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04.12.07Leser-Kommentare

iPhone: Durchbruch beim mobilen Surfen?

Beim Launch des iPhone vor inzwischen fünf Monaten hatte ich schon darüber spekuliert, dass der neuartige Browser dieses Geräts die Art und Weise ändern könnte, wie man mobil auf das Internet zugreift.

Eine heute erschienene erste Studie von Hitlinks.com scheint nun erste Belege dafür zu liefern: Der Marktanteil des iPhone-Browsers unter den totalen Web-Zugriffen liegt dieser Auswertung zufolge bei bereits 0.09%. Das hört sich nach wenig an, aber ist deutlich mehr als der aller Windows-Mobile-Geräte (0.06%) und Symbian/Series-60-Geräte (0.01%), obwohl diese Gerätefamilien einen um Grössenordnungen höheren Marktanteil haben als das noch sehr neue iPhone.

 

Ganz offensichtlich surfen iPhone-Besitzer also im Durchschnitt erheblich mehr auf ihrem Mobiltelefon als Benutzer anderer Plattformen. Das ist gut nachvollziehbar, denn wie schon damals beim ausführlichen iPhone-Test auf neuerdings.com beschrieben, ist der iPhone-Browser ganz klar eine Klasse für sich.

In dieser Hinsicht ist es natürlich bedauerlich, dass das iPhone weiterhin relativ teuer ist und auf einige wenige Mobilfunkanbieter beschränkt bleibt. Denn offenbar können solche Devices eine massive Veränderung in den Nutzungsgewohnheiten bewirken. Und das auf breiterer Front würde dem schon seit langem als Nischenphänomen dahinvegetierenden mobilen Web endlich zum Durchbruch verhelfen.

Kommentare

  • Marc

    04.12.07 (22:24:34)

    Moin Andreas, wie siehst du denn den Faktor "Vorführungen" der iPhones in den T-Punkten? Könnte dieser Faktor die Statistik nicht vielleicht einigermassen verfremden? Ich will nicht sagen, dass die grundlegende Tendenz nicht stimmt, aber es ist doch ein Faktor, den man mit beachten sollte. Beste Grüße, Marc

  • Andreas Göldi

    04.12.07 (22:46:40)

    @Marc: Ich glaube kaum, dass das eine grosse Rolle spielt. Diese Daten sind global, und der Rollout in den USA war deutlich groesser als der in Europa. Die iPhone-Surf-Zahlen sind erst in den letzten Monaten stark gewachsen, und die groesste Demo-Phase in den USA war Anfangs Juli. Einfaches Zahlenbeispiel: Apple hat bis Mitte Oktober 1.4 Mio. iPhones verkauft, inzwischen duerften es vermutlich schon ueber 2 Mio. sein. Wie viele T-Punkte und aehnliche Shops gibt es hingegen, die iPhones verkaufen? Keine 30'000 vermutlich, und die haben einige wenige iPhones pro Shop.

  • Marcel Marchon

    05.12.07 (06:46:40)

    Ahem, da steht aber 0.09%, nicht 0.9% ... Aber die Bemerkungen zum relativen Marktanteil gegenueber anderen Plattformen stimmen natuerlich trotzdem...

  • Andreas Göldi

    05.12.07 (13:47:47)

    @Marcel: Danke fuers genaue Lesen! Ist korrigiert. Tja, man sollte eben doch nicht so schnell zwischendurch bloggen, wenn man keine Zeit hat zum genauen Korrekturlesen...

  • Wolfgang

    17.12.07 (13:35:17)

    Zahlreiche Websites haben ja eigene Mobil-Angebote. Wenn man mit einem gewöhnlichen Smartphone oder Palm eine solche Website aufruft, wird man automatisch auf das Mobil-Angebot umgeleitet. Meine Vermutung: Diese Betriebssysteme tauchen dann nicht in den Web-, sondern in den Mobile-Statistiken auf. Ihre Nutzung könnte also deutlich über der des iPhones liegen, sie wird nur in einer anderen Statistik registriert.

  • anna

    11.02.08 (05:13:03)

    Ich denke der Grund für ein derartige hohes Aufkommen an Webzugriffen über den iPhone Browser ist "Zeitgemäß". Ein neues "Spielzeug" wird am Anfang auch recht gut genutzt. Die Mobilfunkanbieter machen es den Nutzern mit Ihrem Preiskampf auch recht leicht. Früher konnte man von einer billigen Internetflat fürs Handy nur träumen ... heut ist es stark auf dem Vormarsch. Das iPhone lädt halt geradezu ein mit seinen vielen Funktionen auch das Internet stärker zu nutzen.

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