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10.01.11Leser-Kommentare

Kontroverse: Antworten auf 7 gängige Facebook-Plattitüden

Je stärker Facebook wächst, desto lauter werden seine Zweifler. Während ein kritischer Blick auf das expansive Social Network angebracht ist, hält nicht jede skeptische Pauschalaussage, was sie verspricht.

 

Es ist fast zu einem Naturgesetz geworden: Berichten wir über Facebook, tauchen in den Kommentaren Zweifler auf, die das wirtschaftliche Potenzial, die Zukunftsaussichten sowie die allgemeine Bedeutung des Angebots für Internetnutzer in Frage stellen. Ich halte es daher für sinnvoll, auf einige verbreitete Plattitüden zum Thema Facebook gesammelt zu antworten.

Ein kleiner Hinweis zu meiner persönlichen Haltung zu Facebook: Ich verwende Facebook seit 2007, logge mich täglich ein- oder zweimal bei dem Social Network ein und verbringe ungefähr 10 Minuten täglich dort. Damit gehöre ich bei weitem nicht zu den hartgesottenen Facebook-Anwendern. Wie treue netzwertig.com-Leserinnen und Leser wissen, habe ich mich im vergangenen Jahr häufiger kritisch über einige Aktionen, Praktiken und Trends rund um Facebook geäußert (Beispiele hier, hier, hier und hier) und hoffe darauf (und rechne damit), dass Facebook nicht auf Dauer ohne Herausforderer bleibt (z.B. diaspora).Trotz dieser leicht-distanzierten Einstellung mache ich mir keine Illusionen über die enorme Erfolgsgeschichte, die Mark Zuckerberg und sein Team kreiert haben - und die meiner Überzeugung nach nicht so schnell beendet sein wird, wie es manche seit Jahren immer wieder prognostizieren.

Hier nun meine Antworten auf sieben gängige Plattitüden im Zusammenhang mit der jüngsten Facebook-Entwicklung.

Facebook hat kein funktionierendes Geschäftsmodell

Die Behauptung, Facebook hätte kein funktionierendes Geschäftsmodell, ist ein Resultat aus der weit verbreiteten Annahme, Anbieter der Web-2.0-Ära seien nicht in der Lage, Geld zu verdienen. Die Realität sieht jedoch anders aus: In den ersten neun Monaten 2010 hat das Social Network 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet und einen Nettogewinn von 335 Millionen Dollar erzielt. Die Umsatzrendite liegt damit bei rund 30 Prozent - das ist Google-Niveau. Wer sich fragt, wie Facebook monetarisiert wird (nein - der Verkauf einzelner Nutzerdaten gehört nicht zum Geschäftsmodell), findet hier eine informative Übersicht.

Facebook ist mit 50 Milliarden Dollar stark überbewertet

Das jüngste Goldman-Sachs-Investment bewertet Facebook mit etwa 50 Milliarden Dollar (wobei es Hinweise darauf gibt, dass diese Darstellung nicht ganz korrekt ist und die wirkliche Bewertung gemäß Goldman Sachs geringer ausfällt). In den Augen mancher ist dies astronomisch und ein deutliches Anzeichen für eine sich anbahnende Blase.

Das Problem ist jedoch: Weder Rechtfertigungen noch Zweifel an dieser Bewertung basieren auf mehr als einem Gemisch aus Spekulation, dem persönlichen Wertekonstrukt sowie der eigenen Erfahrung mit Facebook. Niemand kann in die Zukunft schauen, und niemand kann anhand seriöser Benchmarks beurteilen, wie sich Facebook und dessen wirtschaftliche Performance in den nächsten Jahren entwickeln werden. Denn Benchmarks für das bisher einzigartige Phänomen Facebook existieren nicht (MySpace und Friendster sind keine - mehr dazu weiter unten).

Fazit: Heutzutage kann niemand objektiv beurteilen, ob Facebook überbewertet ist oder nicht. Das gilt selbst für die profiliertesten Wirtschaftsjournalisten und Branchenbeobachter.

Die Entwicklung erinnert an die Ereignisse aus der "New-Economy-Zeit"

Der Hype um Facebook veranlasst manche zu dem Schluss, dass wir gerade eine Wiederholung des New-Economy-Booms mit anschließendem Knall erleben. Dass sich der Internetsektor gerade überhitzt und diese Entwicklung Opfer fordern wird, kann tatsächlich nicht ausgeschlossen werden. Der Vergleich mit der New Economy jedoch wäre in etwa so, wie wenn man eine Analyse des Automobilsektors im Jahr 2011 auf Basis der Branchenentwicklung in den 1920er Jahren durchführen würde.

In den letzten zehn Jahren ist das Internet von einer Spielerei für eine vergleichsweise geringe Bevölkerungsgruppe zu einem globalen Massenphänomen geworden, welches unzählige funktionierende Geschäftsmodelle hervorgebracht hat. Ende 2000 gab es 360 Millionen Internetnutzer weltweit, welche über langsame Verbindungen ein sehr begrenztes Onlinevergnügen genießen konnten. Mittlerweile haben 2 Milliarden Menschen Zugang zum Internet, ein signifikanter Teil davon surft speziell in den Industrieländern über schnelle Breitbandverbindungen. Zudem hat sich die durchschnittliche Erfahrung der Verbraucher im Umgang mit dem Internet, die Aufenthaltsdauer im Netz sowie die Bereitschaft zu internetbasierten Transaktionen drastisch erhöht. All dies sollte man im Hinterkopf haben, wenn man dabei ist, Parallelen zwischen Ereignissen aus den Internet-Anfangstagen mit der aktuellen Marktsituation zu vergleichen.

Facebook ist das neu AOL

Aussagen wie "Facebook ist das neue AOL" oder Gegenüberstellungen mit entsprechender Implikation hört man nicht selten. Dabei wird sich auf die für den US-Onlinedienst und -Zugangsanbieter in der Vergangenheit übliche Kombination aus Walled Garden und (teilweise anspruchslosen) Unterhaltungs- und Kommunikationsangeboten bezogen. Während es gewisse Ähnlichkeiten gibt, ignoriert der Vergleich die komplett unterschiedlichen Nutzungsmotive:

AOL war in erster Linie ein Provider, der seine Kunden zur Nutzung einer proprietären Software zwang drängte, über die AOL-eigene Internetdienste angeboten wurden. Die Inhalte waren also das notwendige Übel, das jeder über sich ergehen lassen musste, der über die AOL-Software ins Internet wollte. Sobald Verbraucher jedoch die Möglichkeit sahen, einen Bogen um AOL zu machen, verschwanden sie bester Laune aus dem AOL-Universum (oder wählten zumindest eigenständig, welche AOL-Angebote sie weiter einsetzen wollten).

Bei Facebook jedoch sind die bereitgestellten Unterhaltungs- und Kommunikationsdienste das Kernprodukt und werden von Anwendern freiwillig in Anspruch genommen. Zudem schafft sich jeder Anwender durch die Wahl seiner Kontakte, das Abonnieren von Facebook Pages und das Verwenden der (ausbaufähigen) Filter sein eigenes, individuelles Angebot.

Der Vergleich von Facebook mit AOL ist wie die Gegenüberstellung eines PKWs und eines Baufahrzeugs. Beide haben Räder, Bremsen sowie Lampen, werden aber dennoch für unterschiedliche Zwecke eingesetzt.

Facebook wird das gleiche Schicksal erleiden wie Friendster oder MySpace

Prognose zum anstehenden Niedergang von Facebook mit Verweis auf das Schicksal von MySpace und Friendster sind gang und gäbe (zuletzt hier). Friendster galt bis 2004 als größtes Social Network der Welt (mit damaligen Mitgliederzahlen im zweistelligen Millionenbereich) und wurde dann von MySpace abgelöst, das in seinen besten Tagen mehr als 100 Millionen Unique Visitors pro Monat verzeichnete.

Dass Facebook nicht für alle Ewigkeit das Web dominieren wird, ist so sicher wie das Amen nach dem Gebet. Kein Unternehmen ist unbesiegbar, und gerade im Technologiesektor wird jede Firma irgendwann vom "Innovator's Dilemma" gepackt und sieht sich damit völlig neuen Herausforderungen (und Risiken) gegenüber (wie gerade Google).

Doch der Bezug auf MySpace impliziert einerseits, dass ein langfristiges Bestehen (langfristig z.B. 10 Jahre oder länger) eines dominierenden Social Networks kategorisch ausgeschlossen werden muss (was niemand genau wissen kann) und es ignoriert die vielfach stärkere Bindung der fast 600 Millionen aktiven Facebook-Nutzer.

In den zahlreichen Ländern, in denen Facebook eine Marktdurchdringung von 30-40 Prozent oder mehr erreicht hat, kommunizieren Nutzer über viele Generationen hinweg miteinander bei Facebook - unter ihren richtigen Namen. Bei MySpace hingegen trat die im Vergleich zu Facebook homogene Nutzerschaft unter Fantasienamen auf. Sowohl die Bindung der User untereinander als auch die zu dem Dienst selbst sind bei Facebook erheblich stärker als bei MySpace oder anderen früheren, weniger auf den tatsächlichen Bekanntenkreis sondern eher auf "Cyberfreunde" fokussierten Social-Network-Anbietern. Hinzu kommt Facebooks Verankerung im Netz mit rund zwei Millionen Integrationspunkten (Social Plugins wie z.B. der Like-Button, Facebook Connect) auf anderen Websites, wodurch der Lock-In-Effekt weiter erhöht wird.

Facebook wird sicherlich eines Tages ernsthafte Konkurrenz bekommen und seine führende Marktstellung verlieren. Wann dies geschieht, ist unklar. Dass dies geschieht, weil es MySpace ebenfalls so erging, ist allerdings die einfallsloseste aller möglichen Erklärungen.

Die von Facebook kommunizierten Zahlen beinhalten inaktive Konten und Fake-Accounts

Im Juli verkündete Facebook das Erreichen von 500 Millionen aktiven Nutzern. Das Durchbrechen der Marke von 600 Millionen wurden zwar bisher nicht offiziell bestätigt, scheint aber bereits erfolgt zu sein. Facebook kommuniziert ausschließlich aktive Nutzer, nicht Mitglieder. Ein User zählt für Facebook als aktiv, wenn er/sie sich innerhalb von 30 Tagen mindestens einmal bei Facebook eingeloggt hat.

