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23.03.09Leser-Kommentare

Innovationen: Die Zukunft der IT ist dreidimensional

Wir haben die ersten fünfzehn Jahre der Internet-Welle hinter uns und damit einen der grössten Innovationsschübe in der Menschheitsgeschichte. Da stellt sich natürlich die Frage: Was kommt als Nächstes in der IT? Eins ist fast sicher: Es wird nicht auf einem konventionellen Bildschirm stattfinden. Und das iPhone, der Amazon Kindle und die Nintendo Wii sind die Vorboten der nächsten Welle.

Manchmal muss man einen Schritt zurücktreten und einfach nur staunen: In weniger als dreissig Jahren haben wir es aus dem Schreibmaschinen- und Zettelkastenzeitalter in eine Welt geschafft, in der das Wissen der Menschheit auf Millionen von Bildschirmen jederzeit abrufbar zur Verfügung steht. Und aktuell erleben wir gerade die totale Mobilisierung dieser Funktionalität -- selbst im hintersten Amazonas-Dschungel hat man heute prinzipiell die Möglichkeit, aufs Internet und damit auf einen für unsere Vorfahren unvorstellbaren Reichtum an Informationen zuzugreifen.

So weit, so beeindruckend. Nur stellt sich die Frage: Was ist nach dem Web der nächste Innovationsschub der Informationstechnologie? Es gibt Leute, die der IT eine düstere Phase der unspektakulären Reifung voraussagen, vergleichbar vielleicht mit der Autobranche, die seit dem Ford Model T auch nicht mehr viele spektakulären Neuerungen produziert hat. Die wirklich innovativen Bereiche der Zukunft sind Biotechnologie, Energietechnik und Nanotechnologie, so hört man von vielen Investoren und Prognostikern.

Es kann tatsächlich gut sein, dass die IT nach diesem gewaltigen Schritt erstmal ein bisschen Luft holen muss. Die Innovation im Internet ist tatsächlich langsamer und kleingeistiger geworden. Statt über die revolutionären Auswirkungen eines globalen Netzes und fundamentale Technologieideen diskutieren wir jetzt über die neue Homepage von Facebook.

Trotzdem wäre es natürlich geradezu albern, den heutigen Stand der IT als Status quo der nächsten zweihundert Jahre zu vermuten. Dieser Fehler wurde schon oft gemacht, und immer hat der technische Fortschritt trotzdem ungeahnte neue Möglichkeiten eröffnet. Nur stellt sich die Frage, was der Treiber der nächsten Innovationswelle sein könnte.

Ich habe da eine Vermutung: Die IT wird aus ihrem bisherigen Gefängnis der Zweidimensionalität ausbrechen und die Welt in allen drei Dimensionen erobern. Und nein, ich meine damit nicht Second Life.

Die Speicherung von Informationen war für den grössten Teil der Menschheitsgeschichte zweidimensional. Die Erfindung des Zeichnens und später der Schrift ermöglichten es der Menschheit, bildliche oder abstrakte Informationen auf flachen, portablen Datenträgern (z.B. Papier) festzuhalten, was sich für viele Anwendungszwecke als äusserst nützlich herausstellte. Die meisten modernen Medien (Zeitungen, Bücher, Plakate, Film, Fernsehen) basieren auf zweidimensionaler Darstellung bildlicher oder textlicher Information. Auditive Medien kamen später hinzu, aber spielen längst nicht die gleiche Rolle.

Die IT übernahm später diese so bewährte Zweidimensionalität, ohne sie gross zu hinterfragen. Fast naturgemäss bemühte sich die frühe IT-Branche, den Output ihrer Produkte auf zweidimensionalen Informationsträgern verfügbar zu machen. Ursprünglich war das vor allem Papier, aber mit Fortschritten in der Bildschirmtechnologie wurde das noch heute dominierende Computer-Display erfunden. Die Information war jetzt zwar dynamisch, aber immer noch zweidimensional.

Einem Besucher von einem anderen Planeten müsste die Art und Weise, wie wir heute mit unseren Computern interagieren, wohl reichlich merkwürdig vorkommen: Wir schieben kleine Rollkästchen herum, um indirekt auf abstrakte Symbole auf einer zweidimensionalen Fläche zu zeigen. Und wir drücken seltsam irrational angeordnete Knöpfe auf einem flachen Brett, um weitere abstrakte Symbole hinzuzufügen. Währenddessen starren wir die ganze Zeit auf eine zweidimensionale Fläche, die nur einen Bruchteil unseres Gesichtfeldes einnimmt.

