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24.04.09Leser-Kommentare

In eigener Sache: Wir stellen medienlese.com ein

Dieses Posting in eigener Sache ist leider eines mit schlechten Nachrichten: Wir von Blogwerk haben beschlossen, medienlese.com am 30. April einzustellen. Das tut weh, aber die wirtschaftliche Entwicklung lässt uns kaum eine andere Wahl.

Update: Nachdem sich einige Leser mit einer Spendensammlung für die Rubrik "6 vor 9" ins Zeug gelegt haben, wird medienlese.com vorerst bis Oktober 2009 weiter bestehen.

medienlese.com ist online seit dem 2. August 2006. Die Rubrik «6 vor 9» ist seit diesem Tag ohne Unterbrechung an jedem Werktag erschienen, insgesamt wurden mehr als 2.150 Artikel hier veröffentlicht, medienlese.com belegt in den aktuellen Blogcharts Rang 20 - aber wir hängen deutlich mehr daran, als es diese Zahlen aussagen können.

Wir haben immer gewusst, dass medienlese.com zu einem guten Teil ein Prestigeobjekt ist, und dass man mit einem Medienblog, das kein Branchendienst sein konnte und wollte, nicht viel Geld verdienen konnte. Wir haben es uns trotzdem gern geleistet. Leider geht das nun nicht mehr. Die wirtschaftliche Lage zwingt uns zu Einschnitten, und statt linear in allen Blogs zu sparen, was alle schwächen würde, haben wir uns nun zu diesem drastischen und schmerzhaften Schritt durchgerungen.

Es tut mir sehr leid für das Team, Ole Reißmann, Ronnie Grob, Klaus Jarchow und Carolin Neumann, denen Blogwerk-Chefredaktor Peter Sennhauser und ich hiermit für ihre grossartige Arbeit über drei Jahre danken möchte (auch wenn nicht alle die ganze Zeit dabei waren).

Ich finde es natürlich besonders unangenehm, dass medienlese.com oft die Entlassungswellen der grossen Verlage kommentiert hat, und wir nun selbst eine solche vornehmen müssen. Ein grosser Teil der Journalismus-Zukunft wird online stattfinden, diese Aussage war und ist sicher richtig. Aber dass die Monetarisierung vor allem kleiner, inhaltlich hochwertiger Angebote noch einige Zeit lang problematisch bleiben wird, wissen wir eben auch.

Wir könnten uns durchaus vorstellen, dass ein Dritter medienlese.com übernimmt und weiterführt. Ich spreche bereits mit einigen Interessenten. Vorerst muss jedoch die Einstellung, voraussichtlich zum 30. April, als wahrscheinlichste Option gelten.

Übermorgen wird die «SonntagsZeitung» einen Artikel veröffentlichen, in dem ich nochmal zur Situation der Blogvermarktung und zu Gründen für diesen Schritt Stellung nehme.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Hofnarr Florian

    24.04.09 (12:38:30)

    Schade! Ich habe den Blog sehr gerne gelesen.

  • Roland

    24.04.09 (12:40:37)

    also ich finds sehr schade! ihr habt ihr super arbeit geleistet! hoffentlich findet sich jemand, der das ganze weiterführt... 6 vor 9 ist genial!

  • Jochen

    24.04.09 (12:47:18)

    Hat sich BlogWerk nun also entschieden, Medienlese zum Nulltarif abzugeben? Es wurden doch bestimmt schon vor dieser Ankündigung Käufer gesucht. Die offene Frage ist, wer denn ein Blog will, das offensichtlich nicht rentiert? Wünsche alles Gute!

  • Schtonk!

    24.04.09 (12:49:11)

    Oh Mist. Jetzt muss Spiegel online seine Praktikanten wieder selber bezahlen und Che wieder für umme bloggen. Ernsthaft: Medienlese hatte zuletzt stark nachgelesen, aber es war mal eins der besten Blogs und wird mir fehlen.

  • Anja

    24.04.09 (12:56:14)

    Ich finde das sehr, sehr schade. Ich hab euch immer bewundert, wie ihr die "6 vor 9" durchgezogen habt. Gehört zu meiner liebsten Morgenlektüre. Und ganz im Gegenteil zu meinem Vorredner finde ich das Niveau hier sehr hoch, die Beiträge fundiert und gut formuliert. Ich wünsche euch alles Gute!

  • SheephunteR

    24.04.09 (12:57:08)

    Ich muss sagen ich bin enttäuscht, wenn es auch verständlich ist. Wäre schön, wenn sich jemand fände, der 6vor9 weiterführt. Den Rest müsste man sicher überdenken/überarbeiten, aber vielleicht findet sich ja auch da jemand der das tut und medienlese auch wieder auf ein neues Level hebt und mehr Relevanz verleiht.

  • Thomas Mrazek

    24.04.09 (13:05:40)

    Das ist wirklich sehr, sehr schade. )-:

  • Marko

    24.04.09 (13:06:11)

    Da der erste April lange vorbei ist, nehme ich mal an, das eure Drohung ernst gemeint ist und kein medialer Test-Ballon! Das ist dann aber äußerst schade ... und ein Hinweis auf Möglichkeiten, wie Grenzen des Bloggings die sich jedem Blogger derzeit wohl offenbaren. Ich wünsche allen hier beteiligten jedenfalls ein glückliches Händchen bei der Organisierung ihrer persönlichen oder gemeinsamen Zukunft. Kann mir gut vorstellen von dem einen oder anderen an anderer Stelle zu lesen. Gibts schon eine Lösung für die Abwicklung? Ich kenn' da ein paar Leute, die ...

  • Dennis

    24.04.09 (13:07:55)

    Leute ich finde das sowas von Schade! Das war einer meiner absoluten Lieblingsblogs!!! Vorallem mit 6 vor 9 habt ihr sowas tolles auf die Beine gestellt! Schade, dass es jetzt rum ist. Werde mich jetzt wohl an den Morgen ohne 6 vor 9 gewöhnen müssen...:(

  • Stephan

    24.04.09 (13:09:06)

    Nein, was? Sehr schade. Gerade "6 vor 9" war absolute Pflichtlektüre und hat mich oft auf das eine oder andere Schmankerl gestoßen. Definitiv eine traurige Nachricht und ein Verlust!

  • Felix

    24.04.09 (13:12:09)

    6vor9 war für mich das tägliche Fenster zum Medienblogdschungel, schade jetzt muss man sich wohl turi antun :(

  • Dennis

    24.04.09 (13:15:35)

    Wir wollen 6vor9 retten! Wer ist dabei? http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1057

  • bastih

    24.04.09 (13:19:33)

    Das ist wirklich sehr bedauernswert :( . Ich würde sogar Geld für eine Spende locker machen, wenn sich andere ebenso dazu entschließen würden... Wird wohl aber nicht dazu kommen. Wenn doch, ein kleines bisschen würde ich beisteuern. Ich finde gut, dass du auch das Bashing anderer Einsparvorkommnisse, die ihr kommentiert habt, als unangenehm empfindet und das auch zugibst. Das ist sehr ehrlich. Vielleicht klappt es ja doch noch.

  • Sachar

    24.04.09 (13:24:36)

    Dennis (12.) hat es angekündigt. Ich rufe dazu auf, medienlese über eine Spende zu retten. Ab 150 Unterstützern, die sich locker finden müssten, sind wir laut Peter Hogenkamp im Geschäft und können zumindest die Rubrik "6 vor 9" retten. Mehr dazu hier: http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1057

  • Marc Scheloske

    24.04.09 (13:25:37)

    Ausgesprochen schade, daß die Medienlese nun eingestellt wird. Ich habe gerne mitgelesen und mich u.a. durch Euch zu meinem täglichen Wissenschafts-News-Rundblick 3vor10 anregen lassen. Vermutlich - auch wenn das jetzt nicht mehr weiterhilft - hätte man spätestens vor 1 Jahr die Mannschaft hier verstärken müssen, um gleich von Anfang an gegen Meedia und Co. gegenzuhalten. O.k., Ihr wart kein Mediendienst, aber die Seite hatte mehr Potential.

  • David Bauer

    24.04.09 (13:37:48)

    Übermorgen Thema in der SonntagsZeitung.

  • su franke

    24.04.09 (13:41:18)

    Verständlich auf eine Art aber sehr schade. Ich werd Euch auch vermissen, vorallem wegen dem neuen Journalismus, der mir lieber ist als der klassische und einfach die Zukunft sein wird. Seid der Zeit voraus. Mist. Alles Gute für Euch.

  • Björn Amherd

    24.04.09 (13:46:22)

    Sehr schade. Ich werde die guten Hintergrundberichte abseits des Mainstream-Journalismus vermissen.

  • bd

    24.04.09 (13:49:42)

    Bedauerlich.

  • Marcel

    24.04.09 (13:53:29)

    Na dann viel Erfolg für die Zukunft!

  • kaufmich

    24.04.09 (14:02:25)

    Was würde die Seite denn kosten?

  • Andreas

    24.04.09 (14:26:26)

    Ich habe an der Medienlese immer besonders den unaufgeregten Ton gemocht. Das wird mir fehlen.

  • Peter Hogenkamp

    24.04.09 (14:31:24)

    @kaufmich, ich nehme nicht an, dass Du es ernst meinst, aber ich wäre per Mail und Telefon gut erreichbar.

  • Thomas

    24.04.09 (14:37:02)

    Schade?waere es nicht an der Zeit mal ueber die eigene Verblendung nachzudenken?niemand hat so hoehnisch ueber die Krise der Medien geredet wie ihr.klaus jarchow hat sogar anthropologisch bewiesen warum die zeitungen keine chance mehr haben koennen.ihr lebtet in einer Scheinwelt voller Ressentiment.Das ist nur der Anfang der grossen korrektur.

  • ugugu

    24.04.09 (14:39:07)

    Wirklich schade. I am sorry für alle Beteiligten. Die Beiträge hier waren zuweilen Extraordinär! Und ich muss jetzt wieder alleine Holzen?

  • Hugo E. Martin

    24.04.09 (14:39:26)

    Danke für die gute Arbeit und ich hoffe es geht für alle im Team, Ole Reißmann, Ronnie Grob, Klaus Jarchow und Carolin Neumann, und für die Nutzer von medienlese.com in eine noch bessere Zukunft! Brauchen "gestandene Leute" ein Blogwerk?