Während es sicher einige Millionen Fake-Konten und Zweitaccounts gibt, besteht wenig Grund zu der Annahme, dass Facebooks Zahlen nicht relativ genau die tatsächliche Verbreitung des Diensts angeben. Ein Leser berichtete uns, dass Facebook nach 30 inaktiven Tagen eine Erinnerungsmail verschickt. Wie viele Anwender auf diese Weise künstlich zu aktiven Nutzern gemacht werden, ist offen.

Laut Facebook loggen sich 50 Prozent der aktiven Anwender mindestens einmal pro Tag bei dem Dienst ein. Damit besuchen 300 Millionen Menschen täglich das Social Network - fast viermal so viele, wie in Deutschland leben.

Hierzulande hat Facebook knapp 14 Millionen aktive Nutzer. Die Zahl der über Facebook vernetzten User sowie die Intensität der Vernetzungen ist in Deutschland noch vergleichsweise gering, was subjektiv zu dem Eindruck führen kann, dass Facebook weniger Relevanz besitzt, als dies allgemein dargestellt wird (anders in Österreich und der Schweiz, wo jeweils rund 30 Prozent der Bürger bei Facebook sind). Würde man jedoch Personen in Norwegen, Kanada, Großbritannien, den USA oder Australien fragen - wo Facebook jeweils von rund 40 Prozent der Bevölkerung verwendet wird - wäre die Zahl der Zweifler an Facebooks gesellschaftlicher Bedeutung zwangsläufig erheblich geringer, da dort jeder mit dem Service in irgendeiner Form in Berührung kommt.

Facebook ist eine kurzfristige Spielerei

Ab und an hören wir in Kommentaren, dass es sich bei Facebook um eine kurzfristige Spielerei handle, von der Anwender schnell die Nase voll hätten. Verwiesen wird dann in der Regel auf den eigenen Freundeskreis, in dem die Facebook-Nutzung "seit einiger Zeit" rückläufig sei. Sicherlich gibt es entsprechende Fälle - die Statistik spricht jedoch eine andere Sprache: US-Nutzer verbringen bei Facebook mehr Zeit als bei Google, Yahoo, YouTube, Microsoft, Wikipedia und Amazon - zusammen! Sieben Stunden hält sich der durchschnittliche US-Amerikaner pro Monat bei Facebook auf - im Juni 2009 waren es "nur" vier Stunden und 39 Minuten. Und vergessen wir nicht die 600 Millionen aktiven Facebook-User - eine Zahl, die seit Jahren kontinuierlich steigt. Ein Webservice ohne Stickiness sieht anders aus.

Kommentare

  • David Eicher

    10.01.11 (06:55:31)

    Sehr guter Artikel: danke! Ergänzend kann man vielleicht noch sagen, dass neben der kritischen Masse/globalen gesellschaftlichen Durchdringung von Facebook, die Rahmenbedingungen für die Erfolgsstory ganz andere sind. Die Menschen sind über alle Alters- und Gesellschaftsschichten bereitwilliger, soziale Netzwerke zu nutzen und finden mit den modernen Smartphones und bald TV-Geräten bzw. TV-Services auch die Instrumente dafür, dass es Spaß macht. Hinzu kommt, dass die Industrie Facebook als Marketingplattform akzeptiert und mit ihren Angeboten auf FB permanent für Abwechslung sorgt. Auch Facebook wird sich weiterentwickeln: zur Suchmaschine, zum TV-Angebot, zu was auch immer. Deshalb sehe ich hier auch lange keine Alternative und denke: Nur Facebook selbst kann sich killen (z. B. durch die Erhebung von Usergebühren o.ä.).

  • Martin Olk

    10.01.11 (09:25:27)

    Der beste Hinweis auf die Blase: Die Behauptung "Dieses Mal ist es anders", siehe http://www.amazon.de/This-Time-Different-Centuries-Financial/dp/0691142165/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1294647412&sr=8-1 Mit "niemand weiß, ob Facebook heute überbewertet ist", machst du es dir etwas zu leicht. Man kann schon behaupten, dass eine Menge "gut gehen" muss, damit die derzeitige Bewertung von Facebook gerechtfertigt ist. Zum einen kommen jetzt wohl eher nur noch wirtschaftlich schwächere Benutzer zu Facebook hinzu (eine völlig normale Entwicklung, die Early Adopters sind immer die umsatzsstärksten), der Umsatz pro Nutzer wird also mittelfristig zurückgehen (nachdem man kurzfristig sicher noch ein bisschen was rausquetschen kann). Zum anderen ist das Potenzial mit - würde ich mal sagen - maximal 2 Mrd Usern, also nur etwa dem 3-4fachen der jetzigen Zahl - vollständig ausgeschöpft. Mehr Menschen mit Internet gibt es einfach nicht. Martin

  • Martin

    10.01.11 (09:54:00)

    Was nutzen eigentlich Chinesen im Bereich der Social Networks, nachdem der Zugriff auf Facebook und andere uns bekannte Sozial Networks, ähmmm, erschwert ist?

  • Thomas

    10.01.11 (09:58:36)

    Du führst ein Buch an, das im September 2009 erschienen ist und wer-weiß-wann niedergeschrieben wurde? Und auf einer noch früheren Recherche beruht?

  • Martin Weigert

    10.01.11 (10:00:28)

    @ Martin Olk Mit diesem Einwand (bzw so einem Link) hab ich schon gerechnet ;) Das Problem der Aussage "typisches Zeichen für Blase: Es wird gesagt, diesmal sei alles anders" ist, dass damit ausgeschlossen wird, dass es tatsächlich anders ist. Was sie für mich nicht wirklich anwendbar macht.... Was das Potenzial betrifft: Ja 2 Milliarden ist wohl auf lange Sicht das Maximum. Aber hey... 2 Milliarden! Daran zu zweifeln, dass sich mit 2 Milliarden Nutzern/Kunden/Usern (wie auch immer man es nennen will) Geld verdienen lässt, halte ich für recht gewagt ;) @ Martin Tencent QQ ist imo führend in China.

  • Mirko Gosch

    10.01.11 (10:27:38)

    Hey Martin, Danke dir für einen exzellenten Artikel, der nach meiner Auffassung die Entwicklung und die Entwicklungsgeschichte von facebook sehr gut darstellt. Was die theoretische Börsen-Bewertung von Facebook angeht, liegst du aus meiner Sicht ebenfalls genau richtig. Niemand kann das Potential von Facebook genau abschätzen, wobei man den Jungs und Mädels bei Goldmann Sachs durchaus zutrauen darf, dass sie nicht leichtfertig zu der zugegebener Maßen beindruckenden Zahl von 50 Milliarden USD kommen. Als ehemaliger Aktienhändler erinnere ich mich noch sehr gut daran, wie die große Masse der Kommentatoren aufgeschrien hat, als Google´s IPO auf einer vermeintlich horrenden Bewertung von ich meine so um die 25 MRD. USD stattfand. Heute wissen alle, dass Google nicht nur schon seit über 13 Jahren die Welt der Suchmaschinen beherrscht, sondern auch eine aktuelle Marktkapitalisierung von ca. 200 MRD. USD aufweist. Wird Facebook nun überbewertet oder unterbewertet, wer weiß das zu sagen? Danke nochmals für den super Überblick, Mirko

  • Michael

    10.01.11 (10:41:33)

    @Martin ....das dieser Beitrag kommen würde, hatte ich nach letzter Woche geahnt. Interessant :) Ein bisschen klingt dieser Artikel nach einem Wut-Beitrag. Die 7 gängige Facebook-Plattitüden sind gut wiederlegt - die Betonung liegt auf "gängigen". Grüße

  • Mika.B

    10.01.11 (10:44:28)

    Iregentwann wächst eine neue Generation herran die Facebook "Uncool" findet, im Netz dauert dies meist nur wenige Jahre wenn solch ein Dienst zum Establishment geworden ist. Ein Börsengang bedeutet auch das die neuen Aktionäre möglichst jedes Jahr ein Wachstum und immer höhere Rendite haben möchten, dies setzt Facebook immer mehr unter Druck seinen Mitgliedern auch unbeliebte Dienste oder Werbung aufzuzwingen. Klarnamen hat nicht nur Vorteile, wenn einige Politiker behaupten, ein Klick auf "Gefällt mir" der Anti-Castor-Bewegung oder Wikileaks sei unter umständen strafbar, Sicherheitsbehörden einfach Daten beschlagnahmen können, Abmahn Anwälte Facebook erst als ihr Paradies entdecken werden .... kann Facebook sehr schnell ein schlechtes Image bekommen und die Nutzer wieder in Scharen Abwandern.

  • Paula

    10.01.11 (10:45:36)

    Sehr guter und interessanter Überblick, danke. Mich würde es mal interessieren, für welche Zielgruppe eigentlich immer wieder diese Aussagen fallen? Die Wirtschaft, die nicht auf den Zug aufgesprungen ist - oder die, die es tun und ihr "Geld vergeuden"? Die "Alten", die nicht verstehen, was ihre Kinder mit diesem neuen Spielzeug machen? Politiker, die überlegen, ob es sich noch lohnt, rechtlich gegen Facebook's Datenmodell vorzugehen? Für wen sind diese ganzen Plattitüden und diese Panikmache, auf der Spiegel gerade wieder betreibt?

  • Martin Raißle

    10.01.11 (11:09:20)

    Facebook mag mit 50Mrd. überbewertet sein - allerdings hat auch Goldman Sachs sie nicht so hoch bewertet. Wie der verlinkte Artikel zeigt, verdient die Bank jede Menge an dieser Beteiligung (Gebühren für Nutzer ihres Investitionsvehikels und der Fuß in der Tür beim Börsengang), ohne dass der eigentliche Wert der Anteile steigen muss.

  • Tom Schimana

    10.01.11 (12:12:24)

    Das ist wirklich mal ein guter Beitrag über Facebook! Ich selbst habe meinen Account bei Facebook vor einiger Zeit gelöscht, da ich es für einen Zeitfresser halte und der Informationsgehalt oftmals auch eher "gering anspruchsvoll" ist.