Unsere Informationstechnologie beruht immer noch auf dem Guckloch-Prinzip. Moderne Computer nutzen nur einen menschlichen Sinn intensiv, und auch das nur in sehr begrenzten Masse. Die anderen Sinne kommen klar zu kurz: Ton ist meistens nur eine Begleiterscheinung. Der Tastsinn wird nur selten in primitiver Weise von Game-Controllern angesprochen. Die anderen Sinne bleiben ganz aussen vor. Und zudem sind wir zur Interaktion mit unseren Computern meistens an einen bestimmten Ort (nämlich direkt vor demselben) gefesselt.

Warum eigentlich ist das alles so? Natürlich ist unsere visuelle Wahrnehmung mit Abstand unser leistungsfähigster und für Informationsaufnahme am besten geeigneter Sinn. Aber Menschen sind dreidimensionale, bewegliche Wesen, die auch noch hören, riechen, schmecken und tasten können, und diese Fähigkeiten werden von unserer IT einfach ignoriert. Das ist ein Problem, weil unser Sehkanal zunehmend überlastet ist. Der moderne Mensch verbringt schon 3/4 seiner Wachzeit mit Medienkonsum im weiteren Sinne, und der weitaus grösste Teil dieses Informationsstroms ist rein visueller Natur.

Der einzige Weg, wie IT nützlicher werden kann, ist durch eine radikale Ausweitung der User-Interfaces. Alles andere ist müssig, weil das Nadelöhr des zweidimensionalen Bildschirm-Gucklochs jeden echten Fortschritt bremsen wird.

Erstens müssen die User-Interfaces der Zukunft möglichst viele unserer Sinne nutzen. Und zweitens müssen sie unsere dreidimensionale Natur nicht nur berücksichtigen, sondern voll ausnutzen.

Falls sich das nach einer allzu abstrakten Idee anhört: Die Vorboten dieser Entwicklung sind schon da.

Die zwei erfolgreichsten IT-Produkte der letzten Jahre waren vermutlich das iPhone von Apple und die Gamekonsole Wii von Nintendo. Beiden Produkten schlug anfänglich einiges an Skepsis entgegen, weil ihr Ansatz so neu war. Und beiden Produkten ist gemeinsam, dass sie nicht das maximal Machbare in Punkto technischer Leistungsfähigkeit darstellen, sondern den Fokus auf ein neuartiges User-Interface legen.

Das iPhone brachte erstmals ein Touchscreen-Interface, das sich organisch und natürlich anfühlte. Wenn man etwas ranzoomen will, zieht man zwei Finger auseinander. Wenn man eine E-Mail löschen will, schnippt man sie weg. Man scrollt mit einer eleganten Daumenbewegung. Erstmals fühlte sich ein Finger im Umgang mit einem Touchscreen nicht wie ein verkappter Mauszeiger an, sondern wie ein natürliches Interaktionsinstrument. Natürlich ist der Screen immer noch zweidimensional, aber mit diesem natürlicheren Interface hat Apple die ganze Mobiltelefonwelt auf den Kopf gestellt.

Noch deutlicher ist der Effekt bei der Nintendo Wii: Während traditionelle Videospiele nur auf die immer noch grössere Perfektion von Hand-Auge-Koordination setzen, bezieht die Wii den ganzen Körper des Spielers ein. Das macht nicht nur unerfahrenen Videospielern deutlich mehr Spass, sondern fühlt sich irgendwie befriedigender an. Resultat: Die hochgezüchteten Konsolen der Konkurrenz leiden an Absatzschwächen, Nintendo hingegen kommt mit der Produktion von Wiis kaum nach.

Auch andere Firmen basteln vorsichtig an den User-Interfaces der Zukunft: Microsoft hat mit seinem interaktiven Surface-Tisch einen ersten Versuch gestartet und zeigt in seinen Visions-Videos, wie sich Informationen zukünftig natürlicher in unsere Umgebung integrieren könnten. Startups wie Ambient Devices machen dreidimensionale Gegenstände zu Informationsträgern, andere wie Chumby Industries bauen Gadgets, die auf Schütteln und Quetschen reagieren.