  • Peter Turi

    24.04.09 (14:44:14)

    Hallo Peter, mein Beileid. Schade! Wie oft habe ich mich um 6 vor 9 über toll ausgesuchte Links gefreut - und geärgert, dass wir sie nicht gefunden hatten. Wenn ich auch Deinen Blog nicht kaufen kann/will, so könnte ich mir vorstellen, den einen anderen von Deinen Autoren zu beschäftigen. Wir bauen weiter aus und brauchen dringend Verstärkung! Wenn Deine Autoren harte Arbeit, frühes Aufstehen und knappe Formulierungen nicht scheuen (wovon ich ausgehe), sollen Sie mich bei Interesse einfach anmailen unter peter@turi2.de. Ich würde mich freuen! Gruß, von Peter zu Peter, von Webverleger zu Webverleger! Und: Kopf hoch! Auch wenn der Hals ungewaschen ist, wie man bei uns im Süden sagt. ;-)

  • Klaus Jarchow

    24.04.09 (14:44:41)

    @ Thomas (24): "Sogar anthropologisch" hätte ich etwas bewiesen? Oha, oha! Hier noch ein wenig Logik (Grundkurs): Der Abschied von dem einen heißt nicht, dass das andere gerettet wäre. So hat der Schellfisch nicht deshalb eine große Zukunft, weil der Kabeljau ausstirbt. Und Energie Cottbus wird nicht deshalb schon deutscher Meister, weil Bayern München es nicht wird. Parallelen bitte selber bilden ...

  • Thomas

    24.04.09 (14:57:36)

    Falscher vergleich.nach dem was sie hier jahrelang an angeblichen gesetzmaessigkeiten von sich gegeben haben sehen wir verwundert: die praemisse war nix anderes als die verweifelte pr fuers eigene geschaeftsmodell.sie waren der inbegriff von hohn und arroganz.aber nun zum turi,der so dezent ist in den kommentaren nach redakteuren wie nach leibeigenen zu fragen.scheusslich.

  • Klaus Jarchow

    24.04.09 (15:01:36)

    Ein wenig Argumentation statt einfach nur apodiktisch ein 'Falsch' daherzuorgeln, das wäre schon nötig, wenn man mitdiskutieren will. Gibt's am Ende vielleicht gar kein Zeitungssterben mehr? Und worüber schreiben denn diese Zeitungen da alle ...? Wissen Sie am Ende mehr als die? Aber wenn nicht, denn nicht ...

  • Hans

    24.04.09 (15:04:45)

    I'm say good bye. Ich werde euch nicht vermissen und habe euch nie gelesen.

  • Christiane Schulzki-Haddouti

    24.04.09 (15:08:27)

    Zu schade! Hoffentlich klappt das mit den Spenden!

  • Thomas

    24.04.09 (15:09:59)

    Soll ich aus ihren artikeln zitieren?da war ja fast freude an entlassungen zu spueren.zeitungssterben?keine einzige zeitung in deutschland und zehn von fuenfzehnhundert in zwei jahren in den usa - und die waren hochverschuldet. Sie haben daraus das gleiche gemacht wie alle sektierer:ein weltgesetz.gestorben sind jetzt jedenfalls erstmal diese blog-werke.und jetzt ist es auch schon die nachricht von gestern.vielleicht gibt es ein leben nach dem tode in google-cache.

  • Thomas Wingenfeld

    24.04.09 (15:18:54)

    Das Problem liegt sicher in der Vermarktung der Blogs. Gut funktioniert es, wenn ein Blog in ein hochwertiges Content-Angebot eingebettet ist, das ihm ständig neue Leser zuführt und auch Anzeigenkunden. Alleine für sich genommen sind die meisten Blogs viel zu klein, ihre Vermarktung zu unprofessionell und mit zu geringem Zugang zu Agenturen und Werbungtreibenden. Das haben sie mit sehr kleinen Fachzeitschriften gemeinsam - doch die können von ihren Abo-Gebühren leben, Werbung ist nur ein Zubrot. Es mag nicht wirklich trösten, aber auch Goethe und Schiller mussten ihre hochwertigen Zeitschriften einstellen, weil sie nicht finanzierbar waren - Ihr seid also in guter Gesellschaft. Vielleicht gelingt es ja für die anderen Blogs ein "Mutterschiff" zu finden, das groß genug ist, damit der Geleitzug durch die schwere See kommt.

  • Sachar

    24.04.09 (15:23:18)

    Genug der vielen Worte. Ab sofort kann für medienlese gependet werden. Wie, was, wo? Hier stehts: http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1057. Und bevor Fragen aufkommen. Die Spenden gehen zu 100 Prozent an die Blogwerk AG - sofern das Projekt zu 100 Prozent finanziert wird.

  • Che

    24.04.09 (15:28:02)

    Almosen?Kollekte?Das kann nicht wahr sein.

  • Klaus Jarchow

    24.04.09 (15:31:22)

    Ein Palmström - wie schön! "Und er kommt zu dem Ergebnis: Nur ein Traum war sein Erlebnis, weil - so schloß er messerscharf -, nicht sein kann, was nicht sein darf."

  • Thomas

    24.04.09 (15:36:54)

    Und der Jarchow steht hinter den mauern von jerichow und hat eben sowas wie eine posaune gehoert.jetzt noch ein weissweinfoto.

  • base rate

    24.04.09 (15:38:59)

    Nein!!!! Ich fass es nicht! Mann, scheiße. Es gab nicht viele Orte im Netz, die ähnlich zentrale Anlaufstellen für mich waren wie die Medienlese. Oh nein.

  • HomiSite

    24.04.09 (15:41:32)

    Wäre sehr schade - "6 vor 9" ist nämlich wirklich super!

  • Klaus Wolfrum

    24.04.09 (15:42:50)

    In der Tat: Wirklich schade wäre es. Es würde mir schon ein wichtiges Stück in Eurem Blogwerk fehlen. Ich hatte es Dir zwar schon getwittert, wiederhole mich aber hier gerne ein wenig ausführlicher. Mir persönlich wäre ein Blogwerk-Abo sehr viel lieber als die Spendenidee, auch wenn ich gar nicht bzw. weniger spenden müsste als ein flexibles Abo von Euch zu buchen. Ich denke, die Zeit dafür wird kommen. Für mich (wie sicher für viele andere) gibt es eine ganze Reihe Medienblogs, für die gerne gezahlt werden würde. Das könnte in der Masse und mit dem digitalem Vertriebsweg, und den Pipifax-Transaktionskosten für den Einzelnen nur günstiger sein als wenn wenige für viele (mit)spenden. Dem Verlag und seinen Mitarbeitern wäre eine gewisse Kontinuität, eine Kalkulierbarkeit und insbesondere eine Unabhängigkeit zustehen. In der Regel spende ich nur für wohltätige Zwecke, Menschen in Not oder z.B. in Rechtsnot geratene Unternehmen. Gute Medienangebote sollten grundsätzlich am Markt keine Spendenappelle nötig haben - obwohl ich weiß, dass das Thema verflixt schwierig ist. Ich wüsste dann auch endlich wieder wohin mit meinem Geld, welches ich nicht oder weniger zum Zeitschriftenhändler bringe. my 2 cents. Euch Alles Gute und Danke für die durchwegs lesenswerten Artikel!

  • base rate

    24.04.09 (15:44:09)

    6 vor 9 war neben turi2 mein wichtigster Newsletter. Die beiden hatten den Perlentaucher für mich längst abgehängt. Findet doch jemanden, der Euch das weitermachen lässt.

  • Chat

    24.04.09 (15:45:25)

    Mensch base rate, was kann man da machen?Auswandern?Betrinken?Beten?Sag mir,wenn du n Ausweg siehst!

  • Antot

    24.04.09 (15:50:13)

    Lieber Herr Dr.Turi, was verdient man bei Ihnen? Ist man frei vom Anzeigenkundendruck? Wo kann ich mich bewerben?

  • base rate

    24.04.09 (15:51:09)

    Ich geh jetzt erstmal wieder auf meinen Balkon und trinke meinen Kaffee aus. Und ich hoffe, dass Ihr die alten Medienlese-Inhalte noch im Netz stehenlasst.

  • Klaus Jarchow

    24.04.09 (15:54:17)

    Ach ja, Thomas - diese köstliche Sommermusik der Posaunen von 'Jerichow': Hier ragen die mächtigen Westtürme als Wahrzeichen des Jerichower Landes in die weite Elbniederung. Das Kloster besitzt heute als romanisches Baudenkmal und ältester Backsteinbau östlich der Elbe eine besondere baugeschichtliche Bedeutung und wird jährlich von über 20000 Gästen besuchet. Neben den sonntäglichen Gottesdiensten erklingen von Mai bis September in der Kirche die beliebten "Jerichower Sommermusiken".

  • christof

    24.04.09 (16:02:56)

    irgendwie komisch. jetzt habt ihr jahrelang geschrieben, im internet liegt die zukunft und jetzt macht ihr dicht? im übrigen: publizistisch ernstzunehmen ist man nur, wenn man für seine berufung auch am hungertuch nagt. was kosten eure autoren, dass ihr schliessen müsst? und war da keiner bereit, das auch kostenlos zu machen? find ich schwach.

  • Peter Turi

    24.04.09 (16:19:59)

    zu 44. Antot: Wir zahlen 20 Euro die Stunde, führen für unsere Autoren KSK-Beiträge ab und spendieren im November einen kleinen Zuschuss zum Weihnachtsfest. Und: Wer versucht, Anzeigenkunden schönzutun, kriegt ne gelbe Karte. Anzeigenkunden, die Druck machen, die rote. Bewerbungen wie gesagt an peter@turi2.de. Ohne Wissen, Fleiß und Fixigkeit jedoch aussichtslos. PS: Ich bin kein Dr., sondern Studienabbrecher. ;-)

  • Ralf Grabowski

    24.04.09 (16:28:30)

    Schade, sehr schade, eure Seite gehört für mich zur täglichen Lektüre. Ihr habt 'ne gute Arbeit gemacht! Danke dafür und haltet die Ohren steif!