  • Nerddeutschland

    10.01.11 (12:29:18)

    Ein sehr guter Artikel! Ich gebe zu, dass ich einige der genannten Punkte auch auch immer wieder als Argumente genutzt habe, die offensichtlich einfach falsch sind. Ein guter Nachtrag auch von @MirkoGosch. Letztlich bleibt für mich nur festzustellen: ich mag den Dienst einfach nicht. Ich empfinde den Großteil dessen, was in meiner Timeline auftaucht als Belästigung. Zwischen PS3- Medals, inflationär via foursquare crossgeposteten drive-by check ins, Einladungen zu irgendwelchen infantilen Gruppen, Oops-Pannenshow- Videos , "lustigen" SocialGames, Glücksnüssen, "Hallo/Gute Nacht ihr Lieben", etc. passiert nicht viel. Vielleicht habe ich die falschen "Freunde", vielleicht aber auch eine falsche Anspruchshaltung/Einstellung. Ich versuche bei all meinen Aktivitäten im Web auch irgendwo einen Nutzen und einen Lerneffekt daraus zu ziehen.Z.b. Nachrichten/Informationsgehalt und spitze Bonmots bei twitter und unterhaltsame Bilder bei Instagram. Dienste, bei denen ich mich automatisch einem Leistungsprinzip unterwerfe und die ich nebenbei nicht nur mobil nutzen, sondern auch konfigurieren kann. Auch eigene Blogposts und Kommentare sollen "nutzen": selbst wenn Orthografie und Semantik unausgegoren sind, mache ich es einfach, lerne etwas nebenbei, werde dadurch auf Themen wie Schreib- und Lesetechniken aufmerksam, und beschäftige mich dann damit. Webzeit ist für mich Lebenszeit und die soll mir einen Nutzen bieten. Zerstreuung finde ich besser offline, gemeinsam mit anderen. Facebook liefert mir einfach keine Anreize. Die Vorstellung nach einem Arbeitstag nach Hause zu kommen, mich am Rechner bei Facebook einzuloggen(was offensichtlich viele machen) um dann nur irgendwelche Faxen zu machen, die geht mir persönlich völlig ab. Vielleicht nutze ich es falsch, müsste in bestimmten Gruppen unterwegs sein, oder Leute ausblenden. Kann alles sein, aber dazu müsste ich mich vor den Rechner hocken, denn aus der App lässt sich das nicht einrichten. Ist also geschenkt. Das sind natürlich rein subjektive Betrachtungen, die bzgl. der Relevanz der Marke "Facebook" völlig unbedeutend sind. Der Nutzen aus dieser Geschichte: zukünftig werde ich meine Aversion nicht mehr mit ökonomischen Betrachtungen zu unterfüttern versuchen, denn die wurden hier sehr treffend widerlegt.

  • Dr. Martin Strickman

    10.01.11 (12:43:03)

    Meine Prognose: Danke Martin für deinen schönen diskursiven Beitrag mit den vielen Verweisen. Hier meine Prognose für die nahe Zukunft von Facebook in Kurzform, die auf eingehender nüchterner Analyse beruht: Soziale Netzwerke und Social Media allgemein werden an Nutzerzahlen, Zugriffen etc. weiter stark anwachsen. Facebook wird seine derzeit dominante Stellung als Mainstream-Netzwerk weiter ausbauen können. Unter der Voraussetzung eines guten allgemeinen Börsenumfeldes, d.h. kein double dip in den USA mit erneuter Immobilien-, Finanz- und Wirtschaftskrise und einhergehender Absage von Börsengängen - wird ein Börsengang von Facebook eine Erfolgsgeschichte werden. Für Investoren entscheidend ist dabei nicht, ob Facebook jetzt wirklich die vielfach genannten 50 Mrd. Dollar wert ist, sondern wie seine ökonomischen nahen Zukunftsperspektiven aussehen, und die sind rosig. Facebooks Erfolg kann also eine sich selbst erfüllende Prophezeiung werden. Unter den folgenden Umständen könnte sich Facebooks derzeitiger Erfolg anschließend aber auch genauso schnell wieder in eine Niederlage wenden: 1. Wenn ein - bisheriger oder ganz neuer - Wettbewerber großartige Innovationen hervorbringt und damit einen hochattraktiven Webservice schafft, so dass die Nutzer im Herdentrieb zu ihm abwandern werden (Bespiel: Wie Google mit seinem neuen Suchalgorithmus den Suchmaschinen-Markt aufgerollt hat). 2. Wenn nach (dieser Form von) sozialen Netzwerken "the next big thing" kommt, und diese vielen Millionen Nutzer ihre Freizeit schwerpunktmäßig mit diesem neuen "big thing" verbringen werden. (Facebook könnte dann tatsächlich das Schicksal ereilen, das MySpace zur Zeit erlebt, also untergehen...) Auf Anfrage kann ich gerne konkreter werden :) Martin Strickman

  • Martin Weigert

    10.01.11 (12:55:32)

    @ Mirko Gosch Danke! @ Michael Wütend bin ich nicht. Wie eingangs auch erwähnt - ich bin selbst am Aufkommen eines Herausforderers interessiert - eine dauerhafte Lösung kann das zentrale Datensilo einfach nicht sein. Social Networking muss sich öffnen, portabler und dezentraler werden. Darin sehe ich die nächste Evolutionsstufe. @ Paula Ich würde sagen, eine Mischung aus allen von dir genannten ;) @ Nerddeutschland Ich hab auch ein paar Kontakte, die äußerst inaktiv sind und nur einige Male pro Monat überhaupt eingeloggt sind. Für manche Nutzertypen ist diese Art des Social Networks einfach nichts. Daran lässt sich wohl nicht rütteln. Die Frage ist immer, ob sich dies über einen längeren Zeitraum ändern könnte. Stell dir vor, du hast einen neuen Job, bei dem du den ganzen Tag im Hintergrund bei Facebook eingeloggt bist (gibt's ja zu hauf). Sowas könnte deine Einstellung zu dem Dienst schlagartig ändern. Muss aber natürlich nicht. @ Martin Strickmann Ich denke das ist eine stimmige Analyse. Wobei das Schicksal dann nicht nur das von MySpace wäre, sondern überhaupt das Schicksal eines jeden, den Trends der Zeit unterworfenen Unternehmens.

  • Oliver Springer

    10.01.11 (13:17:27)

    Vielleicht hast Du dann einfach die falschen Freunde bei Facebook. Nicht, dass ich das nicht nachvollziehen könnte, aber das Problem ist ganz sicher nicht Facebook. Es sind Deine Freunde, über deren Niveau Du Dich hier letztlich beschwerst.

  • Oliver Springer

    10.01.11 (13:29:47)

    Die größte Wette auf die Zukunft ist im Zusammenhang mit Facebook, ob die Internetnutzer weiterhin so leichtsinnig mit Informationen über sich selbst umgehen. Da hab ich so meine Zweifel. Außerdem - das wurde schon angesprochen - könnte bald eine neue, spannende Entwicklung im Netz die Zeit der Facebook-User absaugen. Facebook benötigt meiner Meinung nach ein Geschäftsmodell, dass auch mit einer viel kürzeren Durchschnittsnutzungsdauer und einer geringeren Aktivität der User funktioniert.

  • Nerddeutschland

    10.01.11 (13:46:23)

    @MartinWeigert Einen solchen Job (online ohne Restriktionen) hatte ich schon.Hat mich damals aber auch nicht gereizt. @OliverSpringer Facebook forciert jedoch diese Art von Gimmicks und Freemium- SocialGames.

  • Martin Olk

    10.01.11 (14:04:20)

    Schlimmer noch. In dem Buch geht es nicht mal um Facebook.

  • Michael

    10.01.11 (14:13:32)

    @Dr. Martin Strickman @Nerddeutschlnd @Tom Schimana @Mika.B (1. Absatz) @martin so sehe ich es auch. Grundsatzfrage, was meint ihr? Haben wir im Hinblick auf heutige Webangebote - ich nehm mal FB als Beispiel (wer hätte das gedacht ) - ein System- oder Technologieproblem? Zusatz: Meine Frage zielt nicht auf zentrale bzw. dezentrale Datenhaltung ab. Weitere Hinweis kann ich nicht geben; will ja nicht mit meiner Frage eure Antwort beeinflussen - hehe @Paula Welche Gruppe ist es? Das zieht sich durch alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Die einen lieben es, die anderen können dem nichts abgewinnen. Und dann gibt es die wie mich, die gewisse Vorteile schätzen, es aber trotzdem in seiner momentanen Zwischenform hassen wie die PEST. Es kommt also immer drauf an, welches Wertebild Dir deine Ellys mit auf dem Weg gegeben haben. *Sei nicht so vorlaut! *sowas macht gehört sich nicht! *zieh Dich ordentlich an! *lass das! *Was sollen den die Leute von uns denken? +Und dazu stehen diejenigen, die ihre Kinder nicht so bevormundet haben. @ Oliver Springer zu behaupten, dass liegt auf keinem Fall an FB, damit machst Du es Dir zu einfach. Auf FB, wird fast jede Wasserstandsmeldung gepostet – jede aufgeplatzte Bockwurst geliked. Es sind die verschiedenen Lebenswelten die das Problem machen Punkt

  • Martin Olk

    10.01.11 (14:15:10)

    'Das Problem der Aussage “typisches Zeichen für Blase: Es wird gesagt, diesmal sei alles anders” ist, dass damit ausgeschlossen wird, dass es tatsächlich anders ist. Was sie für mich nicht wirklich anwendbar macht….' So ist es ja nicht gemeint. Facebook strotzt in der derzeitigen Bewertung einfach gängigen Bewertungsmaßstäben. Solchen, die Jahrzehnte bewährt sind. Und diese Maßstäbe mit "ja, aber dieses Mal ist es anders" beiseits zu wischen - das ist eben zu einfach. 100$ CLV pro User bei 2$ Umsatz/User/Jahr? Das ist einfach Irrsinn. Selbst wenn ich das mal 4 nehme (Endpotenzial der Nutzerzahl), ist es Irrsinn. Punkt.