Und selbst Amazons eBook-Reader Kindle ist ein Beispiel. Der Kindle ist ein neuartiges Interface zu digitaler Information, vom Gefühl her einem Buch ähnlicher als einem Computer, und wider Erwarten hat Amazon damit einen Erfolg gelandet. Dass ein spezialisiertes, von normaler Computerinfrastruktur völlig unabhängiges Lesegerät beim Publikum ankommen würde, haben nur wenige erwartet . Die treuste Fangruppe des Kindles scheinen anekdotischen Hinweisen zufolge (und der Kindle-Bestsellerliste nach zu schliessen) übrigens Frauen über 40 zu sein, sonst nicht die Gadget-affinste Zielgruppe.

In der Forschung ist die nächste Generation der Benutzerschnittstellen schon lange ein Thema. Am MIT Media Lab wird schon lange daran geforscht, und immer wieder schaffen die Forscher verblüffende Prototypen, die Informationen greifbarer machen. Gleich um die Ecke wird mit 3D-Druckern experimentiert -- Geräten, die aus digitaler Information dreidimensionale Gegenstände herstellen können.

Das Ausbrechen aus der Zweidimensionalität hat verschiedene Aspekte. Erstens werden User-Interfaces taktiler und beziehen mehr Sinne ein. Zweitens werden immer mehr spezialisierte Geräte vernetzt und damit zu einem Teil der universellen Schnittstelle zwischen realer Welt und Internet. Und drittens manifestiert sich digitale Information immer mehr ausserhalb des traditionellen Computerbildschirms.

Diese Entwicklung steht erst am Anfang, aber sie wird vermutlich nicht weniger revolutionär sein als die Erfindung des PCs oder die Popularisierung des Internets. Der Engpass in der IT ist heute nicht mehr die Verfügbarkeit von Information, Rechenleistung oder Bandbreite, sondern die Aufnahmefähigkeit des Menschen. Und ohne Durchbrechung der bisherigen Guckloch-Metapher kann es diesbezüglich keinen Fortschritt geben.

(Bild: Ambient Devices )

Kommentare

  • nico

    23.03.09 (10:46:30)

    Na ja, ich würde eher vermuten das die Zukunft des userinterface bei einem direkten Zugang zum Gehirn liegt. Denn wenn man einen Computer wie einen Finger steuern kann, warum sollte man ihn dann mit einem Finger bedienen. Hört sich noch etwas creepy an, dauert bestimmt auch noch etwas, aber auch hier gibts erste Erfolge.

  • Felix A.

    23.03.09 (12:33:30)

    Beim Entertainment: Ich denke der Weg geht eindeutig zur Dreidimensionalität. Es wird wohl nicht mehr so lange dauern, dann werden alle World of Warcraft Spieler einen 3D-Helm tragen, sich in einen Anzug zwängen welcher Druckreize erzeugt und mit Dufterzeugern ausgestattet sein. Schließlich noch mit einem Schwert in der Hand wird man dann gegen Monster kämpfen, und gar nicht mehr wirklich zwischen realer und virtueller Welt unterscheiden können. Das Internet: Google hat ja mit Lively schon etwas in der Richtung begonnen, allerdings glaube ich die Zeit ist noch nicht reif... wenn sie denn überhaupt kommen wird. Beim Business: Ich denke hier sind gar keine weiteren Innovation notwendig. Um effektiv zu arbeiten brauchst du lediglich zweidimensionale Informationen. Der Mathematiker vor 500 Jahren, so wie der heutige Programmierer. Ein 3D Drucker, an dem im Moment weltweit geforscht wird, wäre ganz nett, aber wird mMn auch kein "Produktivitätsbooster" wie es die Innovation des Internets war. Das Internet macht auch traditionelle Banken, Versicherungen usw. eigentlich obsolet, aber es gibt sie noch. Daher bin ich der Meinung, dass das Innovationspotential welches das Internet besitzt noch gar nicht ausgeschöpft ist. Alle aktuellen Businessmodelle der Start-Ups im Web werden irgendwann funktionieren, ganz klar. Allerdings erst wenn die Zeit reif ist und der Otto-Normal-Bürger von Nebenan sagt die Sache ist nützlich. Ich glaube wir Tekkies, 10% der Bevölkerung, können die anderen 90% einfach nicht richtig verstehen. Damit die Innovationen funktionieren, brauchen wir aber die Anderen. Wenn die ältere Generation sagt "das ist nützlich" und wenn der Jugendliche sagt "das ist geil", dann funktionierts! :) Edit: Ich habe gerade festgestellt, dass Lively von Google eingestellt wurde. Da habe ich wohl was verpasst!

