<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

05.11.09Leser-Kommentare

iPhone-Besitzer müssen zahlen: Springers digitaler Amoklauf

Der Axel Springer Verlag will mit dem Start der kostenpflichtigen iPhone-Applikationen von Bild und Welt Online den browserbasierten Zugriff von Apples Smartphone aus unterbinden. Der Schritt ist in vielerlei Hinsicht fragwürdig.

iPhone

Über den Sinn und Unsinn kostenpflichtiger Medieninhalte lässt sich vorzüglich streiten. Kaum verwunderlich sind es oft die Verlage, die Paid Content im Netz positiv gegenüberstehen, während in den Augen vieler Blogger, Web Worker und emanzipierter Onlinejournalisten häufig die Nachteile überwiegen.

Persönlich tendiere ich zwar auch zu letztgenanntem Standpunkt, sehe aber dennoch die theoretische Möglichkeit für Inhalteanbieter, unter verschiedenen Voraussetzungen Bezahlcontent im Web rechtfertigen zu können. Hochwertige Qualität und herausragende Stories, die sich nirgends sonst online finden lassen, sind solche Voraussetzungen.

Was der Axel Springer Verlag heute dem Medienmagazin DWDL.de bestätigte, gehört meiner Ansicht nach jedoch klar in die Kategorie "fahrlässige Ideen ohne Zukunft". Mit dem geplanten Launch kostenpflichtiger iPhone-Applikationen für Bild und Welt Online soll gleichzeitig der Browser-Zugriff auf die mobilen Sites beider Zeitungen von Apples Smartphone gesperrt werden.

Das heißt im Klartext, dass iPhone-Besitzer in Zukunft nur noch gegen Bezahlung auf die Inhalte von bild.de und welt.de zugreifen können. Andere Smartphones sind von der Entscheidung vorerst nicht betroffen - dazu fehlen noch die entsprechenden Applikationen.

Dass der Springer-Verlag wie viele andere Medienhäuser auch versucht, sich von der nur bedingt erfolgreichen Werbevermarktung von Onlinecontent zu lösen, ist nachvollziehbar. Zumal das Thema mobiler Onlinewerbung noch einmal ganz neue Herausforderungen (aber durch die Kenntnis über den Standort der User natürlich auch Chancen) mit sich bringt.

Doch statt ganz einfach darauf zu setzen, durch eine der mobilen Site in Sachen Anwenderfreundlichkeit, inhaltlicher Vielfalt und Multimedialität haushoch überlegene Applikation die Nutzer freiwillig zur Installation und Nutzung der kostenpflichtigen Applikation zu bringen, begeht Springer den großen Fehler, einfach alle iPhone-Besitzer, die nicht für die Anwendung in die Tasche greifen wollen, auszuschließen.

Der Verlag lässt zwei wichtige Aspekte außer Acht, die den Beschluss meiner Ansicht nach eher zu einem digitalen Amoklauf als zu einem Erfolgsmodell mit Zukunft machen: Zum einen sind die Inhalte der beiden Tageszeitungen nicht annähernd so einzigartig und essentiell, als dass es für iPhone-Besitzer die logische Konsequenz wäre, die angekündigten Apps gegen Entgelt zu nutzen.

Stattdessen wird ein Großteil eben auf die mobilen Sites (oder Anwendungen) anderer Zeitungen und Magazine ausweichen. Es macht den Eindruck, als überschätze man in Berlin die Relevanz von Bild und Welt für iPhone-Besitzer dramatisch - denen man pauschal ohnehin nicht gerade eine Nähe zu den zwei eher konservativ ausgerichteten Blättern nachsagen würde.

Nimmt man nun an, dass in Kürze andere große Verlage nachziehen und für ihre mobil abrufbaren Inhalte ebenfalls Geld verlangen werden, käme spätestens dann der zweite von Springer vernachlässigte Faktor zum Tragen: iPhone-Anwender gehören nach wie vor zu den technisch am meisten fortgeschrittenen Nutzern. Ein nicht geringer Teil nutzt RSS, um sich über das Weltgeschehen auf dem Laufenden zu halten.

Gemäß dem Motto "Wenn eine Meldung wichtig ist, kommt sie zu mir" ist ein direkter, mobiler Zugriff auf Meldungen der großen Onlinemagazine gar nicht notwendig. Themen mit Relevanz werden ohnehin über Twitter und in Blogs diskutiert, oder aber auch im Google Reader geteilt. Ob ich dann die Originalmeldung auf der Website von Bild oder Welt Online lese oder einen Kommentar bzw. eine Kritik an anderer Stelle im Netz, macht keinen großen Unterschied.

Auch wenn die breitflächige Errichtung einer Paywall für mobile Geräte sicherlich zu Einschränkungen für manch einen Nutzer führen würde, so gibt es genug Wege, um dennoch an die den verborgenen Artikeln zugrunde liegenden Informationen zu gelangen. Oder aber man erledigt von unterwegs andere Dinge (unter 99.998 anderen iPhone-Applikationen lässt sich schon etwas finden) und verschiebt die gemütliche Bild-Leserunde mit einer Tase Hagebuttentee auf später, wenn Zugang zu einem stationären Rechner vorhanden ist.

Interessant dürfte Apples Reaktion sein, sollte aus dem Springer-Vorstoß ein Trend werden. Usern eines bestimmten Geräts den Zugriff auf Inhalte zu verwehren, die vom Heimrechner kostenlos verfügbar sind, birgt womöglich (juristisches) Konfliktpotenzial. Schon weil dadurch automatisch die Atraktivität des iPhones Schaden nimmt, was Apple kaum gefallen wird.

Es bleibt zu hoffen, dass andere Verlage mehr Feingefühl und Cleverness besitzen und - sofern sie Paid Content für das mobile Web unbedingt ausprobieren wollen - sich auf die Stärke des Freemium-Konzepts verlassen: Ein kostenloses Basis-Angebot, das von einer kostenpflichtigen Applikation komplettiert wird, die sexy genug ist, um ohne Zwang Leser in zahlende Nutzer zu konvertieren. Damit ersparen sie sich dann auch den Image-Schaden, den Springer seinen Zeitungsmarken mit diesem Beschluss im wahrscheinlich wichtigsten Zukunftsmarkt zufügt.