  • Wort-Suche

    10.01.11 (14:27:04)

    Der Verkauf einzelner Nutzerdaten gehört nicht dazu, da haste recht, sondern der Verkauf der gesamten Nutzerdaten sollte es eigentlich heissen, denn ohne Nutzerdaten kann er keine Werbung verkaufen, nur soviel zum Geschäftsmodell von Facebook und deren Umgang mit seinen Nutzern... ;-) Und gerade darum ist Facebook so rentabel da sie die kompletten Nutzerdaten indirekt verkaufen bzw. vermarkten, sieht man doch klar wenn man Werbung buchen will... ;-) Also ich bin mir sicher, wenn nur die Hälfte aller Facebooknutzer, die ich aktuell auf vielleicht insgesamt 150 Millionen schätze davon Wind bekommen würden, wären die von heute auf morgen wieder draussen.... ;-) Ich finde es schon Lustig wie schnell man von unechten 500 Millionen Nutzer auf 600 Millionen springen kann... ;-) und auch die Aussage das jeder Account mit echten Namen bei Facebook registriert ist, ist mehr als übertrieben, ich selbst habe wie gesagt 4 Accounts und keiner ist mit meinen echten Namen... ein guter Freund hat zwei Accounts, mit zwar echten Namen einen mit seinen Namen einen mit seiner Frau und spielt dort nur so rum denn ganzen Tag...wow... Die meisten Leute mit denne ich über Facebook rede (Ausnahme Internet Businessleute), das sogenannte einfache Volk, spielt dort die Farmspiele und Chatten wie wild, nicht mehr und nicht weniger, ich selbst schätze das mal auf 60-70% Aller Nutzer bei Facebook nur rumspielen, von daher ist die Plattform, so intelligent der Film von Facebook auch gemacht wurde und die Grundidee interessant ist, nicht mehr als ein grosser Chat, Spieleseite und Flirtportal, nicht mehr und nicht weniger. Und wenn Facebook tatsächlich an die Börse gehen wird, wird man sehr schnell die Realität erkennen, vor allem was nachhaltiges Wachstum betrifft, Facebook ist und bleibt einer der grössten und sicher dadurch phantastischen Hyps der Neuzeit... Meine bescheidene Meinung.

  • Walter Schärer

    10.01.11 (18:19:42)

    Sehr guter Artikel (und wertvolle Kommentare), dankeschön! Die Argumente verleiten mich dazu, das Platzen der Bubble 2.0 ein Jahr später anzusetzen als bisher angenommen, also 2014. Ich gehe davon aus, dass Facebook bis dahin so gross und dadurch "unsympathisch" (siehe Microsoft) geworden sein wird, dass ein neuer Player mit einem andern Ansatz den Lead übernehmen wird. Auf Kosten der Einnahmen von Facebook, was die Blase 2.0 zum Platzen bringen wird. Ähnlich wie Craigslist die Einnahmen der Medienbranche pulverisiert hat.

  • Tom Schimana

    10.01.11 (18:52:17)

    Michael, ich persönlich gehe immer mehr dazu über, alles zentral über mein Blog zu konsolidieren. Hier habe ich in Bezug auf Werbung und Datenhaltung noch am meisten Selbstgestaltung und Handlungsmöglichkeiten. Allerdings merke ich auch, wie stark FB schon in die Gesellschaft integriert ist. Oftmals werden neue Infos nur in FB veröffentlicht und man erfährt nur später darüber, wenn man selbst nicht in FB ist. Auf der anderen Seite sind 99% der Informationen für mein Leben wirklich belanglos. Alles was wichtig ist, bekomme ich auch so mit. Die Kommunikation über mein Blog ist zwar nicht so ausgeprägt, wie bei FB, dafür habe ich allerdings das Gefühl, dass dafür das wirkliche Interesse für größer ist. Was ist aber wenn FB eines Tages neuen Daten löscht. Wie mache ich ein Backup davon (braucht man für diese Daten überhaupt ein Backup?). Ich denke hier sind noch viele Fragen zu klären.

  • Roboter

    10.01.11 (21:34:04)

    Sollte es immer noch Menschen geben die an Facebook GLAUBEN, bitte folgendes Video gucken! Does it Really Work? - Fushigi Magic Gravity Ball http://www.kidk.com/news/doesitwork/104340869.html?skipthumb=Y Facebook ist von der Realwirtschaft ABHÄNGIG ! MfG Roboter

  • Falk

    10.01.11 (21:37:36)

    …und Twitter ist das neue Second Life. ;)

  • alex kahl @probefahrer

    10.01.11 (21:46:21)

    Facebook hat dem Internet als Datennetzwerk eine Benutzbarkeitsschicht beschert, die vor Google sonst nur Netscape geschafft hat. Netscape hat das Internet von der Kommandozeile ins Fenster gebracht. Google hat das Web 1.0 anfassbar und benutzbar gemacht. Es hat nicht nur Informationen an die Oberfläche gespült, sondern diese auch gleich verwertbar im wahrsten Sinne gemacht: Es hat den Daten einen Wert hinzugefügt, nämlich die Dienstleistung Webinformationen auffindbar zu machen. Bei Facebook ist es ganz ähnlich. Wenn ich Kunden den Unterschied zwischen Social Media und SEO/SEM erkläre, dann nehme ich denselben Vergleich: Social Media ist dazu da um Menschen zu erreichen. SEO/SEM dazu um, wie der Name schon sagt (Such-)Maschinen zu erreichen. Web 2.0 verbindet Menschen und Facebook hat es am besten versilbert :) in dem es die Verbindungen zwischen den Menschen anfassbar und nutzbar gemacht hat. Wie lange Facebook bestehen bleibt? Wenn dort niemand einen sehr groben Fehler macht vermutlich noch sehr lange (in Internetmaßstäben). Doch wir werden noch weitere Entwicklungen kriegen: Im Web 3.0 kommt wieder eine Schicht hinzu: Die der Gegenstände. Stichwort “Internet of Things” sinnvoll und wertschöpfend vernetzte Autos, Kühlschränke, Fernseher, Briefkästen usw. Wir werden nicht nur unsere Beziehung zum Web und zu Menschen aufzubauen, sondern zu Maschinen. Und ich prophezeie mal, dass der Programmierer, der sich eine Plattform für die vernetzten Dinge einfallen lässt vor 3 Wochen noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum rannte... :)

  • Martin Weigert

    11.01.11 (00:33:49)

    Ohne mich selbst jetzt auf 2014 festlegen zu wollen: Kann man denn dann überhaupt noch von einer Bubble sprechen? Oder wäre das nicht vielleicht einfach der normale Produktlebenszyklus, der im Social-Web-Bereich einigen eigenen Gesetzmäßigkeiten unterliegt?

  • spltny

    11.01.11 (04:35:58)

    mann mann mann, seid ihr alle gutgläubig hier. perfektes t-aktien publikum :) es geht nicht mehr darum, ob facebook gewinne erwirtschaftet - sondern wie viel, um die extreme valuierung zu rechtfertigen. die derzeitige monetarisierungsstrategie wird dafür beim besten willen nicht ausreichen. es ist also ein spiel mit dem hype, den hoffnungen. eine wette darauf, dass facebook eine revolutionäre einnahmequelle erfindet, die wirklich reich macht, um die massiven erwartungen zu erfüllen. ähnlich der genialen idee einer suchmaschine kombiniert mit adwords. warum ausgerechnet facebook mit der ungünstigen ausgangsposition eines social network und nicht irgendeine andere company hier den stein des weisen finden sollte, bleibt allerdings ein rätsel. die jungs von goldman sachs wissen in diesem fall tatsächlich, was sie tun - wie es ein kommentator hier in anderem zusammenhang etwas leichtgläubig formuliert hat. nämlich den marktwert im vorfeld durch die intransparenten geschäfte mit ihrer privaten klientel hochpushen, um nach dem ipo ordentlich einzucashen. um nichts anderes geht es. all diejenigen, die sich dann mit facebook-aktien eindecken, sind die treudoofen erfüllungsgehilfen. traurig finde ich, dass die allermeisten medien mal wieder am hype mitbasteln. um eines klarzustellen: wir werden so oder so noch über lange jahre mit facebook zu tun haben. die "dummen" investorenmilliarden werden ähnlich wie bei yahoo und aol sicherstellen, dass facebook auch ohne haltbares geschäftskonzept noch lange nicht stirbt, selbst wenn irgendwann einmal die user weg sind. aah, endlich hab ich was, was ich dem martin weigert konkret unter die nase reiben kann. ich freu mich schon, wenns soweit ist - du kriegst dein fett noch ab :)

  • Martin Weigert

    11.01.11 (04:48:44)

    Den Spaß gönn ich dir ;)

  • Paula

    11.01.11 (07:24:07)

    @Tom Schimana: Facebook lässt einen inzwischen ein komplettes Daten-BackUp machen. Findet man bei den Account- Einstellungen.

  • afromme

    11.01.11 (09:24:49)

    "Ohne mich selbst jetzt auf 2014 festlegen zu wollen: Kann man denn dann überhaupt noch von einer Bubble sprechen? Oder wäre das nicht vielleicht einfach der normale Produktlebenszyklus, der im Social-Web-Bereich einigen eigenen Gesetzmäßigkeiten unterliegt?" Interessant - wird da schon der rhetorische Rueckzug vorbereitet? ;-) Wenn man im Jahr 2010 einen Laden mit 50 Milliarden $ bewertet, der kaum vier Jahre spaeter den Bach runtergeht, wuerde ich durchaus von einer Blase sprechen.

  • Martin Weigert

    11.01.11 (10:13:40)

    Guter Punkt, überzeugt! Bzgl rhetorischer Rückzug: Dir ist hoffentlich aufgefallen, dass ich an keiner Stelle ein frühzeitiges "Ende" ausschließe. Aber im Gegensatz zu einigen Möchtegern-Propheten schließe ich eben auch eine langfristige erfolg- und ertragreiche Existens von Fb nicht aus. Momentan sieht viel danach aus.

  • Jonathan MacDonald

    11.01.11 (14:35:58)

    Yesterday I published my view on this: http://www.jonathanmacdonald.com/?p=5051 Apologies for not being in German!