  • Der Wobbler

    24.04.09 (16:44:10)

    Boah, 20 €/h. Peter Turi, das ist ja nix. Aber danke für die Ehrlichkeit. Was es bei Blogwerk gab, möchte ich da gar nicht wissen, aber selbst wenn es jämmerliche 2 €/h wären, würden Pappnasen wie cristof noch sagen, wenn das echte Journalisten wären, würden sie gratis arbeiten und von Hartz IV leben. Nun, cristof, dann geh doch mal vor, mach! Schreib für lau. Wir werden dann trotzdem Deine Texte in der Luft zerreißen. Ein Journalist echter Berufung muss das abkönnen. Und das ist ein Job, auf den ihr neidisch seid??? (ich denke nur an die häßlichen Diskussionen beim "Neid auf die Festangestellten"? "Entlassungswellen"? Na ich glaube nicht, dass hier wer angestellt war. Aber sei's drum. Peter Hogenkamp redet es jedenfalls nicht schön.

  • Alex

    24.04.09 (16:51:37)

    Nicht so schlimm.

  • Fred David

    24.04.09 (17:09:58)

    Echt schade! Ihr habt einen prima Job gemacht. Gute Autoren! Medienlese hat(te) Potential. Von Vielfalt und Qualität habe ich profitiert - ohne einen penny dafür zu bezahlen. Kein Grund zur Schadenfreude. Das zu allerletzt. Am Schluss gilt eben doch der böse Satz von den "lousy pennys", die im web bisher zu verdienen sind. Nicht schön. Aber brutal wahr. Bonne chance pour tout le monde du medienlese!

  • Mike Schnoor

    24.04.09 (17:30:48)

    Schade, medienlese konnte mich privat und beruflich immer erfreuen...

  • christof

    24.04.09 (17:31:44)

    @ wobbler: weisst du, wovon du sprichst? und bevor du pappnase austeilst: ich arbeite schon lange einen teil gratis, weil jener journalismus, den ich für wichtig erachte, nicht mehr finanziert wird. im übrigen: selbst mit einem anständigen lohn sinkt im ökonomisierten journalismus der stundenansatz für einen journalisten, der seinen beruf und seine aufgabe im demokratischen system ernst nimmt, schnell unter 10 franken. was solls? pflegerinnen arbeiten auch für hungerlöhne, aber der job muss gemacht werden. so einfach ist das.

  • Paul Arne Wagner

    24.04.09 (17:43:35)

    Was!? Mir steht echt der Mund offen... Ich finde nicht, dass die Medienlese Print gegenüber allgemein eine arrogante Einstellung hat[te], zumindest aber hätte ich nach allem, was ich hier gelesen habe, den erzwungenen Abschied von meinem täglichen Printmedium eher erwartet, als dass ich nun doch wieder Turi lesen muss auf die Suche nach einem neuen Lieblingsmedienblog gehen muss. Medienlese war für mich alltägliche Lektüre. Gerade weil sie kein Branchendienst war, weil hier nicht zwanghaft über alles berichtet wurde, sondern über interessantes und für mich oft neues. Medienlese war auch nicht nur 6vor9, gerade die redaktionellen Themen waren eine echte Bereicherung. Ob Spenden die Lösung sind sei dahingestellt, jedenfalls schaffen sie vielleicht eine Gnadenfrist. Ein Micropayment-Abonnement könnte langfristig sicherlich mehr dazu beitragen, dass sich ein von immerhin 2.500 täglich gelesenes Blog langfristig finanzieren kann.

  • christof

    24.04.09 (17:49:31)

    nicht falsch verstehen: ich fand medienlese auch toll. nur schade, dass zur rettung der res publica nicht auch opfer gebracht werden. das hätte ich erwartet.

  • Quotenblogger

    24.04.09 (17:50:27)

    Schade, dass ist sehr bedauerlich. Der Quotenblogger hat medienlese.com immer sehr gern gelesen.

  • Der Wobbler

    24.04.09 (17:50:34)

    @cristof: Nunja, ich kanns mir halt nicht leisten, für so wenig Geld zu arbeiten. Solange es immer wer mit macht, weil es getan werden muss, wird es auch gemacht. Und die Neidhammelei der Leser, das nervt halt. Schließlich kann ja im Journalismus nun wirklich jeder mitmachen, wenn er schreiben kann. Besteht also gar kein Grund, die Autoen anzumachen. Aber wenn ich da an Heise denke, wo die Autoren mitunter richtig gestalkt werden und alle "den Job wollen"...nunja... Dann muss der Journalismus eben eingehen.Vielleicht denkt dann mal wer nach.

  • christof

    24.04.09 (17:58:39)

    @ wobbler: er geht ein, jeden tag, überall. aber gerade blogger haben ja oft mächtig spass, wenn irgendwo ein holzmedium eingeht. macht mich immer traurig. weil wir sitzen alle im gleichen boot, und dieses boot heisst (noch) demokratie. ich würde aber keinen penny darauf wetten, dass das in zehn jahren noch so ist.

  • bugsierer

    24.04.09 (18:00:54)

    da kommt man vom edelzwickern zurück und dann das. ein schock, ein jammer. ich hoffe schwer, dass das mit der spendenaktion klappt, mein teil ist abgeschickt. 24% sind ja schon mal beisammen, das ist für die paar stunden nicht nur nicht schlecht, sondern zeigt die grosse wertschätzung, das dieses blog hatte. der ganzen crew alles gute und merci für die gute zeit und den edelkontent jeden tag.

  • Köbi Bünzli

    24.04.09 (18:29:36)

    sehr schade! 6vor9 gehörte zu meinem alltag und war zuweilen sehr inspirierend. und noch vielen dank für das verlinken unseres blogs, das hat uns sehr überrascht.

  • Denicola Decosta

    24.04.09 (18:36:59)

    Das haben wir nun von der Wirtschaftskrise! Qualitativ hochwertige Blogs, die nicht rentieren, werden eingestellt. Was übrig bleibt, sind inhaltlich belanglose Kommerz-Blogs oder inhaltlich abwechslungsreiche Amateur-Blogs. Selbst wenn sich nun noch ein Käufer finden sollte: Die unabhängige Medienbeobachtung, wie sie medienlese.com vorbildlich betrieb, ginge verloren. Langsam habe ich das Gefühl, nicht nur die Zeitungen gehen vor die Hunde, auch das so hoffnungsvoll gestartete Web wird inhaltlich immer dünner!

  • Frank

    24.04.09 (19:08:24)

    wieder um eine Morgenlektuere aermer. Vielen Dank fuer das Bisherige.

  • zappadong

    24.04.09 (19:14:21)

    Sch... Ganz doofe Frage: Habt ihr euch nie überlegt, das Dingens im Abo zu führen, also zahlungspflichtig zu machen? Ich würde bezahlen ... nur im Fall ...

  • zappadong

    24.04.09 (19:32:02)

    PS: Erst jetzt durch alle Kommentare durch. Spende ist schon weggeschickt. Viel Glück!

  • Peter Sennhauser

    24.04.09 (22:08:07)

    An alle, die jetzt allen Ernstes noch Opfer von den Autoren oder die Rettung der res publica verlangen: Diese Opfer haben die Autoren längst erbracht.Mit ihrer Leidenschaft in den Artikeln und der Präsenz in den Diskussionen. Vor allem aber, ganz handfest, mit einem enthusiastischen Einsatz weit über die Bezahlung hinaus. Blogwerk ist ein Startup, und es liegt in der Natur von Startups, dass die Mitarbeiter mehr leisten als 8/5. Das gilt bei Blogwerk nicht nur für die medienlese.com-Autorenschaft, sondern für ausnahmslos alle Mitarbeiter. Andererseits haben wir immer gesagt, dass wir die Autoren entlöhnen wollen, weil wir daran glauben, dass nachhaltige Qualität Geld kostet (und im Gegenzug irgendwann diese Kosten deckt). Nur weil wir erkennen müssen, dass eines unserer Produkte dieses Szenario nicht oder zu langsam erfüllt, das Credo schnell anzupassen und von einem unserer Teams plötzlich Fronarbeit zu verlangen, ist nicht nur unlauter, sondern blödsinnig. Aus den gleichen Gründen geht es nicht an, das Publikum in einem Einzelfall plötzlich zur Kasse zu bitten - zumal wir diesem Modell erhebliche und gut begründete Zweifel entgegenbringen. Wenn sich jetzt aber die mehrtausendköpfige Stammleserschaft, die sich bisher schon mit Beiträgen, an den Diskussionen und mit Hinweisen und Kritik beteiligt und engagiert hat, aus eigenem Antrieb bereit erklärt, mindestens einen Übergang mit einem Obolus zu ermöglichen, werden wir unser Möglichstes tun, um den Wunsch zu erfüllen. Nur ist dabei immer auch zu bedenken, wie ich eingangs schon erwähnt habe, dass wir das - unser Möglichstes - ohnehin schon immer geleistet haben und in allen andern Blogs auch weiterhin leisten. Uns ist sehr bewusst, dass unsere "Produkte" weit mehr sind als die Features und Dienstleistungen der meisten Webstartups, die laufend Anpassungen an der Strategie vornehmen und einschneidende Massnahmen treffen können. Das Herzblut in unseren Blogs macht ihre Qualität aus; es sorgt aber auch dafür, dass die ökonomische Sicht vernebelt wird und wir länger an einzelnen Projekten festhalten, als das unter andern Umständen der Fall wäre. Darauf sind mindestens wir Autoren stolz; aber es ist niemandem gedient, wenn wir damit das Gesamtprojekt in Frage stellen.

  • Digital

    24.04.09 (22:33:51)

    Es ist nicht schade. Das Geschäftsmodell hat nicht funktioniert. Dass jetzt die gleichen Leute jetzt allen Ernstes mit Bettelei versuchen, ihren Blog zu erhalten, die gleichen Leute, die voller Hohn über die angeblich anachronistischen Geschäftsmodelle der Zeitungen geschrieben haben, und gar den ganzen Journalismus runterschrieben (Festangestellte!) ist ein netter Witz. Es ist nicht das Internet, es sind die Journalisten, schrieb der Herr Jarchow, die selbst Schuld sind an ihrer Misere. Ressentiments der Zukurzgekommenen. Für mich: eine Sternstunde.

  • Klaus Jarchow

    25.04.09 (05:25:00)

    @ Digital: Soso - oder habe ich nicht eher so etwas gesagt? Aber nee, denn dann müsste ich ja vermuten, dass einige Leute nicht lesen können ... "Schon bald dürfen alle Schreiberlinge gemeinsam dann im gleichen Badewasser paddeln, während das Hartz-IV-Niveau ihnen die Lippen netzt. Jedenfalls dann, wenn diese Stellvertreterkriege nicht endlich einmal aufhören! Sich über den eigenen absaufenden Berufsstand lustig zu machen, nur weil die Brücke, auf der man selbst steht, noch aus dem Wasser ragt, das ist nicht sonderlich witzig."