  • Marco

    23.03.09 (13:27:28)

    Ich denke auch, dass es keine 3D-Interfaces geben wird. Da glaube ich - wie nico - eher an direkte Zugänge zum Gehirn, z.B. "Neuro-Headsets". Klingt zwar komisch und ich weiß auch nicht, ob das wirklich mal möglich sein wird. Aber früher hätte man auch nie gedacht, dass die Computer von heute möglich wären. Hier steht etwas mehr dazu (ZDNet): http://tinyurl.com/d5pfcw

  • Felix A.

    23.03.09 (13:48:45)

    Klingt ja genauso gruselig wie die Vorstellung früher oder später mit eingepflanzten RFID Chips durch die Gegend zu laufen. [ironie]Aber hey, wäre doch super. Das macht dann die Kreditkarte, Personalausweis, Gesundheitskarte usw total überflüssig[/ironie]

  • Marius

    23.03.09 (14:45:43)

    Also ich finde die Idee mit den dreidimensionalen Interfaces durchaus interessant und nachvollziehbar. Die Argumentation über die neuen Devices wie iPhone und Wii ist für mich schlüssig. Beim iPhone kommt neben der Multitouch-Technologie durch das Accelerometer ja ebenfalls die Bewegungsebene hinzu. Es wäre sicher interessant zu sehen, wie sich derartige Technologien weiterentwickeln. Andererseits muss ich auch sagen, dass die Zweidimensionalität von Informationen ein kultureller Standard ist, der sich seit Jahrtausenden durchgesetzt hat. Vielleicht wäre durchaus eine Steigerung der Produktivität möglich. Ich denke jedoch, dass die Reduzierung auf zwei Dimensionen aber gerade das Maximum an Produktivität rausholt. Es ist eine starke Vereinfachung komplexer Sachverhalte, eine Abstraktion, die sich einfach handhaben und manipulieren / bearbeiten lässt. Es beansprucht wenig Kapazitäten unsererseits (durch die Leistungssteigerung in der IT mache ich mir keine großen Sorgen um die Kapazitäten der Hilfsmittel). Ich denke, dass die Einführung der dritten Dimension eine Komplexitätssteigerung mit sich bringt, die der Produktivität eher nicht förderlich ist.

  • Adrian

    23.03.09 (17:18:28)

    3D ist doch sooo 90's ;-) Augmented Reality scheint mir da schon deutlich mehr Potential zu haben als mit 3D Helm und Vollkoerpersensorium durch virtuelle Karteikastenkeller zu wandern.

  • Chief Justice

    23.03.09 (17:37:13)

    @Adrian: AR ist sooo 90ies. Aber jetzt funktioniert's langsam für alle. Und hat definitiv Potential.

  • Adrian

    23.03.09 (17:51:29)

    @Chief: Nachdem ich den Post geschrieben habe, erinnerte ich mich daran, dass Augmented Reality sogar soooooo 80's ist (Tron, Terminator).

  • FERNmann

    23.03.09 (18:56:20)

    Ich denke auch eher das die Zukunft im Direktzugang zum Gehirn liegt. Also das man sich so ein Kabel in den Kopf steckt und damit den Computer bedient. Wäre doch super, z.B für Software-Entwicklung, man stellt sich da das Programm einfach vor und der Quellcode wird aautomatisch geschrieben. Oder für Gafikdesigner: Grafik vorstellen und der Computer erledigt den Rest. So ein Direktzugang im Gehirn muss natürlich entsprechend abgesichert werden, man stelle sich mal vor, man könnte über den Computer das Gehirn z.B über einen Trojaner auslesen oder gar beschreiben. Schon gruselig die Vorstellung. Aber bis es soweit sein wird, das wird meiner Meinung nach noch ein paar Jahrhunderte dauern. Zuerst einmal wird die digitale Welt vom Computerbildschrim getrennt, da stimme ich zu. Das Web wird nicht mehr Zuhause oder auf der Arbeit stattfinden, sondern einfach überall. Man hat ja ein iPhone in der Tasche. Man betritt z.B ein Kaufhaus und möchte wissen, wo eine bestimmte Abteilung ist. In Zukunft werden wir vielleicht einfach das Handy zücken und darüber eine Wegbeschreibung abrufen. Dann fotografieren wir ein Produkt und bekommen anschließend Informationen, wo das Produkt noch billiger zu haben ist. Und so weiter.