  • Marco

    11.01.11 (14:52:44)

    Das fängt bereits an :) Habe in letzter Zeit viele Geeks erlebt die genau in der Richtung denken. Facebook wird langsam "uncool" und es wird nach neuen Ufern gesucht. Besonders ist mir das bei den Jüngeren bis ca. 17 Jahren aufgefallen. Mir persönlich ist das ganze Jacke wie Hose ich nutze es halt nicht. Sollte Herr Zuckerberg irgendwann aufhören und Facebook verkaufen, wird halt das Geschrei groß werden ^^.

  • Marco

    11.01.11 (14:57:13)

    @spltny: So läuft es doch schon immer, dass wird einem jeder BWL Student sagen können haha :).

  • burnheart

    11.01.11 (16:15:01)

    ad 50 Mrd.: (nur um diese Zahl etwas "plastischer" darzustellen:) Diese in Relation zur Anwenderanzahl, ergibt: ca. 83 $ / User (ausgehend von 600 Mio.) Vergleich Xing, aktuelle Marktkapitalisierung (210 Mio): ca. 30 $ / User

  • Wort-Suche

    11.01.11 (16:38:51)

    Das sind sehr gute Zahlen die verdeutigen das dies völlig übertrieben ist. Denn geht man nun davon aus das ein User bei einer Erfolgsrate von 3% (Bei Werbung) über Facebook konsumiert, so müsste jeder User im Monat über Facebook sage und schreibe 2766 Dollar ausgeben (konsumieren) um diese Bewertung zu rechtfertigen... ;-) Ja dann ist jeder User sicher 83 Dollar Wert, aber nur dann... lol

  • burnheart

    11.01.11 (17:44:19)

    auf die 2766/Monat kommt man aber nur im Milchmädchengewerbe ;-) Du ziehst viele falsche Schlüsse auf einmal. Der größte Fehler ist, dass du aus einer Bestandsgröße eine Flußgröße machst. Vereinfacht gesagt: selbst wenn deine simplifizierten Annahmen bzgl. Werbung stimmen würden, würde ein Umsatz von 2766 "PRO MONAT" bedeuten, dass sich FB in nur einem Monat mehr als amortisiert hat...

  • Wort-Suche

    11.01.11 (17:59:09)

    @burnheart offensichtlich hast du mein Posting nicht verstanden. 2766 Dollar muss jeder registrierte User ausgeben (konsumieren) Über die Seite Facebook und das kann gar nicht gehen, da ich 100% sicher bin das die meisten der registrierten User keine 2766 Dollar im Monat verdienen, wie sollen die dann je 2766 Dollar im Monat konsumieren... lol

  • Robert Frunzke

    11.01.11 (18:12:30)

    Angeregt durch diese Kontroverse habe ich gerade eben meinen Facebook-Account gelöscht. Warum? Weil ich es unverschämt finde, dass man mir durch die Bewertung des Wertes von Facebook als User eine Pro-Kopf-Wertschätzung gegenüber Facebook auferlegt. Für die Leistung, die ich von Facebook erhalte möchte ich nicht um $83 gemelkt werden. Die Leistung war vorgeblich kostenfrei, und nun sowas ;) Nein, im Ernst - die Blase ist und bleibt eine Blase, denn es fehlt an Substanz. Sowohl bei den "Bindungen" in Facebook, als auch beim Geschäftsmodell. Die Kontakte, die mir lieb und wichtig sind, die werden auch und vorwiegend außerhalb von Facebook aufrecht erhalten. Sich von Facebook zu trennen ist nicht schwer. Im Vergleich: sich von Google zu trennen ist sehr viel schwieriger, denn es bietet einen echten Mehrwert für mich. Amazon ebenfalls, obwohl es bei deren Leistung natürlich Alternativen gibt. Facebook bietet weder einen großen Mehrwert, noch ein großartig eigenes Alleinstellungsmerkmal, und das Geschäftsmodell deutet allein in Richtung Werbeschleuder. Sogar mein Briefkasten hat einen größeren Mehrwert - als Werbesammelkasten hätte ich ihn schon längst abgeschafft, aber es gibt eben doch ab und zu wichtige Post, die dort landet.

  • burnheart

    11.01.11 (18:21:57)

    Nochmals: Wie kommst du auf die ZEITSPANNE "PRO MONAT"? Wieso nicht 2766.- pro Tag, pro Quartal, pro Jahr, pro Dekade etc.?

  • Robert Frunzke

    11.01.11 (18:33:01)

    Ach noch eine Anregung zum Nachdenken: Bisher hat meines Wissens nach nur die Spieleindustrie den Erfolg eines Projektes an der durch die User damit verbrachten Zeit gemessen. Oder anders gesagt: Ist Facebook wirklich umso erfolgreicher umso mehr Zeit es frisst? Die Relation Zeit zu Erfolg ist wohl zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf die Facebook-Spielchen zurückzuführen. Die verschwendete Zeit ist oft ein Argument, sich von Facebook zu trennen. Es gibt wirklich Wichtigeres.

  • Michael

    11.01.11 (21:33:26)

    Ich halt also mal kurz fest :) Wir haben 600.000.000 Nutzer und momentan weniger als 500 Investoren. Die erste Gruppe ist alles andere als eine homogene Nutzerschicht – die zweite schon, richtig? FB wird höchstwahrscheinlich unterschiedlicher ge- und benutzt als wir uns das heute vorstellen können. Viele nutzten FB •um Partyfotos zu zeigen, •es wird geflirtet, •Social Gaming, •dann die, die sich das Schreiben mehrerer SMSes sparen, oder •die ein Musikstück posten, weil es Ihnen gerade gefällt, und •nicht zu vergessen sind diejenigen, die jetzt gerade aufwachen - ja die, die auf ihre Webseite aufmerksam machen wollen, indem sie z.B. “nützliche“ Rechtsnews posten usw. usf.. Berücksichtigen wir an dieser Stelle die kulturellen, länderspezifischen und regionalen Unterschiede, sowie die individuelle Sozialisation eines jeden Menschen dann haben wir es mit einem sehr komplexen Netzwerk zu tun. Kurz gesagt: Man rottet sich zwar zusammen; trotzdem fährt jeder seinen eigenen Film. Die vorstehenden angedeuteten Netzwerkeffekte approximiere ich in dem Bild mehrerer Millionen Fischschwärme, dessen (n)Wanderrute man (noch) nicht kennt. Die FB Eigentümer haben hingegen alle ein Ziel: Geld. Also versuchen Sie in diesem überdimensionalen FB-Schwimmbad fischen zu gehen. Okay, die Schwimmbadkosten treiben sie dazu. 1. Denkfehler: Die FB Bademeister sind nicht im Schwimmbad unterwegs; sie stehen nicht am Beckenrand und brauchen nur ein Netz werfen. Wir befinden uns auf den Weltmeeren mit allen Tiefen, Sandbänken und Strömungen. 2. Denkfehler: Sollten sich die FB Eigentümer in einem Boot wähnen – dann sollten Sie gefälligst Teil dieser Schwärme werden. Die beste Technologie nützt nichts, wenn das System schlecht ist. Beschäftigt euch mit eurem eigenem Netzwerk! aus Nutzersicht! 3. Denkfehler: Wo und wie man fischt? FB als Ort dürfte zu ungenau sein. Wie? In eurem FB-Leit(d)faden delegiert ihr zwar das Kommunikationsproblem auf die werbenden Unternehmen – ihr vergesst dabei eins: wenn immer noch mehr Firmen auf Facebook ihre Aktivitäten entfalten bzw. zwangsläufig in meinen News Feed posten, dass ich erst die Unternehmen ignoriere und später euch. Ich bin es leid jeden Wechsel des Profilbildes, jeden Inhalt einer Glücksnuss gemeldet zu bekommen. Das Ist JUNK! 4. Denkfehler: der FB-“Fisch“ ist nicht dumm, der lässt sich nicht so einfach fangen. Da er hochintelligent ist steigt mit der Zeit auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit Punkt Fazit: Facebook muss sein Systemproblem in den Griff bekommen. Die Unternehmen müssen gut abwägen, ob sie Ihre Unabhängigkeit aufgeben. Die wirken von den Mitgliederzahlen und den Zuckerberg-Parolen - "wir machen alles mehr social" - völlig benebelt. Ich befürchte – falsch – ich hoffe, dass sich FB aufgrund seines Kommunikationssystems selber richtet. P.S.: Sollte es anders kommen (Ich meine damit nicht 10- 20 Mrd. oder so - ich meine so richtig Schotter), dann hat Herr Zuckerberg sehr gute Arbeit geleistet - dann halt ich auch die Schnautze.

  • Wort-Suche

    11.01.11 (21:54:18)

    @burnheart in erster Linie rechnet man jedes Monat ab. So mache ich es als Unternehmer und zuvor als Angestellter bekam ich auch jedes Monat mein Gehalt. Unternehmen werden auf Basis ihres Monatsumsatzes bewertet und auch dementsprechend werden dann die Zahlen genannt. Aber da haste Recht, mit deinen Einwurf. Aber selbst wenn man auf Basis eines Quartals rechnen würde, was bei Börsennotierten Unternehmen üblich ist, wäre die höhe der Bewertung von Facebook mehr als übertrieben. Meine Meinung - muss sowieso jeder wissen was er mit eventuellen Aktien eines solchen aufgepushten Unternehmen machen möchte....