Kommentare

  • hathead

    05.11.09 (17:55:46)

    Da hat sich der 12 Mio. Leser Diekmann ja was feines ausgedacht.

  • Florian Steglich

    05.11.09 (18:04:28)

    Wirklich: Wenn sie das so machen, finde ich es super. Endlich mal Taten in dieser doch recht repetitiven Paid-Content-Debatte, endlich mal jemand, der was Radikales versucht - und ein gutes Fallbeispiel für einen gescheiterten Versuch abgeben wird. Denn da bin ich ganz Deiner Meinung, das geht schief. Der Inhalt von Bild.de mag in gewisser, unangenehmer Weise ja sogar »einzigartig« sein, aber ich vermute ebenfalls nicht, daß iPhone-Besitzer dort zum Stammpublikum gehören. Ich bin gespannt auf die konkreten Konditionen nach diesen ersten Aussagen aus dem Verlag; zum Beispiel, ob am Ende tatsächlich sowohl die App Geld kostet als auch zusätzlich der Abruf von Artikeln.

  • Gianna

    05.11.09 (18:08:02)

    Puh... ich muss ehrlich sagen... das interessiert mich mal gar nicht... sooooo wichtig sind diese Seiten nämlich wirklich nicht *krkr*...

  • Hans

    05.11.09 (18:08:45)

    gerade getwittert :-) "The Twitter Times is a real-time personalized newspaper generated from your Twitter account" amazing I think: http://www.twittertim.es/

  • Marcus

    05.11.09 (18:19:38)

    Grosses Tennis, Springer. Die Werbekunden wird es freuen, wenn die zahlungskräftige iPhone-Zielgruppe nicht mehr auf den Angeboten zu finden ist. Wenn die ersten Media-Agenturen Springer den Allerwertesten aufreißt und die Buchungen einstellt ist dieses Modell sowas von schnell wieder vom Tisch.

  • Horst und Babsi

    05.11.09 (18:19:51)

    das ist doch super! dann lesen weniger leute diese seiten. da bedank ich mich doch.

  • Niklas

    05.11.09 (18:20:27)

    Tja, auf einem Smartphone, bei dem der Anwender auch nur einigermaßen frei die Software installieren und konfigurieren kann, könnte man eine solche Sperre leicht umgehen, indem man den HTTP-Referrer des Browsers ändert.

  • red

    05.11.09 (18:44:48)

    Looool, mal ne richtige große Idee. Dann geh ich halt nicht mehr drauf. Als ob die Browserseiten von den beiden so überragend waren :D Lol

  • gpkvt

    05.11.09 (18:52:29)

    Nicht zu vergessen die Jailbreaker. Wenn mehr Firmen/Verlage auf diesen Zug aufspringen sollten gibt es halt bald eine App (vermutlich kostenfrei) mit der man die Info abschalten kann, dass man da gerade mit einem mobilen Safari auf die Seite juckelt. Da steht dann einfach man sei ein Windows Mobile-Rechner. Dann bekommt man auch eine Fassung die für mobile Endgeräte konzipiert ist und braucht keine Bezahlapp. Manchmal scheint es wirklich als gäbe es in großen Firmen niemanden, der das Internet wirklich kapiert hätte. Von google mal abgesehen. ;)

  • monsun

    05.11.09 (19:32:02)

    klar. bei springer ist das ein amoklauf. bei allen anderen wäre das einfach ein test...

  • Martin Weigert

    05.11.09 (19:35:07)

    monsun, Quatsch. Ich hab ansonsten kein Problem mit Springer. Und Bild.de war z.B., was das Thema Facebook Connect betrifft, in Deutschland ganz vorne mit dabei.

  • Thomas

    05.11.09 (19:53:01)

    Und Apple wird sich (kurzfristig) die Hände reiben; macht man in Cuppertino doch gerne die hole Hand und zweigt 30% in die eigene Kasse ab.

  • Benjamin

    06.11.09 (08:13:52)

    Tja, Apple kann auch einfach der App für Bild und Welt keine Freigabe erteilen, schon ist das Problem gelöst :-)

  • Sven

    06.11.09 (08:15:58)

    Na da sieht man, wie wenig Springer mittlerweile vom Internet versteht: Nichts. Aber ich hab eigentlich nichts dagegegen, wenn Springer ein paar Millionen in den Sand setzt. :)

  • Der Hotzenplotz

    06.11.09 (08:16:10)

    Was? Ich kann mit meinem iPhone in Zukunft nicht mehr auf Bild.de?! .... Moment mal, ich war da ja noch nie drauf. .... Kein wirklicher Verlust für den iPhone-Menschen.

  • ges

    06.11.09 (09:21:47)

    Falls Apple das nicht gefällt, was man durchaus verstehen könnte, ist es doch nur eine Frage der Zeit, wann die Springer-Applikationen von iPhone ausgesperrt werden. Was hat Springer dann eigentlich gekonnt?

  • Felix Nagel

    06.11.09 (10:17:20)

    Ich würde ja lieber in de Hölle braten als eines dieser Lifestyle Telefonzellen zu nutzen, aber im ernst: Wie wollen sie das technisch bewerkstelligen? Per UserAgent Weiche? Bei Jailbreak nutzenden iPhone Anwendern? So erfolgreich wie DRM bei mp3 -- würde ich mal vermuten. Naja, der Herr D. gehört ja auch zu den weniger Vernunft und Logik als vielmehr ego gesteuerten Menschen.

  • Tobias

    06.11.09 (10:27:38)

    Warum die Aufregung? Zum einen warum begeht Springer mit dieser Politik einen Amoklauf? Nach Ansicht des Autoren scheint es doch eher ein Selbstmord zu sein. Außerdem halte ich diese Form des Einstiegs in die Paid Content-Welt für sehr gelungen. Es wird eine kleine, relativ homogene Nutzergruppe gewählt, die dafür bekannt ist die Bereitschaft zu besitzen Geld für Inhalte zu bezahlen (siehe AppStore) und gleichzeitig werden andere Stammnutzer der Onlinemedien nicht vergrault. Ich würde es genau so machen.

