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20.08.13Leser-Kommentare

Jimdo als iOS-App: Websites für die mobile Tumblr-Generation

Der deutsche Homepage-Baukasten Jimdo stellt eine App für iOS vor. Webseiten lassen sich damit nicht nur für Tablets und Smartphones optimieren, sondern auch recht leicht auf mobilen Geräten erstellen.

jimdo Simpel. Viel mehr kann man zu Jimdos neuer App für iPhone, iPad und iPod touch eigentlich nicht sagen. Als Neukunde legt man eine neue Website als Subdomain von jimdo.com an und erhält sofort ein fertiges Template. Überschrift, Bilder und Texte kann man noch verändern, viel mehr nicht. Die neue App der Hamburger soll heute Update: voraussichtlich ab Donnerstag im deutschen iTunes-Store verfügbar sein.

Dass die Seiten dabei auch für mobile Geräte angepasst werden, liegt in der Natur der Sache. Das konnte Jimdo allerdings auch schon vor der Veröffentlichung der neuen App. Auf iPad und dem Laptop sah eine Jimdo-Seite, die ich testweise erstellt habe, dabei etwas besser aus als auf dem Smartphone.

 

Die schlichte Funktionalität ist Vor- und Nachteil zu gleich. So braucht man keine zwei Minuten, um sich eine Hello-World-Webseite anzulegen. Nach der Auswahl eines von fünf Standard-Templates ändert man nur noch Überschrift, Bilder und Text und legt auf Wunsch weitere Unterseiten an. Bilder werden automatisch passend skaliert, die Schriftgröße lässt sich in drei Stufen anpassen. Ausrichtung von Bild und Text kann noch geändert werden, zusätzliche, weitere Text- und Bildelemente lassen sich hinzufügen. Mit einer Vorschau sowohl für den Desktop als auch für ein Smartphone kann der Anwender vorab sehen, wie die Seite später erscheinen wird. Ein Link zur Website lässt sich per Mail oder SMS/iMessage verschicken, ferner kann man über die App den mobilen Safari-Browser öffnen und sich die fertige Seite direkt darin anschauen.

Finetuning über die Webversion

Und das ist es im Prinzip. Jimdo präsentiert sich hier auch mobil als das statische Website-Gegenstück zum Tumblr. Mir gefiel die leichte Einbindung von Bildern, ich hätte mir nur noch gewünscht, eine andere Schriftart festzulegen: Die standardmäßig verwendete Serifenschrift gefiel mir nicht besonders. In Jimdos Webversion lässt sich diese allerdings anpassen, wie zahlreiche weitere Elemente auch. Reicht einem die spartanische Funktionalität der App nicht, wechselt man einfach dorthin. Einen weiteren Nachteil, den ich noch entdeckte und nicht ausschalten konnte: In der Smartphone-Ansicht meiner Testseite prankt gleich ganz oben die Jimdo-Eigenwerbung. In der iPad- und Desktop-Version der Seite ist diese deutlich dezenter in der Fußleiste untergebracht.

Jimdo war noch nie ein Website-Gestaltungstool für Profis und bleibt seiner Linie hier auch in der iOS-Version treu. Anfänger können hier nun auch mit iPad oder iPhone sehr einfach persönliche Websites erstellen. Mehr als 150 Menschen arbeiten mittlerweile für das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Hamburg hat und Lokalisierungen unter anderen für den englischsprachigen, spanischen, portugiesischen, chinesischen und japanischen Markt anbietet. Jimdo gibt es seit Februar 2007; seitdem haben die Nutzer nach Angaben des Unternehmens mehr als acht Millionen Websites damit erstellt.

Update im Vergleich zur Ursprungsversion: Wie Jimdo uns mitteilt, wird die App erst voraussichtlich ab Donnerstag im deutschen iTunes-Store freigegeben.

Link: Jimdo

Kommentare

  • Marc

    20.08.13 (08:39:36)

    und wo finde ich die App? im tunes über Suche noch nicht!

  • Jürgen Vielmeier

    20.08.13 (08:45:49)

    Die soll es ab heute geben. Vielleicht verzögert sich das noch.

  • Matthias

    20.08.13 (08:55:55)

    Moin Jürgen, ich habe dir gerade eine Mail geschickt.

  • Jürgen Vielmeier

    20.08.13 (09:13:35)

    Die soll am Donnerstag erscheinen. Da gab es wohl ein kleines Missverständnis.

  • Ungeheuler

    20.08.13 (09:14:45)

    Jimdo hat seine Zielgruppe. Ich kenn auch einige die damit glücklich sind.

  • Marc

    20.08.13 (09:25:32)

    Danke für die Info

  • René

    20.08.13 (10:29:30)

    Ein ähnliches Prinzip gibt es auch bei der fomito App. Man erstellt kleine Websites inklusive Bildern, Text und kann sogar Audiofiles und Videofiles einbinden. Es gibt 3 fertige Designs, die auch einen Link auf den Standort der Aufnahme bereit stellen. Sehr praktische App und im Moment gratis verfügbar.

  • Ruben

    20.08.13 (17:46:50)

    Ich mag die Jungs und Mädels von Jimdo. Ein Unternehmen mit einer besonderen Unternehmenskultur. Aber: Der Konkurrent aus den USA Squarespace sieht viel besser, der Editor ist viel einfacher zu benutzen. Der Editor von Jimdo ist einfach gruselig. Warum? Ist irgendwie von Design in den 2000ern hängen geblieben. Aber vielleicht besteht ja noch Hoffnung, gerade mit einer neuen iOS App. Ich bin gespannt...

  • Marc

    20.08.13 (18:02:47)

    über den alten/neuen Squarespace Editor kann man geteilter Meinung sein. Aber die Jungs von SS legen seit Beginn die Messlatte sehr hoch, ua. durch einfaches handling und sehr ansprechende kostenlose Templates, welche bei anderen Anbietern den Zusatz Premium erhalten würden. Würde man mehrsprachig "ausrollen", würde dies mit Sicherheit einen weiteren Erfolgsschub bedeuten. Jimdo hab ich bereits mehrmals empfohlen und entsprechend bei Bekannten im Einsatz, jedoch fehlen die "neuen Innovationen" um international aufzuschließen. (meine Meinung)

  • Torsten

    21.08.13 (11:11:52)

    "Jimdo war noch nie ein Website-Gestaltungstool für Profis" Natürlich *kann* man auf Jimdo auch professionell gestalten. Wie bei jedem CMS/Baukasten ist man natürlich durch das System ein wenig eingeschränkt, aber durch die Möglichkeit eigene Layouts zu verwenden, sowie das CSS anzupassen und Javascript zu verwenden ist man hier deutlich flexibler als bei anderen Hosting-Systemen. Wenn man das notwendige Know-How mitbringt (oder einkauft).

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