  • Robert Frunzke

    11.01.11 (21:59:24)

    Da hast Du unbeabsichtigt sehr schön, die Denke der FB-Pro-Gewinn-Weltherrschaft-Propagonisten zusammengefasst: einerseits staunt man darüber wie FB JETZT schon solche Gewinne vorweisen konnte, andererseits lässt das von den noch kommenden Gewinnen mit den noch kommenden Geschäftsmodellen träumen. Genau das macht auch diese FB-Blase - meiner Meinung nach - aus. Übrigens, die jetzigen Gewinnzahlen sind auch garnicht bestätigt, aber das wir sind ja schon bei Schritt 2/5. Es hat ein wenig Ähnlichkeit mit der Obama-Story - der hat auch schon den Friedensnobelpreis bekommen... Die Welt ist verrückt geworden! LOL

  • Slash

    11.01.11 (22:12:39)

    Man weiss erst im Nachhinein, ob die Prognose richtig war. Wie war es früher mit den Baulandpreisen? In den 50er Jahren waren Preise von 20 Mark üblich, ein Preis von 50 Mark galt als utopisch. In den 60/70zigern waren schon Preise von 100 Mark fällig ..."das kann doch niemand zahlen", "das kann doch nicht gutgehen", "ist Ende der Fahnenstange". Heute sind in den Ballungszentren locker 400-500 Euro (800-1000 Mark) ein guter Preis. In den Randlagen mit Abwanderungen sind die Preise gesunken... Genauso wird es mit Facebook laufen....entweder zentrale Lage mit hohen Aktienkursen oder B-Lage im Zonenrandgebiet mit sinkenden Kursen.

  • Hendrik Maat

    12.01.11 (00:58:29)

    Ich habe einige Argumente vermisst: Auf Facebook wird sowieso nur darüber geredet wann man aufs Klo geht. Es sind nur Kiddies auf Facebook/meien Zielgruppe ist nicht auf Facebook. Die leute auf Facebook wollen nur mit Freunde reden, und deswegen ist man als Kommerzielle Anbieter mit dem Freundeskreis eines Nutzers im Wettbewerb um dei Aufmerksamkeit. Also so a blödsinn, alle die nicht dran glauben, wollen einfach nicht dran glauben oder sind selbst auf der suche nach Aufmerksamkeit weil sie keine Freunde mehr haben, die sind ja alle in facebook.... Guter Artikel!

  • Manuel

    12.01.11 (07:49:14)

    Ein paar Argumente von Douglas Rushkoff: Der Anfang vom Ende von Facebook Interessanterweise verwendet er den auch von Dir häufiger erwähnten Netzwerkeffekt als Argument für den Untergang von Facebook an: Rushkoff sieht soziale Netzwerke hingegen eher wie Räume im realen Leben: Wichtig sei nicht der Versammlungsort sondern die dort befindlichen Leute. Finden die Trendsetter einmal einen spannenderen Club, folgt die Masse, das sei auch im Web nicht anders. Entsprechend sei es auch falsch zu glauben, dass Myspace verloren und Facebook gewonnen habe, viel mehr habe zuerst Myspace gewonnen und danach dann Facebook. Und in exakt dieser Reihenfolge würden die beiden wieder untergehen, wie sich der Autor überzeugt zeigt.

  • Martin Weigert

    12.01.11 (07:59:20)

    Jo das bezieht sich ja auf den CNN-Artikel, der in meinem Beitrag verlinkt ist. Der erste Denkfehler kommt meiner Ansicht nach schon im Lead: "Um das zu erkennen, genüge ein Blick in die IT-Geschichte." IT-Geschichte und die zukünftige Entwicklung von Facebook sind zwei so unterschiedliche Dinge, dass mich allein der Vergleich der zwei Aspekte an der Kompetenz oder dem Motiv des Autors zu diesem Thema zweifeln lässt. Was mit Facebook geschieht, hat wenig mit IT und viel mit Psychologie, Soziologie und anderen Aspekten zu tun. Letztlich kann ich mich irren, und Rushkoff kann sich irren. Wie jeder andere auch. Der Unterschied ist, dass Rushkoff Bücher verkaufen will. Ich nicht. Und wenn Autoren Bücher verkaufen wollen, dann nehmen sie gerne die Positionen ein, die ihnen anschließend viel (mediale) Aufmerksamkeit bringen. Der Aspekt mit dem spannenden Club war bei MySpace treffend. Ich denke nicht, dass sich diese Analogie noch auf Facebook anwenden lässt. Sprich: Neben Facebook ist Platz für neue Clubs. Facebook selbst ist aber eher Alltag als Club (nicht im negativen Sinne, sondern in puncto Bedeutung für die User). P.S. der letzte Satz des Zitats ist aber schon recht amüsant. Klar werden beide in dieser Reihenfolge untergehen. MySpace ist ja bereits untergangen. Insofern wird hier Realität als Prognose verkauft.

  • Martin Weigert

    12.01.11 (13:49:56)

    Hehe die Liste hätte in der Tat lang werden können ;)

  • Marco

    12.01.11 (19:35:11)

    Sagte der Vertreiber von Shop-Integrationen in Facebook ;)

  • Hendrik Maat

    13.01.11 (02:15:03)

    @ Marco Bitte Marco, was hat das damit zu tun? Darf ich weil ich als Social Media Berater tätig bin und unter anderem einen Facebookshop entwickele keine Meinung mehr haben? Meinen Sie ich wurde dies Schreiben wenn ich nicht daran glaube? Habe ich versteckt das ich ShopShare vertreibe oder habe ich mir mit einen anderen Namen angemeldet? Was wollen Sie damit genau sagen? Wieso wollen Sie meine Meinung abwerten? Sie haben sich leider nicht identifiziert. Kein Bild, keine Webseite... nur versteckt hinter "marco".

  • Webdesigner

    13.01.11 (09:43:35)

    Tja - ich sage dazu nur Tulpen und Niederlande. HIER nachzulesen, falls es jemanden interessiert.

  • Tim

    13.01.11 (10:34:15)

    Es ist ein Gerücht, dass AOL seine Benutzer gezwungen hat die Software zu verwenden! Auf jeder der bekannten AOL-CDs war ebenso eine PDF-Anleitung, wie man den Zugang auf Router oder normalem DSL-Modem einrichtet! Diese Software war rein optional, wer sie verwendet hat, hat sie eben verwendet, und kam damit in den Genuss eines äußerst ressourccenfressenden Stücks Software.

  • Martin Weigert

    13.01.11 (10:46:12)

    Tim, interessant, danke für den Hinweis! Was glaubst bzw. weißt du, welchen Anforderungsgrad dieser Weg hatte bzw. wie viele AOL-Nutzer aus Unkenntnis oder Faulheit dennoch den Eindruck hatten, die Software verwenden zu müssen? Irgendwoher muss dieser weit verbreitete Irrglaube ja kommen? Inhaltlich ändert das aber nichts - die AOL-Software brachte User in das proprietäre AOL-Universum.

  • Rahel Künis

    13.01.11 (12:59:46)

    Wer sagt denn, dass Myspace endgültig am Boden ist? Diese Platform existiert immer noch und wird (zumindest von einigen Bands)immer noch genutzt.

  • Rahel Künis

    13.01.11 (13:17:19)

    Wenn man von einem geschätzten Wert von 16 Mia. ausgeht (nicht 50 Mia.!), so ergiebt der Gewinn gemessen am Wert der Firma: 350 Mio. / 16 Mia. = 0.022 (aufgerundet!) Somit steht ein gewinn von 2.2 Euro dem Wert dieser Firma von 100 Euro gegenüber. Davon ausgehend, dass sich die Nutzerzahl noch verdreifachen lässt und dass der Umsatz pro User sich ebenfalls um den Faktor 3 steigern lässt, ergiebt sich ein Potential von ca. 20 Euro jährlichem Gewinn pro 100 Euro Firmenwert. Sorry, aber da gibt es andere Firmen mit besseren Zahlen.

  • Marco

    13.01.11 (13:30:29)

    Nach einiger Recherche im Internet, muss ich sagen, dass wir das hier lieber sein lassen. Die Diskussion würde mir zu langwierig werden. Sie posten extrem viel öffentlich und rufen dazu auf, dass Leute auch ihren Emailverkehr über FB abwickeln sollen. Allein dies lässt es mir kalt den Rücken runter laufen. Ich bin im Datenschutzrecht tätig und stehe kein Bisschen hinter den Nutzungsbedingungen von Facebook. Hinter meinem Kommentar steckte eigentlich nichts anderes als ein kleines Schmunzeln. Es wäre nur verwundernd gewesen hätten sie geschrieben Facebook hat nichts Gutes und sind selbst offensichtlicher Vertreiber von FB-bezogenen Produkten. Aber wenn sie schon so viele Fragen reinpacken (5 von 7 Sätzen enden mit einem Fragezeichen) wollte ich doch wenigstens kurz zurückschreiben. Gruß von "Marco" ;)

  • Michael

    13.01.11 (13:41:26)

    Frage: Wie groß ist eigentlich das jährliche potentielle FB-Marktvolumen? Gibt es dazu ein paar Zahlen?

  • burnheart

    13.01.11 (14:32:19)

    Amüsant: du errechnest eine Gewinnrendite von 20 % p.a. und ziehst den Schluß, dass dies schlecht sei :-)

  • Martin Weigert

    13.01.11 (14:41:46)

    Man nennt es den "Facebook-Reflex" ;)

  • Mike

    13.01.11 (18:37:24)

    ich war seit Jahren ein Facebook Junkie... seit einem Jahr bin ich endlich clean. Ich geniesse das Leben und die frei gewonnene Zeit! Diese oberflächlichen "Freundschaften" und Statusmeldungen ob man gerade kackt muss ich mir nicht mehr antun. :) Auch ihr Leute könnt es schaffen! Fragt euch nur ob es euch tatsächlich was im Leben bringt.. Die Zeit ist kostbar und die gibt euch Facebook nicht zurück. Geht raus und habt Spaß.

  • Roboter

    13.01.11 (18:54:39)

    Facebook creates a bigger tool for bigger fools! "AmberAlert" Amber Alerts, which have helped find 525 missing children since their start in 1996, are coming to Facebook. [Quelle:The Huffingtonpost] Jetzt muß Facebook mit den Ängsten von Eltern Reklame machen. @Martin Weigert Nunja, dann müssen wohl auch Kuhfladen eine Delikatesse (für Sie) sein, denn eine Million Fliegen können nicht irren! MfG Roboter

  • Martin Weigert

    14.01.11 (00:54:30)

    Seltsam, als laut eigener Aussage Facebook-Erfahrener solltest du doch eigentlich wissen, dass sich Social Networking und "raus gehen" sehr gut miteinander kombinieren und sich die Qualität und Intensität von sozialem Umgang im realen Leben erhöhen lässt. Dieses "Geht lieber raus, statt bei sozialen Netzwerken zu hocken" ist auch eine so abgegriffene Plattitüde, die eigentlich in den Beitrag gehört hätte.