  • Digital

    25.04.09 (06:26:41)

    So,so Herr Jarchow. z.b. hier, Originalton: "Die Zeitungen haben ihre Funktion verloren, weil sie kein knappes Gut mehr anbieten können. Vor allem aber deshalb, weil sie uns nur noch wenig zu sagen haben und keine Orientierung mehr bieten". Wer hat denn seine Funktion grad verloren? Oder ist das hier alles auf der Ebene: Am Ende sind wir alle tot? Eine medienlese.com die keinen einzigen Gedanken an Ihren eigenen Untergang (Überflüssigkeit) verschwendete, taugt nicht viel. Soll ich eine Anthologie aus Ihren Texten bilden? Nicht weit her, mit Ihrer Orientierung.

  • XiongShui

    25.04.09 (06:55:22)

    Zunächst ein herzliches Danke, sowohl an Peter Hogenkamp, als auch an seine Autoren: für das bisher geleistete und für den Versuch, es besser zu machen, als andere. '6vor9' gehörte auch zu meiner Pflichtlektüre (dazu habe ich ja hier auch früher schon einmal etwas gesagt), es wäre sehr schade, wenn es tatsächlich beim Aus bliebe. Selbstverständlich hat die Selbstausbeutung Grenzen und man kann nicht mehr verlangen, als bisher hier von allen Beteiligten verlangt und offensichtlich gern erbracht wurde. Wer jetzt mit Häme argumentiert, 'Ihr habt Euch doch immer mokiert', argumentiert unseriös. Entweder ist man wie in meinem Fall finanziell unabhängig und kann daher ein kostenloses Angebot machen, oder man muss eben, wie im Fall Blogwerk, den Autoren auch einen angemessenen Lohn zahlen können. Dieser Lohn muss irgendwo her kommen. Wer also meint, mit seiner Mitnahmementalität moralischen Druck auf jene ausüben zu sollen, die für ehrliche (und gute) Arbeit auch eine ordentliche Alimentation erwarten (dürfen), entlarvt sich selbst. Es wäre wirklich schade, wenn es die 'Medienlese' nicht mehr gäbe. Vielleicht findet sich ja doch ein Großsponsor, der für eine entsprechende Werbegegenleistung die 'Medienlese' rettet. Denn sowohl das Leserpotential, als auch das qualitative Potential sind vorhanden - dafür würde ich dann sogar meinen Werbeblocker ausschalten.

  • Klaus Wolfrum

    25.04.09 (07:15:45)

    @ XiongShui >> Vielleicht findet sich ja doch ein Großsponsor, >> Sponsoring, Spenden, Subvention, Kompensation, Zuschüsse. Es kommt halt leider immer auf den gleichen Punkt raus: Andere finanzieren etwas für weitere. >> würde ich dann sogar meinen Werbeblocker ausschalten. >> Auch da liegt ein wenig die Problematik. Aber ansonsten kann ich Dir insbesondere im Punkt der Mitnahmementalität (gutes Wort!) und Deiner angesprochenen Honorierung nur zustimmen.

  • Klaus Jarchow

    25.04.09 (07:29:00)

    @ Digital: Und? - was wäre daran denn falsch? Die Leute orientieren sich an allem, aber doch nicht mehr an der Presse. Da führen sie doch an jeder dritten Ecke vor den Baum, bei dem wilden Zickzackkurs, den der Journalismus auf der Jagd nach der jeweils neuesten Quoten-Sau steuert ...

  • Ben-Inside

    25.04.09 (07:45:46)

    Wirklich sehr schade - ach, diese Krise ... Alles Gute für die Zukunft.

  • Syberia

    25.04.09 (07:49:32)

    Sehr schade. Ich habe hier gerne und regelmäßig gelesen. Den Entlassenen wünsche ich, dass sie schnell eine gute neue Anstellung finden.

  • Digital

    25.04.09 (08:14:06)

    Die Leute orientieren sich nicht mehr an der Presse? Welche Leute? Die dies auch 1970 schon nicht taten? Das ganze Internet lebt in seinen News- und Themenkreisen zu 100 Prozent von der Presse. Das ist schon wieder eine Ihrer steilen Thesen, die aus nichts anderem kommen als aus Ressentiment. Sind Sie mals Journalist abgelehnt worden? Sie reden einfach Unsinn. Nicht umsonst, hat selbst Eric Schmidt ein totes Internet vorhergesagt, für den Fall, dass Google die Presse nicht mehr ausbeuten kann. Und falsch? Ihr ganzer Ansatz war falsch und darum habe ich kein Mitleid. Ich rede nicht von aggregierten Serviceleistungen, Links etc. Nun ja, das ist hilfreich. Aber was vor allem Sie gemacht haben und das Wesen dieses Blogs war, war ständige Prognostik, Astrologie, Vorhersage, ein angebliches Voraus-Wissen, ihr ganzer Diskurs lebte ja davon. Und das hat mit dem Journalismus, der seriös genannt wird, gar nichts mehr zu tun. Es ist eher Sektentalk und ermüdet auf Dauer. Aber Ihre Grundvoraussetzung war völlig einseitig, um nicht zu sagen manipulativ. Mag ja sein, dass Zeitungen sterben, aber genauso sicher ist, das einige überleben und wahrscheinlich noch stärker werden. Oder: kann eine Medienlese allen Ernstes so dumm und tölpelhaft sein, systematisch Internet gegen Print auszuspielen, ohne zu sehen, dass das eigentlich Interessante die Vermischung beider Formen ist? Konsequent haben Sie auch nichts nennenswertes an "Internetkritik" geleistet. Eine "medienlese" die nur von der Zukunftserwartung lebt und immer nur Thesen, Vermutungen, Behauptungen über die Zukunft absondert, ist nicht sehr hilfreich. Hilfreicher wäre der Artikel gewesen, "Wir sind die medienlese und leben von den anderen aber unser Geschäfstmodell funktioniert nicht". Jetzt betteln Sie um Spenden. So sind sie die Untergangspropheten, aber wenn sie dann selber untergehen, wirds lächerlich.

  • Fred David

    25.04.09 (08:29:17)

    @) Naja Digital: Ich bin auch gebürtiger "Holzhausener", aber ich habe die Auseinandersetzung mit Klaus Jarchow immer geschätzt, obwohl ich häufig anderer Meinung war. Ich habe daraus gelernt. Selbstkritik ist nicht die Stärke von Journalisten. Medienlese hat viel dazu beigetragen, kritischer über's eigene Gewerbe zu reflektieren.

  • Marcel Widmer

    25.04.09 (08:34:44)

    @ Peter H: Du weisst, was ich beruflich mache und wie/wo Du mich erreichst. Wenn ich den Betroffenen in der einen oder anderen Form helfen kann ...

  • Klaus Jarchow

    25.04.09 (08:42:49)

    @ Syberia: Du machst dir mit dieser "neuen Anstellung" wirklich sehr übertriebene Vorstellungen von der Lage als Autor im Blogwerk. Es gab hier für mich bspw. keine Anstellung, sondern eine kleine Aufwandsentschädigung, so dass man sich hie und da mal ein paar gute Bücher zum Thema kaufen konnte - und wenn ich darauf angewiesen gewesen wäre, vom Schreiben für die Medienlese zu leben, dann fräße ich längst den Kitt aus den Fenstern. Diese Veranstaltung funktionierte also frei nach Ernst Bloch - wie so vieles in der Blogosphäre. So war die Situation, so ist die Situation jetzt - und insofern besteht der Unterschied vor allem darin, hier ab 1. Mai nicht mehr zu schreiben. Das, was ich hier schrieb, das entstand also aus - ähem! - "Idealismus" und aus blankem Interesse am Thema, aber nicht zum Broterwerb. Dafür schreibe ich anderes zu anderen Preisen. Hier lief gewissermaßen eine Wette mit mir selbst, ob ich blöder Furzkopp wohl eine massenmediale Entwicklung inmitten einer Medienrevolution einigermaßen exakt in ihren Ursachen und Folgen beschreiben kann. Und natürlich habe ich mich gefreut, wenn SpOn meine Ergüsse regelmäßig verlinkte - so viel Eitelkeit darf dann schon dabei sein. Bisher bin ich auch prognostisch noch nicht aus der Kurve geflogen, im Gegensatz zu manchem altmedialen Gesundbeter-Geschwader, das alle Naslang aus dem Straßengraben krabbeln muss und dann verlegergenerierten Revisionismus betreibt. Kann ich meine Geisterfahrer von dieser Stelle aus nicht länger beobachten, dann habe ich immer noch den Stilstand oder die Sargnagelschmiede als private Low-Cost-Ausweichquartiere, wo dann einfach ein medienthematischer Ausbau erfolgen würde. So what? Neues Pferd, gleiches Rennen ...

  • Klaus Jarchow

    25.04.09 (08:49:40)

    @ Digital: Ausgerechnet mir erst das "Abschreiben" aus der Presse vorzuwerfen und im nächsten Satz dann wieder eine "Prophetie", die sich auf gar kein "Abschreiben" aus den ach so seriösen Printmedien stützen könne, dass zeugt von einem Ausmaß an logischer Absenz, die mich die Diskussion an dieser Stelle einfach abbrechen lässt. Im übrigen bettele ich hier nicht um Spenden - und, so weit ich das sehe - auch niemand sonst.

  • Fritz

    25.04.09 (08:50:41)

    Na ja Herr Jarchow, jetzt müssen Sie sich aber nicht auch noch selbst anpreisen (Spon Verlinke etc.). Das ist ja keine Bewerbungsplattform.

  • Digital

    25.04.09 (08:59:06)

    Nein, von Ihrem Abschreiben habe ich nicht geredet. Steht da auch nirgendwo. Sie waren halt der kleine Crasphrophet der Medien. Erfolgskriterium: von Spon verlinkt zu werden.

  • Klaus Jarchow

    25.04.09 (09:05:54)

    @ DigitaL Jaja, dann aber stimmt das mit den 100 Prozent wiederum nicht. Aber nun regen Sie sich mal nicht weiter auf, ich halte Sie doch nur für so etwas, wie Sie mich.

