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06.05.08Leser-Kommentare

Jimdo bekommt ein Blog-Modul und wird immer sozialer

Homepagebaukasten Jimdo transformiert sich zunehmend zu einem web2.0-igen Allesschlucker. Nach zarten Versuchen mit social-networking Elementen gibt es nun auch ein Blog-Modul.

Jimdo ist Mitte vergangenen Jahres mit einer recht klar definierten Idee gestartet: den Webseitenbaukasten unter den Bedingungen des Web 2.0 neu zu interpretieren. Ohne Vorkenntnisse kann man sich eine Homepage zusammenklicken und diese mit Bildern, Videos, Bookmarks und diversen Widgets anreichern. Und ohne lobhudeln zu wollen: das ist ihnen wirklich gut gelungen und über 100.000 Seiten wurden bisher angelegt. Es gibt eine Vielzahl von Modulen, wer sich mit HTML, CSS oder RSS etwas auskennt kann tief an seiner Jimdo Page schrauben und diese nach Belieben gestalten, alle anderen finden in den angebotenen Designs und Layouts sicher was passendes.

Aber eine statische Hompage – auch wenn Elemente davon dynamisch aus anderen Services befüllt werden und auch wenn das Erstellen technisch sehr gut gelöst ist – bleibt halt eine statische Homepage, und weder der Autor noch der geneigte Besucher bekommt allzuviele Anreize, daran kontinuierlich Herumzubauen respektive wiederholt vorbeizuschauen.

Der logische nächste Schritt war also, Jimdo nicht nur im sozialen Umfeld zu positionieren, sondern das Soziale selbst in Jimdo zu integrieren. Seit März hat Jimdo eine Art social networking Komponente (es gibt Profile, man kann Freunde sammeln, es gibt eine Art Newsfeed der über die Aktivitäten ebendieser informiert, man kann sich Nachrichten schicken) und seit letzter Woche fungiert eine Jimdo Page auch als Blog.

der Jimdo Blogeditor

Das Blogmodul kennt alle erwartbaren Features und alle vorhandenen Module (Photogallerie, Video, Widgets usw.) lassen sich auch in Blogposts integrieren. Das Blog wiederum lässt sich auf beliebigen Seiten einer Jimdo Page integrieren. Jimdo war so freundlich netzwertig.com-Lesern einen Einladungscode zur Verfügung zu stellen. Einfach einloggen und oben rechts auf "Blog" klicken. Nach Eingabe des Freischaltcodes "netzwertig" könnt Ihr die neue Funktionalität testen.

Importiere deinen kompletten bisherigen Blog in wenigen Minuten … Du brauchst jetzt nicht mehr eine Webseite UND einen Blog. Du brauchst nur noch Jimdo

Man kann es ihnen eigentlich nicht vorwerfen, dass sie es durchaus begrüssen würden, wenn die Benutzer scharenweise ihre Wordpress Blogs exportieren und bei Jimdo importieren und überhaupt Jimdo zum neuen Zentrum ihrer digitalen Identität machen, allerdings würde ich diesen Schritt doch zweimal überdenken. Es spricht nichts dagegen, eine Jimdo Page mit einem Blog anzureichern, in vielen Fällen wertet das diese auf und fügt eine soziale Dimension hinzu. Aber während Jimdo als Webseitenbaukasten ein echtes Problem löst, so gibt es einige Blogtools für die unterschiedlichsten Bedürfnisse – alle mit ihren Stärken und Schwächen – auf dem Markt, die die meisten Anwendungsfälle für die, die es mit dem Bloggen ernst meinen, wesentlich besser lösen.

Aber die Entwicklung von Jimdo bleibt interessant, nicht zuletzt auch, weil sie die Gesamtentwicklung des Web in sich selbst quasi spiegelverkehrt wiederholen. Das soziale Web bzw. Web 2.0 wie wir es kennen ist eine Ausdifferenzierung aus den statischen, oft mit Homepagebaukästen erzeugten Webseiten der 90er Jahre. Zuerst kamen Blogs, dann soziale Netzwerke, dann Seiten zum Sharen von Bookmarks, Photos, Videos und allem anderen. Jimdo begann mit einer durchaus gelungenen Reinterpretation des Homepagebaukastens unter den Bedingungen des Web 2.0 und inkorporiert nun die anderen Komponenten Stück für Stück in sich selbst. Ein Twittermodul oder ein Lifestream-Aggregator sind wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Kommentare

  • norman

    06.05.08 (13:40:48)

    wordpress lässt grüßen.. Jimdo geht den richtigen Weg. Wie sieht es mit Corporate Versionen a la Xing aus?

  • A 2 da mir

    06.05.08 (14:38:02)

    Supergeiles Tool

  • Markus Spath

    07.05.08 (07:20:10)

    @Norman - weiss ich nicht.

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