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20.01.17

Kommunikationsmittel

5 Tipps für die sichere Nutzung von WLAN-Hotspots

Was passiert mit meinen Daten? Wer sich wirkungsvoll vor fremden Zugriffen schützt, kann auch in öffentlichen WLAN-Hotspots ohne große Probleme surfen. Sensible Daten sollten trotzdem vermieden werden.Quelle: Fotolia.com

Inzwischen verfügen 95 Prozent der Haushalte zum Beispiel über ein Mobiltelefon, immerhin etwa zwei Drittel über einen Laptop und noch 37 Prozent der untersuchten Haushalte über ein Tablet. Jedes dieser Geräte ist auch für Gründer von Bedeutung. Wer ein Start-Up leitet, muss auch unterwegs erreichbar sein. Es ist schon lange nicht mehr damit getan, telefonieren zu können. Gerade im IT-Bereich gehen Existenzgründer mal schnell ins Internet um Mails zu checken oder eine Präsentation vorzubereiten.

Wer sein Internet – etwa via Tethering – immer nutzbar dabei hat, kann auf öffentlich zugängliche WLAN-Hotspots zugreifen. Letztere werden heute in:

  • Bahnhöfen
  • Restaurants
  • öffentlichen Verkehrsmitteln

angeboten. Ideale Voraussetzungen, um immer up-to-date zu bleiben. Die Herausforderung: Wer sich als Gründer in öffentlichen Hotspots bewegt, muss sich Fragen bezüglich der Sicherheit stellen. Leider ist das Bewusstsein für die Risiken nicht überall ausgeprägt. Dabei können Kriminelle durch den WLAN-Hotspot durchaus einigen Schaden anrichten – und so auf den Gründer und das Start-Up in Gefahr bringen.

Sicher Surfen Tipp 1: Hotspots immer manuell auswählen

Moderne Betriebssysteme – egal, ob Laptop oder Tablet – erleichtern dem Besitzer den Alltag. Dazu gehört auch, dass sich ein OS selbständig in ein verfügbares WLAN einwählt. Zuhause oder im Büro ist diese Funktion sicher von Vorteil. Sofern sich der Gründer aber auf unbekanntem Terrain bewegt, wird dieses Feature besser deaktiviert. Um sicher mit dem Hotspot zu surfen, sollte die Verbindung zwischen Gerät und WLAN manuell hergestellt werden.

Sicher Surfen Tipp 2: Nutzerprofil zum Surfen verwenden

Das Betriebssystem für den Laptop nutzen viele nach wie vor als Admin. Der Vorteil: Als User wird so die volle Kontrolle über das OS behalten. Im Büro ist dieses Vorgehen in aller Regel unproblematisch. Bei einem fremden WLAN sieht die Situation etwas anders aus. Hier drohen durchaus Gefahren, wenn der Nutzer über das Admin-Profil surft. Vor dem Hintergrund des sicheren Surfens sollte ein separates Nutzerprofil mit eingeschränkten Zugriffsrechten angelegt werden. Auf diese Weise werden die Sicherheitslücken nicht so groß. Laut Informationen von Owldetect kann es zudem hilfreich sein, sich über eine VPN-Verbindung einzuloggen.

Sicher Surfen Tipp 3: Keine Eingabe sensibler Daten

Eben mal schnell die Zahlungseingänge für das Geschäftskonto checken oder die Rechnung schnell überweisen. Schließlich soll der Skonto des Lieferanten nicht verfallen. Sofern die Buchhaltung gerade nicht erreichbar ist, wird das Ganze schnell beim Mittagessen im Restaurant erledigt. Prinzipiell möglich, raten Experten davon allerdings ab. Surfen und E-Mails checken ja, sensible Daten eintragen eher nein. Dies betrifft unter anderem:

  • Online Banking
  • Kreditkartendaten
  • Anmeldung in interne Systeme.

Sicher Surfen Tipp 4: Niemals ohne Virenschutz surfen

Dieser Punkt sollte heute eigentlich trivial sein. Schließlich weisen Experten bereits seit Jahren darauf hin, dass sich Rechner, Laptop und Co. durch entsprechende Software schützen lassen. Grundlegenden Schutz können Anti-Viren-Programme bieten, die mit einer Firewall ergänzt werden. Deutlich umfassender in Bezug auf die Sicherheit – gerade für die Nutzung frei zugänglicher WLAN Spots – sind Sicherheitspakete mit Echtzeitschutz. Diese überwachen den Datenverkehr und stellen fest, wann verdächtige Bewegungen stattfinden.

Sicher Surfen Tipp 5: Nicht länger als nötig nutzen

Der Kaspersky Security Bulletin lässt erahnen, wie häufig Rechner und Internetanschlüsse täglich Angriffen von außen – durch Hacker/Cyberkriminelle – ausgesetzt sind. Im Büro oder zu Hause kann der Gründer Sicherheitsmaßnahmen ergreifen und es Angreifer schwermachen. In öffentlichen WLAN Spots ist er auf die Expertise der Betreiber angewiesen. Letztlich muss damit gerechnet werden, dass nicht alle Lücken des Hotspots eliminiert sind. Aufgrund dieser Tatsache ist anzuraten, die Zeit innerhalb des Hotspots nicht zu überstrapazieren. Hier lautet die Devise: Nur so lange wie nötig. Sobald sich der Grund für die Anmeldung ins WLAN erledigt hat, wird die Verbindung wieder getrennt – fertig!

Fazit: Mit 5 Tipps im WLAN Hotspot sicher unterwegs

Heute ist nicht nur mobiles Surfen alltäglich. Auch die Verfügbarkeit öffentlicher WLAN Zugangspunkte hat in der Vergangenheit stark zugenommen. Für Gründer gute Voraussetzungen, um unterwegs oder beim Mittagessen eben mal schnell E-Mails zu checken. Wer Hotspots nutzt, um auf dem Laufenden zu bleiben, muss sich auch der Risiken bewusst sein. Und sollte wissen, wie er sich sicher im Hotspot bewegt. Leider sind entsprechende Verhaltensregeln noch nicht überall angekommen. Dabei sind die Gefahren – welche von Hackern ausgehen – durchaus real. Ein guter Virenschutz und ein Profil mit eingeschränkten Rechten sind aus diesem Grund das absolute Minimum adäquater Schutzmaßnahmen.

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