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16.12.11Leser-Kommentar

iJoule: Smartphone-App will zu gesünderen Gewohnheiten erziehen

Das Wiener Startup iJoule will Menschen mit einer mobilen iOS-App dabei helfen, gesundheitsschädigende Gewohnheiten abzulegen und sich einen besseren Lebensstil anzueignen.

 

Fragt man Menschen auf der Straße, ob sie gerne einen besseren, gesünderen Lebensstil führen würden, bekäme man viel Zustimmung. Doch die Zahl derjenigen, denen es tatsächlich gelingt, ihren inneren Schweinehund zu überwinden und fragwürdige Routinen und Gewohnheiten zugunsten einer gesünderen Lebensweise abzulegen, dürfte erheblich geringer sein.

Das Wiener Startup iJoule hat eine Applikation für iPhone und iPad entwickelt, die mit einfachen Regeln allen Menschen dabei helfen soll, ihre Lebensweise neu zu definieren, Gewohnheiten zu verändern und dabei quasi ganz nebenbei abzunehmen (sofern Bedarf daran besteht).

Die Entwicklung des Menschen gemäß iJouleDas aus Christoph Sauermann, Christoph Richter und Martina Backhausen bestehende iJoule-Gründerteam erläutert das iJoule-Prinzip auf der Website an einem Zitat des Schriftstellers Mark Twain: „Eine Angewohnheit kann man nicht einfach so zum Fenster hinaus werfen. Man muss sie Stufe für Stufe die Treppe hinunter locken."

Auf diesem Prinzip aufbauend bietet die iOS-App eine Sammlung an Regeln, die bei zielgerichteter Berücksichtigung sukzessive einzelne Aspekte des Tagesablaufes der Anwender verändern. Das Spektrum reicht vom Trinken eines Glas Wassers am Morgen über Balance- und Atem-Übungen bis hin zu Spaziergängen und Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten. Alle Verhaltensregeln wurden auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit der Mitwirkung nationaler und internationaler Experten entwickelt, so das Unternehmen, das auch auf diverse Kooperationen mit und Zertifizierungen von Gesundheitsverbänden verweist.

Aktivierte Regeln, die aus einfachen täglichen Übungen und Expertentipps bestehen, haben eine vordefinierte Laufzeit und erinnern Anwender jeden Tag daran, etwas Gutes für ihren Körper zu tun.

Maximal drei Regeln lassen sich gleichzeitig aktivieren, um sicherzustellen, dass Anwendern nicht den Fokus verlieren. Das Ziel ist, durch die regelmäßige Wiederholung der einzelnen Übungen und Prozesse eine Automatisierung des Verhaltens zu erreichen, die zu dauerhaft veränderten und vor allem gesünderen Gewohnheiten führt. Das Startup aus Österreich verspricht, dass Nutzer mit iJoule in 40 Tagen einen gesunden Lebensstil einleiten können.

In der App enthalten ist auch ein Mess- und Statistikwerkzeug, um die Entwicklung des Körperfett- und Gewichtsverlaufs festzuhalten.

Der Launch zur Weinachtszeit - gewöhnlich die Periode im Jahr, in dem wir unseren Körper durch viel fettes Essen und wenig Bewegung besonders strapazieren - ist von dem Jungunternehmen aus Wien gut gewählt, und die Idee ist simpel und sinnvoll genug, damit ihr eigentlich niemand wirklich kritisch gegenüber stehen kann. Das Smartphone wird immer mehr zum persönlichen Assistenten in allen Lebenslagen. Da erscheint es nur konsequent, dass es uns auch dabei hilft, gesünder zu leben.

iJoule wird in einer kostenfreien Lite-Version zum Ausprobieren angeboten. Diese enthält allerdings nur drei Regeln. Die vollständige Variante mit zehn Regeln kostet 2,39 Euro. Eine Android-App befindet sich in Planung.

Eine Randbeobachtung: Österreich entwickelt sich immer mehr zum Hotspot für Startups rund um Gesundheit, Fitness und Medizin: Neben iJoule stammen auch die Medikamentensuche Diagnosia (Review), die Fitness-App runtastic (Review) sowie die Diabetiker-App mySugr aus der Alpenrepublik.

Link: iJoule

Kommentare

  • Musenrössle

    16.12.11 (18:33:14)

    Mmmh... die Idee ist gut und würde mich schon interessieren. Aber was ich brauchen würde ist die Möglichkeit sich individuell Ziele zu setzen und die Unterstützung dabei. Popelige 10 Möglichkeiten von denen vermutlich wenige bis gar keine zu meinem Leben und meinen Zielen passen, sind da keine echte Hilfe.

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