  • macsash04

    06.11.09 (11:13:54)

    Springer-Selbstmord? Fänd ich extrem OK.

  • Ralf Zmölnig

    06.11.09 (11:19:45)

    Springer-Selbstmord? Endlich mal eine gute Nachricht ;o) Die Jungs haben ja mal wieder sowas von gar nichts verstanden wie das Web funktioniert. Aber wie ein Vorredner so schön bemerkte: Das wird nach dem Aufriss des Allerwertesten wieder sterben. Leider, würde es doch zum Niedergang dieser Publikation beitragen. Übrigens: Seiten/ Blogs die den Link des Autoren mit noFollow belegen haben in meinen Augen auch das Web nicht verstanden. Als Spamvermeidungstaktik ist aksimet doch vollkommen ausreichend!?

  • Andreas Mai

    06.11.09 (11:35:57)

    "Digitaler Amoklauf" - so eine Überschrifft kann ich wohl bald auf meinem iPhone nicht mehr lesen? Würde gut zu der Zeitung mit den vier Buchstabend passen... Jetzt hast du so viele negative Aspekte aufgezeigt (in einem recht konservativen Ton). Wenn der Zugriff über die App kostenmäßig überschaubar ist, die Abrechnung einfach (am besten über den App-Store) - kann sich das Vorhaben doch auch positiv entwickeln. Ich glaube der Erfolg dieser Strategie ist extrem von dem veranschlagten Preis abhängig. Wenn alle Stricke reißen, kann sich Axel Springer ja immer noch M.W. als Top-Berater ins Haus holen, der neben der Erstellung eines Freemium-Konzepts gleich ein paar Beiträge für eine der Gazzeten verfassen kann, die dann über die Freemium-App abgerufen werden können... :-) We will see...

  • Martin Weigert

    06.11.09 (11:41:30)

    Ich denke ich habe im Text deutlich gemacht, dass ich grundsätzlich gar nichts gegen eine kostenpflichtige App mit Premium-Content habe. Nur die gleichzeitige Blockierung der mobilen Site ist imo unklug. Was die Überschrift betrifft: Ein bisschen Dramatik kann nicht schaden. ;)

  • andreas

    06.11.09 (12:30:21)

    das app müsste schon extrem stylish und komfortabel zu nutzen sein, damit ich mir das zulegen würde. das stern.de app jedenfalls hab ich mir geladen, zweimal angeschaut und dann zur seite gelegt. bin auch gespannt, ob der content über den browser von goodreader ebenfalls gesperrt ist.

  • Martin Weigert

    06.11.09 (12:43:34)

    @ andreas Welt.de bietet keinen RSS-Fullfeed an, sondern nur die ersten paar Zeilen. Diese lassen sich mobil nicht sperren, der Google Reader (und andere RSS-Reader) übermittelt ja nicht an die Quelle des RSS-Feeds, von welchem Gerät aus auf ihn zugegriffen wird. Sprich, zumindest den Anfang einer jeden Meldung wird man auch weiterhin über das iPhone beziehen können. Und was man dann unbedingt lesen will, kann man einfach für's spätere Lesen vormerken. Inhalte dagegen, die von anderen im Google Reader geteilt (und z.B. über das Bookmarklet importiert wurden), tauchen in voller Länge in den Shared Items auf. Da hat die Ursprungsquelle gar keinen Einfluss drauf.

  • Dieter B.

    06.11.09 (13:10:09)

    Was brauche ich mehr als die Schlgzeile von BILD um zu "wissen" was meine Meinung bildet? Was brauche ich Artikel der Welt auf einem handflächengroßen Bildschirm wenn ich sie kostenlos in jedem besseren Cafe oder Arbeitsplatz bekomme. bild.de ist für mich keine Informationsquelle, die so wichtig und vertrauenswürdig wäre als das ich sie ad hoc einsehen müßte. Vielleicht erleben wir ja wie eine Massenblatt wie BILD zu einem Nischenprodukt wird und die Welt zu einem Dorf wird.

  • Gast

    06.11.09 (13:25:04)

    "Interessant dürfte Apples Reaktion sein, sollte aus dem Springer-Vorstoß ein Trend werden." Ist doch absehbar: ab dann 80% für Apple, 20% für die "Trendsetter"; die iPhone-Besitzer kaufen sich für jedes Käseblatt eine "App", kostet ja "nix"; sie twittern darüber, wie umständlich soviele "Apps" seien, weil man gar nicht alle schönen Icons auf einmal sehen könne; sie kaufen zur Abhilfe dann später die bereits absehbare Käseblätter-Standard-"App" (mit ganz tollem Käseicon) und twittern auch darüber.

  • Ulrike Langer

    06.11.09 (13:55:05)

    "Mit dem geplanten Launch kostenpflichtiger iPhone-Applikationen für Bild und Welt Online soll gleichzeitig der Browser-Zugriff auf die mobilen Sites beider Zeitungen von Apples Smartphone gesperrt werden.Das heißt im Klartext, dass iPhone-Besitzer in Zukunft nur noch gegen Bezahlung auf die Inhalte von bild.de und welt.de zugreifen können." Das eine folgt nicht notwendigerweise aus dem anderen. mobil.welt.de und welt.de (bzw. mobil.bild.de und bild.de) sind nicht das Gleiche. Nur wenn jeweils beide Zugänge gesperrt werden, sind iPhone Nutzer ausgeschlossen. Meinst Du das?

