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13.10.09Kommentieren

Unternehmensaufbau

Innovationsmanagement für Start-ups und kleine Unternehmen

Ein Beitrag der Pumacy Technologies Gruppe

Neue Unternehmen entstehen zumeist dort, wo Bedürfnisse und Marktnischen zuerst erkannt werden. Ihre Umsetzungsgeschwindigkeit und Flexibilität macht sie zu einem Leuchtfeuer beginnender wirtschaftlicher Entwicklungen, auf die größere Unternehmen meist erst mit gewisser Verzögerung reagieren.

Um den Erfolg in langfristige Stabilität zu überführen, können junge Unternehmen ebenso wie die etablierten von einem systematischen Innovationsmanagement profitieren. Dazu bedarf es speziell an Bedürfnisse junger Unternehmen angepasste Innovationsprozesse und -methoden unter Berücksichtigung vorhandener Ressourcen und Gestaltungsspielräume.

Innovationsmanagement umfasst die systematische Unterstützung des gesamten Innovationsprozesses; von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Einführung neuer Produkte, Technologien, Services und Prozesse. Innerhalb dieses Prozesses müssen beispielsweise die Ideen mit der Unternehmensstrategie abgestimmt, Ressourcen freigesetzt, Projektphasen entwickelt, Kunden und Lieferanten einbezogen und Vermarktungsstrategien konzipiert werden.

Vor diesem Hintergrund stellen sich gleich zwei Fragen, nämlich ob die meist ohnehin schon innovativen Start-ups ein systematisches Innovationsmanagement brauchen und ob sie es sich überhaupt leisten können.

Die Antwort auf beide Fragen ist ein klares Ja. Wer bereits frühzeitig systematische Prozesse und Werkzeuge für die Generierung von Innovationen nutzt, kann sich später so manche leidvolle Erfahrung und obendrein umso größere Investition sparen. Zudem gibt es gerade für Start-ups und kleine Unternehmen Mittel und Wege, ihr Innovationsmanagement entsprechend der individuellen Bedürfnisse mit geringem Aufwand und zusätzlicher Unterstützung von außen auf den Weg zu bringen.

In den letzten Jahren haben sich vielfältige Förderprogramme etabliert, die speziell kleine Unternehmen dabei unterstützen, ihre Innovationsvorhaben durchzusetzen, ohne dabei mit den F&E-Budgets größerer Unternehmen zu konkurrieren. Ein Beispiel dafür ist das Förderprogramm INNOVATIONSMANAGEMENT des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

Dieses Programm wurde Anfang des Jahres dahingehend umfassend erweitert, dass nun Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern nicht nur in den neuen Bundesländern und Berlin förderfähig sind, sondern auch in ausgewählten Modellregionen der alten Bundesländer. Dies sind: Ruhrgebiet, Metropolregion Köln-Bonn-Aachen, Bremen-Oldenburg, Weserbergland plus, Südwestfalen/Ostwestfalen-Lippe, Münster und Umgebung, Saarland und Oberfranken.

Das Programm bietet diesen Unternehmen die Chance, geförderte Beratungsleistungen von autorisierten Experten im Bereich Innovationsmanagement anzunehmen. Es besteht aus drei aufeinander aufbauenden Leistungsstufen: (1) Entwicklung und Konkretisierung von Ideen sowie Analyse ihrer Machbarkeit, (2) Erstellung eines Realisierungskonzepts einschließlich Finanzierungsquellen (z.B. durch öffentliche Fördermittel) und (3) Begleitung der Projektumsetzung. Dies ist eine Chance, frühzeitig professionelle externe Expertise einzubinden, die eine effektive Umsetzung aussichtsreicher Innovationsvorhaben ermöglicht, ohne dabei Start-ups und andere kleine Unternehmen vom Aufwand her zu überfordern.

Den Ausgangspunkt eines Innovationsmanagement bildet in der Regel die Analyse der vorhandenen Innovationsfähigkeit, um die vorhandenen Stärken auszubauen und Schwächen zu beseitigen. Für die Durchführung von Innovationsaudits gerade kleiner und mittelgroßer Unternehmen wurde die europäische IMP³rove-Methode unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und A. T. Kearney entwickelt. IMP³rove erlaubt im Rahmen des Audits zusätzlich ein Benchmark mit über 2.500 anderen innovativen Unternehmen.
Neben solchen Ansätzen gibt es auch Softwaretools, die einen Innovationsprozess temporär oder kontinuierlich begleiten. Gerade für junge Unternehmen kann eine frühzeitige Integration von Innovations- und Wissensmanagementprozessen eine lohnende Investition sein, die andere Unternehmen erst aufgrund leidvoller Erfahrungen in späteren Phasen vollziehen. Eine Softwarelösung ist beispielsweise die Wissensmanagementplattform KMmaster®, deren "Team Edition" eine speziell auf kleine Unternehmen und Teams ausgerichtete Lösung zur Unterstützung eines einfachen Ideenmanagementprozesses darstellt.

Diese Ansätze und Beispiele aus einer ganzen Reihe nützlicher Methoden und Tools zeigen, wie gerade in Startups und kleinen Unternehmen ein systematisches Innovationsmanagement mit verhältnismäßig geringem Aufwand und dafür großem Nutzen eingeführt werden kann.

Autor: Pumacy Technologies Gruppe

Pumacy Technologies Gruppe

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