  • Syberia

    25.04.09 (09:07:11)

    Aus dem Satz von Peter Hogenkamp, der von einer Entlassungswelle sprach, die nun auch hier vorgenommen werden müsse, habe ich den Schluss gezogen, es handele sich um gut bezahlte Arbeitsplätze... Dein Anliegen hast Du aus meiner Sicht erreicht. Stilstand kenne ich noch gar nicht, wird sich aber gleich ändern. Im Übrigen könnte man für schlechtere Zwecke spenden, als für eine medienbeobachtende Seite. Ich werde die medienlese vermissen.

  • Springtime

    25.04.09 (09:12:45)

    @Jarchow: Also mir klingt das alles auch ein bisschen sehr, ja fast, fanatisch, wie Sie Herr Jarchow, fast wie von einer Planstelle, ja fast täglich, das Ende der Zeitung verkündet haben, und nicht bereit sind über das Ende dieses Blogs nachzudenken. So was klingt jetzt wirklich geradezu irrelächerlich: Dem Journalismus ... ... mal ein paar Wahrheiten zu sagen, das bringt mir schon manchmal Spaß. [Mediales] Link (0 Kommentare) kommentieren

  • Digital

    25.04.09 (09:17:44)

    Auch wieder falsch. Ich redete von "NEWS". Sie haben in der "medienlese" soweit ich das sehe eine einzige selbstgefunde News produziert: nämlich die der Einstellung. Sie haben sich an die News der alten Welt rangehängt. Dass Sie dann auch noch eigene Gedanken haben, das bestreitet ja keiner. Und ein bisschen Psychologie zu dem wofür ich Sie halte: ein zugegeben guter Schreiber wie Sie hätte längst in eine der grossen Zeitungen gehört. Sie haben über Jahre all die viel schlechteren Schreiben in stummer Wut lesen müssen. Aber Hat irgendwie nicht geklappt.(Spricht übrigens wirklich gegen Zeitungen). Daher ihre Wut auf den letzten Metern noch ein bisschen das Haustier rauszulassen. Das nur dazu, wie man übereinander denkt.

  • Klaus Jarchow

    25.04.09 (09:31:45)

    @ Springtime: Sie können mich ja gern 'schwarzweiß' und als Holzallergiker anstreichen, aber ich habe hier keineswegs nur über Printerzeugnisse Häme verbreitet, sondern durchaus auch über jene kurzsichtige Entwicklung im Bereich der 'Internet-Währung' geschrieben, die zur Einstellung der medienlese jetzt mit beigetragen hat (s.u.). Meine Position ist wohl eher 'kommerzialisierungskritisch': Wer nur noch auf Freiersfüßen wandelt, der geht immer auf den Strich, hier wie dort. Ich verstehe auch die Schadenfreude vieler offensichtlich eher 'printmäßig' gepolter Kommentatoren nicht, die da zu glauben scheinen, das, was hier passiert sei, hielte jetzt die Entwicklung bei ihren Zeitungen auf, das sei sozusagen der Gegenbeweis, und allen Verlegern käme jetzt über Nacht die Erleuchtung, und - hallelujah! - die goldene Ära der Remington-Schreibmaschinen kehre in die Redaktionen zurück: "Grundsätzlicher lautet das Problem daher nochmals anders: Was tritt denn künftig an die Stelle dieser ebenso inflationären wie einfallslosen und überholten ‘Klickwährung’, die zunehmend dem Zimbabwe-Dollar gleicht? Wie lässt sich wirkliche Aufmerksamkeit registrieren, die tatsächliche Verweildauer eines Menschen auf einer Homepage, seine Leseintensität (wird der Scrollbalken bewegt, dann liest er ja wohl) - und so vieles mehr? Die altmodische Generierung von Klickraten aber - meist im Promillebereich - die ist doch wohl der letzte Schwachsinn und, mit ein wenig Nachdenken, sogar aus den Augen des Auftraggebers oder Anzeigenkunden zunehmend unproduktiv … " @ Digital: Wenn's Sie denn Freud ...

  • Syberia

    25.04.09 (09:40:09)

    Hier nun Kübel voller Häme auszuschütten, zeugt nur davon, dass Missgunst schon immer nichts anderes war, als der Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude. Armselig.

  • Frage

    25.04.09 (09:44:38)

    Sehr geehrter Herr Jarchow, haben Sie eine email Adresse, mit der man Sie erreichen kann?

  • Matthias

    25.04.09 (09:57:21)

    Bedauerlich, dass dieser Blog eingestellt wird. Den Autoren alles Gute für die Zukunft! Als bloggender Zeitungsjourni gebe ich den Kommentatoren recht, die für ein Ende der Rivalität zischen Holz- und Elektronenmedien plädieren. Es fällt an dieser Stelle auf, dass beide für ihre Arbeit Geld brauchen. Wenn dieses ausbleibt, sitzen alle in der Kacke. Ebenso der mündige Bürger, der sich fragt, wo er nun verlässliche Informationen herkriegen könnte.

  • n.

    25.04.09 (10:14:04)

    sehr schade

  • Klaus Jarchow

    25.04.09 (10:23:14)

    @ frage: Das ist ja kein Geheimnis - in meinem anderen Projekt, dort dann im Impressum finden Sie das Gewünschte.

  • Christian

    25.04.09 (10:29:05)

    Alle trauern hier medienlese nach. Frage: Ist hier auch jemand bereit, für die Beiträge zu zahlen? Man könnte diesen Blog doch kostenpflichtig anbieten. Ein Versuch ist es wert.

  • Markus Kaemmerer

    25.04.09 (10:43:32)

    Hi, das ist eine sehr traurige Nachricht. Das Blog hat definitiv die Medienwelt bereichert. Besonders 6 vor 9 ist für mich Pflichtlektüre. Ein Projekt diser Art mit gleicher Qualität und Kontinuität kenne ich nicht. Markus

  • XiongShui

    25.04.09 (11:15:39)

    Was ich von der Frontstellung zwischen Print und Blog halte, habe ich ausführlich in meinem Blog besprochen. Was mich wundert: ist es die oft beschriebene mangelnde Recherche, Schlamperei oder der Wille, ein Feindbild zu haben? Der Rückgang der Abonnentenzahlen und damit der Werbeeinnahmen, hat schon lange bevor es eine nennenswerte Zahl von Blogs gab, eingesetzt. Mit anderen Worten: die Zeitungskrise hat nicht das Geringste mit der 'Konkurrenz' durch Blogs zu tun. Ebenso erscheint es geradezu albern, einerseits zu beweinen, das es in Deutschland keine ernstzunehmenende Bloggerszene gäbe und andererseits dann eben diese Szene, für den Niedergang der Zeitungen verantwortlich zu machen... Man sollte sich einmal die Relationen ansehen: zehntausend tägliche Leser (bei Spitzenblogs) gegen 40 Millionen Internetzugänge. Wie? Das klingt nicht besonders erfolgreich? Eben. Das als Gefahr für Print zu sehen, ist ein Witz. Die Gefahr für Print ist hausgemacht: man hat es einfach versiebt, sich den neuen Gepflogenheiten anzupassen. Die Menschen arbeiten nicht mehr von 8- 17 Uhr. Die Menschen sitzen auch nicht mehr gemütlich am Frühstückstisch und lesen dabei die Zeitung. Der Wandel der Gewohnheiten ist der Globalisierung geschuldet: eine Welt, die 24 Stunden an sieben Tagen geöffnet hat, nimmt keine Rücksicht mehr auf ein Medium, das einmal alle 24 Stunden erscheint. Nachrichtenticker für die Hosentasche (mit einem akzeptablen Layout) in Verbindung mit einer wöchentlichen Printausgabe, die Hintergründe liefert, ebenso wie Unterhaltung, hätte vielleicht Fernsehen und Radio den Rang streitig machen können, was aktuelle Information anlangt. Dazu kommt die Pressekonzentration und das Abschreiben von Agenturen. Wenn ich fünf 'verschiedene' Zeitungen, alle vom gleichen Herausgeber in einer Region lese, fehlt die Vielfalt genauso, wie die 'andere' Meinung. Da springen andere Medien wieder allzugern in die Lücke. Wenn dann auch 80% oder mehr nur Agenturmeldungen sind, die manchmal in verschiedenen Blättern sogar mit der gleichen Überschrift erscheinen, dürfte klar sein, warum die Menschen die Zeitung im Regal liegen lassen.

  • Jochen Siegle

    25.04.09 (11:37:33)

    das tut mir sehr leid zu hoeren. ich habe euch immer sehr gerne gelesen.

  • flashfrog

    25.04.09 (12:02:34)

    Och Mööönsch, das könnt ihr doch nicht machen! Ich kann nicht glauben, dass es niemanden gibt, der diesen tollen funktionierenden eingespielten Qualitätsblog übernehmen (oder zumindest sponsorn) möchte! Das wäre sehr sehr schade. Ich danke den Medienlese-Autoren, die wirklich einen bemerkenswerten Job hier machen!

  • Gregor Keuschnig

    25.04.09 (12:11:26)

    Schade. Die Diskussion ist in der Dichotomie virtuelle vs. Holzmedien falsch beschrieben. Das Problem der Printmedien liegt (1.) in ihrer unmäßigen Vielfalt und (2.) in der bereitwilligen Trivialisierung sprich Anpassung auch anspruchsvoller Erzeugnisse an den imaginären Massengeschmack - und zwar in vorauseilendem Gehorsam, um bloss nicht in einen Teufelskreis von sinkender Auflage und ausbleibenden Anzeigekunden zu geraten. Am sichtbarsten wird dies für mich mit der alten Dame "ZEIT" mit seinem juvenil daherkommenden Chefredakteur. Aber das ist ein anderes Thema. Dass die permanent um sich selbst kreisenden Meta-Flugobjekte der Medienblogs langfristig keinen Autor zu ernähren vermögen, ist fast zwangsläufig: Auf Dauer ermüden die Wasserstandsmeldungen der Immergleichen, die sich in turi2 ungestört verbreiten können und willig zitiert werden genau wie die weit anspruchsvolleren Analysen auf diesem Blog hier. Letztere haben dann noch den "Makel" der Qualität; soviel zeit hat man doch heute nur noch selten. Stellt man seine Aktivitäten auf mehrere Beine und bindet rechtzeitg die Grosskopferten in sein Geschäftsmodell ein (freilich um einen nicht kleinen Preis) - wie dies der Perlentaucher gemacht hat - dann besteht schon eher die Möglichkeit zu überleben.