  • Martin Weigert

    06.11.09 (13:59:26)

    Ja, korrekt formuliert "...soll gleichzeitig der Browser-Zugriff auf die Sites beider Zeitungen von Apples Smartphone gesperrt werden." ;)

  • Medienpapst

    06.11.09 (14:23:43)

    Was Springer nicht kapiert: Jeder andere Inhalt ist nur einen Klick von eigenen entfernt, und Aufmerksamkeit im Meienzeitalter ist wie ein scheues Reh. Da bin ich ja froh, dass ich mir ein Android Smartphone geholt hat, da gibt es sowas noch nicht. Und was ist eigentlich mit anderen Browsern: Für viele Smartphones gibt es mittlerweile auch Opera Mini. Ist jetzt die Einschränkung nur für dein IPhone Browser gültig, oder auch für alle Browser auf dem IPhone? ich würde sagen, Springer hat sich damit ein klassisches Eigentor geschossen. Hätten sie das Buch Free von Paul Anderson gelesen, hätten sie eine differenzierte Free Strategie entwickelt. Das heisst, kostenloser Zugriff auf Basisdienste und dann noch Bezahlzugriff auf Exlusivinhalte, Archivartikel, Bild Fussball Manager (mit dem übrigens Bild sehr gutes Geld verdient) etc. So sehen Paid Content Zugriffe der Zukunft aus. Nun werden tausende iPhone Benutzer ihre Lesezeichen überarbeiten und Bild und Welt löschen. Dies ist auch ein riesiges Potential für Internetwerbung, die für Springer verloren gehen.

  • Alex

    06.11.09 (14:51:07)

    Das iPhone ist prinzipiell sowieso nichts anderes, als der sehr geglückte Versuch, mit hochklassig verpacktem unterklassigen Material, das durch permanentes Marketing und einen großen, verblindeten, treu ergebenen Mob hochgehypt wird jede Menge Geld zu machen - also im Endeffekt die Smartphonegewordene BILD-Zeitung. Die Lüge ist: wir verkaufen ganz viele Einheiten, also ist unser Produkt das beste. Wer sich nicht um lustige Furzapps oder iBeers (Wie toll! Technologie bringt DOCH was!) schert, legt sein Geld lieber in Plattformen an, mit denen man zwar in der Schule oder dem Büro - wohl aber häufiger in der Schule - nicht so gut bei den Kollegen angeben, dafür aber besser, komfortabler und schneller Arbeiten kann. Palm WebOS an oberster Stelle, aber natürlich auch RIM's BlackBerry oder Google Android kommen sofort in den Sinn. Ich sehe also eine große Zukunft für Apps dieser Sorte auf Apple - andere Plattformen, deren Kunden nüchterner und realitätsorientierter sind, kommen für Springer sowieso nicht in Frage. Erstens ist die Klientel dort zu klein, und zweitens hat sie ja schon bewiesen, daß sie wählerisch ist und sich eben NICHT vom Verkaufsvolumen Apples blenden lässt; warum sollte sie sich also gerade Springer blenden lassen?

  • Martin Weigert

    06.11.09 (14:55:00)

    Ja Alex, du hast es durchschaut.

  • andreas

    06.11.09 (15:23:30)

    @martin (#24) mißverständnis, ich meinte nicht google reader, sondern goodreader. ein pdf-reader mit browserfunktion (der übrigens eine sehr praktische abfrage bei anklicken eines links hat, die verhindert, dass man versehentlich was anklickt und dann ewig warten muss, bis man wieder zurück ist).

  • Alex

    06.11.09 (15:34:21)

    @Martin (#31): Ich denke, daß ich das trotz deines Sarkasmus wirklich habe. Ein Telefon, das in Deutschland nicht unter 850 Euro inklusive dem billigsten Zweijahresvertrag kostet (und auch der Preis gilt nur, wenn man keine Minute damit telefoniert - will man das Handy auch benutzen, wirds teurer, die billigste Telefonieflat treibt den Preis schon auf schlappe 1.500 Euro in zwei Jahren) ist doch bestimmt super, oder? Auf der Höhe der Zeit, oder? Das iPhone hat bei seiner Markteinführung 2007 keine MMS beherrscht (wer braucht die schon...) und hat beispielsweise bis heute kein Bluetooth 2.0 gelernt. Zu Apples Ehrenrettung: der Standard ist aber auch erst fünf Jahre alt. Zum Vergleich: das Nokia 2630 für 70 Euro ohne Vertrag ist voll mit dem Standard kompatibel. iPhone bietet aber auch exquisites Singletasking á la MS-DOS 6.0 - warum mehrere Dinge gleichzeitig tun, wenn man sie auch einzeln nacheinander tun kann? Das ist doch viel beschaulicher. Aber auch wenn ich hier alle Fehler und Probleme des iPhones aufzählen würde, brächte es ja doch nichts - Applefans werden Applefans bleiben, und haben auch das gute Recht dazu. Jeder bekommt nur das Gerät, das er auch verdient. Wer damit glücklich ist, ist eben glücklich, und das ist doch auch schön :) Es gibt eben nur Leute auf dieser Welt, die größere Standards setzen und höhere Ansprüche an ihre Elektronik stellen als nur immer neue Apps aus einem Store herunterzuladen, dessen Hälfte aus Doppel- und Dreifacheinstellungen des immer gleichen Programms einerseits, und "Apps" die lediglich Clients für frei verfügbare Internetseiten sind andererseits besteht. Und es ist auch nicht so, als ob Apple die einzige Plattform wäre, die einen solchen Store hat.

  • mike

    06.11.09 (15:35:41)

