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14.10.10Leser-Kommentare

Instagram: Von 0 auf 100.000 Nutzer in 6 Tagen

Gerade einmal sechs Tage waren vergangen, da knackte Instagram, eine Art "Twitter für Fotos", die Marke von 100.000 registrierten Nutzern.

 

100.000 Nutzer innerhalb von nur sechs Tagen nach dem Launch? Für einen Service, der lediglich auf dem iPhone verfügbar ist und eine Registrierung erfordert? Für Startups aus dem deutschsprachigen Raum ein wahrscheinlich unerfüllbarer Traum. Nicht so, wenn man aus der Peripherie des Silicon Valley kommt und den Rückhalt der dortigen Tech-Community hat. Dann können Anwenderzahlen in wenigen Tagen regelrecht explodieren.

So geschehen für den jungen Dienst Instagram. Instagram ist eine kostenlose iPhone-Anwendung eines Entwickler-Duos aus San Francisco, mit der das mobile Sharing von Fotos auf ein neues Niveau gehoben werden soll. Wenn man den ersten Zahlen von Instagram glauben darf, scheint der Geschmack der fotoverrückten und empfehlungsbegeisterten Early-Adopter-Nutzerschaft getroffen worden zu sein:

In nur sechs Tagen ist Instagram des gelungen, was ich eingangs als nahezu unmöglich für hiesige Dienste beschrieben habe: das Erreichen der Marke von 100.000 registrierten Anwendern. Und im Falle von Instagram will das schon etwas heißen, denn dem Service fehlt sowohl eine Möglichkeit, sich direkt über die Website zu registrieren, als auch Login-Optionen über bestehende Social-Web-Angebote.

Das heißt, alle 100.000 User haben sich die Applikation heruntergeladen und innerhalb der App ein Konto angelegt. Das ist beachtlich und ein Beweis, welch Aufmerksamkeit und virale Wirkung sich über Twitter & Co erzielen lässt: Mit Instagram aufgenommene Schappschüsse tauchen bei Twitter derzeit im Sekundentakt auf, was in der Folge stetig neue Nutzer zu dem Dienst bringt.

Marcel Weiss bezeichnet Instagram bei neunetz.com als "Twitter für Fotos" und das trifft es recht genau: Instagram besteht aus einem zentralen Newsfeed, in dem in chronologischer Reihenfolge die zuletzt aufgenommenen Fotos der User erscheinen, denen man folgt.

Nach der Registrierung erhält man die Möglichkeit, automatisch allen Facebook- und Twitter-Kontakten zu folgen, die bereits ein Konto bei Instagram besitzen. Abhängig vom persönlichen Vernetzungsgrad wird einem der Instragram-Feed also recht schnell mit zahlreichen Fotos gefüllt - die selbstverständlich kommentiert und favorisiert werden können.

Jedes mit dem iPhone geschossene Bild kann per Klick mit einem von 11 Filtern bearbeitet werden, um die eingefangene Situation mit einem passenden (oder völlig unpassenden) Stil zu unterstreichen. Ein erklärender Kommentar sowie ein Location-Tag sind fakultativ, ebenso wie die Option, das Foto via Instagram an Twitter, Flickr, Facebook und Tumblr zu schicken sowie direkt bei foursquare einzuchecken.

Eher unüblich ist die Tatsache, dass Instagram-Mitglieder zwar ein mobiles, aber kein über den Browser von anderen einsehbares Profil haben. Hat man sein Instagram-Konto nicht auf privat gestellt, kann der eigene Bilderstream zwar von anderen Instragram-Nutzern über die App betrachtet werden, jedoch nicht über Browser aufgerufen oder von Suchmaschinen indexiert werden. Ein einzelnes, z.B. über Twitter empfohlenes Foto sieht so aus.

Instagram ist vom Konzept sowie der von Funktionalität her keine Revolution, aber sehr schön umgesetzt, liebevoll gestaltet und kann durch die integrierten Sharing-Features auch einfach als Ersatz für optisch sehr viel weniger ansprechende Twitter-Fotodienste wie Twitpic oder Yfrog eingesetzt werden - egal, ob man an dem Foto-Stream der Instagram-Kontakte interessiert ist oder nicht.

Link: Instagram

Kommentare

  • wtfzn

    14.10.10 (16:37:22)

    Ich habe mir die App nur aufgrund der schönen Foto-Filter geladen, die Social-Media-Aspekte sind mir dabei völlig schnuppe.

  • vetta

    22.10.10 (16:07:46)

    ich hätte sowas gerne für mein HTC HD2 ...

  • Fritten

    23.10.10 (14:23:30)

    Ich bin einfach begeistert. Durch die Zentralität der Fotos geht auch die sprachliche Vielfalt zum ersten Mal flöten. Benutzer aus allen Herren Ländern kommunizieren über und mit Bildern. Ich hatte ein Foto von relativ simplen Regentropfen, was wohl bei Japanern sehr beliebt gewesen zu sein scheint. Durch Ihre "Likes" wurde das Bild in die Popularitäts-Seite gepusht und nun habe ich eine absolut vielfältige "Followerschaft", was bei Twitter durch die Sprachbarriere, so nie möglich gewesen wäre. Außerdem regt instagr.am zum fotografieren an, denn mit den bereits eingebauten Zusatztools und einigen anderen Foto-Apps in Verbindung, kann selbst ein absoluter Laie relativ schöne Fotos zaubern.

  • Markus S

    23.10.10 (20:02:52)

    Hi Martin, ja ich schau mir gerne die Samui Fotos an :) ich denke, dass auch Foursquare nicht unbegrenzt auf Features wie Fotos etc. verzichten kann, da diese dem Nutzer einen ganz anderen Nutzen bieten als nur ein check-in. Ich habe neulich ueber Instagr.am geschrieben, fuer alle die es interessiert: http://foursquare-infos.de/2010/10/12/badge-fatigue-instagram/

  • Niklas

    07.03.11 (08:07:53)

    Hallo Martin, wir haben heute einen Service gelauncht, der es ermöglicht seine Instagrams (und auch PicPlz Bilder) als riesige Sticker im Format 10x10 cm drucken zu lassen. Direkt über die Instagram API. http://www.artflakes.com/de/artsticker Wir glauben, dass Sticker das total passende Produkt zu Instagrams sind. Schnell, einfach und günstig. Vielleicht schaust dus dir mal an. Über Feedback würden wir uns freuen. Gruß, Niklas

  • Martin Weigert

    07.03.11 (15:04:20)

    Danke für den Hinweis Niklas, schauen wir uns an!

  • Roger

    28.03.11 (10:20:46)

    ...und auf Android ist die App bis heute nicht erschienen, trotz mehreren Versprechen :(

  • Christian

    02.06.11 (10:46:13)

    sind damit eigentlich ALLE mit dem i-phone gemachten bilder einsehbar oder nur diejenigen die ich mit dem instagramapp mache???

  • Martin Weigert

    02.06.11 (10:48:21)

    Nur die, die du bei Instagram hochlädst.

  • Christian

    02.06.11 (10:52:57)

    danke, dann werde ich mich doch noch anmelden

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