  • Lobo

    25.04.09 (12:13:21)

    XiongShui, bisschen sehr allgemeine These. "Zeit": höchste Auflage der Geschichte, "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung": höchste Auflage der Geschichte, bei beiden; Tendenz steigend"Spiegel": stabil, SZ: stabil FAZ: stabil. und das trotz Konkurrenzdruck. Heisst nicht, dass es keine Krise gibt, aber die ist viel differenzierter als hier beschrieben.

  • Gregor Keuschnig

    25.04.09 (12:15:59)

    @98/Lobo Die Interpretation der Auflagen wäre auch ein bisschen komplizierter als beschrieben.

  • XiongShui

    25.04.09 (12:20:56)

    @Lobo Ach, wir haben also kein Zeitungssterben, keine Printkrise? Tut mir leid, daß ich mich geirrt habe, aber nett, daß wir darüber geredet haben...

  • Lobo

    25.04.09 (12:24:00)

    Na, dann nenn mir doc mal die Zeitungen, die in Deutschland gestorben sind? Und in Amerika? 10 von 1500 in 2 Jahren, hoch verschuldet, wie leider auch die NYT. Verschuldet wegen Learjets und Internetschwachsinn. Gibts ein Autosterben, weil Chrysler tot ist? Gibts ein Buttersterben, weil drei Marken tot sind? Was es gibt ist eine Wirtschaftskrise, in der es keine Anzeigen gibt. Weder im Print, vor allem aber nicht im Internet, wie man hier sieht. Maile Dich doch, wenn die Zeitungen sterben.

  • Klaus Jarchow

    25.04.09 (13:10:10)

    Für den Auflagenschwund auf dem Printmarkt ist für den bundesdeutschen Markt der Medienbericht der Bundesregierung maßgebend, besonders der zweite Teil. Diese 500 Seiten gibt's als pdf beim Hans-Bredow-Institut für lau: http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/kommunikations-medienbericht-bundesregierung Den Zahlen der Verleger ist oft nicht zu trauen, weil für viele Titel schon Prämien-Abos, Gratisverteilungen u. ä. in die Auflage einfließen, um die Zahlen zu 'schönen'. Siehe zum Beispiel hier: http://meedia.de/nc/details/article/ivw-minusrekorde-fr-focus-und-stern_100019417.html Unverzichtbar auch dieser lange pdf-Riemen der Friedrich-Ebert-Stiftung über das "Verschwinden der Zeitung" - kost auch nix: http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/06156.pdf

  • Serienjunkies.de

    25.04.09 (14:14:05)

    Sehr schade, dass medienlese von uns geht. Wir haben stets gern mitgelesen.

  • Der freundliche Leser

    25.04.09 (14:27:10)

    Endlich !

  • Cornwalls High

    25.04.09 (14:48:15)

    Die Nachricht, das "Medienlese.com" eingestellt wird, hat mich tief beglückt. Diese ewige unerträgliche Leier über aussterbende Printmedien, diese so unglaublich subtilen Untergangsanalysen, diese Totengräberpathologie, ein Glück, dass das vorbei ist. Der Markt entscheidet.Ein parasitäres Geschäftsmodell, dass insbesondere bei Klaus Jarchow in seiner ganzen Unfähigkeit im Print-Journalismus irgendwas anderes als Morbidität und Dekadenz zu sehen, so klang, wie ein Hassprediger auf deutsch klingen würde. Das war medialer Fundamentalismus aus der Sicht des Kleintierzüchterverins, der nicht verstehen kann, warum nicht ständig über Karnickel auf der Titelseite geschrieben wird, wo doch die Welt aus Kanrickeln besteht. Eine Zeitung, die solchen maniacs Raum geben würde, wäre mit Recht bald tot.

  • Viktor

    25.04.09 (14:57:11)

    Wie kann sich bitte die Wirtschaftskrise auf ein Blog ausüben? Zitat: "Wir bezahlen unsere Autoren und finanzieren uns durch Werbebanner auf unseren Seiten". Jetzt sagt nicht, die Werbebanner gehen euch aus!? Schabernack, da sind andere Gründe im Spiel!

  • /sms ;-)

    25.04.09 (15:18:10)

    wann hüpfst du wieder mal vor meine linse, peter?

  • Swissy

    25.04.09 (15:51:59)

    Klaus Jarchow Werbetexter Redenschreiber Journalist Leitsatzentwickler ‚Ghost Writer‘ Schreibausbilder

  • 25.04.09 (16:25:52)

    die schliessung ist natürlich bedauerlich. aber. seit der ausrichtung auf den deutschen markt ist medienlese für mich langweiliger geworden. man bzw. ich will ja vor allem lesen, das jemand (auch ich/wir) gepflegt zerfleischt werden. das fand kaum mehr statt. und jetzt? leider beschränken sich kleinreport.com und persoenlich.ch zu sehr auf das verbreiten von pressemeldungen - süffige kommentare sind selten. und ugugu ist zu anonym und zuwenig insider, als dass er in die fussstapfen treten könnte. fazit: schade.

  • mlu

    25.04.09 (19:46:57)

    Die Wirtschaftskrise fordert jetzt auch Blog-Opfer. Eigentlich schade, aber so ist der Lauf der Dinge. Es werden andere nachfolgen. Euch alles Gute im weiteren Leben.

  • Jochen

    26.04.09 (02:48:19)

    Ugugu ist gar nicht so schlecht, Insider hin oder her. Jedenfalls hat er noch etwas mehr Zähne als die meisten anderen Medienkritiker. Leider aber nur auf einer Seite des Gebisses.

  • 26.april

    26.04.09 (07:47:22)

    wäre schön, falls die seite wenigstens als "nachschlagewerk" erhalten bliebe, auch wenn keine neuen artikel mehr erscheinen sollten

  • Paul Arne Wagner

    26.04.09 (08:01:46)

    Nicht lamentieren, Spenden! 56% der Finanzierung von 6vor9 bis Oktober sind bereits sichergestellt!

  • Der Wobbler

    26.04.09 (08:21:54)

    Hmmm...also Turi, bekanntlich die beste und zuverlässigste Quelle im Mediendschungel, verkündet, Ole, Carolin, Ronnie und Klaus müssten nun Zürich verlassen. Dabei sitzen die ersten beiden bei Spiegel Online in Hamburg und Ronnie sitzt in Berlin. Wir sehen also, was uns nach Medienlese bleibt an Qualitätsrecherche. Turi macht es sich ja einfach, seine "Recherche" besteht darin, auf Veranstaltungen wie dem DLD trittbrettfahrend ohnehin anwesende Promis vor die Videolinse zu zerren und ihren PR-Text runterzusalbadern (oder heißt das inzwischen abzusalm-salmen?) zu lassen. Und das nur, damit auch seine Stimme im Video ist - sonst würden die Interviewten einfach nur ein WMV von ihrer PR-Abteilung schicken. Medienlese war dagegen früher zumindest öfter vor Ort. Ich erinnere mich an Redaktionsbesuche mit eigenen Fotos. Von daher ist "Medienlese" eigentlich Understatement - es war eben nicht nur Links gucken wie beim Perlentaucher. Allerdings scheint nur dieser Teil - 6 vor 9 - eventell zu überleben. Alles andere wäre zu teuer. Achja, Klaus Jarchow ist Schuld. Na klar, einer muss ja schuld sein, warum nicht er? Ja, seine Polemiken waren manchmal ermüdend, aber er hat auch nette Alphatierchen-Porträts gemacht, gar nicht turi-like. Und sooo lange ist er ja gar nicht dabei, also an ihm kanns nicht liegen. (Wo sind eigentlich die früheren Schreiber alle hin???) Was mir mehr aufstiess, das waren diese Hetzschriften wie "Neid auf die Festangestellten" oder "Faulpelze nehmen jungen hungrigen leidenschaftlichen billigen Stuhlabsägern die Stellen und das Geld weg". Damit hat sich Medienlese sogar die Heise-Trolle eingefangen - leider zu Recht. Ist allerdings besser damit umgegangen als Heise das tut und das kam dann ja auch nicht mehr vor. Von daher hate ich eigentlich gedacht, es ist nun alles im Lot. Und dann wird zugemacht...

  • martin

    26.04.09 (09:42:03)

    wirklich sehr schade und bedauerlich! medienlese.com war für mich immer eine gute Anlaufstelle für sehr interessante Berichte über die Medienlandschaft, wo ich sicher fast täglich hineingeklickt habe.

  • Analytiker

    26.04.09 (09:50:09)

    Darf ich hier aber doch einmal feststellen, dass der einzige relevante Medienblogerfolg jenseits bildblog.de von Peter Turi geschaffen wurde? Das er es ist, der uns jeden Morgen anfeuert, Stoff zum Nachdenken gibt, analysiert, einen eigenen TV-Sender aufbaut, überproportional wächst, und allen anderen die Schlusslichter zeigt. Turi ist das, was Augstein heute wäre. Keiner kann auch besser motivieren als er. "Leute, auf die Piste", "zeigt Ihnen, wo's langgeht", und das per mail um 6.00 morgens - genial. Da ist medienlese einfach noch im Bett. Lasst mal den Neid. Und Freunde der medienlese, statt Spenden: auf zu www.turi2.de!

  • Klaus Jarchow

    26.04.09 (09:57:15)

    @ Der Wobbler (nur zur Ergänzung): Und der Klaus sitzt nun mal in Bremen. So viel zum großen Plapperlapapp oder - hüstel - Informationsdiensteln ...

  • Flo

    26.04.09 (10:23:52)

    Echt schade! Wer hätte gedacht, dass die Wirtschaftskrise solche Konsequenzen folgen lassen würde.. Alles Gute für die Zukunft!

  • ein_sven

    26.04.09 (10:51:02)

    Wirklich schade, aber wollen wir uns doch nichts vormachen: Qualitätsblogging und blogwerk -- geht das überhaupt zusammen? Wenn ich an die dünnen und dünnsten "Beiträge" ("beitragen" im Wortsinn tun die eigentlich nicht mehr) in neuerdings oder imgriff denke (den Rest lese ich schon gar nicht mehr), dann musste ein Blog doch scheitern, das mehr macht als nur Pressemitteilungen und angelsächsische Tech- oder Produktivitätsblogs zu recyclen. Letztlich kostet Qualität ja auch -- im schlimmsten Fall Leser und Klicks, weil das Umfeld nicht stimmt. Folgerichtig, dass der intelligenteste Teil von blogwerk geschlossen wird.