  • Hendrik Maat

    14.01.11 (01:08:28)

    Ich glaube Sie gehört in die Kategorie "Ich spiele kein Farmville" ;)

  • KeinNoob

    15.01.11 (12:37:10)

    Wer den Wert von Facebook bezweifelt hat keine Ahnung über das Internet. Hat man einmal eine so große Plattform geschaffen, ist es ein leichtes andere Projekte aus dem Bodne zu stampfen oder durch diese zu verschlucken. Nehmen wir das Beispiel "gutefrage.net". Denkt ihr wenn Facebook eine solche Funktion anbieten würde, dass noch viel Leute bei gutefrage.net fragen würden ? Ich glaube kaum. Ich hoffe ich habe euch dadurch das Potenzial klar gemacht....

  • Michael

    15.01.11 (12:54:45)

    @KeinNoob ... in deinem Szenario lernen also alle Nutzer ständig mit? oh oh

  • KeinNoob

    15.01.11 (12:58:47)

    Man sieht es ja an Google. ANgefangen als Suchmaschine, und was haben die nun alles?

  • Wort-Suche

    15.01.11 (14:25:15)

    Also Facebook hat seit einiger Zeit bereits ne Fragefunktion eingebaut, scheint aber nicht sonderlich zu laufen... ;-) DAher lebt Gutefrage.net wohl trotzdem weiter... Google hatte auch mal Google Answer und diese dann wieder eingestellt. ES reicht nicht nur gross zu sein, man muss dahinter auch viel Arbeiten und ein tolles Endprodukt vorstellen, die grösse Alleine reicht eben nicht aus. Potential ist überall vorhanden, das sagt noch nichts aus, wenn Facebook nicht aufpasst ist es schneller wieder weg, als es da war... ;-) Die Vergangenheit hat dies mit vielen Beispielen immer wieder Eindrucksvoll bewiesen und dazu muss man sich nur die letzten 15 Jahre Internet im Internetbusiness ansehen, wieviele vermeintliche Massenprodukte, Seiten, Communyties etc... nicht mehr vorhanden sind...

  • KeinNoob

    15.01.11 (14:29:36)

    Es gibt nur Facebook Apps in denen man seinen Freunden vorgefertigte Sachen fragen kann. aber egal

  • Wort-Suche

    15.01.11 (14:36:09)

    @KeinNoob Genau, und da Facebook nur so primitiv arbeitet und nur halbe Sachen macht, wird es auch keine grosse Zukunft haben... ;-)

  • Hendrik Maat

    15.01.11 (14:51:45)

    Es ist schon komisch das die Argumente die in diesen Artikel ganz oben gerade wiederlegt sind und keine Argumente sind, hier unter in den Kommentaren wieder als Argumente eingestzt werden.

  • Jan

    15.01.11 (16:42:31)

    Die Bewertung von 50 Mia USD entspricht rund 100 USD pro aktivem User - kein unvernünftiger Preis. Google hat eine Bewertung von etwa 160 Mia USD, also etwa drei mal mehr, und hat einen Profit von etwa 6.5 Mia USD. Facebook ist im Vergleich etwas höher bewertet, hat aber noch viel mehr Wachstumspotential. Was ist denn die richtige Bewertung? Das hängt davon ab, was der Käufer zu zahlen bereit ist. Offenbar fand sich jemand dazu bereit, so viel für die Aktien zu zahlen, dass der hochgerechnete Wert von Facebook 50 Mia USD betragen würde. Ob der Markt die gleiche Bewertung akzeptieren würde, wenn alle Aktien auf den Markt geworden würden, sei dahingestellt. jedenfalls war die Nachfrage nach den zur Verfügung stehenden Aktien sehr gross.

  • Jan

    15.01.11 (17:03:03)

    Super Artikel und gute Diskussionen - danke! Für Facebook sprechen m.E. zwei Argumente: * Es ist, richtig eingesetzt, ein extrem effizientes Tool, um mit relevanten Kreisen in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was die für ihn relevanten Kreise sind und wie er dieses Netzwerk pflegt und benutzt. Für mich ist's sehr nützlich, und offenbar teilen einige hundert Millionen Anwender diese Auffassung. * In Internet-Unternehmer sagte mir, er schalte rund 4/5 seines Werbebudgets bei Facebook, weil der generierte Umsatz pro Werbe-Euro mit Abstand am höchsten sei. Grund dafür ist, dass Facebook viel mehr über den Anwender weiss als Google - es ist also viel einfacher, zielgruppengerechte Werbung zu schalten. (Wer das unanständig findet, sollte einmal schauen, wie Zeitungen und Zeitschriften ihre Werbeplätze verkaufen und wovon sie leben). Natürlich gibt's haufenweise Probleme mit und rund um Facebook - es ist ja auch neu und wird sich weiter entwickeln. Und vielleicht auch wieder vom Markt verschwinden...

  • Mike

    16.01.11 (19:00:18)

    Sorry, diese "ich soge auch Kinder, wie ist denn so ist" Art nervt! Z.B.: Woher willst du bitte beurteilen, wer die Wirtschaftlichkeit von Facebook beurteilen kann oder nicht. Auch der Rest ist Schulniveau... Das hier ist wohl eher ein Blog. Ich wurde aber von Google News hegeleitet. Da, schlechter Eindruck, zu anspruchslos (vergleich PKW, Kraftfahrzeug?), einfach eine Meinung von igrnendjemandem... Kein Mehrwert.

  • Martin Weigert

    17.01.11 (02:13:02)

    ...und trotz deiner offenbar sehr hohen Ansprüche schaffst du es nicht einmal, einen sorgfältig formuliertern, fehlerfreien Kommentar zu verfassen.

  • Bodo W.

    17.01.11 (13:19:19)

    Facebook ist mit Venture Capital einer Tochterfirma der CIA ausgestattet - unbestritten. Na, ratet mal, was die CIA mit den Realdaten der Privatsphäre macht? Wenn Dumheit eine Seuche ist, dann ist das Internet Virus dazu.

  • Martin

    17.01.11 (14:47:47)

    Hallo zusammen. Ich bin 40 und kann den ganzen Hype um Facebook nicht verstehen. Vielleicht liegt es an meinem Alter? Ich brauch sicher nicht zu erwähnen, dass ich keinen Account habe und auch lebe!!. Ich bin seit knapp 20 Jahren im Internet unterwegs und es ist immer wieder das gleiche. Alles Neue ist erstmal interessant, bis sich dann eine gewisse Routine eingeschlichen hat. Dann zieht die Internetgemeinde (wie eine Heuschrecke) zum nächsten neuen Thema bis auch dieses ausgelutscht ist. Lasst Facebook noch ein paar Jahre so weitermachen und dann interessiert sich keine "Sau" ('tschuldigung) mehr für die Seite. Wie habe ich meine Jugend nur ohne Facebook, Handy, Social networks verbringen können?? Ach ja, wir haben uns "real life" getroffen... ist das schon wieder ein neuer Trend?? ;-) Grüße Martin

  • John

    17.01.11 (15:10:38)

    Die Schmusedecke des Facebook Aktionärs... Die hier angesprochenen Thesen als Plattitüden abzuwatchen ist ja schon ein stolzes Stück Arroganz - auch wenn sicherlich manche davon offensichtlich unsinnig sind wie der Vergleich mit AOL. 1. Das Geschäftsmodell ist bei facebook sicherlich über 90% das Anzeigengeschäft. Weder originell noch genial aber üblich für Seiten dieser Art. Geht übrigens sehr gut solange die Nutzerzahlen stabil bleiben, sinken die "Hits" der Site sinken allerdings auch sofort die Einnahmen. ABer recht haben Sie - ein geschäftsmodell ist es alle mal. 2. Hier steht eigentlich nur Quatsch. Was Sie sagen ist ja sozusagen daß niemand keine Firma bewerten kann und das immer Quatsch ist. Ohne Sie zu kennen sage ich mal daß Sie facebook von der Anwenderseite her besser kennen als ich. Daß Sie aber damit sämtliche Analysten am Finanzmarkt als "Scharlatane" darstellen ("niemand kann anhand seriöser Benchmarks beurteilen...") ist Arroganz pur, da würde ich lieber den Ball flach halten. Ich halte das Anlagevermögen bei Facebook für extrem knapp, da die Firma fast nur immaterielle Werte hält, also praktisch nur Umlaufvermögen. 3. Siehe meine vorherige Antwort. In der New Economy Blase sind die Werte bei denen kein Anlagevermögen dahinterstand innerhalb von Tagen und Wochen eingegangen. Einzige nennenswerte Ausnahme ist Google. Daraus möchte ich allerdings keine Schlussfolgerungen für facebook ziehen - ihre rechnung daß es 2000 nur an der mangelnden Kundschaft bzw deren Nutzungsgewohnheiten liegt halte ich hier aber für eine Milchmädchenrechnung. Meiner Meinung nach wird facebook aber nicht an einer Börsenkrise eingehen, zumindest deuten die Zeichen momentan nicht darauf. 4. Daß der Vergleich mit einem Internetprovider dümmlich ist habe ich schon erwähnt. 5. Den Vergelich mit anderen Social Networks halte ich durchaus für zutreffend. Daß myspace nun zwangsläufig der Verlierer war weil mehr Pseudonyme verwendet wurden mag ich nicht zu beurteilen. Ich halte die Benutzerbindung aber für ähnlich, die Modelle gleichen sich sehr stark. Ob da der "Daumen hoch" Button viel dran ändert bleibt abzuwarten. 6. Trauen Sie keine Statistik die Sie nicht selbst gefälscht haben. Wenn das meine wäre dann würde ich die auch so longe schönrechnen bis sie mir gefällt. Würde mich wundern wenn facebook das versäumt - Zuckerberg will sich sicherlich nicht "unter Wert" verkaufen. 7. Was ist "kurzfristig"? Wenn "kurzfristig" "einige jahre" bedeutet dann würde ich das sicherlich unterstreichen. Mal Schmusedecke beiseite genommen haben sich bisher neben Google und Wikipedia nur sehr wenige Websites "lange" gehalten. Andere Social Networks sind da kein gutes Beispiel. Daß Goldman Sachs bereitwillig große Summen zuschiesst klingt ja erst mal gut, vielleicht ja wirklich ein tolles Zeichen. Es gibt aber auch durchaus kritische Stimmen die das für den Anfang vom Ausverkauf halten. Zuckerberg wäre blöd wenn er jetzt das Geld nicht erntet. Wie haben einige hier schon richtig bemerkt - Das Faszinierende an facebook ist ja gar nicht die Webseite sondern die Freunde die man dort trifft. Und wenn das 2012 nicht mehr auf myspace, facebook oder twitter ist dann sicherlich auf irgendeiner anderen Webseite.