  • Patrick Stähler

    23.03.09 (20:00:11)

    Hoi Andreas da bin ich doch etwas überrascht, dass du jetzt auf 3D setzt. Ich glaube sehr daran, dass wir das Userinterface vereinfachen müssen, aber alles 3D? Erinnerst du dich noch an ein gemeinsames Doktorandenseminar, wo du die 3D Darstellung von Finanzdaten vorgestellt hast? Da konnte man durch die Daten fliegen. Sah toll aus, aber finde ich dadurch die wirklich relevanten Daten besser? Ich habe gerade an der ETH ein Projekt gehabt, in dem auch in 3D Gebäude dargestellt werden sollten, aber uns fehlt eindeutig der Use Case und schon gar das entsprechende Geschäftsmodell für die 3D-Darstellung. Sah sehr nett aus, aber 3D hat keinen Mehrwert gebracht. Die Vernetzung von normalen Informationen, die heute noch nicht vernetzt sind, war dann die "Killer"anwendung für das Projekt. Nix mehr mit 3D, sondern schnöde Vernetzung von grossen Datenbeständen zu neuen, aktiven Informationen. Neben 3D wird insbesondere auch die Multimedialität des Internets überschätzt. Ist schon super, dass man jetzt Videos auf Youtube anschauen kann, aber entscheidender ist, dass wir über und mit dem Internet interagieren können. Das ist das Geheimnis von youtube, die Vernetzung und Aktivität des Mediums selbst.

  • Marco

    23.03.09 (20:21:08)

    @FERNmann: Glaubst du wirklich, dass es noch so lange dauert? Ich hab doch im Kommentar #3 schon einen Link eingefügt, der zeigt, dass es so etwas schon ansatzweise gibt. Dann wird es doch auch nicht mehr lange dauern, bis diese Teile wirklich brauchbar werden, oder?

  • Andreas Fischler

    24.03.09 (10:32:59)

    Hier noch ein nettes zusätzliches Beispiel das zeigt, was ein Zwischenschritt auf dem Weg zur integrierten 3D-IT sein könnte: The sixth sense Sieht zwar noch etwas gebastelt und umständlich aus, aber die UseCases sind eigentlich ganz spannend :-)

  • FERNmann

    24.03.09 (16:59:44)

    @Marco: 50-100 Jahre wird es schon noch dauern, denke ich. Mit Direktzugang zum Gehirn mein ich jetzt, das man sich ein Kabel in den Kopf steckt und dann in einer Virtuellen Welt landet, die man von der Realen nicht mehr unterscheiden kann (so wie in Matrix). Das was es jetzt aktuell gibt sind ja bloß Geräte, die auf einen bestimmten elektrischen Strom "warten" und dann einen vorgegebenen Befehl ausführen. Einen Kommentar wie diesen könnte ich mit so einer Maske sicher nicht schreiben, also dass ich mir die Worte denke und der Computer sie automatisch in das Kommentarfeld schreibt, und das ganze schneller geht als wenn ich ihn konventionell mit der Tastatur tippe. Ob sowas die aktuelle Technik leisten kann, wage ich zu bezweifeln. Aber so schnell wie sie sich heutzutage entwickelt, da lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

  • dizfx

    28.04.09 (00:15:28)

    ja , der nächste schritt wird die neurale vernetzung mensch - maschine sein , doch wird dieser nur mitthilfe der pharma/biotechnologie möglich sein.... das heisst : wird die perfekte droge entwickelt , dann wird das internet neue bahnbrechende formen annehmen ..... legal doch sehr wahrscheinlich illegal werden dann die weichen fürs web x.0 gestellt ....

  • Peter Kiowsky

    19.01.10 (14:50:32)

    @Fernmann: Doch, diesen Kommentar könntest Du sehr wohl via Gedanken schreiben. Ich habe kürzlich einen Bericht über Tetraplegiker in den U.S.A. gelesen, denen mithilfe einer solchen Gehirn-Computer-Schnittstelle das Schreiben ermöglicht wurde. Der eine Mann war nicht mehr fähig, mit seiner Frau zu kommunizieren, weil die Muskulatur um den Mund gelähmt ist. Mithilfe dieser Apparatur ist es ihm möglich, sich mit seiner Umwelt auszutauschen. Zwar braucht er ziemlich lange bis er die einzelnen Buchstaben via Gedanken auslesen kann, aber es funktioniert!!! Vielleicht sind wir ja schon in 10 Jahren soweit, dass wir via Gedanken kommunizieren können.

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