    Netzwertig liegt imo falsch: 1. die Technikaffinität des "gemeinen" Iphone-Nutzers wird überschätzt. Die selbstrefrenzielle bloggende "Gadget-Szene" sollte mal über ihren Tellerrand schauen: die Mehrheit der Nutzer sind brave Telekomkunden, ohne Jailbreaks, ohne simlockfreie Importgeräte, ohne irgendwelchen Schnickschnack, und auch ohne Ambitionen sich über kostenlose Verfügbarkeit der Inhalte Gedanken zu machen. Offensichtlich wird als Grundlage für ein Vermarktungspotenzial von Paidcontent aber immer nur das eigene Nutzerverhalten gesehen: der "typische dauerbloggende, twitternde Berliner Slackertypus"?, der meint, dass er, nur weil er bei wire und techchrunch rumstöbert, weil er sein IPhone hackt, er wäre ein Referenzmodell. Aber liebe "Netzavantgarde": dem ist nicht so: der "gemeine" Iphoneuser hackt nicht, er schiebt kein twipics hoch, er hat auch keine twitteriffic-App. Er ist analog. Er hat Familie, er geht außerhalb der Medienbranche arbeiten, er treibt Sport, und er ist froh, wenn er abends nicht mehr ins Internet muss! Er hat nämlich wenig Freizeit und in der will er seine Ruhe haben, und nicht Nachrichten crawlen müssen. ER ist die Mehrheit, ER ist es, den Herr Döpfner ansprechen will, weil ER evtl. bereit ist, Geld für eine sinnvolle Aufbereitung von Inhalten zu bezahlen. Weil ER sie zeitsparend und seinen Bedürfnissen entsprechend im Alltag abgreifen könnte, ohne sich durch mehrere Quellen durchwühlen zu müssen, ohne Zeit zu verlieren. 2. Es geht nicht um die "Einzigartigkeit" der Inhalte als Argument für Paidcontent, sondern lediglich um die Aufbereitung der Inhalte: Was spart mir Zeit? Was wird meinen Bedürfnissen entsprechend sinnvoll geordnet, einfach zugänglich und werbefrei zur Verfügung gestellt. Wer sich mal "MeinKlub" geladen hat, oder Welt-Mobil oder FTD-Mobil anschaut, der wird festellen, dass die Inhalte klar und übersichtlich aufbereitet sind, und dass es über diese Form möglich ist, seinen persönlichen "Informationshaushalt" über natürliche Zeitfenster im Alltag (Bahn, Pausen, Wartezeiten) komplett abdecken zu können, ohne dass man sich während der Arbeit durch "Privatsurfen" gegenüber der IT angreifbar macht, und ohne, dass man abends noch zusätzlich den Rechner anschmeissen muss, obwohl man da eigentlich keine Lust drauf hat. Das ist die Nische, die Springer hier auftut. Fragen sie mal ihre Bekannten und Freunde aus der "Realwirtschaft" was die davon halten! 3. Eine einfach handhabbare und entsprechend teurer errichtete "Bauentwurfslehre für Userinterfaces" stellt einen Mehrwert dar, für den Nutzer zu zahlen bereit sind: Bsp: ebay vs. amazon. Sie bekommen JEDEN Artikel der bei amazon oder einem marketplace-Anbieter angeboten wird bei ebay billiger, JEDEN! Warum also kaufen die Menschen dort? Weil Einfachheit, Sicherheit, Übersichtlichkeit signifikant größer sind. Der Zeitaufwand bei amazon etwas zu suchen, sich zu informieren, zu kaufen ist um ein vielfaches geringer als bei ebay, der Preis wird hier zur Nebensache. Warum sollte dies bei Nachrichten nicht auch funktionieren? 4. Weil die Diskussion "Paidcontent vs. Kostenloskultur" in Blogs nie unvoreingenommen diskutiert wird, immer schwingt das selbstgeklöppelte ideologische Vehikel, diese Melange aus "Blogger vs. Printjournallie"+"Piratentum vs. Netzkontrolle"+"Inetmanifest vs. Heidelberg/Hamburg" mit. Ist das zielführend? Lassen sich auf dieser Diskussionsbasis Geschäftsmodelle rational beurteilen? Ich denke nicht. Keine Branche ist so offen so selbstrefrenziell wie die Medienbranche, in keiner Branche gibt es einen so weiten Spielraum in der kritischen Auseinandersetzung mit sich und seinen Wettbewerbern wie in dieser. Ein Thomas Knüwer wäre mit seinen Äußerungen in konservativen Branchen wie Pharma oder Logistik, oder was auch immer längst verbrannt,der würde kein Bein mehr an den Boden bekommen, und wäre als Nestbeschmutzer branchenweit unten durch. 5. Ich kann jeden verstehen, der am Baumwall unter der verzerrten Realitätswahrnehmung eines Herrn Bucholz leidet, jeden Bertelsmann der zur Zeit bdröppelt auf die Schwäne schaut. Bei dieser Summe an Versagen kann man bestimmt in jedem Medienblog ein Ventil finden um sich auszulassen, auf Teufel komm raus. Dass sie das können ist eine Freiheit, die die meisten Menschen in ihrem beruflichen Kontext nicht haben: "Friss oder stirb, aber wehe du sagst was." Es ist imo jedoch schade, diese Freiheit in einem Kokon zu verbringen und sich so platt und unreflektiert zu äußern. Liebe Blogger: machen sie sich doch nichts vor! Sie würden auch gern Cash mit dem Geschriebenen generieren, und Ihre Antihaltung demgegenüber resultiert doch letztendlich nur daraus, dass Ihnen das bisher nicht gelungen ist, und sie verpacken dies jedoch in eine ideologisch-nebulöse Gegenposition, die sie auf ein moralisch unantasbares Ross hievt! Sehr bequem. Letztlich werden es aber die Testflüge eine "ach weiss wie konservativ-reaktionären" Herrn Döpfner sein, die tragfähige Geschäftsmodelle in Deutschalnd zu Tage fördern werden. Und das ist eine Entwicklung, von der sie letztlich alle profitieren können: Inhalte individuell, übersichtlich und sicher gegen Entgeld auf mobilen Endgeräten zur Verfügung zu stellen ist auf jeden Fall eine gute Idee, mit oder ohne ihren ideologischen Segen, den braucht der TelekomIphoneuser nämlich nicht, der zahlt die 1,99 im Monat einfach. Jede weitere Spekulation ist dabei müßig, das künftige App-Store-Ranking wird der einzig relevante Gradmesser sein.

  • Martin Weigert

    06.11.09 (15:42:42)

    @ Alex Das Ding ist: Ich hab noch nie ein Apple-Produkt besessen. Das iPhone war mein erstes überhaupt. Ich war also völlig frei von Vorurteilen (sowohl in positive als auch negative Richtung). Und ein Jahr nach dem iPhone-Kauf kann ich noch immer konstatieren, dass ich noch nie zufriedener mit einem erstandenen Produkt war. Das heißt nicht, dass das iPhone nicht auch Schwächen hat. Und das heißt nicht, dass nicht in naher Zukunft Android meiner erste Wahl sein wird. Aber für den Moment ist das iPhone einfach ein geniales Produkt, weshalb ich Kritik wie von dir nicht nachvollziehen kann. @ mike Ich behaupte einfach mal, dass ich das Thema Paid Content im Beitrag oben sehr differenziert betrachtet und in kleinen Teilen sogar verteidigt habe. Ich glaube nicht, dass das App-Store-Ranking der einzige relevante Gradmesser sein wird - denn selbst wenn sich die Apps dort gut platzieren - ein paar 1000 installierte Apps gleichen nicht automatisch die Verluste an Werbeeinnahmen und Reichweite (=Relevanz) aus, die durch den gesperrten Zugriff der Browser-Version verloren gehen.

