäten wie das Abspielen von Playlists (mit mindestens zehn Songs) und Künstler-spezifischen Radios zu gewähren. Einige Social Networking-Funktionen wie Kontakte bleiben allerdings erhalten.

simfy

Wer sich registriert, kann auch einzelne Stücke "on Demand" abspielen, Playlists speichern und mit simfy-Kontakten teilen. Um sämtliche Beschränkungen sowie Werbung los zu werden, soll in Kürze ein Premium-Paket - eine Art Musik-Flatrate - angeboten werden.

simfy verweist darauf, dass noch immer an einigen Features gearbeitet wird, die in den nächsten Wochen Schritt für Schritt finalisiert und verfügbar gemacht werden sollen. Das betrifft z.B. die Funktion des Hochladens eigener Musik. Diese war Kern des ursprünglichen simfy und soll in Zukunft zusätzlichen Mehrwert bieten.

Besonders interessant ist, was der Dienst laut Blogeintrag außerdem auf seiner Roadmap hat: Eine Desktop-Applikation, ein Sync-Tool à la Dropbox, sowie Apps für iPhone und Android - Spotify lässt grüßen.

Das neue Interface ist in jedem Fall eine große Verbesserung, und angesichts von kostenlosem Zugriff auf rund zwei Millionen Songs aus den Katalogen von u.a. Universal Music, Sony Music und Finetunes dürfte sich der Dienst quasi von selbst verkaufen. simfy hat laut eigener Aussage rund 1,4 Millionen Nutzer, gut 30 Prozent davon aktiv, und ist mit joinR, Piczo, Spickmich, Jimdo und stayblue bei einer Reihe von sozialen Netzwerken integriert.

Es wird spannend zu sehen, wie sich simfy in den nächsten Monaten in einem aufregenden, aber schwierigen Markt behaupten wird. Während im Sommer mit roccatune ein einheimischer Wettbewerber die Segel streichen musste, ging mit steereo 2009 ein neuer, kostenloser Musik-Streaming-Dienst aus Deutschland an den Start . Und mit internationalen Anbietern wie z.B. Last.fm, Deezer oder Grooveshark hat simfy nicht nur Konkurrenz aus dem Inland. Zumal auch Schwedens Exportschlager Spotify darauf abzielt, irgendwann hierzulande aktiv zu werden.

simfy hatte kürzlich eine Finanzierungsrunde in unbekannter Höhe bekannt gegeben.

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