  • Der Wobbler

    26.04.09 (11:50:01)

    @Analytiker alias Peter Turi: Jetzt langts aber langsam mit den Geschmacklosigkeiten. Turi2 ist natürlich "der" einzige relevante Medienblog, weil alle anderen bekanntlich "das Blog" heißen. Und Turi ist auch der einzige, der wo spammt. Turi wäre besser, wenn er nicht so ein entsetzlicher Trampel und jetzt auch noch Leichenfledderer wäre...

  • Stefan

    26.04.09 (11:54:33)

    Ich bin, ganz ehrlich, zu faul, die bisherigen 120 Kommentare durchzulesen, will aber trotzdem meinen Senf abgeben: Es ist sehr, sehr schade, dass medienlese.com eingestellt wird! V.a. "6 vor 9" wird mir extrem fehlen!

  • Robert

    26.04.09 (12:28:03)

    Ich finde es nicht falsch, auf andere Angebote verwiesen zu werden. Turi ist ein harter Hund und 100 Prozent. Und er hats richtig gemacht. Hier haben die 3 grossen M's der Blogoshäre regiert, Motzen, Missionieren, Moralisieren. turi2 hat 2008 netto Werbung im Wert von knapp 275.000 Euro geschrieben. Das ernährt 4 Redakteure voll und einige halb. Außerdem blieb noch genug Geld übrig, um drei vollstaendige TV-Equipments mit Kamera, Ton, Licht und Schnittcomputer zu kaufen.Wir haben uns den Arsch aufgerissen, um voranzukommen. Und wir sind vorangekommen!

  • Hahaha

    26.04.09 (15:26:09)

    275.000 EUR (netto, brutto, Hauptsache blablaba "Werbung ... geschrieben") ... davon 4 Vollzeit-Redakteure, mehrere halbe Stellen und Equipment finanzieren: Ich sage nur üppig, üppig. Hier wird geklotzt, nicht gekleckert. Klar, dass bei derartigen Hungerlöhnen kein Geld mehr für einen ordentlichen Webdesigner drin war (Turi will ja auch noch leben, oder gehört er zu den Redakteuren mitt Vollwertkost). Und halbwegs anständige Artikel gehen natürlich auch nicht mehr, wenn die nur halb ernährten Redakteure den ganzen ALG-II-Papierkram machen müssen, um wenigstens bei Aldi einkaufen zu können. Kein Wunder, das sowas "der" größte Medienblog ist, passt zu einer Branche, bei der allerhöchsten der Realtitätsverlust wächst.

  • Medienleseranderswo

    26.04.09 (16:24:09)

    Medieninfo darf nicht sterben! Nur so zeigen wir's den Etablierten. Wie findet Ihr diesen Werbespruch? "Medienlese schliesst in drei Tagen. Jetzt aber Turi,turi" Idee: 2x turi=turi2. Also , wir sehen uns www.turi2.de. Und übrigens:Open-Sauce meint in der Tat Open-Sauce: Wir teilen Rezepte und den Spaß am Kochen & am Leben.

  • Klaus Jarchow

    26.04.09 (16:54:29)

    @ Medienleseranderswo: Bezeichnend für dich, dass du hier die Medienlese mit Turi in einen Topf wirfst: Denn Bezahlung ist das eine, das Wofür ist eben das andere. Vergleichsweise ist Liebe kein Sex, und Text ist kein Spaghetti-Code ...

  • Medienleseranderswo

    26.04.09 (17:10:10)

    Lieber Klaus, Du bist herzlich eingeladen! Deine Power hat was. Peter Turi (mit dem ich nicht identisch bin) hat hier schon nach guten Leuten gesucht. Er ist ein toller Motivierungshengst und aus seinem Stall kommen immerhin Leute wie Niggemeier und der Don.

  • Klaus Jarchow

    26.04.09 (17:31:16)

    @ medienleseranderswo: Nee, danke - ich kann mich noch beherrschen. Bei Turi wäre die Lücke, die ich für diese sagenhaften 20 Kröten füllen soll, dann doch ein wenig zu groß. Und wenn der Don von dieser, seiner angeblichen Abstammung hört, dann haben wir hier sowieso gleich Alarm ... ;-)

  • Medienleseranderswo

    26.04.09 (17:45:14)

    Schade. Turi hat den Don gross gemacht. Vatermord inklusive.

  • Brunser

    26.04.09 (17:59:34)

    Herrlich, wenns nicht so traurig wär! Auf Potturi sieht man neben dem Videointerview mit Meister Blogwerk persönlich, der "vorwärts und aufwärts" posaunt. Links daneben zur gleichen Zeit (welch ein grandioses timing!) den Artikel, daß er sein Blog dicht macht und eine "Entlassungswelle" (hihi, kann man Freie entlassen?) ankündigt. Hier Turianer, die gleich direkt die neue Wärmstube anbieten. Dazwischen wird sich noch gegenseitig auf bestem Kreisliga-Niveau angepinkelt. Wenn solche Kasperltheater-Blogger unsere Medienmacher von morgen sind, kanns freilich nicht vorwärts gehen und ist bestimmt auch mit eine Erklärung für die Krise. Da kriegt man ja vom Lesen schon die Krise.

  • Medienleseranderswo

    26.04.09 (18:04:51)

    Brunser, komm rüber! www.turi2.de!

  • Brunser

    26.04.09 (18:36:13)

    Medienleseranderswo, braucht Ihr Klicks??? Bist Du der Medienkoberer vom Dienst? Wer von Euch muss denn diesen Job machen? Igitt!

  • Medienleseranderswo

    26.04.09 (18:56:13)

    Brunser, ist Überzeugung. Turi gibt, hat mir ein Vögelchen gesagt, bald ein grosses Interview zum medienlese-desaster und seinen Visionen. Was soll der Streit? Wenn Du nicht von etablierten Medien erstickt werden willst, bau lieber auf einen Selfmademan!

  • Klaus Jarchow

    26.04.09 (18:59:15)

    Hier ist noch einer für Cornwalls High (105): "Die Debatte, ob das traditionelle Zeitungsgeschäfts tatsächlich am Ende sei, ist längst beantwortet: "Da gibt es keinen Gesprächsbedarf mehr. Das alte System ist kaputt - und es ist heute einfach zu teuer.""

  • Cornwalls High

    26.04.09 (20:55:09)

    Tolles Archiv, Jarchow, und hier sagt deine quelle das gegenteil:Local papers are vital - and must be saved Erstmal ist ja Dein Geschäft zu Ende. Hast Dir Deinen eigenen Sargnagel geschmiedet. Da bleibt am Ende nur ein Huckebein.

  • Stefan

    26.04.09 (21:59:39)

    Schade, dass das zu Ende geht. Ich habe 5 vor 9 geliebt und sehr davon profitiert. Wenn hier behauptet wird, medienlese habe von Medien abgeschrieben so ist das einigermassen absurd: die Verdichtungen und Funde der Redaktion wurden nämlich von anderen Redaktionen einfach nur wieder ausgebeutet, gar als eigener Fund verbreitet. Kritisch muss ich anmerken, dass es durch Klaus Jarchow zu einem derartig undifferenzierten Print-Hass kam, der mich im Laufe der Zeit doch sehr abstieß. Ich glaube, das hat der Medienlese sehr geschadet, die plötzlich etwas Kleinkariertes und Fanatisches bekam. Auch hätte mich interessiert für wen Jarchow eigentlich Werbung, kundenzeitschriften und PR-Texte verfasste. Er hat es - dankenswerterweise - höchst allgemein angeben; aber es gab kein einziges faktisches disclosure. Ich möchte schon gern wissen, wo Interessen kollidieren.

  • Bernhard

    26.04.09 (22:19:10)

    Die Problematik des Ganzen wird in den diversen Beiträgen klar. Der eine schreibt von roter Karte für die Anzeigenkunden, der andere will vielleicht (aber auch nur vielleicht) seine Werbeblocker abschalten, einer will spenden, einer will vielleicht abonnieren. (vermutlich auch wieder nur 1 Euro im Jahr o.ä.). Und alle vereint das gleiche. Sie sind Leser von einem Blog, der ganz offensichtlich das Schicksal vieler Internet-Start-Ups teilt - es fehlt ein Manager. Genau, die vielverteufelte Kaste derjenigen die rechnen können. Und Partnerschaften schmieden. Und Dünkel-Autoren in ihre Schranken weisen. Aber eben, lieber wird eingestellt. Schade eigentlich. Und als Nachtrag; derweil werden die Blogs oder Kommentare auf persoenlich.com immer besser - und vor allem spannender. Und das ist eigentlich das wirklich tragische.

  • D-Blogger

    27.04.09 (03:01:33)

    Ach Leute - ich dachte, hier sind Profis am Werk :-( Ich hatte euch gerade fast eine Stund ewas geschrieben - leider war die einzige Antwort des Servers "Fehler: Bitte gib eine gültige E-Mail ein" Naja, hatte ich wohl vergessen. aber der Kommentar ist nun weg :-(

  • D-Blogger

    27.04.09 (03:17:43)

    So, nu is die scheiss E-Mail-adresse zuerst eingetragen. Warum muss wegen sowas denn der ganze Post verworfen werden? Kann doch jedem mal passieren. Also nun etwas kürzer, denn ich muss in die Arbeit: Für 6 vor 9 würde ich nicht zahlen. Linklisten gibt es auch anderswo, das Jonet Medienlog ist z.B. von Profis. Und Ronnies richtige Artikel fand ich abstossend, sorry, dieser Neid auf jene, die den Job schon länger tun, dafür hätte dieses Blog nie eine Plattform bieten dürfen. Klaus Jarchow...naja, der typische zerstreute Altlinke halt. Problem war, dass er jede Woche dasselbe schrieb. Ab und zu wäre es ganz ok gewesen. Carolin? Naja, farblos, Spiegel online halt, ebenso wie Ole. Und Peter Sennhauser? schrieb eigentlich nie, steht aber in jedem Blog von euch. Frage: Warum nur die? Warum nicht mehr Autoren? Bei Boocompany schreiben auch nicht nur vier. Hatte sonst keiner Bock, war die Bezahlung so schlecht oder musste man erst Peter Hogenkamp die Wohnung schrubben, bevor man hier schreiben durfte? Alle eure Blogs ausser Fokussiert haben grad drei aktive Schreiber. Das ist wie bei Telepolis mit dem ewigen Rötzer-Gestammel. Da hattet ihr zwar bessere Leute, aber trotzdem, als Leser ermüdet man, wenn immer nur dasselbe Zeug von denselben da steht. Von Wolf-Dieter Roth habe ich z.B. gerne gelesen, aber der hat wohl auch keine Lust mehr gehabt? Zu Turi: Na wer solche "Freunde" hat, braucht keine Feinde mehr. Aber schaut langsam nach Joe-Job aus.