  • Christian

    06.11.09 (16:01:02)

    Ich sehe den Sinn dahinter nicht.

  • mike

    06.11.09 (17:50:45)

    @Martin damit setzt du ja stillschweigend die Relevanz der Massnahmen auf Smartphones mit denen am großen Bildschirm gleich. Ob ich Werbung auf mobilen Seiten schalte oder nicht, ist imo fast wurscht, das Nutzerverhalten "zwischen Tür und Angel" auf Smartphones lässt sich wohl kaum mit dem am Rechner gleichsetzen. Die mangelnde Bereitschaft sich nebenbei am kleine Touchscreen durch Banner leiten zu lassen, lässt sich an den mageren Klickraten auch deutlich erkennen. Ob das an bisher noch teuren Datentarifen, an mangelndem Bedienerkomfort der Endgeräte, oder an den Einschränkungen eines kleine Displays liegt sei dabei mal unberücksichtigt. Der von dir befürchtete Einbruch an Relevanz durch gesperrten Browser-Zugriff an mobilen Endgeräten liesse sich deshalb wohl mehr als verschmerzen. Aber selbst wenn man die Relevanz-unabhängig vom Endgerät- gleich bewerten würde, frag mal jemanden bei G+J oder Springer nach den Umsätzen, die über Werbemassnahmen in Browsern bisher generiert werden. Die Antwort wird ernüchternd sein. Nee, die Argumentation: "Wer aussperrt hat noch weniger Werbeeinnahmen, da er bestimmte Zielgruppen an mobilen Endgeräten ausschliesst -> deshalb ist Paidcontent dieser Art wenig sinnvoll" krankt zum einen an der Sparsamkeit der Werbekunden insgesamt, so dass man den Wegfall dieser Positiom imo vernachlässigen kann, zum anderen an einer Fehleinschätzung der Relevanz von Werbemassnahmen auf Browsern für mobile Endgeräte: alles was auf dem kleinen Schirm auftaucht sollte Hand und Fuss haben, der Rest ist für den User doch nur Ballast, der aus dem kleinen Fenster möglichst schnell verschwinden soll. Werbewirksamkeit mit den bisher angewandten Methoden sehe ich da eh keine.

  • Karl Bold

    06.11.09 (18:02:11)

    Na endlich wartet ein Verlag nicht bis zur Absolution durch die Kostenlosjunkies, sondern legt los. Entweder gewöhnt Springer Euch das Zahlen oder Ihr gewöhnt Euch an eine Welt ohne Springer.

  • Alex

    06.11.09 (18:12:40)

    @Martin "Und ein Jahr nach dem iPhone-Kauf kann ich noch immer konstatieren, dass ich noch nie zufriedener mit einem erstandenen Produkt war." Kein Wunder - Menschen sind Experten darin, kognitive Dissonanz unterbewußt aufzulösen. Daß du meine Kritik am iPhone "nicht nachvollziehen" kannst obwohl ich einige offensichtliche Kritikpunkte aufgezählt habe, beweist das überdeutlich. Das iPhone hechelt seiner Konkurrenz deutlich hinterher, aber der iPhone-User hat eben jede Menge Geld für sein Gerät hingeblättert und das macht es für ihn ÄUSSERST schwierig, sich selbst einzugestehen daß es deutlich günstigere Alternativen gibt, die seinem teuren Produkt sowohl technisch als auch von der Benutzerfreundlichkeit (MULTITASKING!!!) meilenweit überlegen sind. Das heißt nicht, daß deine Zufriedenheit mit dem iPhone zwangsweise eine Selbstlüge ist; es kann sein daß du wirklich glücklich damit bist und ich maße mir nicht an, in deinen Kopf hineinsehen zu können. Falls du es aber nicht in der Hauptsache zum Videospielen benutzt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß du mit einem anderen, deutlich günstigeren Produkt, welches zudem noch deutlich mehr und bessere Features besitzt als das iPhone, noch zufriedener wärst. Wenn Du beispielsweise viele Videos ansiehst, ist der riesige Screen des Toshiba TG-01 oder das Kinoformat des LG NewChocolate 40 dem iPhone überlegen. Wenn Du ein kommunikationsaffiner Twitterholic bist, kann das iPhone ein Palm Pre oder BlackBerry nie ersetzen. Und so weiter, und so fort. Das iPhone ist sicherlich ein guter Allrounder, der jedoch als Hans Dampf in allen Gassen anderen Geräten die spezialisierter sind aber in ihren übrigen Features plusminus genausogut oder gar besser sind einfach nicht das Wasser reichen. Das große Problem des iPhones ist nämlich noch nicht einmal was es kann und was nicht - das Problem ist das geradezu lächerliche Preis-Leistungsverhältnis durch den unglaublich hohen Preis, der nur aufgrund des großen Hypes um das Handset vom Markt akzeptiert wird. Wenn Motorola das Droid, wenn HTC den Hero, wenn Palm das Pre oder RIM das BlackBerry Storm2 zu diesem Preis anbieten würden, der Markt würde schallend lachen, obwohl alle Geräte sich in der Technik nicht viel schenken. Das iPhone hat von den gerade genannten wohl die wenigsten und am schlechtesten implementierten Features, wird aber deutlich häufiger gekauft. Warum sein Preis akzeptiert wird? Weil es von einer so hippen Firma wie Apple ist, ein zugegebenermaßen fantastisches Äußeres hat, man immer diese coolen Werbungen sieht und man ja überall hört, daß es die Referenz ist. Und von wem hört man das? Genau, von zufriedenen iPhone-Usern. Oder aber, weil man schon ein altes iPhone hatte, (natürlich) zufrieden war, und von Apples Support begeistert wurde, als MMS, Videoaufnahme und ähnliches irgendwann mal nachgereicht wurden. Klingt das nicht auch für dich ein bißchen wie ein Circulus in Demonstrando? Das iPhone ist FANTASTISCH, in allen seinen Features perfekt, und alles was es nicht oder nur deutlich schlechter als die Konkurrenz kann, ist eigentlich auch total unwichtig. Für unser Seelenheil können wir kognitive Dissonanz eben einfach nicht brauchen. Schon garnicht bei etwas, was einen im Laufe der Zeit tausende von Euros kostet.