  • Martin Weigert

    17.01.11 (15:25:24)

    Danke für deinen sachlichen und durchdachten Kommentar! Zu 2. Ich glaube tatsächlich, dass es zur Bewertung von Facebook mehr braucht als einen Blick auf Geschäfts- und Quartalszahlen, wie dies bei den meisten klassischen Industrie- und anderen börsennotierten Unternehmen der Fall ist. Beispiel: Wer nicht bei Facebook registriert und aktiv ist, wird in keiner Weise das Potenzial von Facebook objektiv beurteilen können. Dass du mit meiner Aussagen "Scharlatane" assoziierst, wundert mich. Das war so jedenfalls nicht gemeint.

  • Stef

    17.01.11 (21:36:20)

    Ich denke 50 Millarden sind definitiv überbewertet. Auch wenn man mit Börsenanalytik nicht viel am Hut hat scheint das einfach "Zu hoch gepokert". Klar kann keiner sagen wieviel Gewinn Facebook in 2012 oder 2013 genau erwirtschaftet. Keiner kann sagen ob es rauf oder runter geht. Dennoch würde ich behaupten dass man sagen kann daß gerade die stets steigenden Nutzerzahlen kurz vor der Sättigung sind. Sie haben ja oben schön gerechnet - 300 millionen in 9 Monaten, sagen wir mal großzügig 500 Millionen im Jahr bei guter Pflege. Selbst wenn es gelingen würde die nochmals zu verdoppeln (Halte ich für praktisch ausgeschlossen solange man nicht Wege findet Säuglinge, Tote und Haustiere mit Accounts auszustatten), dann wären wir mit einem Reingewinn bei 1 Milliarde angelangt was schon sehr blauäugig geschätzt ist. Da facebook ja keine großen Immobilienwerte oder Fertigungsanlagen dahinter stehen hat sondern nur immaterielle Werte besitzt lautet ja die Wette "Da kann man locker noch 50 Milliarden rausholen". Nach unserer sehr wohlwollenden Schätzung wären das dann 50 jahre. Bei der vorsichtigen Frage ob das Modell noch 5 Jahre überstehen kann in unserer kurzlebigen Zeit könnte ich mir ein "Ja" mit Optimismus abdrücken - 50 jahre eher weniger. Darum denke ich daß es "Eine Blase" ist und sicherlich überbewertet. Der Aufschwung ist durch die Sättigung sehr bald vorbei. Klar gibt es rechnerisch immer noch genug Menschen ohne account, sogar genug die lesen können UND einen Computer haben. Das dumme ist nur dass die allermeisten von denen in China sitzen wo sich kein Schwein für Facebook interessiert.

  • Süchtling

    18.01.11 (08:32:56)

    "Ein kleiner Hinweis zu meiner persönlichen Haltung zu Facebook: Ich verwende Facebook seit 2007, logge mich täglich ein- oder zweimal bei dem Social Network ein und verbringe ungefähr 10 Minuten täglich dort. Damit gehöre ich bei weitem nicht zu den hartgesottenen Facebook-Anwendern." So etwas nennt man süchtig! Ist genauso wie der dumme scherz: Arzt: Sind sie eigentlich eine Alkoholikerin? Patient: Nein, ich trinke aber jeden Abend ein Glas Wein.

  • Martin Weigert

    18.01.11 (08:41:38)

    Na ich hoffe mal für dich, dass du nicht jeden Tag eine halbe Stunde vor dem Fernseher sitzt oder andere Dinge länger als 10 Minuten täglich freiwillig tust. Denn dann wärst du eindeutig auch süchtig.

  • Hendrik Maat

    18.01.11 (09:15:13)

    "Das Geschäftsmodell ist bei facebook sicherlich über 90% das Anzeigengeschäft. Weder originell noch genial aber üblich für Seiten dieser Art." Es ist doch lustig das gerade in ein anderer Thread menschen sagen: "Die Facebookwerbung funktioniert nicht, wird von keinem beachtet" Sieht man mal wie die Menschen hir auseinanderläufende Meinungen haben.

  • Michael

    18.01.11 (12:18:30)

    Eure Kommentare sind sehr interessant - Danke. Hinsichtlich der Nützlichkeit/Sinnhaftigkeit von FB scheint es fast so, als ob es zwei grundsätzlich verschiedene Ansichten/Werte gibt (Schlüsselperson: Prof. Dr. P. Kruse) : 1. DIGITAL Residents, die die FB feiern und die anderen 2. DIGITAL VISITORS die es in seiner jetzigen Form hassen/ nicht mögen. Ich bin der Meinung, dass die absolute Anzahl der dt. DIGITAL VISITORS, aufgrund der geringeren Nutzungsintensität (Vergleich zu anderen Ländern ==> Quelle: http://tinyurl.com/4lrsnfa ) größer ist. Die deutsche Wertvorstellung von Ordnung hat einen längeren Zeithorizont. Das diese Ordnung vom Rest der Welt geschätzt wird, sehen wir am Beispiel “Made in Germany“. Das wiederum führt mich zu folgender Frage: Hängen wir in Bezug auf diese Werte im Internet zurück, oder wissen wir intuitiv das Organisationsformen wie die von FB nur im Chaos enden kann/wird.!? Eines ist klar: das dieses “alles-in-feste-Bahnen-gießen-wollende“ – Verhalten (im Internet) Innovationen erschwert. Grüße in die Runde

  • Martin Weigert

    18.01.11 (12:30:22)

    Sehr erfrischender Gedankengang von dir. Ich glaube aber bzw. ich weiß, dass es auch Personen gibt, die sich als Digital Residents sehen und dennoch Facebook kritisieren. Zum Teil zähle auch ich mich dazu. Das Problem ist, dass diese kritische Haltung eben nicht automatisch dazu führen muss, Facebook als Gesamtkonstrukt anzuzweifeln. Das sind zwei getrennte paar Schuhe. Davon abgesehen ist die deutsche Bevölkerung im Umgang mit dem Internet konservativ, davon bin ich überzeugt

  • Nico Roehr

    18.01.11 (14:47:07)

    Eine kleine Rechnung: Facebook soll 50 Milliarden Dollar wert sein. Nun nehmen wir an, dass Facebook Kredite über diesen Betrag aufnimmt, um seinen Dienst auszuweiten und zu optimieren. Nehmen wir weiterhin an, dass die Investoren keine Zinsen verlangen, bzw. keine Zinsen, die prozentual über dem tatsächlichen Wachstum liegen - und dass Facebook seinen kompletten Gewinn an die Investoren abführt. Bei einem Gewinn von 335 Millionen Dollar pro Jahr dauert es dann 149,25 Jahre, bis die Investoren Ihre 50 Milliarden wieder zurückbekommen haben. Dieses fiktive Szenario soll verdeutlichen, dass der prognostizierte "Wert" von Facebook übertrieben erscheint.

  • Michael

    18.01.11 (14:59:49)

    Im ersten Moment möge man zu dem Schluss kommen, dass die Deutschen konservativ seien. Doch diese Antwort ist mir viel zu einfach. Ich denke, die Deutschen sind sehr stark nutzenorientiert; wenn sie irgendwo Zeit rein investieren, dann müssen sie wissen, was es Ihnen bringt? Was ist das Ziel von FB? Das Facebook als Google-Killer gehandelt wird, ist kein Ziel für den Nutzer. Der neutrale Aufruf von Social Networks ist einfach eine Spur zu platt. Die Leute wurden und werden allein gelassen. So trivial es jetzt auch klingen mag: die Leute brachen ein konkretes individuelles Ziel, man muss sie sprichwörtlich “an die Hand“ nehmen. Das Ziel sollte also sein den individuellen Resonanzpunkt eines Nutzers zu treffen. (btw: Du hast mit deinen Artikeln meinen Resonanzpunkt getroffen.) Wird dieser nur im Ansatz getroffen, entfaltet sich das volle Potenzial, die Kreativität der Deutschen. Ich weiß nicht, ob dieser Punkt jemals von Facebook -systemisch - getroffen werden kann. Die Menschen verbinden mit FB bereits ein Angebot. * dort findet man alte Bekannte wieder. * dort tratscht man! Das Mitlernen dürfte das größte Problem für Facebook darstellen. Der “neuronale Darvinismus“ und unser Weg hin zum Starrsinn ist erheblich. Oder anders ausgedrückt: Was einmal abgespeichert ist, verlernt man nicht so schnell!

  • Ben

    18.01.11 (16:50:54)

    "Ende 2000 gab es 360 Mio. User weltweit..." Facebook hat inzwischen mehr User als es vor 10 Jahren Internetbenutzer gab und du erzählst hier was von 'Mehr Menschen mit Internet gibt es einfach nicht'? Ein schönes Schlusswort deinerseits um die Inhaltslosigkeit deines Kommentars zu unterstreichen.

  • Stef

    22.01.11 (02:04:21)

    beide Meinungen sind richtig würde ich sagen. Die Anzeigen werden in der Regel von über 99% der Besucher ignoriert oder per Ad-Blocker schon rausgefiltert. Eine Klick-Rate von 0.1 % ist schon "passabel". Das Anzeigengeschäft ist ein Massengeschäft, das lohnt wirklich nur in der Menge im Gegensatz zu Taktiken wie Premium-Mitgliedschaften kommt es bei kleinen besucherzahlen nicht in betracht - wenn es aber in die Millionen Besucher geht sicherlich ein gutes und lohnendes Modell.

  • Michael Ehlers

    10.02.11 (19:13:26)

    Hervorragender Artikel! Vielen Dank!!! :-)

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