  • Medienleseanderswo

    27.04.09 (05:59:05)

    (Gelöscht, siehe #153, Peter Hogenkamp.)

  • Klaus Jarchow

    27.04.09 (06:54:38)

    @ Nochmals, extra für dich, Cornwalls High: Wenn die 'Medienlese' 'mein Geschäft' gewesen wäre, dann hinge ich längst tot überm Zaun. Die Medienlese war - zumindest für mich - ein interessantes Projekt, dem die Zukunft zu gehören schien, mit einer kleinen 'Aufwandsentschädigung' für mein Gebrabbel. Deshalb habe ich's gemacht. Hoast mi? Apropos - mein entnervendes und inkompetentes Gesülze zu Medienthemen, das sich doch meist nur auf Fakten und auf diese irrelevante Wissenschaft stützte, das geht jetzt in meinem Stilstand in die nächste Runde. Diesmal gänzlich umsonst und draußen, wie es nun mal gute Bloggersitte ist. Darin liegt vermutlich sowieso die Zukunft: Schreiben, ohne dabei auch noch Geld zu verdienen ... ;-) Manche, vor allem Verleger (s. verlinkter Guardian-Artikel) sagen ja schon in erfrischender Offenheit, eine zureichende Bezahlung für Simpel-Journalismus, das sei gewissermaßen das Schlaraffenland von gestern - eine regressive Utopie von Journalisten, die den 'Toll of the bell' nicht gehört haben. Such also auch du dir vielleicht schon mal was anderes. Die Welt ist groß - und Turi schleicht ja hier als Tarnkappenbomber schon durch die Gänge und winkt mit 20-Euro-Scheinen. Wenn du da also pflegeleicht, lieb und genügsam bist - dann darfst du vielleicht schon bald die Verleger, die dich nicht mehr bezahlen wollen, sogar selbst interviewen, weshalb sie so gemein zu dir sind. Das darfst du dann natürlich nicht so sagen ...

  • Cornwalls High

    27.04.09 (07:04:59)

    ...aber Du hast doch schöne Google-Anzeigen. 16kg abnehmen in drei Wochen. Wow.

  • Klaus Jarchow

    27.04.09 (07:09:09)

    Jo - und fünf Euro oder so habe ich damit schon eingenommen! ;-)

  • Cornwalls High

    27.04.09 (07:10:54)

    da zahlt Turi mehr.

  • Klaus Jarchow

    27.04.09 (07:10:55)

    @ medienleseanderswo: Die bloße Aggregation von Infos ist allein überhaupt nichts. Das Entscheidende ist nicht die verwendete Technik, sondern der Kopf, der diese Technik anwendet und die Rubrik füllt. Da allerdings war Ronnie Grob mit seiner Auswahl und seiner täglichen Blütenlese konkurrenzlos. '6 vor 9' lebte nämlich von unerwarteten Funden abseits des Mainstream, hier war ein begnadeter 'Finder' unterwegs, ein echtes journalistisches Trüffelschwein sozusagen (sorry, Ronnie!). So aber, wie du's uns hier als Turi-Bote beibiegen möchtest, läuft es nur darauf hinaus, eine Banalität zu konstatieren, dass man nämlich erst einmal einen Fußball braucht, um gut Fußball spielen zu können, oder einen Eimer, um Wasser zu schöpfen. Das ist dann zwar auch richtig, ein gutes Fußballspiel ist ohne Spieler aber nicht zu erwarten. Daran hapert's dann ja auch bei euch ...

  • Klaus Jarchow

    27.04.09 (07:12:02)

    @ 143: Sag ich doch. Du könntest für meine Tipps ruhig ma danke sagen ...

  • f.

    27.04.09 (11:52:52)

    schluchz!

  • base rate

    27.04.09 (12:28:44)

    "Ronnie Grob", das ist doch mal ein gutes Stichwort! Mit das Absonderlichste an diesem mittlerweile irrenanstaltsreifen Thread mitsamt seiner hämischen Feiglinge ist, dass so getan wird, als sei die Medienlese identisch mit Klaus Jarchow gewesen. Dabei hatte Ronnie Grob mit einem pubertären Kreuzzug gegen die ach so schlimmen Holzmedien rein gar nichts am Hut. Wer die Medienlese tatsächlich gelesen hat, der wusste das auch. Und Ole Reißmann schien da auch recht vernünftig und entspannt zu sein.

  • Klaus Jarchow

    27.04.09 (12:36:36)

    Nebenbei - auch ich führe hier keinen 'Kreuzzug' gegen lädierte Holzmedien. Ich gucke nur hin und schaue was passiert. Und dann denke darüber nach, weshalb das möglicherweise passiert - und vielleicht kann ich auch ein wenig pointierter formulieren als andere. Den 'Kreuzzug' aber, den führen die schon ganz alleine - von der großmächtigen New York Times bis zur Passauer Neuen Presse ...

  • Medienleseanderswo

    27.04.09 (14:51:01)

    (Gelöscht, siehe #153.)

  • Medienleseanderswo

    27.04.09 (14:55:00)

    (Gelöscht, siehe #153, Peter Hogenkamp.)

  • Pit

    27.04.09 (14:58:48)

    ...ehe hier das Licht ausgeht...:) (Rest gelöscht, siehe #153.)

  • Peter Hogenkamp

    27.04.09 (15:31:45)

    So, jetzt reicht's aber langsam. Ich habe Respekt vor der Leistung von turi2, ich mag Peter Turi und Peter Schwierz, und ich bin überzeugt, dass sie mit «Medienleseanderswo» nichts zu tun haben. Aber ich weiss nicht, ob sich die ernsthaft an dieser Diskussion teilnehmenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese plumpen Werbespots auf Dauer gefallen lassen müssen. Ist ja schön, dass turi2 tolle News hat, aber das können unsere mündigen Leser durch einen Klick selbst rausfinden. Ich werde die letzten beiden Kommentare löschen, und wir werden alle zukünftigen Kommentare in der Art als Spam markieren. Und wenn «Medienleseanderswo» meint, er müsse Ausdauer zeigen, machen wir halt die Diskussion hier dicht. Sorry an alle anderen. Ich fand die Diskussion hier sehr interessant, habe mich nicht mehr eingeschaltet, aber alles aufmerksam gelesen.

  • Stephan

    27.04.09 (21:07:51)

    Zurück zum Wesentlichen: Ich freue mich, dass es "6 vor 9" zumindest bis Oktober geben wird! Danke an @Sachar für seinen Einsatz!

  • Thinkabout

    29.04.09 (10:18:30)

    Die interessanteste Frage ist, glaube ich, gar nicht gestellt worden: Blogwerk stellt nur medienlese.com ein. Die anderen Blogs laufen weiter. Reniteren die besser, und warum? Haben Sie mehr Leser? Oder eben Anzeigenkunden, die sich dort mehr versprechen? Wahrscheinlich ist es eben so, dass Reflexionen von Medieninteressierten eine intellektuelle Lust sein können - aber zuwenig massentauglich sind.

  • Sascha Pallenberg

    29.04.09 (18:30:41)

    Wow, ich habe mich wirklich komplett durch die Kommentare geschossen... wahnsinnige Diskussion und zum Teil auch noch mit Nicknames, was ich fuer erbaermlich halte. Ich habe leider die Spendenaktion erst heute mitbekommen, plaediere aber eindeutig fuer nen Micropayment Button, denn fuer den Erhalt dieses Projektes bezahle ich gerne. Eine Krise im Blogmarketing kann ich leider ueberhaupt nicht feststellen, eher das Gegenteil. Vielleicht einmal die Vermarktung hinterfragen bzw. neue Wege gehen (ohne jetzt die "make it premium" laier anzustimmen, aber ich waere sofort dabei.)

  • Man in Metropolis

    29.04.09 (19:52:50)

    Dann mal danke für alles.

  • Dieter Petereit

    05.05.09 (11:25:15)

    Unfasslich, aber ich habe es eben erst mitbekommen. Ich fand medienlese bisweilen anstrengend, aber auch immer wieder erhellend und amüsant. Mit der Rubrik 6 vor 9 kann ich zwar nix anfangen, aber Jarchow habe ich stets gern gelesen. An ihm kann´s nicht gelegen haben, im Gegenteil. Nach meiner Meinung war er das beste Pferd im Stall. Links rausfummeln tun viele...

  • Tim

    01.10.09 (09:54:20)

    schade aber trotzdem danke habe es jetzt mitbekommen erst

  • Smoky

    22.12.09 (12:00:57)

    Ja leider zu spät...das nächste mal klappts dann! :D

  • Faice

    06.01.10 (16:27:29)

    schade schade

  • stefmer

    07.04.10 (12:32:01)

    habs erst jetzt mitbekommen - sehr schade..

  • Thomas

    04.05.10 (17:30:48)

    Hi Jungs. Ja das ist wirklich schade. Vielleicht geht an ja aber an anderer Stelle umso doller weiter. Viel Erfolg und Beste Grüße Tom

  • steffie

    09.05.10 (11:20:21)

    Wirklich Schade.. Gibts ähnliche Projekte oder ein Nachfolgeprojekt?

  • Oyun oyna

    16.05.10 (08:19:48)

    Thank's very good.

  • Sven

    30.05.10 (06:42:26)

    Na ja, schade

  • burmeh yaza lida fx15 biber hapı ile formda girin

    31.05.10 (22:33:56)

    a ja, schade

  • bedava blog

    16.08.10 (14:53:59)

    Gibts ähnliche Projekte oder ein blog

  • Eving Selimiye Spor

    30.11.10 (10:40:23)

    Sehr Schade, aber ich entwickelt schon bestimmt ein neues Projekt, da bin ich mir ganz sicher!

  • Gerdi

    31.01.11 (14:05:34)

    wirklich bedauerlich

  • David

    13.05.11 (20:14:52)

    Hallo, ich habe auch passiv oft in dem Blog mitgelesen. Schade wäre es wirklich hier aufzuhören. Zumal hier wirklich der ein oder andere interessante Bericht zu finden ist.

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