  • mike

    06.11.09 (18:46:13)

    @Alex Wieso sollte jemand dezidiert auf deine Iphone-Kritik eingehen? Deine Argumentation entlarvt dich doch ganz simpel als unreflektierten Basher, die "Auflösung kongitiver Dissonanz", die du zufriedenen Usern unterstellst, legst du in deiner überzogenen Bewertung der Leistungen der Mitbewerber doch selbst an den Tag! - dass das Iphone austattungstechnisch schlechter dasteht als einige Mitbwerber steht außer Frage, das wird nirgends betritten. Wieso reitest du darauf rum, wenn das eigentlich jedem bewusst ist, es aber gleichzeitig Konsens darüber herrscht, dass diese Manko durch die intuitive Handhabung mehr als wett gemacht wird? Zieht man den Hype und den Image-Faktor ab, bleibt immer noch ein Gerät dass das entspannte Handling durch ein stimmiges Userinterface und vor allem durch ein immer noch referenztaugliches kapazitives Display erst möglich gemacht hat. Vorher gab es gar keinen Markt für Smartphones im Privatanwender- Segment,da niemand in der Lage war, ein stimmiges Bedienkonzept zu entwickeln, der Acker lag jahrelang brach, weil keiner wusste, wie man die Leute an diese kleinen Displays kriegen kann. -dass du Nokia-Modelle mit Symbian OS als Gegenargument aufführst, ist geradezu lächerlich. Hast du schomal versucht mit einem Nokia-Gerät mit resitivem Display und Symbian OS online zu gehen? Offensichtlich kennst du diesen Krampf nicht, sonst würdest du nicht so einen Murks verfassen. -du argumentierst gezielt unfair: MULTITASKING gibt es bisher in ordentlicher Funktionalität nur auf dem Palm Pre, und das Gerät ist gerade mal einen Monat alt, ein tolles Argument. -einem Anbieter vorzuwerfen, eine Hype um sein Produkt zu kreiieren und es für möglichst viel Geld zu verkaufen...Tja was soll man davon halten? Kaufmännischen Sachverstand kann man dir nicht unterstellen. Jedem seine Meinung, aber dass du für diese undifferenzierte und einseitige Produkt-Schelte kein postives Feedback, geschweige denn ein Fleisskärtchen bekommst, sollte dich nicht wundern.

  • webmurkser

    06.11.09 (22:26:46)

    @Alex lass mich raten: noch nie ein iphone in der hand gehabt wa? mms? *LOL* bevor du eine mms auf einem gerät deiner wahl mühsam zusammengetippt hast, habe ich bereits 5 emails verschickt... ach so, die anderen geräte können gar keine email empfangen? oder sie sauber darstellen? na wie schade... solltest du den palm pre besitzen und deshalb solche ergüsse von sich geben, dann starte mal 4-5 programme und arbeite damit. viel spaß beim kaffee holen in den umschaltpausen

  • Alex

    07.11.09 (02:27:56)

    @mike - Szenen aus dem Kindergarten: "Du bis Plöde - Spiegel! Spiegel! - Nein DU!". Und ich gebe es zu: Kognitive Dissonanz habe ich mir gerade heute erst ausgedacht, es ist nicht so als wäre es eine in den Sozialwissenschaften weit verbreitete, in der Forschung generell akzeptierte und an den meisten Deutschen Universitäten gelehrte Theorie... - Ja, das iPhone war das erste richtig gut zu bedienende Smartphone. Das ist Jahre her. Lorbeeren sind was gemütliches. - zu Symbian: Genau, die sind mies, so richtig billig, fast unbrauchbar - und haben trotzdem Bluetooth richtig implementiert. Anders als das so tolle iPhone. Dein Punkt? Ich kann auch teurere Telefone benennen, die können es erst recht, aber dann hättest du gesagt "oh guck mal, Bluetooth können nur die teuren". - Unfaire Argumentation ist also wenn das iPhone etwas schlechter kann als ein Konkurrent und man das hervorhebt. Hmmm. Das Pre ist in den Staaten übrigens schon seit Juni draußen, genau so lange wie das 3GS. In der Tat ist das 3GS sogar ein paar Tage NACH dem Pre auf den US-Markt gekommen. Vergleiche zwischen den beiden bieten sich daher regelrecht an. - Ich werfe nicht Apple vor, einen Hype um ihr Produkt zu kreieren, sondern Leuten wie (offenbar) Dir, diesen Hype nicht nur abzukaufen sondern auch euphorisch weiter hochzupushen, obwohl vor allem Android den ÖFFENTLICHEN Hype wesentlich mehr verdienen würde. Nach Android krähen relativ wenige Hähne. - Fleißkärtchen will ich aber ganz ganz dringend, bekomme ich das von Dir wenn ich das iPhone lobe? Is toll. Das beste. Was es nicht kann ist eh murks und brauch ich nich. Krieg ich jetzt eins? Büttebütte? @webmurkser Geknacktes Australisches 3G zwei Wochen lang benutzt, war nur nicht besonders begeistert davon *LOL* - was aber auch kein Wunder war, da mein WinMo 6.0 XDA (und davor mein WinMo 5.0 XDA) schon multitasken konnte - umständlich aber immerhin - und ich einfach nicht zurückkonnte. Das 3G war eine Leihgabe von einem Freund, der sich gerade das 3GS geholt hatte und den ich zur Entscheidungsfindung darum gebeten hatte; das iPhone war lange Zeit auch mein Wunschgerät. Mittlerweile hat er beide verkauft und sich ein Pre geholt. Fairerweise nur eine Momentaufnahme bei ihm, der holt sich immer etwa zweimal im Jahr ein neues Handy. Wenn man nicht weiß, wohin mit dem Geld... Und bevor Du auf deiner Tastatur eine eMail zusammengestochert, halb gelöscht, nochmal geschrieben, nochmal gelöscht, endlich auf der unbrauchbaren Tastatur RICHTIG geschrieben und abgeschickt hast, habe ich (in der Tat) mit meinem Palm Pre schon fünf geschrieben, im Hintergrund Musik gehört, in einem anderen zwei gTalk-messages empfangen und beantwortet und in zwei weiteren ein paar Webseiten offen gehabt. Kaffee holen in den Umschaltpausen? Lass mich raten: noch nie ein Pre in der Hand gehabt wa? (Und bevor ich als Pre-Fanatiker dastehe: es war eine SEHR schwierige Entscheidung zwischen dem Pre und dem HTC Hero - am Ende haben die Tastatur und das leichtere Multitasking den knappen Unterschied ausgemacht. Wenn das Motorola DROID etwas schneller gekommen wäre, wäre ich schwach geworden. In zwei Jahren ist dann aber wahrscheinlich ein Android in meiner Hosentasche - aber mal sehen.)

  • Son of a Bit

    07.11.09 (08:12:45)

    Du Alex, ich find es voll dufte, dass du den Eierfön als so doof darstellst. Und ich finde es auch voll cool, dass du so aufgeklärt bist und soooo viel Ahnung hast und das auch allen mitteilst. Deine großen Wörter sind voll schön, auch wenn sie nicht so viel Sinn machen. Mal im Ernst. Du bist soooo langweilig. Mein Gott, klar ist ein Palm Pre schick, klar ist Android dufte. Aber mal verglichen? Entwicklung für iPhone, Palm Pre und Android? Viel Spaß, aber du willst ja nur 5 Mails pro Minute schreiben, nebenbei noch RSS lesen, Musik hören, 10 Kommentare abgeben und dabei noch drei Office Dokumente offen haben um ein paar Ergänzungen zu machen. Da bleibt nicht viel Zeit zum Nachdenken. iPhone Plattform ist fett, allen Unkenrufen zum Trotz. Drawbacks gibts immer, das die Cupertinos mitverdienen wollen ist selbstverständlich. Google ist ja ein Menschenfreund, die geben alles für lau her, ja sicher. Same here.

  • Martin Weigert

    07.11.09 (08:36:00)

    @ Alex Ich weiß zwar nicht, was dich antreibt, in ellenlangen Kommentaren augenscheinlich zufriedenen iPhone-Besitzern erklären zu müssen, warum sie eigentlich überhaupt nicht zufrieden sein sollten, aber deine Botschaft ist nun angekommen. Agree to disagree. @ mike Lokale Werbung hat unheimliches Potenzial. Nur weil die Werbeeinnahmen mobiler Sites heute noch minimal bis nicht existent sind, heißt das nicht, dass das immer so bleiben wird. Und das Potenzial lässt sich Axel Springer entgehen. Aber selbst wenn die Rechnung aufgehen würde - ein derartiger Reichweitenverlust ist für ein ehemaliges Massenmedium in jedem Fall dramatisch und wird sich langfristig auf die Marke (negativ) auswirken.

  • Malte Landwehr

    08.11.09 (18:53:01)

    @Martin Die meisten Nachrichtenseiten, die versuchen sich mit Werbung zu finanzieren, machen Jahr für Jahr Verluste. Warum sollte das im mobilen Bereich anders sein? Klar wird irgendwann mal theoretisch sehr gutes Targeting auf Basis der Aufenthaltsort möglich sein aber wie ich unsere Datenschützer kenne wird das kurz- und mittelfristig kein Instrument sein, mit dem die Werbeindustrie einen Großteil der mobilen Surfer abdecken kann. Und solange das nicht möglich ist, werden mobil auch keine höheren Werbeausgaben getätigt als im normalen WWW.

  • Martin Weigert

    08.11.09 (20:16:32)

    Ich denke schon, dass mobile Werbung sehr schnell sehr lokal sein wird. Datenschutz hin oder her.

  • domingos

    09.11.09 (09:54:17)

    Ich kann springers Schritt nachvollziehen. Wer mobilen Zugriff auf Inhalte hat, wird die komischen gedruckten Dinger gar nicht mehr kaufen. Zumal das Zeitung lesen in der Bahn viel Akrobatik erfordert. Irgend wie müssen die ja ihre Kohle verdienen. Ach ja, die iphone-Debatte ist dermaßen abgenudelt, dass man sich damit gar nicht mehr aufhalten sollte.

  • niemand

    09.11.09 (12:38:52)

    Premium-Content oder ein Premium-Interface das vielleicht nicht einmal auf Web-Standards setzt, kosten viel Geld und ich glaube den Mehraufwand will Springer nicht für 3 zahlende iPhone-Kunden betreiben. Interessant wäre die Frage, wie viele Online-Nutzer ihr echtes Abo kündigen, wenn man sie im Internet aussperrt. Wie schon bei der PKW-Maut ist es offenbar zu einfach, die Vignette einfach der Rechnung für die KFZ-Steuer beizulegen, oder eben jedem Abo einen Freischaltcode.

  • Anonym

    18.11.09 (17:03:00)

    Hi, ich persönlich glaube nicht, dass viele User für die BILD oder die Welt auf dem iPhone zahlen werden. Zumal es Safarialternativen auf dem iPhone gibt, bei denen man das Betriebssystem und den Browser faken kann. ;) also warum für Online Content bezahlen den man via Rechner oder anderen Handys umsonst abrufen kann? So ein Schwachsinn! Wenn Springer exklusiv die Bildzeitung mit einer tollen iPhone App inkl. aller Artikel zu einem günstigeren Preis als die Printausgabe für's iPhone online gestellt hätte, dann hätte das was werden können. Denn die BILD wir ja schließlich auch so millionenfach täglich gekauft. Naja. so oder so.. kommt mir der nun noch unsympathischere Springerverlag nicht auf mein iPhone ohne Vertrag. (Edit: Hey, das war der kreativste SEO-Versuch seit langem, dennoch: Link gelöscht, bitte Kommentarregeln beachten. F.S.)

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer